Japanischer Spionagesatellit ins Weltall geschossen

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Artikelstatus: Fertig 19:57, 24. Feb. 2007 (CET)
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Tanegashima (Japan), 24.02.2007 – Mehrere Nachrichtenagenturen berichteten heute über den Start einer Rakete vom Typ N-2A vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima. Er erfolgte um 1:41 Uhr Ortszeit. Ziel der Mission: Das Aussetzen zweier Spionagesatelliten in die Erdumlaufbahn.

Einer der beiden Satelliten vervollständigt ein aus vier japanischen Aufklärungssatelliten bestehendes System, dessen Bestimmung hauptsächlich die Beobachtung Nordkoreas ist. Im Prinzip sei es jedoch möglich, mit Hilfe der Satelliten jeden Punkt der Erde einmal am Tag zu überwachen, so eine Sprecherin der japanischen Weltraumbehörde Jaxa. Das Programm zur Satellitenaufklärung mit der aktuellen Serie begann 2003, als zwei Satelliten im Weltall ausgesetzt wurden. Der dritte Satellit der Vierergruppe war 2006 ins All transportiert worden.

Die Satelliten arbeiten jeweils paarweise zusammen, wobei einer als Sende- und der andere als Beobachtungssatellit dient. Die Satellitenpaare bewegen sich auf verschiedenen Umlaufbahnen, die sich über den beiden Polen jeweils schneiden. Ihre Bildauflösung liegt bei Objekten von einem Meter Größe.

Es ist geplant, die jetzigen vier Aufklärungssatelliten im Laufe der nächsten vier Jahre durch modernere Modelle mit höherer Auflösung zu ersetzen. Bei dem einen der heute gestarteten Satelliten soll es sich der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge um ein Erprobungsmodell handeln, das Beobachtungszwecken dient und mit einer Radaranlage ausgerüstet ist.

Das japanische Programm zur militärischen Satellitenaufklärung wurde 1998 beschlossen, als Nordkorea eine Rakete abschoss, die bei ihrem Testflug auch Japan überflog.

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Quellen