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December 12, 2011

Panamas Ex-Diktator Noriega an Panama ausgeliefert

Panamas Ex-Diktator Noriega an Panama ausgeliefert

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Veröffentlicht: 18:25, 12. Dez. 2011 (CET)
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Panama-Stadt (Panama), 12.12.2011 – Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega wurde nach mehr als 20 Jahren Haft in Gefängnissen in den USA und in Frankreich an Panama ausgeliefert. In seiner Heimat wurde er sofort unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ins Gefängnis überführt.

Auf Panamas Wunsch hin hatte der Pariser Berufungsgerichtshof Ende November Noriegas Überstellung an die Justizbehörden in Panama zugestimmt.

Noriega war in Frankreich im vergangenen Jahr wegen Geldwäsche zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der frühere General soll in den 1980er Jahren Drogengelder nach Frankreich geschleust und in teure Immobilien investiert haben. Der Schlaganfallgeschwächte Noriega selbst beteuerte immer seine Unschuld.

Erst im April letzten Jahres wurde er von den USA an Frankreich überführt. Manuel Noriega hatte in den USA zuvor schon 20 Jahre lang im Gefängnis gesessen, unter anderem wegen Rauschgifthandels. Noriega war 1989 während der US-Invasion in Panama festgenommen, in die USA gebracht und vor Gericht gestellt worden.

Während seiner Abwesenheit wurde Noriega in Panama in drei Prozessen zu je 20 Jahren Haft verurteilt. Dem 77-jährigen Ex-Diktator werden Morde an mehreren Oppositionellen vorgeworfen. Ricardo Martinelli, Panamas derzeitiger Präsident, erklärte dem Fernsehsender TVN, dass Noriega im Gefängnis keine Sonderbehandlung zu erwarten habe. „Er muss für all seine Verbrechen, all das Böse, all das Grauen bezahlen.“, so Martinelli. Eventuell wird der ehemalige Machthaber, Noriega, die Chance bekommen, seine Haftstrafe als Hausarrest abzusitzen, wie es das panamaische Gesetz für Verurteilte über 70 vorsieht.

Quellen[Bearbeiten]

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December 7, 2007

Kinder in Panama sollen in Zukunft Chinesisch lernen

Kinder in Panama sollen in Zukunft Chinesisch lernen

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Veröffentlicht: 01:58, 7. Dez. 2007 (CET)
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Panama-Stadt (Panama), 07.12.2007 – Ein Gesetz, das vorsieht, dass alle Schulkinder in Panama zukünftig Mandarin lernen müssen, wurde bereits in der ersten Lesung des Parlamentes angenommen.

Die Befürworter erhoffen sich davon eine bessere Ausgangslage in einer Zukunft, in der China immer wichtiger wird. „Wir können nicht ignorieren, dass eine Menge unseres Handels mit Asien abgewickelt wird. In 20 Jahren wird die Welt eine Andere sein“, sagte Arturo Arauz, der das Gesetz entworfen hatte. Es ist geplant, dass jedes Kind zehn Jahre Chinesischunterricht bekommt. Das Gesetz erlaubt weiterhin die Einwanderung von chinesischen Spezialisten, die einheimische Lehrer unterstützen sollen.

Mandarin ist die offizielle Sprache in Taiwan und auch in der Volksrepublik China, mit der Panama selbst keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Dennoch hat Peking großes wirtschaftliches Interesse an Panama. Der jährliche Handel zwischen beiden Nationen beträgt etwa eine Milliarde US-Dollar, und die Volksrepublik ist auch der größte Nutzer des Panamakanals, der in Zukunft ausgebaut werden soll.

In Panama lebt bereits seit mehr als 100 Jahren eine beachtliche chinesische Gemeinde, die jedoch mehrheitlich Kantonesisch spricht.

Quellen

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September 5, 2007

Panamakanal wird ausgebaut

Panamakanal wird ausgebaut – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Panamakanal wird ausgebaut

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Veröffentlicht: 11:36, 5. Sep. 2007 (CEST)
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Panama

Panama-Stadt (Panama), 05.09.2007 – Eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, der Panamakanal, wird ausgebaut. Dies geschieht, indem eine dritte Fahrrinne gebaut wird. So soll es in Zukunft möglich sein, dass Schiffe die Verbindung passieren können, die 12.000 Container geladen haben. Bisher war die Durchfahrt nur für Schiffe möglich, die 5.000 Container transportieren können. Die Fertigstellung des 81,6 Kilometer langen Kanals ist für das Jahr 2014 geplant und soll 3,8 Milliarden Euro kosten. Zurzeit fahren jährlich 14.000 Schiffe über die künstliche Wasserstraße.

Quellen

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July 15, 2006

Referendum über den Ausbau des Panamakanals geplant

Referendum über den Ausbau des Panamakanals geplant

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Artikelstatus: Fertig 18:02, 15. Jul. 2006 (CEST)
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Panama-Stadt (Panama), 15.07.2006 – Der panamaische Kongress hat am Freitag einem Gesetz zugestimmt, wonach es ein Referendum über den Ausbau des Panamakanals geben wird. Die größte Erweiterung der Wasserstraße seit ihrer Eröffnung im Jahr 1914 soll 5,3 Milliarden US-Dollar kosten. Das bindende Referendum über den Ausbau des Kanals soll noch in diesem Jahr abgehalten werden, ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Der Termin soll bekanntgegeben werden, nachdem Präsident Martín Torrijos das Gesetz unterzeichnet hat. Der panamesische Parlamentspräsident Elias Castillo nannte die Entscheidung laut Nachrichtenagentur Associated Press einen historischen Moment, weil die Bevölkerung des Landes zum ersten Mal über die Zukunft der Wasserstraße entscheiden dürfe. Das Gesetz passierte am Freitag die dritte und letzte Abstimmung. Sowohl die regierende „Partei der Demokratischen Revolution“ als auch Vertreter von Oppositionsparteien stimmten dem Gesetz zu.

Containerschiff an einer Schleuse des Panamakanals

Nach seinem Ausbau soll der Panamakanal für größere Schiffe passierbar sein. Zur Zeit kann der Kanal nur von Panamax-Containerschiffen, die bis zu 4.000 Container transportieren können, beschifft werden. Der Ausbau würde Schiffen, die bis zu 10.000 Container transportieren können, die Durchfahrt durch den 80 Kilometer langen Kanal ermöglichen, der bis 1999 unter US-amerikanischer Kontrolle stand. 1999 endete die US-amerikanische Militärpräsenz in Panama. Die Zeitung „Der Standard“ schreibt in einem Artikel ihrer Onlineausgabe, dass auch Flugzeugträger und riesige Tanker den Kanal nach seinem Ausbau passieren könnten. Geplant ist vor allem die Vergrößerung der Schleusen von 33 Metern Breite auf 50 Meter Breite. Auch soll es eine dritte Fahrspur für den Schiffsverkehr geben.

Laut Umfragen unterstützt eine Mehrheit von 65 Prozent der Panamesen die Pläne zum Ausbau des Kanals. Es gibt aber auch Kritik an den Plänen. Die eine Seite der Kritiker ist der Meinung, dass der geplante Ausbau den Anforderungen der Schifffahrt nicht genüge. Etwa fünf Prozent des Welthandels werden über den Panamakanal abgefertigt. Das andere Lager der Kritiker hält den Ausbau des Kanals für ein finanzielles Risiko, weil die Pläne seiner Meinung nach auf unsicheren Prognosen zum Welthandel und zur Zukunft der Weltwirtschaft beruhten. Auch Gewerkschaftsmitglieder lehnen den Ausbau ab. Um für ihre Position zu werben, haben sie die „Nationale Union für ein Nein“ gegründet. Die Gewerkschafter befürchten, dass sich das Land durch das Bauvorhaben verschulden werde, und kritisieren, dass es keinen Plan für die soziale Entwicklung in Panama gebe. Die Regierung will das Bauvorhaben durch die Aufnahme von Krediten sowie durch höhere Gebühren für passierende Schiffe finanzieren. Einen Kredit in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar will die Regierung bei einer Privatbank aufnehmen. Der Kanal wird hauptsächlich von den USA, China, Japan und Chile genutzt.

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Quellen

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March 30, 2006

Panama: Oberster Gerichtshof bestätigt Strafe gegen Coca-Cola

Panama: Oberster Gerichtshof bestätigt Strafe gegen Coca-Cola

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Artikelstatus: Fertig 18:46, 30. Mrz. 2006 (CEST)
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Lage von Panama

Panama-Stadt (Panama), 30.03.2006 – Der Oberste Gerichtshof von Panama hat am 28. März eine Strafe gegen den Coca-Cola-Konzern in Panama bestätigt. Das Gericht gab bekannt, dass eine von der nationalen Umweltbehörde ANAM im Jahr 2003 verhängte Strafzahlung in Höhe von 300.000 US-Dollar wegen Umweltverschmutzung nicht illegal sei. Eine Anwaltskanzlei hatte im Auftrag von Coca-Cola Panama eine Überprüfung der Strafe durch den Obersten Gerichtshof beantragt. Coca-Cola muss zusätzlich zur Strafzahlung für die Folgeschäden der Verunreinigung aufkommen. Der Gerichtshof war der Meinung, dass es den Anwälten bei der Klage gegen die Strafe darum gehe, das Ausmaß der Verunreinigung zu bestreiten.

Dem Erfrischungsgetränkehersteller wird vorgeworfen, im Jahr 2003 die Bucht von Panama mit Färbemitteln verschmutzt zu haben, wodurch in der Folge auch die Schlucht von Vista Hermosa verschmutzt wurde. Im Umweltbericht der Firma Coca-Cola für das Jahr 2003 wird die Verunreinigung der Bucht als Unfall bezeichnet. Laut Umweltbericht von Coca-Cola entsorgte der panamaische Abfüller von Coca-Cola im Mai 2003 mehr als 1.000 Gallonen (3.800 Liter) hochkonzentrierte Flüssigkeit in einen Kanal, der in den Matasnillo-Fluss mündet. Der Fluss Matasnillo fließt in die Bucht von Panama, die durch die Färbemittel für 24 Stunden rötlich-pink gefärbt wurde. Nach Angaben des Coca-Cola-Konzerns hat der Abfüller beteuert, sich an die Umweltstandards von Coca-Cola gehalten zu haben. Der Abfüllbetrieb habe, so der Mutterkonzern, Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen, um einen ähnlichen Vorfall in Zukunft zu vermeiden. So gebe es nun neue Regeln für die Entsorgung flüssiger Abfälle. Die Mitarbeiter des panamaischen Abfüllers würden gemäß dieser Regeln ausgebildet. Coca-Cola Panama hatte im Jahr 2003 die Verantwortung für die Verschmutzung der Bucht übernommen, die die Bevölkerung Panamas beunruhigt hatte. Auch vom benachbarten Costa Rica war damals eine Erklärung für die Verunreinigung der Bucht gefordert worden. Nach Angaben des Umweltexperten Bolivar Perez hatte die Verunreinigung der Bucht keine negativen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt in der Bucht. Untersuchungen der Nationalen Umweltbehörde zufolge wurde die Verunreinigung der Bucht durch Fahrlässigkeit und mangelnde Kontrollen verursacht. Die Nationale Umweltbehörde Panamas vertrat auch die Meinung, dass die ausgelaufene Flüssigkeit einen erheblichen Einfluss auf das Ökosystem der Bucht gehabt hat.

Quellen

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August 23, 2005

Kuba nimmt diplomatische Beziehungen zu Panama wieder auf

Kuba nimmt diplomatische Beziehungen zu Panama wieder auf

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Havanna (Kuba) / Panama-Stadt (Panama), 23.08.2005 – Die beiden mittelamerikanischen Staaten Kuba und Panama haben wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen. Am vergangenen Samstag haben die Außenminister beider Länder, Felipe Perez Roque aus Kuba und der panamaische Vize-Außenminister Ricardo Duran, die erforderlichen Dokumente ausgetauscht. Auch die beiden Staatschefs von Kuba und Panama, Fidel Castro und Martín Torrijos, nahmen an der feierlichen Zeremonie teil.

Vor einem Jahr, im August 2004, hatte Kuba die Beziehungen abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die damalige Präsidentin von Panama, Mireya Moscoso, den in Panama inhaftierten Exilkubaner Luis Posada Carriles begnadigt. Carriles hatte während eines Gipfeltreffens in Panama-Stadt im November 2000 ein Attentat auf Fidel Castro geplant, das jedoch fehlgeschlagen war. Deswegen wurde Carriles zu acht Jahren Haft verurteilt.

Gemeinsam wollen die beiden mittelamerikanischen Länder nun, nach Aussagen beider Staatschefs, wieder eine Achse gegen die USA darstellen.

Quellen

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