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February 27, 2015

Religiöse Fanatiker zerstören das Erbe der Menschheit

Religiöse Fanatiker zerstören das Erbe der Menschheit

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Veröffentlicht: 15:52, 27. Feb. 2015 (CET)
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Variante der IS-Flagge mit dem ersten Teil der Schahāda

Mossul (Irak), 27.02.2015 – In der irakischen Stadt Mossul drangen Terroristen in die historische Bibliothek ein und verbrannten tausende von Büchern auf offener Straße. Nach Aussagen des Leiters der Bibliothek gegenüber der Zeitung „al-Rai“ wurden wahrscheinlich mehr als 100.000 Bücher und Manuskripte vernichtet. Darunter seien auch Schriften, die in das Verzeichnis des Weltdokumentenerbes der Unesco aufgenommen werden sollten. Teilweise handelt es um Texte sunnitischer Theologen aus dem Osmanischen Reich. Die Sunniten bilden gegenwärtig weltweit die größte Glaubensrichtung im Islam.

Die Terroristen, die der Organisation „Islamischer Staat“(IS) zugerechnet werden, zertrümmerten auch bedeutende Bildwerke aus der Antike im Museum der Stadt Mossul und an der Grabungsstätte Ninive, die auf der anderen Seite des Tigris und nordöstlich von Mossul liegt. Die Zerstörungen wurden von den religiösen Fanatikern gefilmt. Die Ideologie des IS beruht teilweise auf dem Wahhabismus, einer puristisch-traditionalistischen Richtung des sunnitischen Islams. Im Juli 2014 hatten IS-Kämpfer in den irakischen Städten Mossul und Tal Afar schiitische und sufistische Moscheen und Heiligtümer zerstört.

Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova beklagt, die Terroristen verfolgten damit die Auslöschung von kultureller Vielfalt. Nach Ansicht der IS-Kämpfer verführen philosophische Bücher „zur Abkehr vom Glauben“. Die mesopotamische Stadt Ninive wird im Alten Testament der Bibel und auch in den Apokryphen häufig erwähnt. Sie war eines der Zentren von Assyrien und bietet Zeugnisse aus der wahrscheinlich ältesten Kultur der Menschheit.

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August 16, 2007

Hunderte Tote bei Terroranschlägen im Nord-Irak

Hunderte Tote bei Terroranschlägen im Nord-Irak

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Veröffentlicht: 21:19, 16. Aug. 2007 (CEST)
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Mossul / Sindschar (Irak), 16.08.2007 – Der Nord-Irak ist am Dienstagabend, den 14. August, von einer schweren Anschlagserie durch Selbstmord-Attentäter erschüttert worden. Terroristen brachten vier mit Sprengstoff beladene LKWs zur Explosion. Durch die Detonationen wurden mindestens 30 Häuser in den Dörfern Gir Usair und Schiba Scheich Chidr zerstört, alle im Distrikt Sindschar (Sindjar) in der Provinz Ninawa. Nach der Zündung der Lastwagen wurde die Siedlung auch noch mit Granatwerfern beschossen. Die Bilanz: Mindestens 200 Menschen – nach anderen Angaben 220 bis 250 – wurden getötet, weitere 200 (andere Quellen sprechen von 400) wurden verletzt. Gemäß dem Bürgermeister Dachil Kasim Hassun wurde auf einer Fläche von einem Quadratkilometer alles zerstört. Die Nachrichtenagentur Al-Dschasira korrigierte die Opferzahl heute auf 500.

Der Ort der Anschläge ist eine Wohnsiedlung einer religiösen Minderheit, die sich Jesiden nennt. Rettungskräfte waren auch noch am Tag danach damit beschäftigt, nach Verschütteten zu suchen. Die Behörden erließen für die Region eine Ausgangssperre.

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