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August 16, 2006

Hisbollah hilft beim Wiederaufbau

Hisbollah hilft beim Wiederaufbau – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Hisbollah hilft beim Wiederaufbau

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Artikelstatus: Fertig 19:01, 16. Aug. 2006 (CEST)
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Beit Lif (Libanon), 16.08.2006 – Kaum ist der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft getreten, werden aus den Hisbollah-Kämpfern Zivilisten. Viele Israelis habe er bei einem Raketenangriff auf einen Kibbuz getötet, prahlt ein 34-jähriger Lehrer aus Beirut. Nach den Aufräumarbeit gehe er wieder nach Beirut und unterrichte Englisch, er sei Reservist.

In Beit Lif organisiert Hisbollah-Kommandant Suliman die Aufräumarbeiten in dem vom Krieg zerstörten Dorf. Die jungen Männer seiner Einheit tragen alle noch Waffen, doch nun räumen sie mit Baggern und Bulldozern den Schutt der Häuser von den Straßen, schaffen die verwesenden Kühe fort und richten Strommasten wieder auf.

Nach einem Luftangriff der israelischen Luftwaffe am 25. Juli 2006: Zerstörte Moschee in Sidon.

„Wir haben noch eine Menge zu tun“, sagt er. „Wir wollen bald mit dem Wiederaufbau beginnen.“ Die Hisbollah hat sich viel vorgenommen, überall im Süd-Libanon sind ihre Kämpfer mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Scheich Hassan Nasrallah hat versprochen, beim Wiederaufbau zu helfen. Die Hisbollah werde ein Jahr lang für die Miete der Betroffenen aufkommen und die Möbel bezahlen, sagte er in einer Fernsehansprache; an Geld scheint es nicht zu fehlen. Nicht nur Organisation, Arbeitskraft und schweres Gerät kommt von der Hisbollah, auch Baumaterial. Am Donnerstag werden Hunderte von Fertighäusern in die Umgebung von Tyrus geliefert, propagiert der TV-Sender al-Manar.

Selbst diejenigen, die nicht mit der Hisbollah sympathisieren, nehmen die Hilfe an. Eine junge Frau vor ihrem zerstörtem Haus sagt, die Hisbollah „hat mit ihrem Irrsinn unser Leben zerstört“. Auf die Frage wer nun helfen könne, antwortet sie, zunächst die Hisbollah, später dann hoffentlich Europa. Diese Art der Volkshilfe ist keineswegs eine neue Strategie. Die Hisbollah unterhält viele soziale Einrichtungen, Krankenhäuser, Schulen und Waisenhäuser.

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July 16, 2006

Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel fordert neue Opfer

Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel fordert neue Opfer

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Artikelstatus: Fertig 22:55, 16. Jul. 2006 (CEST)
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Haifa (2005)

Haifa (Israel), 16.07.2006 – Wie die Online-Ausgabe Haaretz.com der israelischen Tageszeitung Haaretz meldet, sollen am Sonntagmorgen mindestens acht Menschen durch Raketeneinschläge in einem Eisenbahndepot der israelischen Industrie- und Hafenstadt Haifa getötet worden sein. Die Raketen waren hinter der 40 Kilometer entfernten libanesischen Grenze von der Hisbollah-Miliz abgefeuert worden, die Minuten später die Verantwortung für den Angriff übernahm. Die Polizei berichtete von 53 Verletzten. Die Krankenhäuser in Haifa berichteten von 27 aufgenommenen Patienten, von denen sechs schwer und vier leicht verletzt waren. Seit dem Beginn der Angriffe sollen in Israel über 300 Personen medizinische Hilfe in Anspruch genommen haben. 21 Israelis sollen bei Angriffen getötet worden sein, davon 13 durch Raketenangriffe. Im Libanon sollen durch die israelischen Angriffe bisher 110 Menschen ums Leben gekommen sein.

Notfallmannschaften wurden anschließend dabei beobachtet, wie sie Körperteile Getöteter von den Bahngleisen sammelten. Ein Armee-Radio-Kommentator fühlte sich angesichts der Heftigkeit des Angriffs an den Jom-Kippur-Krieg von 1973 erinnert, als der Norden Israels von Syrien bombardiert wurde. Der heutige Angriff war seit Jahren der heftigste und tödlichste Angriff auf israelisches Gebiet. Den Hintergrund der heutigen Angriffe bildet die Offensive israelischer Streitkräfte gegen den Süden des Libanon, nachdem am Mittwoch der vergangenen Woche zwei israelische Soldaten an der Nordgrenze Israels von Hisbollahkämpfern entführt worden waren.

Die israelischen Streitkräfte nahmen daraufhin ihr Bombardement des Hisbollah-Hauptquartiers in Beirut wieder auf. Mindestens vier Raketen sollen im Beiruter Stadtteil Haret Hreik niedergegangen und explodiert sein. Die Explosionen sollen in mehreren Kilometern Entfernung noch zu hören gewesen sein. Das Hisbollah-Hauptquartier war in den letzten Tagen wiederholt Ziel von israelischen Luftangriffen, ebenso wie das Büro des Hisbollah-Chefs Nasrallah. Die Al-Manar-Fernsehstation, die der Hisbollah gehört, wurde ebenfalls angegriffen. Der Satellitenkanal strahlt jedoch weiterhin sein Programm aus. Bei israelischen Angriffen auf den libanesischen Küstenort Tyrus sollen mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen sein.

Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah drohte weitere Schläge mit Raketen auf israelische Städte an: „Wir werden weitermachen. Wir haben noch eine Menge [weitere Raketen], und wir stehen gerade erst am Anfang.“ In der gleichen Fernsehbotschaft drohte Nasrallah Israel mit der Fortsetzung der Konfrontation: „So lange der Feind seine Aggression grenzenlos und ohne Beachtung roter Linien weiterverfolgt, werden wir diese Konfrontation grenzenlos und ohne Beachtung roter Linien fortsetzen.“ Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte zuvor den Angriff der Hisbollah auf die israelische Stadt Haifa mit dem Überschreiten einer „roten Linie“ verglichen.

Die Hisbollah drohte ebenfalls mit Angriffen auf die petrochemische Industrie, die in Haifa angesiedelt ist. In der chemischen Industrie Haifas werden auch giftige chemische Substanzen verwendet und gelagert. Wie von offizieller Seite verlautete, ist damit begonnen worden, Teile der giftigen Substanzen in Richtung Süden abzutransportieren. Auch Schiffe mit potenziell gefährlichen Chemikalien wurden seit Donnerstag daran gehindert, die Hafenstadt anzulaufen.

Inzwischen wies die israelische Armeeführung die Bevölkerung im Norden Israels an der Grenze zum Libanon an, auf der Hut zu sein und die Alarmsirenen zu beachten, die im Falle von Raketenangriffen zu hören seien. Hunderttausende Einwohner im Norden Israels wurde aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen und Schutzeinrichtungen aufzusuchen. Einige der aus Syrien und dem Iran an die Hisbollah gelieferten Raketen sollen eine Reichweite von 350 Kilometern haben, daher wurden auch die Einwohner Tel Avivs gewarnt. Inzwischen wurde bekannt, dass ein Raketeneinschlag auf einem israelischen Kriegsschiff vor der Küste Libanons am 14. Juli durch eine iranische Rakete vom Typ CS 802 zurückzuführen ist. Dabei wurden den Angaben zufolge vier israelische Soldaten getötet. Ein israelischer Marineoffizier gab zu: „Wir wussten nicht, dass sich diese Waffe in Händen der Hisbollah befindet.“

Seit Donnerstag sollen israelischen Angaben zufolge insgesamt 700 von der Hisbollah abgeschossene Raketen auf israelischem Gebiet niedergegangen sein (andere Quellen sprechen von 450 Raketen). Am Samstag hatte Israel angekündigt, Batterien von Anti-Raketen-Raketen vom Typ „Patriot“ rund um die 275.000-Einwohner-Stadt Haifa zu stationieren.

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July 15, 2006

Hisbollah-Chef erklärt Israel „offenen Krieg“

Hisbollah-Chef erklärt Israel „offenen Krieg“

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Artikelstatus: Fertig 20:48, 15. Jul. 2006 (CEST)
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Beirut (Libanon), 15.07.2006 – Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah hat Israel gestern nach einem Luftangriff auf sein Büro den Krieg erklärt. In einer auf Tonband aufgezeichneten Botschaft, die vom Hisbollah-eigenen Fernsehsender Al Manar ausgestrahlt wurde, hieß es: „Ihr wolltet einen offenen Krieg, und wir sind bereit für einen offenen Krieg“ und weiter: „Unsere Häuser werden nicht die einzigen sein, die zerstört werden, unsere Kinder werden nicht die einzigen sein, die sterben“. Nasrallah drohte mit Raketenangriffen auf die israelische Hafenstadt Haifa und weiter südlich gelegene Orte.

Scheich Nasrallah avancierte in den letzten Tagen zu einem der Hauptziele der israelischen Luftangriffe auf den Libanon. Als Führer der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz ist er ins Fadenkreuz der israelischen Vergeltung für die Entführung zweier Soldaten an der Nordgrenze Israels durch die Hisbollah gerückt. Innenminister Ronni-Bar On (Kadima-Partei) begründete die israelischen Pläne zu seiner Ausschaltung wörtlich so: Mit dem Befehl zum Angriff auf die Nordgrenze Israels habe Nasrallah „sein eigenes Urteil gefällt“. Israel werde ihm „die Rechnung begleichen“. Ein Haaretz-Kommentator sieht hinter dem israelischen Vorgehen ein strategisches Ziel: Die jüngste Eskalation des Konflikts sei eine „Gelegenheit, der Bedrohung durch Hisbollah ein und für allemal ein Ende zu setzen“.

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