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April 2, 2012

Island: EU-Beitrittsverhandlungen machen Fortschritte

Island: EU-Beitrittsverhandlungen machen Fortschritte

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Veröffentlicht: 06:38, 2. Apr. 2012 (CEST)
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Flagge der EU

Flagge Islands

Brüssel (EU) / Reykjavík (Island), 02.04.2012 – Island ist am Freitag einem EU-Beitritt einen Schritt näher gekommen: Die EU und Island öffneten auf dem Erweiterungsgipfel vier Verhandlungspunkte. Es handelte sich um die Kapitel 28 Gesundheits- und Verbraucherschutz, 31 Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, 8 Wettbewerbsrecht und 15 Energie. Die beiden erstgenannten Kapitel wurden umgehend provisorisch geschlossen. Aktuell sind damit 15 der 33 Kapitel eröffnet und zehn provisorisch geschlossen. Die nächste Beitrittskonferenz ist für Juni 2012 geplant. Sie soll auf Ministerebene stattfinden.

Das Europäische Parlament fasste gestern auch Beschlüsse zu den anderen Beitrittskandidaten. So forderte es in einem Entschließungsantrag eine zügige Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Serbien. Eine Fortsetzung der serbischen Reformen sehen die Abgeordneten allerdings als Bedingung an. Die größten Hürden stellten die Diskriminierung von Minderheiten und die Kosovo-Frage dar.

Für das Kosovo forderte das Parlament einen „Fahrplan“ zu Visa-Erleichterungen und die rasche Umsetzung eines Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA), wie es für andere Balkanstaaten bereits existiert. Auch gegenüber dem Kosovo mahnten die Parlamentarier Reformen an.

Das Parlament begrüßte die für den Juni 2012 geplante Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Montenegro. Es wies jedoch auf Defizite bei der Gleichstellung von Frauen hin.

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June 7, 2011

Montenegro: Lang gesuchter Juwelenräuber festgenommen

Montenegro: Lang gesuchter Juwelenräuber festgenommen

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Veröffentlicht: 17:25, 7. Jun. 2011 (CEST)
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noble Juweliere sind immer wieder das Ziel der Bande

Podgorica (Montenegro), 07.06.2011 – Der montenegrinischen Polizei ging ein großer Fisch ins Fahndungsnetz. Der Serbe Igor Jocic wurde bei der Einreise nach Montenegro festgenommen. Bei Jocic handelt es sich um ein mutmaßliches Mitglied der „Pink-Panther-Bande“.

Wegen eines Raubüberfalls wurde der Serbe von den Schweizer Behörden mit Haftbefehl international gesucht. Die „Pink Panther“ sind ein Netzwerk von etwa 60 Kriminellen. Sie begehen Raubüberfälle und Einbrüche. Bevorzugte Beute sind Juwelen, Schmuck und edle Uhren. Seit mehr als zehn Jahren ist die Truppe international unterwegs. Die Tatorte liegen in Europa, Asien und den Golfstaaten. Aus dem Netzwerk finden sich für einzelne Taten Kleingruppen zusammen. Ermittler gehen davon aus, dass die Bande bei ihren weltweiten Reisen 120 Millionen Euro Beute gemacht hat.

Im Jahr 2009 gelang es der französischen Polizei zwei Personen festzunehmen, die dem Netzwerk zugerechnet werden, was nicht zu einer Schwächung der Bande führte, deren Angehörige fast ausnahmslos aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Spuren der Täter führen immer wieder in die Nähe von Niš, der zweitgrößten Stadt in Zentralserbien. Von dort stammt der harte Kern der Verbindung. Bei der Tatausführung fällt das skrupellose Vorgehen, die Vertrautheit mit Waffen der Bandenmitglieder auf. Hintergrund dürfte sein, dass es sich meist um ehemalige Soldaten oder Mitglieder von Milizen handelt.

Den Spitznamen haben sie, in Anspielung an die Filmkomödie „Der rosarote Panther“ mit Peter Sellers aus dem Jahr 1963, von der britischen Polizei erhalten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Polizeieinsätze

Quellen

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June 4, 2006

Montenegro ruft Unabhängigkeit aus

Montenegro ruft Unabhängigkeit aus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Montenegro ruft Unabhängigkeit aus

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Artikelstatus: Fertig 13:26, 4. Jun. 2006 (CEST)
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Lage Montenegros

Podgorica (Montenegro), 04.06.2006 – Das montenegrinische Parlament hat am Samstag, dem 3. Juni 2006, die Unabhängigkeit der ehemaligen jugoslawischen Republik Montenegro von Serbien und damit ihren Austritt aus dem Staatenbund erklärt. Es folgte mit dieser Entscheidung dem Ergebnis des Referendums vom 21. Mai, bei dem sich 55,5 Prozent der Wähler für ein unabhängiges Montenegro ausgesprochen hatten. Das Parlament verabschiedete außerdem eine Resolution über die Grundsätze des neuen souveränen Staates, in der Montenegro als unabhängiger, demokratischer und ziviler Staat genannt wird. Des Weiteren wird die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und der NATO als Ziel ausgegeben. Ein Grund für die Unabhängigkeitsbestrebungen war die Hoffnung auf eine Beschleunigung der Beitrittsverfahren zu beiden Organisationen.

Fahne von Montenegro

Der montenegrinische Premierminister Milo Đukanović erwartet, dass die Europäische Union den neuen Staat Mitte Juni anerkennen wird. Der EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn in Brüssel hatte Ende Mai erklärt, Montenegro habe eine europäische Perspektive. Er kündigte an, Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der Regierung in Podgorica aufzunehmen, die als erster Schritt in Richtung EU-Mitgliedschaft gelten.

Auch wenn offizielle Vertreter Serbiens den Feierlichkeiten in der Hauptstadt fernblieben, wünschte der serbische Präsident Boris Tadic dem neuen Staat in einem Glückwunschtelegramm „Frieden, Stabilität und Wohlstand“.

Themenverwandte Artikel

  • Montenegro stimmte über Unabhängigkeit von Serbien ab (22.05.2006)

Quellen

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May 22, 2006

Montenegro stimmte über Unabhängigkeit von Serbien ab

Montenegro stimmte über Unabhängigkeit von Serbien ab

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Artikelstatus: Fertig 22:46, 22. Mai 2006 (CEST)
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Fahne von Montenegro

Podgorica (Serbien und Montenegro), 22.05.2006 – Unabhängigkeitreferendum in Montenegro: Die Bevölkerung des Landes stimmte am 21. Mai über seine Unabhängigkeit von Serbien ab. Die Wahllokale waren bis 21:00 Uhr geöffnet.

Lage von Montenegro in Europa

Am Wahltag hatten bis zum Nachmittag mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Nicht-Regierungsorganisationen wollten noch in der Nacht bekannt geben, ob sich die benötigten 55 Prozent der Wähler für die Trennung von Serbien ausgesprochen haben.

Nach dem Beginn des Referendums am Sonntagmorgen bildeten sich in der Hauptstadt Podgorica lange Schlangen vor den Wahllokalen. Dort füllten Bürger in Sonntagskleidung rosa Stimmzettel aus, auf denen nur eine Frage stand: „Wollen Sie, dass Montenegro ein unabhängiger Staat wird?“ Das Zentrum für den Übergang zur Demokratie (CDT) gab für 13:00 Uhr eine Wahlbeteiligung von 51,8 Prozent an. Bis 18:00 Uhr hatten bereits 79,5 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Am stärksten war die Beteiligung im Norden des Landes, wo überwiegend Serben wohnen. Es wurde erwartet, dass diese gegen eine Loslösung stimmen werden.

Montenegro ist hell eingefärbt, Serbien rot

Serbien und Montenegro sind seit 1918 verbunden, zurzeit jedoch nur durch einen losen Bund.

Das offizielle Ergebnis wurde für Montagmorgen erwartet. Die Wahl wurde unter Federführung der Europäischen Union vereinbart.

Wenn sich die Montenegriner für die Unabhängigkeit aussprächen, wäre Montenegro nach Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien die letzte Teilrepublik des früheren Jugoslawiens, die sich verselbstständigt.

Nach einer ersten Hochrechnung der Wahlforschungsgruppe Cesid, die am Sonntagabend veröffentlicht wurde, hatte eine Mehrheit von 56,3 Prozent für die Unabhängigkeit gestimmt.

Quellen

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