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September 25, 2014

Ghana: Nationalspieler Asmaoah Gyan wehrt sich gegen obskure Mordanschuldigungen

Ghana: Nationalspieler Asmaoah Gyan wehrt sich gegen obskure Mordanschuldigungen

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Veröffentlicht: 27.09.2014, 03:40 (CEST)
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Asamoah Gyan
und Gary Cahill, England (2011)

Abu Dhabi (Abu Dhabi), 25.09.2014 – Der Kapitän der ghanaischen Fußballnationalmannschaft, Asamoah Gyan, sieht sich außergewöhnlichen Anschuldigungen ausgesetzt: In Ghana kursieren Gerüchte, denen zufolge er für das Verschwinden seines Freunds Castro verantwortlich sein soll. Den Gipfel bilden hierbei Verschwörungstheorien im Internet nach denen er an dem Musiker einen Ritualmord begangen haben soll – um seine Karriere zu fördern. Am Mittwoch sah sich Gyan gezwungen, eine Pressekonferenz einzuberufen, um die Vorwürfe zu dementieren.

Castro, Auftritt in Ghana

Gyan spielt seit 2011 für den al-Ain-Club in der Liga der Vereinigten Arabischen Emirate, nachdem er vorher in Italien, Frankreich und zuletzt beim FC Sunderland in England in Europa gespielt hatte. Neben seiner Fußballerkarriere macht er unter dem Namen „Baby Jet“ auch Musik und erreichte mit seinem Musikerfreund Castro 2010 den ersten Platz in den ghanaischen Charts.

Im Sommer dieses Jahres machte Gyan nach der Rückkehr von der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien Urlaub in Ghana. An einem Wochenende war er zusammen mit seinem Bruder Baffour, Castro und einer Freundin namens Janet Bandu sowie weiteren Personen für ein Wochenende Gast in einem Strandhotel. Während Castro und Bandu zu einer Jet-Skitour in Richtung Meer aufbrachen, blieben die Gyan-Brüder zurück. Bandu soll vom Jet-Ski gefallen sein und Castro versucht haben, ihr zu helfen, wobei letztlich beide ertrunken seien. Berichte dieser Art erreichten das Hotel und veranlassten die Gruppe, eine Rettungsaktion zu starten. Während der Jet-Ski gefunden werden konnten, blieben Castro und Bandu bis heute verschwunden. Die Polizei geht von Ertrinken aus.

Schon kurz nach dem Verschwinden von Castro und Bandu wurde in sozialen Netzwerken über Zusammenhänge von Gyans Anwesenheit und Todesfällen während der WM 2006 in Deutschland, dem Africa Cup 2012 und eben jetzt spekuliert. Als Gyan und die ghanaische Nationalmannschaft Anfang September in Kumasi ein Qualifikationsspiel für den nächsten Africa Cup gegen Uganda bestreiten sollten, kam es bei einer Pressekonferenz zum Eklat. Ein Journalist der ghanaischen Zeitung „Daily Graphic“ stellte die direkte Frage an Gyan, ob die Gerüchte über seine Beteiligung an einem Ritualmord zutreffen würden. Der Journalist musste die Pressekonferenz unter dem Protest des Trainers gegen solche Fragen danach zwar verlassen, doch die Moral des Teams war schwer getroffen von diesen Unterstellungen. Später kam es noch zu einer Auseinandersetzung zwischen Baffour Gyan und dem Journalisten – ein Vorgang, den Asmaoah Gyan in seiner Presseerklärung bedauert.

Da die Gerüchte immer noch nicht verstummen wollen, berief Gyan nun eine Pressekonferenz ein, auf der er zusammen mit seinem Anwalt eine Erklärung veröffentlichte, in der er sich gegen alle Unterstellungen wehrt. In der Erklärung, in der auch die Umstände des verhängnisvollen Strandurlaubs und die Suchaktion geschildert werden, heißt es, dass derartige Gerüchte aberwitzig seien, denn, so betont er, er habe nichts das geringste mit dem Verschwinden der beiden Menschen zu tun. Gyan betont, wie geschockt und entsetzt er über die Gerüchte und den – wahrscheinlichen – Tod der beiden Freunde sei. Behauptungen, er wisse, wo sich die beiden vermissten Personen befänden, tritt er mit der Forderung entgegen, dass der Urheber dieser Behauptung dann doch sein offensichtliches Wissen offenlegen solle, das er – Gyan – jedenfalls nicht habe. Die Erklärung endet mit einem Aufruf an die Medien, weitere Spekulationen in diesem Fall zu unterlassen.

Quellen[Bearbeiten]

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November 21, 2007

Penis geschrumpft – Zauberer verhaftet

Penis geschrumpft – Zauberer verhaftet

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Veröffentlicht: 22:21, 21. Nov. 2007 (CET)
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Ziguinchor (Senegal), 21.11.2007 – Unter dem Verdacht, die Penisse von elf Männern mit Hilfe von schwarzer Magie zum schrumpfen gebracht zu haben, wurden zwei „Zauberer“ festgenommen, wie die Polizei gestern mitteilte. Nach Angaben der Opfer näherten sich der Senegalese und der Guineer und schüttelten ihre Hände. Ein Komplize habe die Opfer später auf den Schwund ihres „besten Stückes“ hingewiesen und gegen Bezahlung Hilfe angeboten, diese Veränderung rückgängig zu machen.

Damit die Täter gerichtlich angeklagt werden können, müssen die elf Männer nun beweisen, dass ihre Penisse tatsächlich kleiner geworden sind. Penisschwund ist im dortigen Strafgesetzbuch nicht vorgesehen.

Dies ist nicht der erste bekannt gewordene Vorfall in dem westafrikanischem Land. Schon vor zehn Jahren machten Gerüchte über derartige Methoden die Runde. Unter normalen Umständen ließe sich ein solcher Fall mit Humor betrachten, wären nicht mehrere Verdächtige damals in Ziguinchor und Dakar zu Tode geprügelt worden. Es wird angenommen, dass dieser Aberglaube aus Nachbarländern wie Kamerun, der Elfenbeinküste und Ghana stammt, wo ähnliche Vorfälle, auch „Koro“ genannt, bekannt geworden sind.

Quellen

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January 5, 2007

Eltern opferten vermutlich ihre Kinder bei Tantra-Ritual

Eltern opferten vermutlich ihre Kinder bei Tantra-Ritual

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Artikelstatus: Fertig 17:43, 5. Jan. 2007 (CET)
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Bhubaneshwar (Indien), 05.01.2007 – Unter dem Verdacht, ihre beiden sieben und neun Jahre alten Söhne nach einem tantrischen Ritual erdrosselt zu haben, wurden ein indisches Paar im Bundesstaat Orissa, acht weitere Familienangehörige, die die Tat nicht gemeldet hatten, und ein Tantra-Lehrer festgenommen.

Die Beschuldigten, Padmalochan G. und seine Frau Minati, gaben an, die Leichen ihrer Söhne Harishchandra (9) und Deepak (7) nach der Tötung am Samstagabend und Sonntagabend zu Hause vor Bildern von Hindugöttern aufbewahrt zu haben, da sie glaubten, dass es zu einer Wiederauferstehung nach dem Tod ihrer jüngsten Tochter käme. Diese wollte das Paar am Mittwochabend ebenfalls töten. Nach dem Tod des drei Monate alten Kindes sollten alle drei Kinder, so soll es ihnen der Tantra-Lehrer Jagannath Tudu gesagt haben, wiederauferstehen, und die Götter sollten sie mit Wohlstand und Glück belohnen. Zeugen bestätigten dies.

Nach der Opferung ihrer beiden Söhne wollte das Ehepaar ebenfalls ihre jüngste Tochter, drei Monate alt, töten. Dorfbewohner verdächtigten die beiden seit geraumer Zeit der „Hexerei“.

Die Tat spielte sich in Tilopal, einem Dorf im Mayurbhanj-Distrikt, ab.

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Quellen

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March 19, 2006

Assam: Fünf Menschen wegen angeblicher Hexerei getötet

Assam: Fünf Menschen wegen angeblicher Hexerei getötet

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Artikelstatus: Fertig 21:48, 19. Mrz. 2006 (CET)
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Gauhati (Indien), 19.03.2006 – Nach Polizeiangaben wurden gestern in der Sadharu-Teeplantage, etwa 300 Kilometer nördlich von Gauhati, fünf Mitglieder einer Familie wegen angeblicher Hexerei öffentlich enthauptet. Der Frau des getöteten Familienvaters gelang es, zusammen mit ihren drei Kindern zu fliehen. Einige Plantagenarbeiter, die in den gestrigen Vorfall verwickelt sein sollen, wurden von der Polizei festgenommen. Außerdem wurden zusätzliche Sicherheitskräfte in die Teeplantage geschickt, um die angespannte Situation nach dem Tod der fünf Familienmitglieder wieder unter Kontrolle zu bringen. Nach Angaben eines örtlichen Polizeibeamten zog eine Gruppe von mehr als 200 Menschen mit den Köpfen der Getöteten zur Polizeistation. Während dessen skandierten sie Sprüche gegen Hexerei.

Ein inoffizielles Gericht hatte den 60-jährige Amir Munda und seine beiden Söhne und Töchter wegen Hexerei schuldig gesprochen. Dem Mann, der als traditioneller Heiler arbeitete, wurde vorgeworfen, schwarze Magie zu praktizieren. Vor zwei Wochen waren zwei Arbeiter, die in der Teeplantage arbeiteten, an einer Krankheit gestorben. Mehrere Menschen waren an der gleichen Krankheit erkrankt. Einige Anwohner hatten Amir Munda verdächtigt, die beiden Arbeiter verhext zu haben und machten ihn für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich. Nach Polizeiangaben wurden in den letzten fünf Jahren im indischen Bundesstaat Assam 200 Menschen wegen angeblicher Hexerei getötet.

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Quellen

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April 25, 2005

Hinkelsteine sind älter als Asterix und Obelix

Hinkelsteine sind älter als Asterix und Obelix

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Hinkelstein

Mainz (Deutschland), 25.04.2005 – Die tonnenschweren „Hinkelsteine“ waren zu Zeiten der Kelten und Römer vor mehr als 2.000 Jahren bereits Antiquitäten. Die ersten dieser Steinkolosse wurden nämlich bereits in der jüngeren Steinzeit etwa Mitte des fünften Jahrtausends vor Christus aufgestellt. Bei dem Gebrauch der „Hinkelsteine“ durch den Comic-Helden Obelix handelt es sich demzufolge um eine „Zweitverwendung“.

Noch heute sind mit den Menhiren, die man auch „Hinkelsteine“ oder „Hünensteine“ nennt, abergläubische Vorstellungen verbunden. Manche Kranke erhoffen sich durch die Berührung solcher Steinmale sofortige Heilung. Aus diesem Grund werden bestimmte „Hinkelsteine“ auf allen Vieren umkrochen und mit kranken Gliedmaßen berührt. Angeblich nimmt der Stein dann die Schmerzen und Beschwerden. Außerdem schreibt man Menhiren einen günstigen Einfluss auf Liebe und Kindersegen zu.

In Sagen heißt es, „Hinkelsteine“ drehten sich um Mitternacht sowie beim Läuten der Kirchenglocken oder beim Lesen von Messen. Außerdem gäben sie Weh- und Klagelaute von sich, wenn man sein Ohr an sie legt.

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