WikiNews de

April 4, 2006

Japan verkauft letzte Anteile des Shinkansen-Betreibers „JR Tokai“

Japan verkauft letzte Anteile des Shinkansen-Betreibers „JR Tokai“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:43, 4. Apr. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Shinkansen der Baureihe 500 in Kyōto

Tōkyō / Nagoya (Japan), 04.04.2006 – Die Bahngesellschaft „JR Tokai“, die den Shinkansen-Schnellzug auf der Route Tōkyō–Nagoya–Kyōto betreibt, wird komplett privatisiert. Die Bahngesellschaft kauft insgesamt Aktien im Wert von 345 Milliarden Yen zurück, darunter auch den Anteil der japanischen Regierung. Diese hält derzeit noch 12,7 Prozent oder 329 Milliarden Yen.

Durch den Verkauf von Anteilen unter anderem an der Telefongesellschaft „Nippon Telegraph and Telephone“ (NTT) und anderen Gesellschaften der „Japan Railway“ nahm die Regierung im vergangenen Jahr etwa sechs Billiarden Yen ein. Weitere Verkäufe von Anteilen, etwa der japanischen Post oder der Flughäfen Narita und Kansai, sind geplant. Nach Angaben vom 17. März rechnet das Finanzministerium in den nächsten zehn Jahren mit Einnahmen von 8,4 Billiarden Yen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 15, 2005

Japanische Postreform passiert Oberhaus – IWF erwartet weitere Reformen

Japanische Postreform passiert Oberhaus – IWF erwartet weitere Reformen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 13:04, 17. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Tōkyō (Japan), 15.10.2005 – Am gestrigen Freitag hat ein Reformpaket zur Privatisierung der japanischen Post das japanische Oberhaus mit 134 zu 100 Stimmen passiert. Es war bereits am Dienstag vom Unterhaus bestätigt worden. Das Gesetzespaket von Ministerpräsident Junichirō Koizumi war in einem ersten Anlauf im August abgelehnt worden war, woraufhin dieser Neuwahlen ausgerufen und hoch gewonnen hatte.

Die Privatisierung soll 2007 beginnen und 2017 abgeschlossen sein. Dabei werden die Geschäftsbereiche in vier Unternehmen aufgespalten, die zunächst noch von einer staatlichen Holdinggesellschaft kontrolliert werden sollen. Am Ende soll nur in Drittel des Brief- und Filialgeschäfts in Staatshand verbleiben.

Auf dem Programm stehen nun Reformen unter anderem im Bereich der Sozialversicherungen und die Privatisierung von weiteren Staatsunternehmen, die in den nächsten drei Jahren in Angriff genommen werden sollen. Koizumi selbst wird nur begrenzt dazu beitragen können, da er angekündigt hat, im September 2006 sein Amt niederzulegen. Der Erfolg aller dieser Reformen wird daher stark von ihrer Ausgestaltung durch Koizumis Nachfolger abhängen.

David Burton, der für Asien zuständige Direktor des Internationalen Währungsfonds, sieht in den Reformen eine Chance für Japan. Er sagte gestern gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“, weitere Reformen könnten das bereits „recht gute“ Wirtschaftswachtum Japans – der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt – weiter stärken.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 11, 2005

Japan: Unterhaus verabschiedet Postreform

Japan: Unterhaus verabschiedet Postreform

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 13:04, 17. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Das japanische Unterhaus

Tōkyō (Japan), 11.10.2005 – Die japanische Postreform hat das Unterhaus des japanischen Parlaments mit 338 zu 138 Stimmen passiert. Es wird allgemein erwartet, dass die Reform, die eine Privatisierung und Zerschlagung der japanischen Post vorsieht, am Freitag, 14. Oktober auch vom Oberhaus angenommen wird.

Die bisher staatliche „Nippon Yūsei Kōsha“ beschäftigt 400.000 Mitarbeiter und hat ein Vermögen von drei Billionen US-Dollar. Sie ist der größte Lebensversicherer und, gemessen an seinen Einlagen von 360 Billionen Yen (etwa 2,6 Billionen Euro), die größte Bank weltweit. Bis Oktober 2007 soll sie in vier Teilgesellschaften privatisiert werden.

Es ist nicht die erste Abstimmung zu dem Gesetzespaket. Im August hatte Ministerpräsident Junichirō Koizumi Neuwahlen ausgerufen, nachdem das Paket zunächst knapp das Unterhaus passiert hatte, dann aber im Oberhaus auch am Widerstand seiner eigenen Partei, der LDP, gescheitert war. Mit dem guten Wahlergebnis hat er sich genug Rückendeckung gesichert, dass das Oberhaus aller Voraussicht nach zustimmen wird.

Themenverwandte Artikel

  • Vorläufiges Endergebnis der Parlamentswahl in Japan (12.09.2005)
  • Japans Regierungschef plant Neuwahlen (08.08.2005)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 21, 2005

Japanischer Ministerpräsident Koizumi vom Parlament wiedergewählt

Japanischer Ministerpräsident Koizumi vom Parlament wiedergewählt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Tōkyō (Japan), 21.09.2005 – Junichirō Koizumi, der bisherige japanische Ministerpräsident, wurde vom Parlament in einer Sondersitzung am Mittwoch Ortszeit wie erwartet wiedergewählt.

Seine Wiederwahl erfolgte rund eine Woche nach dem überwältigenden Sieg seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) bei der vorgezogenen Unterhauswahl. Der 63-jährige Koizumi gab an, sein Kabinett zunächst unverändert lassen zu wollen. Die von ihm geplante Umsetzung des Reformpakets wolle er nun unverzüglich in Angriff nehmen. Dazu gehört auch die Privatisierung der staatlichen Post Japans.

Bereits jetzt hat Koizumi angekündigt, sein Amt im September 2006 niederzulegen.

Themenverwandte Artikel

  • Vorläufiges Endergebnis der Parlamentswahl in Japan (12.09.2005)
  • Wahlen in Japan: Liberaldemokraten unter Ministerpräsident Koizumi klar vorne (11.09.2005)
  • Japans Regierungschef plant Neuwahlen (08.08.2005)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 8, 2005

Japans Regierungschef plant Neuwahlen

Japans Regierungschef plant Neuwahlen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Japans Regierungschef plant Neuwahlen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche

Japans Regierungschef Koizumi

Tōkyō (Japan), 08.08.2005 – Nachdem der japanische Regierungschef Junichirō Koizumi heute eine schwere Abstimmungsniederlage hinnehmen musste, hat er das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den 11. September 2005 angesetzt.

Bei der Abstimmung ging es um die Privatisierung der japanischen Post, ein Herzstück der Wirtschaftsreformen Koizumis. Die vom Wirtschaftsministerium geplante Reform hätte aus dem Bankgeschäft der staatlichen Post die größte Privatbank der Welt geschaffen, wobei Spareinlagen und Versicherungsgeschäfte in Höhe von 330 Billionen Yen (2,4 Billionen Euro) übertragen worden wären.

Während im Unterhaus dem Gesetzentwurf noch knapp zugestimmt wurde, ist er im Oberhaus des Parlaments dann mit 125 zu 108 Stimmen abgelehnt worden, wobei mehrere Abgeordnete der Regierungspartei LDP gemeinsam mit der Opposition gegen das umstrittene Projekt gestimmt haben. Rechtlich wäre es zwar noch möglich, die Entscheidung des Oberhauses mit einer Zweidrittelmehrheit des Unterhauses zu überstimmen, doch hatte Koizumi mehrfach in der Vergangenheit diesen Schritt zu Neuwahlen für den Fall der Abstimmungsniederlage angekündigt.

Nicht nur in der Öffentlichkeit, auch in der LDP selbst war das Projekt hochumstritten. Durch die Privatisierung hätten viele der 400.000 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verloren. Dies hat insbesondere in der LDP für Aufregung gesorgt, da viele dieser Beschäftigten selbst Mitglieder der LDP sind. Beobachter gehen davon aus, dass dies nun das Ende der Regierungstätigkeit der LDP sein könnte.

Themenverwandter Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.