WikiNews de

April 25, 2015

Verfahren gegen argentinische Präsidentin eingestellt

Verfahren gegen argentinische Präsidentin eingestellt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:08, 6. Mai 2015 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner

Buenos Aires (Argentinien), 25.04.2015 – Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner wird sich nicht vor Gericht wegen eines Attentats in Buenos Aires im Jahr 1994 zu verantworten haben. Das entschied der Staatsanwalt Javier de Luca. „Es hat keine Straftat gegeben“, erklärte er.

Vorgeworfen wurde Kirchner, dass sie nach dem Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum mit 85 Toten die iranischen Verdächtigen aus Rücksicht auf den Iran vor Strafverfolgung hatte schützen wollen. Dies wäre durch ein 2013 unterzeichnetes Memorandum geschehen. Beschuldigt worden war sie von dem Sonderstaatsanwalt Alberto Nisman, der im Januar auf noch ungeklärte Weise ums Leben kam. Man hatte ihn erschossen in seiner Wohnung gefunden. In Frage steht, ob es sich dabei um Selbstmord handelte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Argentiniens Ex-Diktator Videla zu lebenslanger Haft verurteilt (23.12.2010)

Wikinews-logo.svg   Präsidentin Kirchner in Argentinien vor Wahlniederlage (26.06.2009)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 29, 2012

Interpol: Bei einer länderübergreifenden Polizeiaktion wurden 25 mutmaßliche Anonymous-Hacker festgenommen

Interpol: Bei einer länderübergreifenden Polizeiaktion wurden 25 mutmaßliche Anonymous-Hacker festgenommen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:06, 29. Feb. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Generalsekretariat von Interpol in Lyon

Lyon (Frankreich), 29.02.2012 – Bei einer durch Interpol koordinierten Großrazzia in den Ländern Spanien, Chile, Argentinien und Kolumbien wurden 25 mutmaßliche Hacker des Anonymous Netzwerks im Alter von 17 bis 40 Jahren festgenommen. 250 Computer, Handys und andere Geräte fielen den Ermittlern bei den Durchsuchungen in die Hände. Kreditkarten und Bargeld wurde beschlagnahmt.

Guy-Fawkes-Masken – Symbol des Anonymous-Netzwerks

Die Durchsuchungen erfolgten in 15 Städten. Vier der Festnahmen erfolgten in Spanien, zehn in Argentinien, sechs in Chile und fünf in Kolumbien. Den Personen wird vorgeworfen, die Internetseiten des kolumbianischen Verteidigungsministeriums, eines Stromunternehmens und der Nationalbibliothek in Chile angegriffen zu haben. Den in Spanien festgenommenen mutmaßlichen Hackern wird vorgeworfen, im Internet private Daten von Leibwächtern des spanischen Regierungschefs und von Mitarbeitern der Polizei veröffentlicht zu haben. Des Weiteren sollen Internetseiten blockiert und geändert worden sein.

Ein Interpol-Sprecher zu der unter dem Codenamen „Unmask“ gelaufenen Aktion: „Diese Operation zeigt, dass Verbrechen in der virtuellen Welt reale Auswirkungen auf die Verantwortlichen haben.“ Das Internet könne nicht als rechtsfreier Raum für Kriminelle gesehen werden. Eine der in Spanien festgenommenen Personen trat unter dem Pseudonymen „Thunder“ und „Pacotron“ im Internet auf. Ihr wird eine Führungsrolle in Spanien und Lateinamerika zugeschrieben. Sie habe Zugriff auf Hardware in Tschechien und Bulgarien gehabt.

Das Anonymous-Netzwerk startete nach der Polizeiaktion einen Cyberangriff auf die Internetseite von Interpol. Aufgerufen wurde dazu über Twitter. Um Mitternacht mitteleuropäischer Zeit wurde gemeldet: „interpol.int TANGO DOWN“, ein militärischer Code für die Ausschaltung eines Ziels. Der Angriff auf die Seite war erwartet worden. Durch die Masse der an die Seite gerichteten Anfragen gelang es trotzdem nicht, die Seite in Funktion zu halten. Es dürfte sich um einen Denial of Service-Angriff (DoS-Angriff) gehandelt haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Internet
  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 21, 2009

Pius-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson muss Argentinien verlassen

Pius-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson muss Argentinien verlassen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:32, 21. Feb. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Buenos Aires (Argentinien), 21.02.2009 – Der wegen seiner Holocaustleugnung international in die Kritik geratene Bischof Richard Williamson muss Argentinien verlassen. Der Bischof, der der erzkonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X. angehört, leitete in der argentinischen Kleinstadt La Reja, in der Nähe von Buenos Aires, ein Priesterseminar der Bruderschaft. Nach dem aufsehenerregenden Interview, das Williamson am 1. November 2008 bei einem Aufenthalt in Deutschland einem schwedischen Fernsehsender gewährte, hatte die Priesterschaft dem Bischof allerdings die Leitung der Einrichtung entzogen. Williamson hatte in dem Interview die Zahl der in Nazi-Deutschland ermordeten Juden mit lediglich 200.000 bis 300.000 angegeben und die Existenz von Gaskammern zur Durchführung des Massenmordes an den Juden abgestritten. In Argentinien gilt die Leugnung des Holocaust nicht als Straftat. Die Behörden fanden nun einen legalen Grund, um die Androhung einer Ausweisung des Bischofs zu begründen. Seine Einreisepapiere seien nicht in Ordnung gewesen, als er 2003 nach Argentinien eingereist war, hieß es. Er hatte sich als Angestellter ausgegeben, während er in Wirklichkeit Priester war. Die argentinischen Behörden forderten Williamson auf, das Land bis spätestens Ende nächster Woche zu verlassen. Andernfalls würde eine Ausweisung erfolgen. Heute wurde bekannt, dass Williamson dem Verlangen der argentinischen Behörden nachkommen wird. Die argentinische Zeitung La Nación brachte eine entsprechende Meldung, in der sie sich auf die Leitung der Pius-Bruderschaft in Argentinien beruft. In welches Land er ausreisen wird, ist noch nicht bekannt. Wie verlautet, entscheidet darüber die Leitung der Pius-Bruderschaft in Europa.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.