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May 18, 2007

Weltbank: Wolfowitz tritt zurück

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Weltbank: Wolfowitz tritt zurück

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Paul Wolfowitz

Washington D.C. (USA), 18.05.2007 – Der Präsident der Weltbank, Paul Wolfowitz, wird sein Amt zur Mitte des Jahres aufgeben und zurücktreten. „Ich kündige heute an, dass ich als Präsident der Weltbank am 30. Juni zurücktrete“, sagte der ehemalige Vize-Verteidigungsminister und Vertraute von US-Präsident Bush nach dreitägigen Beratungen des Exekutivrats. Wolfowitz konnte dem erheblichen internationalen Druck nicht mehr standhalten, der seit dem Bekanntwerden einer Beförderungsaffäre aufgekommen war. Nach dem Wechsel zur Weltbank soll Wolfowitz seiner Lebensgefährtin, die zu dieser Zeit ebenfalls bei der Weltbank beschäftigt war, einen wesentlich höher dotierten Job im US-Außenministerium verschafft haben.

Sowohl George W. Bush als auch der Exekutivrat würdigten seine Verdienste und bedauerten die jüngsten Ereignisse. Während Europa traditionell die Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) stellt, wird der Chef der Weltbank traditionell von den USA nominiert, weswegen der US-Präsident baldmöglichst einen Nachfolger für den 63-Jährigen vorschlagen soll. Wolfowitz hat die Weltbank nur zwei Jahre lang geleitet.

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February 8, 2007

Weltbankchef Wolfowitz blamierte sich bei Türkeibesuch

Weltbankchef Wolfowitz blamierte sich bei Türkeibesuch

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Artikelstatus: Fertig 20:49, 8. Feb 2007 (CET)
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Paul Wolfowitz

Edirne (Türkei), 08.02.2007 – Paul Wolfowitz, Chef der Weltbank und früherer stellvertretender Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, war während einer Türkei-Reise nach Medienberichten unpassend beim Besuch einer Moschee gekleidet. Seine verfehlte Bekleidung zog die Aufmerksamkeit der Medien auf ihn und brachte ihm zudem den Vorwurf ein, geizig zu sein.

Wolfowitz besichtigte bei einem Türkeiaufenthalt die berühmte Selimiye-Moschee in Edirne. Als der 63-Jährige vor Betreten des Gebäudes seine Schuhe auszog, lugte aus jedem Strumpf ein nackter großer Zeh hervor. Als Wolfowitz dies bemerkte, schlüpfte er eilig in ein Paar Pantoffeln. Trotzdem gelang einem Fotografen eine Großaufnahme der Peinlichkeit. „Der Chef des Geldes hat Löcher in den Socken“, spottete die türkische Zeitung „Hürriyet“.

Beim anschließenden Basarbesuch reichte sein Bargeld nicht aus, um zwei Silberarmreifen, die er für seine Töchter ausgesucht hatte, zu bezahlen. Es handelte sich um einen Betrag von umgerechnet 150 Euro. Nach Berichten türkischer Zeitungen halfen ihm seine Leibwächter aus der Klemme.

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June 10, 2006

Kanada: 54. Bilderberg-Konferenz in Ottawa eröffnet

Kanada: 54. Bilderberg-Konferenz in Ottawa eröffnet

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Artikelstatus: Fertig 18:05, 10. Juni 2006 (CEST)
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Tagungsort der diesjährigen Bilderberg-Konferenz

Ottawa (Kanada), 10.06.2006 – Kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen treffen sich zwischen dem 8. und 11. Juni hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Militär und Wirtschaft zur diesjährigen 54. Bilderberg-Konferenz im kanadischen Ottawa, um aktuelle Themen der Weltpolitik hinter verschlossenen Türen zu besprechen.

Die etwa 120 Teilnehmer, die sich in der Nähe der kanadischen Hauptstadt in dem abseits liegenden Brookstreet Hotel des Milliardärs Terence H. Matthews von einer privaten Sicherheitsfirma abgeriegelt und streng bewacht zusammenfinden, haben dabei verschiedenste Themen auf ihrer Agenda. Die Details bleiben dabei der Öffentlichkeit verschlossen. Erst mit der Veröffentlichung der Teilnehmerliste und der behandelten Tagesordnungspunkte am Sonntagabend wird mehr Einblick in das Treffen gewährt, vermutlich werden dadurch aber auch Spekulationen über die Tagung angeheizt.

Neben Politikern, wie dem ehemaligen amerikanischen Außenminister Henry Kissinger, EU-Kommissionspräsident Jose Barroso, Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer und Weltbank-Chef Paul Wolfowitz, werden andere wichtige Personen aus der Wirtschaft, wie der Chef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, Otto Wolf von Amerongen, David Rockefeller und Jeroen van der Veer von der Royal Dutch/Shell Group wahrscheinlich wieder mit daran teilnehmen.

Ein wichtiger Punkt betrifft den Energiesektor in Zusammenhang mit dem Ölpreis und den aktuellen Problemen mit Venezuela, dem fünftgrößten Ölförderland weltweit. Der Präsident des lateinamerikanischen Landes, Hugo Chávez, hatte erst kürzlich Verträge mit privaten Firmen für 32 Ölfelder teilweise für nichtig erklärt und der staatlichen Gesellschaft Petróleos de Venezuela S.A. einen Mindestanteil von 60 Prozent eingeräumt. Weiterhin spricht er sich gegen eine weitere Ausdehnung der Freihandelszone NAFTA aus und möchte eine Steuer für Firmen einführen, die venezolanisches Öl fördern. Nach dem letzten Treffen schnellte plötzlich der Ölpreis von 40 Dollar je Barrel auf 70 Dollar in die Höhe.

Der Atomstreit mit dem Iran und eine eventuelle Invasion, die rein militärisch relativ unwahrscheinlich ist, aber auch der Irakkonflikt und Afghanistan dürften ebenfalls von Interesse sein.

Und wie in den vergangenen Jahren auch wird die Weltöffentlichkeit voraussichtlich nur wenig Notiz von dem Treffen nehmen, da im Moment die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland das beherrschende Thema in den Medien ist. Im letzten Jahr fand das Zusammenkommen vom 5. bis zum 8. Mai im oberbayerischen Rottach-Egern statt – parallel zu den Feierlichkeiten des 60. Jahrestages zum Ende des Zweiten Weltkrieges. So wurde das Treffen erst am 9. Mai 2005 im Münchner Merkur erwähnt.

Für Verschwörungstheoretiker ist die Konferenz ein willkommer Anlass, ihren Vermutungen nachzugehen. Einer ihrer prominenten Vertreter, der amerikanische Radiojournalist und Filmemacher Alex Jones, wurde am Mittwoch von den kanadischen Behörden am Flughafen von Ottawa erst mehrere Stunden festgehalten und musste später seinen Pass und seine gesamte Ausrüstung abgeben. Ein Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde wollte den Fall nicht weiter kommentieren.

Tatsächlich kann dieser Verantstaltung eine gewisse Bedeutung nicht abgestritten werden. Immerhin sagte Étienne Davignon, der Vorsitzende des Bilderberg-Zirkels und Vizepräsident der Europäischen Kommission, im letzten Jahr gegenüber der BBC: „Ich glaube nicht [,dass wir] eine globale Vereinigung [sind], die die Welt regiert. Ich denke nicht, dass eine solche Klasse existiert. […] Es sind Leute die Einfluss haben und daran interessiert sind, mit anderen Leuten zu sprechen, die [ebenfalls] Einfluss haben.“

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September 25, 2005

Weltbank: Wolfowitz will gegen Armut und Korruption kämpfen

Weltbank: Wolfowitz will gegen Armut und Korruption kämpfen

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Artikelstatus: Fertig 17:01, 25. Sep. 2005 (CEST)
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Paul Wolfowitz

Washington D.C. (USA), 25.09.2005 – Der im März in dieses Amt gewählte und seit dem 1. Juni 2005 amtierende neue Weltbankpräsident Paul Wolfowitz (USA) legte gestern vor Finanzministern und nationalen Zentralbankpräsidenten das Programm für seine fünfjährige Amtszeit vor. Schwerpunkte sollen auf der Bekämpfung von Armut und Korruption liegen. Zur Zeit tagt die jährliche gemeinsame Konferenz von Weltbank und Internationalem Währungsfonds.

Wolfowitz war auf Vorschlag des US-Präsidenten George W. Bush in dieses Amt gewählt worden. Als stellvertretender Verteidigungsminister unter Bush war er einer der Architekten des Irak-Krieges. Seine Nominierung war besonders in Frankreich mit Skepsis aufgenommen worden.

Nachdem sich die Weltbank in der Vergangenheit häufig gerade auch von der US-Administration mit dem Vorwurf konfrontiert sah, zu ineffektiv und bürokratisch zu arbeiten, ließen sich die Ausführungen des neuen Weltbankpräsidenten vor den versammelten Geldgebern der Weltbank als Antwort auf diese Kritik lesen: „Und was die Ergebnisse anbelangt, lassen Sie mich deutlich sein. Ich meine Ergebnisse, die einen klaren Einfluss auf das tagtägliche Leben der Armen haben. Wir zeichnen dafür verantwortlich.“

Eine besondere Priorität soll nach den Worten Wolfowitz’ die Armutsbekämpfung in Afrika genießen. Er sagte: „Wenn wir die Kräfte der Menschen in Afrika freisetzen und das Potenzial des privaten Sektors bei der Schaffung von Arbeitsplätzen heben können, wird Afrika nicht nur ein Kontinent der Hoffnung, sondern auch der Leistungsfähigkeit.“ Wolfowitz sagte das Ausmaß von Tod und Mangel in Afrika sei besonders alarmierend. Seit 1981 habe sich die Anzahl der Menschen in Afrika, die über weniger als einen US-Dollar am Tag verfügen von 164 Millionen auf 312 Millionen beinahe verdoppelt.

In diesem Zusammenhang formulierte er auch die Notwendigkeit eines schärferen Vorgehens gegen Erscheinungen von Korruption, diese vergeude „Ressourcen und schreckt Investitionen ab“. Wolfowitz ging auch kurz auf Fälle von Korruption innerhalb von Projekten der Weltbank-Gruppe ein.

Als weitere Tätigkeitsfelder nannte Wolfowitz die Förderung von Frauen, Bildung und Gesundheit.

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March 31, 2005

Paul Wolfowitz ist designierter Weltbankpräsident

Paul Wolfowitz ist designierter Weltbankpräsident

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Paul Wolfowitz

Washington, D. C. (Vereinigte Staaten), 31.03.2005 – Der Exekutivrat der Weltbank wählte Paul Wolfowitz zum neuen Weltbankpräsidenten.

Die Weltbankgruppe ging, wie der Internationale Währungsfonds (IWF), aus dem Bretton-Woods-System hervor und hatte ursprünglich den Zweck, den Wiederaufbau der vom zweiten Weltkrieg verwüsteten Staaten zu finanzieren. Heute stellt die Weltbank Entwicklungsländern Kapital für wirtschaftliche Entwicklung zur Verfügung.

Die Stimmenanteile im Exekutivrat ergeben sich aus der Summe des Kapitals, das die Länder der Organisation zur Verfügung stellen. In diesem Gremium werden die 184 Mitgliedsländer der Bank durch 24 Direktoren vertreten. Über die größten Stimmenanteile verfügen die USA, Japan, Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit zusammen etwa 37 Prozent der Stimmrechte. Globalisierungskritiker bezeichnen dieses Verfahren als „intransparent“ und „undemokratisch“.

US-Präsident George W. Bush hatte seinen derzeitigen stellvertretenden Verteidigungsminister für das Amt vorgeschlagen. Wolfowitz Nominierung wurde zuerst, vor allem von der französischen Regierung, mit Skepsis betrachtet. Am 30.03.2005 erklärte die Europäische Union Wolfowitz ihre Zusage.

Wolfowitz tritt am 1. Juni dieses Jahres die Nachfolge des 71-jährigen James Wolfensohn an, der der Bank seit 1995 vorstand. Seit Gründung der Organisation waren alle Präsidenten der Weltbank US-Amerikaner. Es ist eine inoffizielle Tradition, dass dem IWF ein Europäer vorsteht und der Weltbank ein Amerikaner.

Als stellvertretender Verteidigungsminister wirkte Wolfowitz an der Präventiv-Kriegsdoktrin mit, er gilt als ein Architekt des Irak-Kriegs und Vertreter der „Neokonservativen“. Hilfsorganisationen kritisieren Wolfowitz mangelnde Erfahrung im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und befürchten, dass er in der neuen Funktion die Politik von US-Präsident George W. Bush weiterführen wird.

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