Hochwasser im Norden Thailands riss über 50 Menschen in den Tod

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Artikelstatus: Fertig 01:49, 26. Mai 2006 (CEST)
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Phrae / Tak (Stadt) (Thailand), 26.05.2006 – Die nördlichen Provinzen Thailands, Phrae, Tak, Sukhothai und Uttaradit, wurden von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht, in deren Folge Hochwasserfluten, Dammbrüche und Schlammlawinen auftraten. 51 Menschen sollen durch die Folgen des Unwetters getötet worden sein. Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten noch weiter steigt. Die Menschen befinden sich auf der Flucht vor den Wassermassen. Teile der betroffenen Provinzen sind von der Umwelt abgeschnitten.

Tagelange Regenfälle infolge des Monsuns haben in den nördlichen Provinzen des Landes verheerende Schäden angerichtet. In der Provinz Phrae wurde ein Wasserreservoir und in der Provinz Tak ein Staudamm zerstört. In der Provinz Tak ergoss sich eine Wassermenge von rund einer Million Kubikmetern aus dem Staubecken in die Region. Mehr als 900 Häuser mussten evakuiert werden. Viele Haustiere ertranken in den Fluten, Reisfelder wurden unbrauchbar. In der Provinz Uttaradit kam es zu großen Schäden durch Schlammlawinen infolge des Monsunregens. Der wirtschaftliche Schaden wird auf über 100 Millionen Baht geschätzt.

Der thailändische König und die Königin luden die militärische Führung des Landes zu sich ein und forderten sie dazu auf, die Anstrengungen zu verstärken, den Menschen in den betroffenen Regionen zu helfen. Annähernd 1.000 Soldaten trafen inzwischen in den überfluteten Gebieten mit schwerem Gerät ein, um Straßen zu räumen, die Kommunikation wiederherzustellen und vermisste Menschen aus den überfluteten Gebieten zu retten.

Die Provinz Uttaradit, in der die Wassermassen inzwischen weitgehend abgeflossen sind, wurde zuletzt 1995 überflutet. Es wurde jedoch mitgeteilt, die jetzige Überflutung sei viel schlimmer als die vor elf Jahren. In einigen Gebieten erreichte der Wasserstand eine Höhe von drei Metern.

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Quellen