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March 5, 2007

Jakarta möchte keine weiteren Untersuchungen im Fall der „Balibo Five“ zulassen

Jakarta möchte keine weiteren Untersuchungen im Fall der „Balibo Five“ zulassen

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Artikelstatus: Fertig 20:27, 5. Mär. 2007 (CET)
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Die zwischen Indonesien und Timor-Leste geteilte Insel Timor

Jakarta (Indonesien), 05.03.2007 – Ein Sprecher des indonesischen Außenministeriums gab am vergangenem Freitag bekannt, dass die Todesumstände der „Balibo Five“ nicht weiter untersucht werden. Im Oktober 1975, nur wenige Wochen vor dem Einmarsch indonesischer Truppen in die ehemalige Kolonie Portugiesisch-Timor, starben fünf Journalisten, die für australische Nachrichtensender in der dortigen Grenzregion unterwegs waren.

„Der Fall ist abgeschlossen. Wir sehen momentan keine neuen Fakten oder Beweise, um ihn wieder zu öffnen“, sagte Kristiarto Legowo gegenüber der indonesischen Nachrichtenagentur ANTARA als Reaktion auf die Frage, ob Yunus Yosfiah, der dort zur Zeit des Zwischenfalls Offizier einer Spezialeinheit war, in einer Anhörung aussagen könne. Die indonesische Regierung geht weiterhin davon aus, dass die fünf Journalisten in einem Kreuzfeuer ums Leben kamen.

Kürzlich waren neue Forderungen aufgekommen, die Todesumstände von Brian Peters noch einmal genauer zu untersuchen. Dessen Familie glaubt, die fünf seien von indonesischen Soldaten ermordet worden. In Australien kann der Tod eines Staatsangehörigen untersucht werden, wenn dieser unnatürlich war oder die Umstände unklar sind, unabhängig davon, wo sich der Fall ereignete.

Mehrere Personen hatten letzten Monat behauptet, dass Yosfiah seinen Männern befohlen hatte, auf die Journalisten zu schießen und die Leichen später verbrennen zu lassen. Im australischen Bundestaat New South Wales wurde am 1. März ein Haftbefehl gegen Yosfiah erlassen, da er mehrere Anfragen nach einer Zeugenaussage unbeantwortet ließ.

Yosfiah selber weist diese Anschuldigungen als Lügen zurück. Der spätere indonesische Informationsminister und derzeitiges Mitglied des Parlamentes in Jakarta hatte schon im Jahr 2001 bestritten, die Journalisten jemals getroffen zu haben. Auf die Frage, ob er wegen des Haftbefehls besorgt sei, entgegnete er: „Nein, warum soll ich besorgt sein? Ich fühle mich nicht schuldig. […] Ich bin indonesischer Bürger.“

Die Regierung in Canberra könne den Mord ihrer Bürger nicht einfach so ignorieren, entgegnet derweil die australische Presse. Aber inzwischen gibt es genügend Anhaltspunkte dafür, dass der damalige Premierminister Gough Whitlam genau dies getan hatte. Es scheint, Whitlam sei zu dieser Zeit bestens über die Hintergründe der Tat informiert gewesen, was dieser in der Vergangenheit allerdings bestritten hatte.

Indonesien hatte im Herbst 1975 mit der Besetzung Osttimors begonnen und das Land erst 1999 nach einer Volksabstimmung, die eine Selbstbestimmung des Gebietes befürwortete, aufgegeben. Im Jahr 2002 wurde Timor-Leste von der UN-Verwaltung in die Unabhängigkeit entlassen.

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Quellen

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November 22, 2006

Indonesien bestellt russische Militärtechnik

Indonesien bestellt russische Militärtechnik

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Artikelstatus: Fertig 22:55, 22. Nov. 2006 (CEST)
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Eine russische Su-27

Jakarta (Indonesien), 22.11.2006 – Die indonesische Regierung plant, für mehrere Milliarden US-Dollar Militärtechnik aus Russland und eventuell auch aus Polen zu erwerben. Vergangenen Freitag billigte Präsident Yudhoyono den Kauf von sechs Kampfjets des Herstellers Suchoi, zwei U-Booten der Kilo-Klasse und neun Hubschrauber verschiedenen Typs in einem Gesamtwert von einer Milliarde US-Dollar bis zum Jahr 2010. Der Kauf soll durch einen Kredit Russlands vorfinanziert werden. Im Jahr 2003 erwarb das bevölkerungsreichste muslimische Land bereits zwei Su-27SK und zwei Su-30MK aus Russland.

Nach Aussage des indonesischen Verteidigungsministers Juwono Sudarsono könnte eine 2,5 Milliarden US-Dollar umfassende Anschaffung an polnische Waffenfirmen vergeben werden. Für Polen wäre es der größte Waffenexport nach dem Ende des Kommunismus. Das Land verkauft bereits seit mehreren Jahren Waffentechnik nach Indonesien. Der staatliche PZL-Konzern lieferte bereits Flugzeuge der Marke Skytruck an die indonesische Polizei, die auch für Rettungsaktionen nach der Tsunamikatastrophe eingesetzt worden waren, und elf Hubschrauber im Wert von elf Millionen US-Dollar. Im Januar kommenden Jahres soll die indonesische Küstenwache fünf Patrouillenboote von Polen bekommen. Die indonesische Armee bestellte Luftabwehrtechnik bei dem staatlichen Waffenhersteller Bumar in Polen.

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Quellen

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