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April 1, 2005

Internationaler Gerichtshof in Darfur-Konflikt eingeschaltet

Internationaler Gerichtshof in Darfur-Konflikt eingeschaltet

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Artikelstatus: Fertig 1. Apr. 2005 (CEST)
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Karte Sudans.png

New York City (Vereinigte Staaten), 01.04.2005 – In der Nacht zum Freitag hat der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution verabschiedet, die den Internationalen Strafgerichtshof (IGH) in Den Haag in den Darfur-Konflikt im Westsudan einschaltet.

Der Text der Resolution war lange umstritten, Resolutionsentwürfe wurden mehrmals abgeändert. Die US-Regierung lehnt den Internationalen Strafgerichtshof aus grundsätzlichen Erwägungen ab, weshalb sich die UN-Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Anne W. Patterson ihrer Stimme enthiehlt, jedoch auf ihr Veto verzichtete. Um die Annahme der Resolution möglich zu machen, wurden Passagen eingefügt, durch die eine Verfolgung von US-Bürgern durch den Internationalen Strafgerichtshof ausgeschlossen werden soll. Das neu geschaffene Tribunal wird von 139 Staaten anerkannt und soll Verbrechen gegen die Menschlichkeit verfolgen. Die nun verabschiedete Resolution wurde von Frankreich im Sicherheitsrat eingebracht. Elf Ratsmitglieder stimmten der UN-Resolution zu, die USA, China, so wie die nichtständigen Sicherheitsratsmitglieder Algerien und Brasilien enthielten sich ihrer Stimme.

Berichte der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass infolge des Konflikts in der Bürgerkriegsregion Darfur zwischen 180.000 und 300.000 Menschen getötet wurden. Mehr als zwei Millionen Menschen seien wegen des bewaffneten Konflikts geflohen. Der sudanesischen Regierung in Khartum werden systematische Massaker an der aufständischen Bevölkerung schwarzafrikanischer Volksgruppen im Westen vorgeworfen, vor allem durch indirekte oder direkte Unterstützung der Dschandschawid-Reitermilizen.

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March 25, 2005

Weltsicherheitsrat beschließt Friedenstruppe für Sudan

Weltsicherheitsrat beschließt Friedenstruppe für Sudan

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Artikelstatus: Fertig 25. Mär. 2005 (CET)
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Flagge der Vereinten Nationen

New York City (Vereinigte Staaten), 25.03.2005 – Der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Friedensmission für den Sudan beschlossen. Alle 15 Mitglieder des Gremiums stimmten einer entsprechenden Resolution zu.

Zur Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung in Khartum und den Rebellen im Süden des Landes sollen 10.000 Soldaten und 715 Zivilpolizisten in den Sudan entsandt werden. Mit dem Friedensabkommen soll ein bereits 21 Jahre andauernder Bürgerkrieg beendet werden. Sowohl das Friedensabkommen, als auch das Mandat der UN-Mission erstrecken sich nicht auf die Provinz Darfur im Westsudan, in der arabische Milizen gegen Rebellen afrikanischer Stämme kämpfen. Der Konflikt zwischen der Sudanese People’s Liberation Movement/Army und den Dschandschawid-Reitermilizen eskalierte im Februar 2004.

Die Truppen der UN-Mission sollen eng mit denen der Afrikanischen Union kooperieren.

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