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April 18, 2012

Venus für Flugzeug gehalten: Kopilot lenkt Passagierflugzeug in den Sturzflug

Venus für Flugzeug gehalten: Kopilot lenkt Passagierflugzeug in den Sturzflug

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Veröffentlicht: 00:37, 18. Apr. 2012 (CEST)
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Boeing 767 von Air Canada

Toronto (Kanada), 18.04.2012 – Eine am Montag veröffentlichte Untersuchung zu einem Zwischenfall gibt die Erklärung, warum ein Kopilot der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada seine Boeing 767 in einen Sturzflug steuerte. Der unausgeschlafene Flugzeugführer hatte den Planet Venus mit einem anderen Flugzeug verwechselt, das sich auf vermeintlichem Kollisionskurs befand. Bei seinem Ausweichmanöver zog er seine Maschine ab­rupt nach unten.

Der Flug ging im Januar 2011 von Toronto nach Zürich. Über dem Atlantik hatte der Kopilot ein Nickerchen gemacht. Offensichtlich war er noch nicht ganz wach, als er den Planeten Venus entdeckte. Die Geräte warnten in diesem Moment vor einer Militärmaschine, die 300 Meter tiefer flog. Der erste Offizier hielt die Venus für diese Maschine und vollführte mit der Boeing das Manöver, das für einen Teil der Mitfliegenden nicht ohne Folgen blieb. Nach 46 Sekunden gelang es dem Piloten die Boeing abzufangen und in eine stabile Lage zu bringen. Passagiere und Flugbegleiter wurden herumgewirbelt. 16 Personen verletzten sich, sieben davon mussten nach der Landung in einem Krankenhaus behandelt werden. Besetzt war das Passagierflugzeug mit 95 Personen.

Der Untersuchungsbericht kommt zu dem Ergebnis, dass Sicherheitsregeln nicht beachtet wurden, demnach darf auf langen Flügen maximal 40 Minuten geschlafen werden und nach dem Erwachen haben 15 Minuten zu vergehen, bis ein Pilot wieder die Führung des Flugzeugs übernehmen darf.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Luftfahrt

Quellen[Bearbeiten]

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February 3, 2012

Kanada: Großrazzia gegen Kinderpornografie

Kanada: Großrazzia gegen Kinderpornografie

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Veröffentlicht: 20:11, 3. Feb. 2012 (CET)
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Streifenwagen in Kanada

Ontario (Kanada), 03.02.2012 – Ein massiver Schlag gegen die Kinderpornografie gelang der kanadischen Polizei diese Woche. 76 Wohnungen und Geschäftsräume wurden in der Provinz Ontario durchsucht, 60 Männer festgenommen, tausende einschlägige Bilder und Videos sichergestellt. 213 Anklagen sind erhoben worden. Es ist damit die größte in Kanada durchgeführte Aktion gegen Kinderpornografie.

22 der Missbrauchsopfer konnten durch die Polizei bereits identifiziert werden. Neben dem einschlägigen Material wurden auch Drogen und illegale Waffen aufgefunden. Die drei jüngsten Festgenommenen sind unter 16 Jahre alt, der älteste 69. Die Behörden haben die Namen der Täter, mit Alter, Wohnort und Anklagepunkte ins Internet gestellt. Ausgenommen davon waren lediglich die Personen unter 16 Jahren. Einer der Täter soll Kindergärtner sein.

Eine spezielle Software hatte zu dem Ermittlungserfolg geführt. 8940 IP-Adressen hatte die Polizei festgestellt, die untereinander Kinderpornografie austauschten oder von speziellen Seiten herunterluden. Die Festgenommen sollen keinem Ring oder einer Bande angehören. Der Ermittlungschef Scott Tod sagte auf einer Pressekonferenz: „Die grundsätzliche Verantwortung der Gesellschaft ist es, ihre Kinder zu schützen. Kinderpornografie ist der sexuelle Missbrauch von Kindern. Jedes Bild von Kinderpornografie hat ein Kind zum Opfer. Jeder Handel oder die Übertragung des Bildes macht das Kind erneut zum Opfer.“

Paul Gillespie wird in Zukunft die Organisation „Kinsa“ leiten, dort werden Polizisten geschult, Straftaten im Bereich der Kinderpornografie zu verfolgen. Er sagte, es gäbe nicht genug Ressourcen bei der Polizei: „Es gibt nicht genug von den Guten, alle Bösen zu verhaften“. Was in Ontario offen gelegt wurde, sei nur eine Momentaufnahme dessen, was gerade in der ganzen Welt passiere.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Kindesmissbrauch

Quellen[Bearbeiten]

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December 12, 2007

Mutmaßlicher Serienmörder in Kanada verurteilt

Mutmaßlicher Serienmörder in Kanada verurteilt

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Veröffentlicht: 09:36, 12. Dez. 2007 (CET)
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New Westminster (Kanada), 12.12.2007 – Robert Pickton, ein Schweinefarmer aus Kanada, ist von einem Geschworenengericht wegen sechsfachen Totschlags (second-degree murder) für schuldig befunden worden. Der 58-jährige Mann soll insgesamt 26 Frauen umgebracht haben.

Überreste der sechs Frauen wurden 2002 auf seiner Farm in Vancouver gefunden. Der Verurteilte bestritt alle Vorwürfe, wurde jedoch von den Staatsanwälten mit kriminaltechnischen Beweisen und einem Video konfrontiert, in dem er zugegeben hatte, dass er 50 Frauen habe töten wollen.

Der Mann wurde aufgrund der Ermordungen zu lebenslanger Haft verurteilt und kann frühestens nach zehn Jahren auf Bewährung freigelassen werden. In dem Verfahren, das zehn Monate gedauert hatte, wurden fast 130 Zeugen befragt. Wann die Verhandlungen wegen der Tötung der 20 weiteren Frauen stattfinden werden, steht noch nicht fest.

Quellen

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