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July 25, 2006

Internetapotheken: Versand rezeptpflichtiger Medikamente legal

Internetapotheken: Versand rezeptpflichtiger Medikamente legal

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Artikelstatus: Fertig 22:41, 25. Jul. 2006 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 25.07.2006 – Rezeptpflichtige Medikamente dürfen von deutschen Verbrauchern nach einem heute veröffentlichten Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main auch bei so genannten Internetapotheken bestellt werden.

Damit endet ein jahrelanger Rechtsstreit deutscher Apotheker gegen die niederländische Firma DocMorris, die im Internet apothekenpflichtige Medikamente zum Versand anbietet. Die 11. Kammer für Handelssachen begründete in ihrem Urteil vom 21. Juli 2006 nur eine Einschränkung des Versandhandels. Danach ist lediglich der Versand nicht-registrierter beziehungsweise nicht zugelassener Medikamente rechtswidrig. Ein solcher Handel verstoße, so die Urteilsbegründung, gegen das Wettbewerbsrecht in Verbindung mit dem deutschen Arzneimittelrecht.

Die Firma DocMorris, die sich selbst als „Europas größte Versandapotheke“ bezeichnet, machte nach eigenen Angaben im Jahr 2005 einen Umsatz von 150 Millionen Euro.

Das Urteil (Aktenzeichen: 3-11 O 64/01) ist noch nicht rechtskräftig. Die Möglichkeit zur Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt besteht in einem Zeitraum von vier Wochen nach der Urteilszustellung.

Quellen

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October 11, 2005

KKW-Betreiber in Norddeutschland verteilen Jodtabletten an Anwohner

KKW-Betreiber in Norddeutschland verteilen Jodtabletten an Anwohner

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Artikelstatus: Fertig 09:03, 11. Okt. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Kiel / Hamburg (Deutschland), 11.10.2005 – Die Anwohner im Umland norddeutscher Kernkraftwerke erhalten von den Kraftwerksbetreibern per Post Bezugsscheine für die kostenlosen Zuteilung von Jodtabletten. Adressatenkreis sind Anwohner im Umkreis von zehn Kilometern um Kernkraftwerke. Dies teilten das Kieler Innenministerium und die Hamburger Innenbehörde gestern mit. Das Land Niedersachsen beteiligt sich ebenfalls an dieser „reinen Vorsichtsmaßnahme“.

Da Jod ein Spurenelement ist, an dem in der Ernährung in Deutschland ein ständiger Mangel herrscht, reichern sich im Falle eines atomaren Unfalls bzw. der Freisetzung radioaktiven Materials schnell die radioaktiven Iod-Isotope in der menschlichen Schilddrüse an. Die Einnahme von Jodtabletten soll diesem Risiko vorbeugen.

Die beiden Ministerien teilten mit, Anlass der Aktion sei eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die darauf abzielt, die Erreichbarkeit von Jodtabletten zu verbessern. Bund und Länder haben in der Umgebung der deutschen Atomkraftwerke Vorräte von insgesamt 137 Millionen Jodtabletten für den Fall eines Atomunfalls angelegt. Der Maßnahme liege keine neue Einschätzung der Sicherheitslage zugrunde.

Konkret erhalten die Anwohner folgender Kernkraftwerke die entsprechenden Bezugsscheine in den nächsten Wochen zugestellt: Atomkraftwerk Krümmel (Kreis Herzogtum Lauenburg), das KKW Brokdorf (Kreis Steinburg) sowie das KKW Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen). Menschen mit einem höheren Lebensalter als 45 Jahren wird empfohlen, von der Einnahme von Jodtabletten Abstand zu nehmen, da die Einnahme in dieser Altersgruppe eher schädlich sei.

Quellen

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June 14, 2005

Arzneimittelreport 2005 – Drei Milliarden Euro könnten gespart werden

Artikelstatus: Fertig 14. Jun. 2005 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 14.06.2005 – Der heute vorgestellte GEK-Arzneimittel-Report 2005 zeigt auf, dass Patienten und Krankenversicherungen für Medikamente mehr ausgeben müssen als notwendig. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte bei der Vorstellung des Berichts auf einer Pressekonferenz in Berlin, es sei ein Irrglaube, dass ein Medikament um so besser wirke, je mehr es koste. Die Selbstverwaltung von Ärzten, Apothekern und Krankenkassen forderte sie auf, endlich ihre Hausaufgaben zu machen. Die vorhandenen Spielräume bei der Verschreibung von Arzneimitteln würden nicht konsequent genug genutzt. Wenn 20 Medikamente die gleiche Wirkung hätten, aber unterschiedlich viel kosteten, müsse das Billigste verschrieben werden, sagte die Ministerin im ARD-Morgenmagazin. Das Einsparpotenzial durch die Verschreibung kostengünstiger Medikamente mit gleichem Wirkstoff liege bei rund drei Milliarden Euro, betonte die Minsterin.

Der Bericht, der jährlich vorgelegt wird, wurde von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, dem Arzneimittelexperten Prof. Dr. Gerd Glaeske und dem Vorstandsvorsitzenden der Gmünder Ersatzkasse (GEK), Dieter Hebel, vorgestellt.

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February 1, 2005

Rezeptbetrug im Saarland

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Rezeptbetrug im Saarland

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Saarbrücken (Deutschland), 01.02.2005 – In Völklingen, Saarbrücken, Kirkel und St. Wendel wurden fünf Arztpraxen, drei Apotheken, ein Reformhaus, ein medizinisches Institut sowie elf Privatanwesen von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht. Die Ermittlungen wurden ausgelöst von Hinweisen, dass Ärzte in größerem Stil Krankenversicherungskarten zum Abrechnen nicht erbrachter ärztlicher Leistungen sowie zum Ausstellen von Rezepten einsetzen, ohne dass Apotheken die verordneten Medikamente abgeben: Den Ärzten wurden über 1.000 von Privatpersonen „gesammelte“ Karten gegen Bargeld oder Sachleistungen überlassen und Apotheken honorierten das Aushändigen der Rezepte.

Den verursachten Schadens bezifferte Oberstaatsanwalt Raimund Weyand in wahrscheinlich mindestens sechsstelliger Höhe. Staatsanwaltschaft und Polizei werfen der Kassenärztlichen Vereinigung Versagen bei der Kontrolle der Abrechnungen mit den gesetzlichen Krankenkassen vor, dem Selbstverwaltungsorgan der Kassenärzte hätten Unregelmäßigkeiten und überhöhte Beträge auffallen müssen, die jetzt die Ermittlungen ausgelöst haben. Ermittelt werde gegen fünf Ärzte im Alter zwischen 45 und 65 Jahren, drei Apotheker und drei „Kartenbringer“.

Das ARD-Fernsehmagazin Monitor berichtet am 3. Februar unter dem Titel „Betrug auf Rezept: Wie Ärzte und Apotheker abkassieren“.

Quellen

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January 28, 2005

Deutlich weniger Arztbesuche 2004

Deutlich weniger Arztbesuche 2004 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Deutlich weniger Arztbesuche 2004

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Berlin (Deutschland), 28.01.2005 – Im Zuge der Gesundheitsreform wurde zum 1. Januar 2004 die Praxisgebühr eingeführt. Jeweils beim ersten Hausarztbesuch im Quartal muss der Patient zehn Euro Praxisgebühr bezahlen, bei einem Facharztbesuch ohne Überweisung werden ebenfalls zehn Euro fällig, analog dazu werden fast nur noch verschreibungspflichtige Arzneimittel von der Krankenkasse übernommen.

Nach dem ersten Jahr mit der Praxisgebühr hat das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Zuge einer Erhebung festgestellt, dass im Gesamtjahr 2004 im Vergleich zum Gesamtjahr 2003 insgesamt 2,9 Prozent weniger Arztbesuche stattgefunden haben. Das wird primär dadurch erklärt, dass Patienten chronischer Krankheiten weiterhin regelmäßig zum Arzt gingen.

Von der Praxisgebühr sind Personen unter 18 Jahren ausgenommen. Bei Vorsorgeuntersuchungen muss ebenfalls nicht bezahlt werden.

Quellen

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