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April 23, 2010

Chinas Raumfahrtpläne sehen Bau von Raumstationen vor

Chinas Raumfahrtpläne sehen Bau von Raumstationen vor

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Veröffentlicht: 18:50, 23. Apr. 2010 (CEST)
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Datei:Long March 2F Carrier Rocket – Shenzhou 5.JPG
Start eines Shenzhou-Raumschiffs mit der Trägerrakete „Langer Marsch“

Peking (China), 23.04.2010 – Während in den Vereinigten Staaten um die Neuausrichtung der Raumfahrt heftig gerungen wird, und Indien händeringend den Anschluss an die führenden Raumfahrtnationen sucht, stehen Chinas Pläne schon seit längerem fest. Anfang 2010 wurden sie in China der Öffentlichkeit vorgestellt. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer eigenen Infrastrukur für die bemannte Raumfahrt. So sind in den nächsten Jahren mehrere bemannte und unbemannte Missionen geplant, bei denen vor allem Technologien für den Bau von Raumstationen erprobt werden sollen. Zunächst soll im Jahr 2011 die Kopplungstechnologie weiter erprobt werden, bei denen die Einheiten „Shenzhou 8“ und „Tiangong 1“ in der Umlaufbahn zusammengefügt werden sollen. Ein Jahr später soll dieses Duo dann Ziel von mindestens einer bemannten Mission sein. Nach mehreren Zwischenschritten soll dann im Jahr 2022 eine größere Raumstation fertiggestellt sein. Eine Beteiligung Chinas an der bereits existierenden Internationalen Raumstation (ISS) wurde bisher durch die US-Amerikaner abgelehnt.

Im Jahr 2008 gelang den Chinesen erstmals ein Außeinsatz im All, ein so genannter Weltraumspaziergang. Zuvor wurden in vielen Missionen vor allem die Basistechnologien, also der Start einer Rakete, der Betrieb einer Raumkapsel im Weltall, der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und die Landung erprobt. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist Partner der Chinesen. So schloss die Organisation Mitte Dezember 2008 einen Vertrag, der eine intensive Zusammenarbeit auf dem Sektor der bemannten Raumfahrt vorsieht. Das erste Projekt wird die Beteiligung am Raumflug von „Shenzhou 8“ im Jahr 2011 sein.

Im September 2009 begann China zudem mit dem Bau eines Raketenstartzentrums in Wenchang im Nordosten der tropischen Inselprovinz Hainan. Von dieser Anlage aus können Raketen mit größeren Nutzlasten ins Weltall starten, zum Beispiel die in der Entwicklung befindliche Trägerrakete „Langer Marsch V“. Auch sollen hier bemannte Weltraumflüge ihren Ausgangspunkt haben. Mit dem Zentrum in Wenchang ist so der mittlerweile vierte Weltraumbahnhof des Landes entstanden. Grund des Baus war auch die Nähe zum Äquator, die das Erreichen der geostationären Bahn begünstigt, sowie die Lage am Meer, die logistische Vorteile am Boden mit sich bringt.

Weiterhin hält China an einer Mondlandung im Jahr 2022 fest. Bereits im Jahr 2015 soll ein chinesisches Roboterfahrzeug auf dem Mond abgesetzt werden. Über die militärischen Absichten Chinas kann hingegen nur spekuliert werden. So sorgten im Jahr 2007 Berichte für Aufsehen, nach denen China mit einer Mittelstreckenrakete einen ausgedienten Wettersatelliten zerstört hat. Befürchtet wurde nun, dass es zu einem militärischen Wettlauf ins All kommen könnte, so wie er einst nach dem „SDI-Programm“ von Ronald Reagen drohte.

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August 14, 2007

China gibt Probleme bei erstem bemannten Raumflug zu

China gibt Probleme bei erstem bemannten Raumflug zu

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Veröffentlicht: 22:52, 14. Aug. 2007 (CEST)
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Peking (China), 14.08.2007 – Um Haaresbreite wäre der erste bemannte Raumflug Chinas in einem Fiasko geendet. Grund: Der Kontakt mit dem Astronauten Yang Liwei an Bord des Raumschiffs „Shenzhou 5“ ging beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre komplett verloren. Hätte nicht im letzten Moment ein Ersatzsystem aktiviert werden können, wäre eine sichere Landung nicht möglich gewesen. Die Angaben stammen von Dong Deyi, dem Leiter des Kontrollzentrums, das damals verantwortlich war.

Letztendlich verlief der Flug doch noch erfolgreich. Die Landekapsel kam ungefähr neun Kilometer östlich des geplantes Landegebiets herunter. Zwölf Minuten nach dem Aufprall war das Bergungsschiff beim Astronauten. Yang Liwei verbrachte 21 Stunden im Orbit, der Flug fand vom 15. bis 16 Oktober 2003 statt.

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November 3, 2006

Zusammenbau von „Shenzhou 7“ beginnt

Zusammenbau von „Shenzhou 7“ beginnt

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Artikelstatus: Fertig 18:51, 3. Nov. 2006 (CET)
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Zhuhai (Volksrepublik China), 03.11.2006 – Der Zusammenbau des chinesischen Raumschiffs „Shenzhou 7“ hat begonnen. Alle dafür benötigten Einzelteile sind laut Qi Faren, dem Chefdesigner der ersten fünf Shenzhou-Raumschiffe, in der Zwischenzeit im „Space aviation center for assembly“ angekommen. Das meldete die Nachrichtenagentur Xinhua am 2. November. Neben den schon bekannten Rahmendaten (Besatzung mit drei Taikonauten, Start 2008) war noch eine andere Neuigkeit zu erfahren. Yang Liwei, Chinas erster Astronaut im Weltraum, teilte mit, dass die Missionen „Shenzhou 8“, „Shenzhou 9“ und „Shenzhou 10“ zurzeit vorbereitet würden und die Abstände zwischen den einzelnen Missionen kürzer werden sollen.

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October 21, 2005

Orbitalmodul von „Shenzhou 6“ ändert die Umlaufbahn

Orbitalmodul von „Shenzhou 6“ ändert die Umlaufbahn

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Peking (China), 21.10.2005 – Das „Aerospace Command and Control Center“ in Peking hat die Umlaufbahn des Orbitalmoduls von „Shenzhou 6“ geändert. Dadurch wird dem im Erdorbit zurückgebliebenen Modul ermöglicht, noch weitere sechs Monate zu operieren. In dieser Zeit können auch eine Reihe von Experimenten durchgeführt werden.

Das Kontrollzentrum zündete die Triebwerke des Raumschiffes zweimal, sodass eine Höhe von maximal 355 Kilometern erreicht wird. Die neue Umlaufbahn erlaubt der Kapsel eine höhere Flexibilität im Weltraum. Sie wird ihre Ausrichtung zur Erde nochmal ändern, sodass die Solarpanele zur Sonne ausgerichtet werden.

Liu Junze, der Verwaltungschef des Kontrollzentrums, sagte: „Das ist ein wichtiges Ereignis, das die Fähigkeiten und das Potential des Orbitalmoduls testen soll, um eine lange Zeit im Weltraum zu arbeiten. Es soll außerdem die Grundlagen für das Design der zukünftigen Raumstation legen.“

Nach den bisher bekannten Plänen soll das Orbitalmodul seine Umlaufbahn in den nächsten sechs Monaten noch mehrmals ändern.

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October 18, 2005

China will stärkere Trägerraketen für die Raumfahrt bauen

China will stärkere Trägerraketen für die Raumfahrt bauen

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Artikelstatus: Fertig
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Peking (Volksrepublik China), 18.10.2005 – Im Rahmen einer ganzen Reihe von Pressekonferenzen nach dem erfolgreichen Flug von „Shenzhou 6“ äußerte sich am 16. Oktober auch Sun Laiyan, ein Direktor der Nationalen chinesichen Weltraumbehörde CNSA. Er sagte, das die Raumfahrttechnologie den zukünftigen höheren Anforderung der zukünftigen Weltraummissionen gerecht werden muss.

Eine Herausforderung für die CNSA sei die Entwicklung stärkerer und umweltfreundlicherer Raketen, die eine größere Nutzlast tragen können. Momentan könnten chinesische Raketen (sie tragen den Namen „Langer Marsch“) eine Nutzlast mit einer Masse von neun Tonnen in eine niedrige Umlaufbahn bringen. Will man die geostationäre Umlaufbahn in 36.000 Kilometer Höhe erreichen (in dieser Höhe ist die Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde und die Umlaufgeschwindigkeit des Satelliten identisch, so dass aus Sicht eines Erdbewohners der Satellit am Himmel stillzustehen scheint), darf die Nutzlast maximal fünf Tonnen schwer sein.

Das Ziel sei, 25 Tonnen in eine niedrige Erdumlaufbahn und 14 Tonnen in eine geostationäre Umlaufbahn zu transportieren, sagte Sun Laiyan, der auch stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft, Technologie und Industrie für nationale Verteidigung ist.

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China plant „Weltraumspaziergang“ im Jahr 2007

China plant „Weltraumspaziergang“ im Jahr 2007

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Peking (China), 18.10.2005 – China plant gemäß Tang Xianming, dem Direktor des Ingenieurbüros für die nationale bemannte Raumfahrt, im Jahr 2007 einen so genannten „Weltraumspaziergang“. Dabei handelt es sich um einen Vorgang, bei dem ein Raumfahrer die sichere Hülle seines Raumschiffes verlässt, um beispielsweise an der Außenwand Arbeiten durchzuführen. Auf einer Pressekonferenz am Freitagmorgen, den 17. Oktober 2005 sagte er: „Wir planen um das Jahr 2007 herum einen Weltraumspaziergang und zwischen 2009 und 2012 die Durchführung eines Dockingmanövers im Weltraum.“

Tang sagte weiter, mit dem Ende des „perfekten“ Flugs von „Shenzhou 6“ sei auch die erste Stufe von Chinas Weltraumprogramm, das 1992 ins Leben gerufen wurde, beendet. Die nächsten Schritte seien ein Weltraumspaziergang und ein Dockingmanöver. Die letzte Stufe sei dann ein permanentes Weltraumlaboratorium und der Bau einer Raumstation, teilte Tang mit, ohne dafür einen Zeitplan zu nennen.

Dem Artikel der Nachrichtenagentur Xinhua lässt sich allerdings nicht entnehmen, ob der Wetraumspaziergang bei der nächsten Mission „Shenzhou 7“ stattfinden soll. Allerdings machte der Direktor Angaben über die Kosten. Demnach hat der Flug von Shenzhou 6 insgesamt 111 Millionen US-Dollar gekostet, die von der Zentralregierung aufgebracht wurden.

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October 17, 2005

„Shenzhou 6“ mit zwei Taikonauten an Bord sicher gelandet

„Shenzhou 6“ mit zwei Taikonauten an Bord sicher gelandet

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Siziwang Banner (China), 17.10.2005 – Das Rückkehrmodul von Chinas zweitem bemannten Raumschiff „Shenzhou 6“ ist sicher zur Erde zurückgekehrt. Die beiden Taikonauten, Fei Junlong als Kommandant und der Pilot Nie Haisheng, befanden sich nach der Landung in einem guten Gesundheitszustand. Das Modul setzte am Montagvormittag, dem 16. Oktober 2005, um 22:32 Uhr MESZ nach einem knapp fünftägigen Flug im vorgesehenen Hauptlandebereich in der zentralen Inneren Mongolei auf. Die Landestelle liegt in der Region Siziwang Banner.

Fei Junglong stieg als erstes aus der Kapsel aus, ihm folgte Nie Haisheng. Beide sagten auf Nachfrage von Journalisten, sie befänden sich bei guter Gesundheit.

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October 16, 2005

Vierter Missionstag von „Shenzhou 6“: Weitere Experimente in der Umlaufbahn

Vierter Missionstag von „Shenzhou 6“: Weitere Experimente in der Umlaufbahn

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Peking (China), 16.10.2005 – Chinas Taikonauten Fei Junlong und Nie Haisheng an Bord von „Shenzhou 6“ verbrachten am Samstag den vierten Tag im Orbit und führten eine Reihe von orbitalen und ergonomischen (arbeitswissenschaftlichen) Experimenten durch, durch die man ein große Anzahl von Daten für die Weltraumwissenschaften gewann.

Die Laborarbeit der Taikonauten sei hilfreich für zukünftige Raumfahrtmissionen des Landes, sagte ein verantwortlicher Offizieller für das Taikonauten-Programm. Eine der Hauptaufgaben für die Taikonauten ist die Durchführung von wissenschaftlichen Tests im Orbitalmodul und im Rückkehrmodul, sagte der Offizielle weiter.

Während der letzten paar Tage führten die Taikonauten Modifikationen an den Weltraumanzügen durch, um sie später für verschiedene Zwecke nutzen zu können. Dabei wurde das jeweilige Verhalten der Anzüge geprüft. Wichtig waren auch ergonomische Tests der Ausrüstung und verschiedener Produkte, die für das Raumschiff und die Astronauten wichtig sind.

Beim Wechsel zwischen dem Orbital- und dem Rückkehrmodul und dem Schließen der Türen des Rückkehrmoduls untersuchten die Raumfahrer die Veränderungen des Zustands in den jeweiligen Modulen nach den Erschütterungen, die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten bei einer Bewegung der Astronauten und die psychologischen Auswirkungen und Schemata. Alle Bewegungen der Astronauten und der relevanten Erschütterungen wurden aufgezeichnet, um mit Hilfe dieser Daten später die Flugbahn des Raumschiffs entsprechend korrigieren zu können. Die Taikonauten führten ebenfalls Tests im Bereich der Zellforschung und des räumlichen Vorstellungsvermögens beim Menschen durch. Diese dienen zu weiteren Untersuchungen der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Menschen und zur Entwicklung von Methoden, diese zu verhindern oder abzuschwächen.

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„Shenzhou 6“-Mission fast beendet – Landung für Montagvormittag Ortszeit vorgesehen

„Shenzhou 6“-Mission fast beendet – Landung für Montagvormittag Ortszeit vorgesehen

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Peking (China), 16.10.2005 – „Shenzhou 6“, die zweite bemannte Weltraummission Chinas, steht kurz vor ihrem Abschluss. Das Bodenkontrollzentrum hat den geplanten Landetermin nun für Montagvormittag bekanntgegeben.

Die beiden Taikonauten Fei Junlong und Nie Haisheng haben mittlerweile wieder ihren Weltraumanzug angelegt und die Tür der Wiedereintrittskapsel geschlossen. Die für die Mission geplanten Experimente wurden in der Zwischenzeit abgeschlossen.

Ein chinesischer Experte berichtete, dass für die Entwicklung des nationalen bemannten Weltraumprogramms seit dem Start am Mittwoch wertvolle technische Daten gesammelt werden konnten. Andere Experten sagten, dass die Tests der Notfallsysteme des Raumschiffes, die physikalischen Parameter der Lebenserhaltungssysteme und die Funktionstests verschiedenster Ausrüstungsgegenstände zufriedenstellende Resultate produziert haben.

Nach den Planungen soll das Raumschiff im vorgesehenen Landebereich in der Region Siziwang Banner der Inneren Mongolei im Norden Chinas landen. Dort seien gemäß dem Chefentwickler des Landesystems Hou Ying alle Vorbereitungen getroffen, um den Taikonauten eine sichere Landung zu ermöglichen. Für die Bergungsarbeiten stehen sowohl an der vorgesehenen Landestelle wie auch an der Ersatzlandestelle fünf Teams bereit: Das Landbergungs-Team, das marinale Bergungsteam, ein Team zur Überwachung der Telekommunikation, ein Team zur medizinischen Überwachung und ein Sicherheitsteam.

Die primäre Aufgabe der Such- und Rettungsteams sei es, das Rückkehrmodul am Himmel zu lokalisieren, die Astronauten aus der Kapsel zu bergen und die Kapsel so schnell wie möglich zurückzuholen, so Cai Yong, der Leiter einer Bergungstruppe. Bei den ersten fünf Missionen hatte sich China zur Wiedererlangung der Rückkehrmodule seiner Shenzhou-Raumschiffe auf eine Bodensuche konzentriert.

Cai erläuterte, dem Bergungs- und Rettungsteam stünden bei der Shenzhou-6-Mission einige schwierige Aufgaben bevor, aber es sei eine Anzahl von Szenarien ausgearbeitet worden, um den Erfolg der Operation sicherzustellen. Die nationale Wetterstation teilte am Sonntag mit, dass die Wetterbedingungen in den nächsten zwei Tagen im Hauptlandegebiet ausreichend seien. Es werde kein Regen, eine gute Sicht sowie geringer und ruhiger Wind erwartet.

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October 15, 2005

Dritter Missionstag von „Shenzhou 6“: Erste Kurskorrektur seit dem Start

Dritter Missionstag von „Shenzhou 6“: Erste Kurskorrektur seit dem Start

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Peking (China), 15.10.2005 – Am Freitag, dem dritten Tag der „Shenzhou 6“-Mission, wurden morgens um 05:56 Uhr Ortszeit erste kleine Kurskorrekturen am Kurs nach dem Start des zweiten bemannten chinesischen Raumschiffs am Mittwoch nach durchgeführt. Das „Beijing Aerospace Control Centre“ in Peking teilte mit, es handele sich um ein ganz normalen Vorgang bei einer Mission dieser Art.

Die Korrekturen begannen während der 30. Erdumrundung und sollten die Position des Raumschiffes feststellen und gegebenenfalls korrigieren. Der atmosphärische Widerstand im Orbit (auch in dieser Höhe gibt es noch eine sehr dünne Atmosphäre) führt dazu, dass das Raumschiff langsam abgebremst wird und Richtung in Erde abdriftet. Diese Positionskontrolle während der Wartung bestimmt laut des Kontrollzentrums die Feineinstellung der ursprünglichen Orbitposition des Raumschiffes.

Während der Wartungsarbeiten beobachteten die beiden Astonauten an Bord, Fei Junlong und Nie Haisheng, in ihren blauen Arbeitsanzügen den Abschluss der Kurskorrektur anhand der vorhanden Monitore im Raumschiff. Die Schlussfolgerungen der Astronauten vermeldeten zusammen mit den Reportergebnissen des Kontrollzentrums einen erfolgreichen Verlauf der Operation.

An Bord verläuft derzeit weiter alles normal. Die Instrumente funktionieren seit dem Start zur vollen Zufriedenheit des Kontrollzentrums. Die von den Astronauten in Gang gesetzten wissenschaftlichen Experimente laufen zur Zeit noch. Auch die Körperbelastung der Astronauten in der Schwerelosigkeit wurde aufgezeichnet und ergaben normale Werte.

Die Wissenschaftler prüfen nun den optimalen Zeitpunkt zur Rückkehr des Raumschiffes. Geplant ist sie am fünften Tag der Mission, also der kommende Sonntag. Abhängig ist dies jedoch von optimalen Wetterverhältnissen am Landeort, der Inneren Mongolei im Norden Chinas.

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