Hurrikan Katrina: Rotes Kreuz erhält wichtige Rufnummer zugesprochen

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Artikelstatus: Fertig 16:28, 8. Sep. 2005 (CEST)
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Washington D.C. / San Diego (Vereinigte Staaten), 08.09.2005 – Die staatliche Fernmeldebehörde FCC hat am 02.09.2005 entschieden, die gebührenfreie Vanity-Rufnummer „1-800-RED-CROSS“ mit sofortiger Wirkung dem bisherigen Inhaber zu entziehen und stattdessen dem Amerikanischen Roten Kreuz zuzuteilen. Als Begründung für diese Entscheidung wird angegeben, dass dies eine wichtige Maßnahme in der Bewältigung der durch den Hurrikan Katrina verursachten Schäden sei.

Diese Rufnummer war dem Unternehmen „800ideas.com“ zugeteilt. Die Firma gibt an, dass die Rufnummer bereits vor mehreren Jahrzehnten für eine neugegründete Firma „Red Arms“ beantragt wurde. Dass „1-800-RED-ARMS“ der selben Rufnummer wie „1-800-RED-CROSS“ entspräche, sei ein reiner Zufall, auf dem man erst später aufmerksam geworden sei. Man habe dann begonnen, gegen Entgelt den Regionalgruppen des Amerikanischen Roten Kreuzes Anrufe aus ihrer Region zuzuleiten. Dieses Angebot sei aber nur von etwa einem halben Dutzend der über 1.000 Gruppen angenommen worden. Während größeren Unglücksfällen habe man aber freiwillig und kostenlos die Rufnummer im ganzen Land freigeschaltet.

Dem Roten Kreuz habe man angeboten, die Rufnummer gegen Übernahme der in den letzten 15 bis 20 Jahren entstandenen Gebühren im unteren sechsstelligen Bereich abzutreten. Das Amerikanische Rote Kreuz bezeichnete die Forderungen als lächerlich und wandte sich stattdessen hilfesuchend am Freitag an die Fernmeldebehörde FCC. Am selben Tag entschied diese, „800ideas.com“ die Rufnummer zunächst für die Dauer von einem Jahr zu entziehen und stattdessen dem Roten Kreuz zur Verfügung zu stellen. In ihrer Entscheidung verweist die FCC darauf, dass nach ihren Regularien die Anhäufung und Zurückhaltung von Rufnummern sowie der Rufnummernhandel verboten seien. Weiteren Verstößen dieser Art wolle man auf dem Rechtsweg begegnen.

Quellen