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June 14, 2011

Hessentag: Luftschiff stürzt brennend ab – Pilot kommt ums Leben

Hessentag: Luftschiff stürzt brennend ab – Pilot kommt ums Leben

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Veröffentlicht: 07:18, 14. Jun. 2011 (CEST)
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Ein sehr ähnliches Luftschiff von Goodyear (Aufnahme ca. 2010)

Reichelsheim (Deutschland), 14.06.2011 – Am Pfingstsonntag geriet am Rande des Hessentags das Luftschiff „Spirit of Safety I“ (Kennung G-TLEL) der Firma Goodyear, das unter anderem von der Deutschen Verkehrswacht gesponsert war, nach einer missglückten Landung in Brand und stürzte ab.

Das Luftschiff vom Typ Lightship A60, ein sog. Blimp, dessen Form durch den Druck des Füllgases aufrechterhalten wird, war auf dem Rückflug von einer Berichterstattung im Rahmen des Hessentags in Oberursel (Taunus), wo zwei RTL-Reporter und ein „Bild“-Fotograf unter anderem Bilder vom Auftritt der Popgruppe Roxette machen sollten. Gegen 20.15 Uhr brach nach dem Aufsetzen auf dem Landeplatz bei Reichelsheim das einachsige Fahrwerk unter dem Landekorb des Zeppelins. Im Bereich der Motoren brach in der Folge ein Feuer aus. Der Pilot befahl den Fahrgästen, aus einer Höhe von etwa zwei Metern abzuspringen. Durch den Gewichtsverlust stieg das brennende Luftschiff anschliessend in die Höhe, während sich das Feuer über das Luftschiff ausbreitete. Anschliessend stürzte das noch brennende Fluggerät auf eine Wiese, wo es ausbrannte. Der Pilot kam dabei ums Leben. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im Gegensatz zu frühen, mit Wasserstoff gefüllten Zeppelinen, sind heutige Luftschiffe mit Helium gefüllt, welches selbst nicht brennbar ist.

Alle Termine des Reifen- und Luftschiffherstellers Goodyear auf dem Hessentag wurden abgesagt. Ein baugleiches Luftschiff darf bis zur endgültigen Klärung des Flugunfalls nicht starten.

Nach Meinung eines Experten hat sich der 52-jährige Pilot für seine Passagiere „geopfert“. Ihm sei klar gewesen, dass das Luftschiff nach dem Abspringen der Passagiere wieder aufsteigen würde. Außerdem habe er einem Passagier noch beim Ausstieg geholfen. Der Australier soll einer der weltweit erfahrensten Piloten gewesen sein.

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Quellen

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October 14, 2005

München: Großalarm wegen vermeintlichen Zeppelinbrandes

München: Großalarm wegen vermeintlichen Zeppelinbrandes

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München (Deutschland), 14.10.2005 – Am Donnerstagabend, den 22.09.2005 wurde in München ein Großalarm ausgelöst. Verantwortlich für den Alarm waren aufgeregte Bewohner von München-Feldmoching. Sie alarmierten über Notruf Feuerwehr und Polizei. Gemeldet wurde ein brennender Zeppelin, der über Feldmoching abzustürzen drohte. Selbstverständlich rückte ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften aus. Gefahr war in Verzug. Auch der ADAC-Rettungshubschrauber wurde alarmiert und flog zum vermeintlichen Unglücksort.

Dort angekommen, stellten die Rettungskräfte einen Fehlalarm fest. In der Luft befand sich ein so genanntes Heißluftschiff. Es sieht äußerlich wie ein Zeppelin aus, ist 41 Meter lang und 12,8 Meter breit, wird aber angetrieben wie ein Heißluftballon, nämlich mit erwärmter Luft. Sobald das Heißluftschiff in der Luft nachgeheizt wird, sieht es von weitem in der Abenddämmerung aus, als ob die Unterseite des Schiffes brennen würde. Der Antriebsmotor gleicht dem von Ultraleicht-Flugzeugen. Es ist 40 Kilometer pro Stunde schnell. Befindet sich nur eine Person an Bord, in dem Fall dann der Luftschiffführer, hat es eine Reichweite von drei Stunden, also maximal 120 Kilometer. Befinden sich vier Personen an Bord des Luftschiffes, kann es nur eine Stunde in der Luft bleiben. Mehr als vier Personen können nicht mitfahren.

Das vollbesetzte Luftschiff befand sich auf einem Rundflug über dem Oktoberfest. Auf einer Wiese im Wohngebiet von Feldmoching war es zwischengelandet. Der Luftschiffführer ließ einen Fahrgast aussteigen, der Besitzer der Wiese stieg ein, und das Schiff startete zu einem erneuten Rundflug. Bei der Rückkehr zur Wiese kamen die Alarmanrufe. Der Luftschifffahrer konnte eine Genehmigung des Wiesenbesitzers für die Landung nachweisen, alle notwendigen Papiere waren vorhanden, auch besaß er eine Fahrerlaubnis für das Luftgefährt. Trotzdem hätte er nicht in einem Wohngebiet starten und landen dürfen. Die Polizeidienststelle übergab daher den Vorgang an das zuständige Luftfahrtamt Südbayern, um Ermittlungen gegen den Luftschiffführer einzuleiten.

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Quellen

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