WikiNews de

October 17, 2005

Japan: Koizumi verärgert China und Südkorea mit Schreinbesuch

Japan: Koizumi verärgert China und Südkorea mit Schreinbesuch

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:26, 20. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Der Yasukuni-Schrein in Tōkyō

Junichirō Koizumi

Tōkyō (Japan), 17.10.2005 – Japans Ministerpräsident Junichirō Koizumi hat heute den umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tōkyō besucht. Der shintōistische Schrein gilt im Ausland als Symbol des japanischen Imperialismus und Militarismus. Dort werden alle japanischen Kriegstoten verehrt, darunter auch Kriegsverbrecher.

China und Südkorea reagierten scharf auf diese „Provokation“, wie der chinesische Botschafter Wang Yi den Besuch bezeichnete. Südkoreas Außenminister Ban Ki Moon äußerte gegenüber dem japanischen Botschafter seine „tiefe Ablehnung“. Experten befürchten, der Konflikt könnte auch wirtschaftliche Folgen haben. 13 Prozent der japanischen Exporte (212 Milliarden US-Dollar) gehen nach China.

Mit dem Besuch stellt sich Koizumi gegen ein Gerichtsurteil des Hohen Gerichtshofs von Ōsaka. Das Gericht hatte im September die traditionellen Besuche des Regierungsschefs als Verstoß gegen die Trennung von Staat und Religion eingestuft. Allerdings hielt er sich bei diesem Besuch etwas zurück. Er erschien nicht in traditioneller japanischer Kleidung und betrat den Schrein auch nicht. Er betete nur einen Moment davor.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 1, 2005

Japan: Koizumis Besuche am Yasukuni-Schrein verfassungswidrig

Japan: Koizumis Besuche am Yasukuni-Schrein verfassungswidrig

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 09:29, 7. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Der Yasukuni-Schrein in Tōkyō

Ōsaka / Tōkyō (Japan), 01.10.2005 – Ministerpräsident Junichirō Koizumi hat am gestrigen Freitag vor dem Hohen Gerichtshof von Ōsaka eine Niederlage erlitten. Seine Besuche am Yasukuni-Schrein seien verfassungswidrig, urteilten die Richter. Sie verstößen gegen die Trennung von Staat und Religion. Allerdings sprach es den 188 Klägern Ansprüche auf Entschädigung ab.

Besuche von Politikern an dem Shintō-Schrein sorgen immer wieder für Empörung vor allem unter Japans Nachbarstaaten. Er ist ein Denkmal für die 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten. Er ist umstritten, weil dort auch hingerichteter Kriegsverbrecher gedacht wird.

Koizumi gab sich überrascht. Er habe den Schrein als Privatmann besucht. Erst am Donnerstag hatte ein Gericht in Tōkyō die Klage von 39 Klägern auf Schmerzensgeld für die „seelischen Qualen“ seines Besuchs mit dieser Begründung abgewiesen.

Rechtsexperten zufolge könnte er nun den privaten Charakter seiner Besuche zu unterstreichen versuchen, indem er zum Beispiel mit seinem eigenen Wagen komme. Unklar ist, ob die Sache nun vor das Oberste Gericht kommt, das in Verfassungsfragen das letzte Wort hat.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.