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August 17, 2005

USA: „Pille danach“ muss von Apotheken ohne Verzögerung ausgegeben werden

USA: „Pille danach“ muss von Apotheken ohne Verzögerung ausgegeben werden

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Chicago / New York (Vereinigte Staaten), 17.08.2005 – Eine Gruppe von Staatsrechtlern hat eine Eilverfügung zur „Pille danach“ von Gouverneur Rod Blagojevich bestätigt und dauerhaft festgeschrieben.

Blagojevich, der Gouverneur des Bundesstaates Illinois, hatte im April die Verfügung erlassen, dass alle Verhütungsmittel, die von der FDA zugelassen sind, ohne Verzögerung abgegeben werden müssen, nachdem zwei Frauen beklagt hatten die ihnen verschriebene „Pille danach“ bei einer Chicagoer Apotheke nicht erhalten zu haben.

Demnach gelten für Verhütungsmittel, inklusive der „Pille danach“, die gleichen Bestimmungen wie für alle anderen Medikamente. Sie müssen also, wenn sie nicht auf Lager sind, bestellt oder bei anderen Apotheken besorgt werden oder das Rezept muss zurückgegeben werden.

Acht Apotheker hatten gegen die Eilverfügung geklagt, da sie sich durch die Verordnung in Konflikt mit ihrem Glauben geraten würden.

Quellen

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June 14, 2005

Arzneimittelreport 2005 – Drei Milliarden Euro könnten gespart werden

Artikelstatus: Fertig 14. Jun. 2005 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 14.06.2005 – Der heute vorgestellte GEK-Arzneimittel-Report 2005 zeigt auf, dass Patienten und Krankenversicherungen für Medikamente mehr ausgeben müssen als notwendig. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte bei der Vorstellung des Berichts auf einer Pressekonferenz in Berlin, es sei ein Irrglaube, dass ein Medikament um so besser wirke, je mehr es koste. Die Selbstverwaltung von Ärzten, Apothekern und Krankenkassen forderte sie auf, endlich ihre Hausaufgaben zu machen. Die vorhandenen Spielräume bei der Verschreibung von Arzneimitteln würden nicht konsequent genug genutzt. Wenn 20 Medikamente die gleiche Wirkung hätten, aber unterschiedlich viel kosteten, müsse das Billigste verschrieben werden, sagte die Ministerin im ARD-Morgenmagazin. Das Einsparpotenzial durch die Verschreibung kostengünstiger Medikamente mit gleichem Wirkstoff liege bei rund drei Milliarden Euro, betonte die Minsterin.

Der Bericht, der jährlich vorgelegt wird, wurde von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, dem Arzneimittelexperten Prof. Dr. Gerd Glaeske und dem Vorstandsvorsitzenden der Gmünder Ersatzkasse (GEK), Dieter Hebel, vorgestellt.

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February 1, 2005

Rezeptbetrug im Saarland

Rezeptbetrug im Saarland – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Rezeptbetrug im Saarland

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Saarbrücken (Deutschland), 01.02.2005 – In Völklingen, Saarbrücken, Kirkel und St. Wendel wurden fünf Arztpraxen, drei Apotheken, ein Reformhaus, ein medizinisches Institut sowie elf Privatanwesen von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht. Die Ermittlungen wurden ausgelöst von Hinweisen, dass Ärzte in größerem Stil Krankenversicherungskarten zum Abrechnen nicht erbrachter ärztlicher Leistungen sowie zum Ausstellen von Rezepten einsetzen, ohne dass Apotheken die verordneten Medikamente abgeben: Den Ärzten wurden über 1.000 von Privatpersonen „gesammelte“ Karten gegen Bargeld oder Sachleistungen überlassen und Apotheken honorierten das Aushändigen der Rezepte.

Den verursachten Schadens bezifferte Oberstaatsanwalt Raimund Weyand in wahrscheinlich mindestens sechsstelliger Höhe. Staatsanwaltschaft und Polizei werfen der Kassenärztlichen Vereinigung Versagen bei der Kontrolle der Abrechnungen mit den gesetzlichen Krankenkassen vor, dem Selbstverwaltungsorgan der Kassenärzte hätten Unregelmäßigkeiten und überhöhte Beträge auffallen müssen, die jetzt die Ermittlungen ausgelöst haben. Ermittelt werde gegen fünf Ärzte im Alter zwischen 45 und 65 Jahren, drei Apotheker und drei „Kartenbringer“.

Das ARD-Fernsehmagazin Monitor berichtet am 3. Februar unter dem Titel „Betrug auf Rezept: Wie Ärzte und Apotheker abkassieren“.

Quellen

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