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March 29, 2013

Flug der Besatzung zur ISS: Ankunft mit Sojus-Kapsel in Rekordzeit

Flug der Besatzung zur ISS: Ankunft mit Sojus-Kapsel in Rekordzeit

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Veröffentlicht: 14:55, 29. Mär. 2013 (CET)
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Derzeitige Besatzung der ISS (v.l.n.r.): Alexander Missurkin, Pawel Winogradow, Christopher Cassidy, Roman Romanenko, Chris Hadfield, Tom Marshburn (Archivbild vom 26.07.2012)

Baikonur (Kasachstan), 29.03.2013 – Drei neue Besatzungsmitglieder haben die Internationale Raumstation ISS in Rekordzeit erreicht. Für den Flug in einer Sojus-Kapsel benötigten die zwei russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin und der US-amerikanische Astronaut Christopher Cassidy nur fünf Stunden und 46 Minuten. Die Raumfahrer dockten heute um 3.29 Uhr MEZ an der Raumstation an. Im russischen Fernsehen wurden Live-Bilder des Fluges vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gezeigt. Die bisherigen Flüge mit einer Sojus-Kapsel dauerten mindestens zwei Tage.

Während die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos das neue Flugschema jetzt für alle Flüge zur ISS übernehmen möchte, bemängelt die NASA, dass die Besatzung während des gesamten Fluges angeschnallt bleiben muss. Außerdem gebe es technische Probleme bei einem verkürzten Flugplan. Möglich wurde die kurze Anreise, da der Bordcomputer nun unabhängig vom Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau arbeitet. Ein ständiger Funkkontakt mit der Bodenstation ist so nicht mehr nötig. Im August 2012 erfolgten zunächst Tests zu dem Schnellflug mit drei verschiedenen unbemannten Raumfrachtern. Seit die Vereinigten Staaten im Jahr 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt haben, ist der Flug mit einer Sojus-Kapsel die einzige Möglichkeit, die Raumstation zu erreichen. Etwa 53 Milliarden Euro will Russland bis 2020 in sein Raumfahrtprogramm investieren und damit seine Position auf dem „Weltraummarkt“ festigen.

Die drei Raumfahrer ergänzen die bisherige Besatzung, die aus dem Russen Roman Romanenko, dem US-Amerikaner Thomas Marshburn und dem Kanadier Chris Hadfield besteht, die seit Dezember 2012 für etwa sechs Monate auf der ISS ist.

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April 16, 2012

Letzte Reise der Raumfähre Discovery führt nach Washington, DC

Letzte Reise der Raumfähre Discovery führt nach Washington, DC

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Veröffentlicht: 14:30, 16. Apr. 2012 (CEST)
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Dieses Archivbild zeigt die Discovery mit der Transport-Boeing nach der Mission STS-128 im Jahr 2009 unter der Montage- und Demontageanlage

Foto: NASA / Kim Shiflett

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 16.04.2012 – Insgesamt 39-mal war die US-Raumfähre Discovery im Weltall, nun wurde sie das letzte Mal von einer umgebauten Boeing 747 Huckepack genommen, um ein letztes Mal den Standort zu wechseln. Das ausgemusterte Space Shuttle wird am Steven F. Udvar-Hazy Center der Smithsonian Institution in Chantilly, Virginia, aufgestellt.
Techniker der NASA haben die Discovery am Sonntag (15. April 2012) auf die Boeing 747 montiert. Ursprünglich sollte die Montage des 75.300 Kilogramm schweren Raumfahrzeugs bereits am Samstag erfolgen, doch wurde dies durch böigen Wind verhindert. Die NASA-Boeing soll, sofern die Wetterverhältnisse günstig sind, morgen vom Kennedy Space Center in Florida abheben und den Tandemflug nach Norden antreten. Dort soll sie dann auf dem Dulles International Airport in Washington DC landen.
Zunächst wurde die Discovery 18 Meter hoch angehoben, um die Boeing 747 unter ihr zu positionieren. Wenn alles klappt, wird am Dienstagmorgen das Flugzeug mit dem aufmontierten Space Shuttle aus der Verladeeinrichtung gezogen. Die Boeing 747 ist dasselbe Flugzeug, das am 9. November 1983 die Discovery zum ersten Mal nach Florida gebracht hatte. Seitdem wurde die Discover 18-mal per Huckepack vom Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien zurück nach Florida oder zur Wartung nach Palmdale transportiert, davon 14-mal mit NASA 905, eben dieser Boeing.

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April 1, 2011

Wissenschaftler aus Bremen fliegen zum Mars

Wissenschaftler aus Bremen fliegen zum Mars

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Veröffentlicht: 21:12, 1. Apr. 2011 (CEST)
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Bremen (Deutschland), 01.04.2011 – Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, sind die Planungen für ein bemanntes Raumfahrtunternehmen zum Nachbarplaneten Mars vor kurzem in Bremen abgeschlossen worden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen und das Raumfahrtunternehmen EADS haben ein gemeinsames Konzept vorgelegt, das jedoch noch unter Verschluss gehalten wird. Um die lange Flugzeit für die Wissenschaftler angenehm zu gestalten, soll die Besatzung der Raumfähre in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt werden. Die betreffenden Wissenschaftler der Universität Bremen haben bereits ihr Einverständnis zu diesem in der Welt einmaligen Experiment gegeben. Seit dem Jahre 2009 testet die Europäische Raumfahrtbehörde ESA, wie Teilnehmer einer insgesamt 520 Tage dauernden Mars-Expedition auf eine isolierte Situation reagieren.

Allerdings sollen noch die Ergebnisse des Mars-Laboratoriums im Jahre 2012 abgewartet werden, bevor konkrete Forschungsaufgaben für die Marsoberfläche in allen Einzelheiten von den Bremer Wissenschaftlern ausgearbeitet werden sollen. Mit dem Mars-Laboratorium soll zum ersten Mal auf dem Mars eine Präzisionslandung durchgeführt werden. Sobald die Finanzierung für einen bemannten Flug gesichert ist, soll das Projekt in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Ort für den Start der bemannten Marsrakete steht noch nicht fest. EADS, ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, beschäftigt mehr als 120.000 Mitarbeiter. Die bemannte Raumfahrt ist Unternehmensschwerpunkt der Firma Astrium, einer 100-prozentigen Tochter von EADS. Diese Firma hat auch eine Niederlassung in Bremen und betreut von dort das Wissenschaftslabor Columbus.

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February 26, 2011

„Discovery“ auf ihrer letzten Reise

„Discovery“ auf ihrer letzten Reise – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

„Discovery“ auf ihrer letzten Reise

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Veröffentlicht: 14:31, 26. Feb. 2011 (CET)
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Space Shuttle Discovery

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 26.02.2011 – Am Donnerstag, dem 24. Februar 2011, um 22.53 Uhr deutscher Zeit ist die Raumfähre Discovery unter dem Jubel von 40.000 Zuschauern zum letzten Mal gestartet. Sechs Astronauten sind an Bord. Ziel ist die Internationale Raumstation ISS, dort soll das Modul Leonardo die Station vergrößern. Neben dem Modul ist der humanoide Roboter R2 im Gepäck. Es ist der 39. und letzte Flug des „NASA-Oldtimers“, der seinen ersten Auftrag am 30. August 1984 ausführte. Damals brachte er drei Satelliten ins All. Nach der Rückkehr wird das Shuttle 230 Millionen Kilometer zurückgelegt haben, dabei 5.300-mal um die Erde gereist sein. 246 Astronauten, darunter die erste Frau als Pilot, Eileen Collins, die später Kommandantin eines Shuttlefluges wurde, transportierte sie ins All.

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May 16, 2010

Raumfahrt auf Deutsch: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“

Raumfahrt auf Deutsch: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“

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Veröffentlicht: 21:52, 16. Mai 2010 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 16.05.2010 – Alt-Kanzler Helmut Schmidt wurde erstmals im Jahr 2002 mit den Worten zitiert „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“. Genau das könnte auch das Motto für die deutsche Raumfahrt sein. Große visionäre Projekte sucht man – bis auf eine Ausnahme – vergebens. Wer etwas über ein eigenständiges deutsches Raumfahrtprogramm wissen will, wird zuerst vielleicht die Internetseite des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) anklicken. Dort stößt er dann auf das Deutsche Raumfahrtprogramm des Bundesministeriums für Forschung und Bildung. Der Haken: Es stammt aus dem Jahr 2001. Einen Blick hineinzuwerfen, lohnt sich also nicht, denn neun Jahre sind in diesem Bereich eine Ewigkeit. Bleibt also die Google-Abfrage „deutsche Raumfahrt“.

Zuerst stößt man auf einen Artikel über den Satelliten „TanDEM-X“. Der Start soll am 21. Juni 2010 mit einer russischen Trägerrakete „Dnjepr“ erfolgen. Der Satellit hat einen Radar an Bord, dessen Aufnahmen am Ende ein dreidimensionales Bild der Erde in einem Zwölf-Meter-Raster wiedergeben soll. An der selben Aufgabe arbeitet auch der Satellit „TerraSAR-X“, der sich bereits seit dem Jahr 2007 im Weltall befindet. Geplant ist auch der humanoide Roboter „SpaceJustin“, der vor allem im Bereich der bemannten Raumfahrt eingesetzt werden soll. Dabei handelt es sich um einen Serviceroboter der von der Erde gesteuert im Weltraum agieren kann. Denkbar ist ein Einsatz zur Unterstützung der Astronauten bei Reparaturen. Im Bereich der astronomischen Beobachtung planen die Deutschen den Bau eines Kompaktsatelliten mit Namen AsteroidFinder/SSB. Dabei handelt es sich um ein Weltraumteleskop, mit dem erdnahe Objekte gefunden oder vermessen werden sollen.

2008 wurde auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin ein Raumtransporter vorgestellt, mit dem es möglich sein soll, einen Rücktransport von Mensch und Technik von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde durchzuführen. Der Raumtransporter ATV Evolution ist eine Weiterentwicklung des Automatischen Transportraumschiffs (ATR) Jules Verne. Damit will man den Schritt wagen, von der unbemannten Raumfahrt auch auf die bemannte Raumfahrt aufzuschalten.

Ansonsten sind die deutschen Raumfahrtaktivitäten stark mit denen der Europäer verwebt. Fast an jedem Projekt sind deutsche Unternehmen mal mehr und mal weniger beteiligt. Das gilt für das Ariane-Projekt ebenso wie für die Beteiligung an der Internationalen Raumstation (ISS). Zwar gab es im Jahr 2007 kurzzeitig das Bestreben, eine eigene deutsche Mondmission durchzuführen. Diese Pläne wurden jedoch schnell wieder gekippt. Es sollte zunächst bis zum Jahr 2013 eine unbemannte deutsche Mondmission geben, bei der eine Sonde vier Jahre lang den Mond umkreisen und ihn dabei vermessen sollte, wonach eine Landemission im Jahre 2018 angesetzt war. Ziel sollte sein herauszufinden, ob ein Leben auf dem Mond als „Reserveplanet“ der Erde möglich ist und ob Bodenschätze wie das für eine Kernfusion wichtige Helium 3 ausgebeutet werden könnten. Letzteres wird zwar offiziell dementiert, bleibt aber möglich.

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April 29, 2010

Raumfahrt auf japanisch: Die unscheinbare Weltraummacht aus Asien

Raumfahrt auf japanisch: Die unscheinbare Weltraummacht aus Asien

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Veröffentlicht: 20:29, 29. Apr. 2010 (CEST)
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Tōkyō (Japan), 29.04.2010 – Die Aktivitäten der Japaner in der Raumfahrt sind der breiten europäischen Öffentlichkeit weniger bekannt. Dabei konnte das Land vor allem in der Erprobung neuer Technologien einige Meilensteine setzen, beispielsweise mit dem Einsatz eines Ionen-Triebwerkes. Im Zentrum der Anstrengungen Japans steht aber die Internationale Raumstation (ISS). So kündigte die nationale Luft- und Raumfahrtbehörde Jaxa im April 2010 die Konstruktion eines neuen unbemanntes Frachtraumschiff bis zum Jahr 2015 an, das auch Teile von der Internationalen Raumstation zurück zur Erde transportieren kann. Die aktuellen Raumfrachter (HTV) sind nur für den Hintransport geeignet und nur einmal verwendbar.

Längere Zeit nicht stattgefunden hatte die Entwicklung und der Bau einer eigenen Trägerrakete für bemannte Raumfahrtmissionen. Grund hierfür war die enge Zusammenarbeit der NASDA mit der US-Raumfahrtbehörde NASA. Japanische Astronauten flogen mit den Raumfähren zur ISS. Aus Angst, technologisch in Rückstand zu geraten, fand um die Jahrtausendwende jedoch ein Kurswechsel statt. Daher begann die Entwicklung der Trägerrakete H-II-B, die erheblich größere Nutzlasten in den Weltraum transportieren kann als das Vorgängermodell H-II-A, das ausschließlich für Satellitenstarts vorgesehen war. Erste Tests im Jahr 2009 waren erfolgreich, auch der erste Testflug im September 2009, bei dem das ISS-Frachtraumschiff HTV befördert wurde, gelang. Der nächste Flug soll im Jahr 2011 stattfinden.

Ebenso finden unbemannte Flüge zu anderen Himmelskörpern statt. So startete im September 2007 die Mondsonde Kaguya zum Mond. Ziel war die Untersuchung der Mondoberfläche aus 100 Kilometern Höhe. Im Oktober 2007 erreichten dann die ersten Bilder die Erde, die erstmals mit einer HDTV-Kamera aufgenommen wurde. Die japanische Rundfunkanstalt Japan Broadcasting Cooperation (NHK) hatte an dem Projekt mitgewirkt. Ob diese Mission der Auftakt zu einer systematischen Erforschung des Mondes war, ist zurzeit unklar. Langfristiges Ziel, so heißt es in dem Bericht von Focus Online, sei eine bemannte Mondstation. Weitere Missionen, wie der Mondlander SELENE II wurden jedoch jüngst verschoben oder komplett gestrichen.

Einer der spektakulärsten Missionen Japans geht just in diesen Wochen zu Ende. Am 13. Juni 2010 soll die Asteroidensonde Hayabusa zur Erde zurückkehren und nahe der australischen Stadt Woomera landen. Eine Mission, die ein paar Mal fast gescheitert wäre, könnte so zu dem bisher größten Triumph der japanischen Raumfahrt werden. So wurde beispielsweise auf dem Hinflug der im Jahr 2003 gestarteten Sonde ein Sonnenpanel durch Sonnenwinde stark beschädigt, so dass das Ionentriebwerk nicht die volle Leistung bringen konnte. Die Sonde transportiert in einer Kapsel unverfälschtes Material des Asteroiden Itokawa zur Erde, für die irdischen Wissenschaftler ein wahrer Schatz.

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April 23, 2010

Chinas Raumfahrtpläne sehen Bau von Raumstationen vor

Chinas Raumfahrtpläne sehen Bau von Raumstationen vor

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Veröffentlicht: 18:50, 23. Apr. 2010 (CEST)
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Datei:Long March 2F Carrier Rocket – Shenzhou 5.JPG
Start eines Shenzhou-Raumschiffs mit der Trägerrakete „Langer Marsch“

Peking (China), 23.04.2010 – Während in den Vereinigten Staaten um die Neuausrichtung der Raumfahrt heftig gerungen wird, und Indien händeringend den Anschluss an die führenden Raumfahrtnationen sucht, stehen Chinas Pläne schon seit längerem fest. Anfang 2010 wurden sie in China der Öffentlichkeit vorgestellt. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer eigenen Infrastrukur für die bemannte Raumfahrt. So sind in den nächsten Jahren mehrere bemannte und unbemannte Missionen geplant, bei denen vor allem Technologien für den Bau von Raumstationen erprobt werden sollen. Zunächst soll im Jahr 2011 die Kopplungstechnologie weiter erprobt werden, bei denen die Einheiten „Shenzhou 8“ und „Tiangong 1“ in der Umlaufbahn zusammengefügt werden sollen. Ein Jahr später soll dieses Duo dann Ziel von mindestens einer bemannten Mission sein. Nach mehreren Zwischenschritten soll dann im Jahr 2022 eine größere Raumstation fertiggestellt sein. Eine Beteiligung Chinas an der bereits existierenden Internationalen Raumstation (ISS) wurde bisher durch die US-Amerikaner abgelehnt.

Im Jahr 2008 gelang den Chinesen erstmals ein Außeinsatz im All, ein so genannter Weltraumspaziergang. Zuvor wurden in vielen Missionen vor allem die Basistechnologien, also der Start einer Rakete, der Betrieb einer Raumkapsel im Weltall, der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und die Landung erprobt. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist Partner der Chinesen. So schloss die Organisation Mitte Dezember 2008 einen Vertrag, der eine intensive Zusammenarbeit auf dem Sektor der bemannten Raumfahrt vorsieht. Das erste Projekt wird die Beteiligung am Raumflug von „Shenzhou 8“ im Jahr 2011 sein.

Im September 2009 begann China zudem mit dem Bau eines Raketenstartzentrums in Wenchang im Nordosten der tropischen Inselprovinz Hainan. Von dieser Anlage aus können Raketen mit größeren Nutzlasten ins Weltall starten, zum Beispiel die in der Entwicklung befindliche Trägerrakete „Langer Marsch V“. Auch sollen hier bemannte Weltraumflüge ihren Ausgangspunkt haben. Mit dem Zentrum in Wenchang ist so der mittlerweile vierte Weltraumbahnhof des Landes entstanden. Grund des Baus war auch die Nähe zum Äquator, die das Erreichen der geostationären Bahn begünstigt, sowie die Lage am Meer, die logistische Vorteile am Boden mit sich bringt.

Weiterhin hält China an einer Mondlandung im Jahr 2022 fest. Bereits im Jahr 2015 soll ein chinesisches Roboterfahrzeug auf dem Mond abgesetzt werden. Über die militärischen Absichten Chinas kann hingegen nur spekuliert werden. So sorgten im Jahr 2007 Berichte für Aufsehen, nach denen China mit einer Mittelstreckenrakete einen ausgedienten Wettersatelliten zerstört hat. Befürchtet wurde nun, dass es zu einem militärischen Wettlauf ins All kommen könnte, so wie er einst nach dem „SDI-Programm“ von Ronald Reagen drohte.

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  • Portal:Chinesische Raumfahrt

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April 22, 2010

Indiens Raumfahrt zwischen Rückschlägen und Visionen

Indiens Raumfahrt zwischen Rückschlägen und Visionen

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Veröffentlicht: 22:12, 22. Apr. 2010 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 22.04.2010 – Die indische Raumfahrt steht am Scheideweg: Eine 164 Meter große indische Trägerrakete mit der Bezeichnung „GSLV-D3“ (das Kürzel steht für „Geosynchronous Satellite Launch Vehicle“) ist am 15. April bei ihrem sechsten Flug – erstmals mit einem in Indien entwickelten kryogenen Triebwerk in der dritten Stufe – abgestürzt. Dies teilte S. Satish, der Direktor der indischen Weltraumbehörde ISRO mit.

Die Rakete startete von einem indischen Weltraumbahnhof auf der Insel Sriharikota um 6.57 Uhr MESZ. Neben dem Raketenträger ging auch ein 2.200 Kilogramm schwerer Testsatellit verloren. Insgesamt beträgt der Verlust 74 Millionen US-Dollar. Als Ursache vermuteten die Experten zunächst ein nicht zündendes kryogenes Triebwerk. Später jedoch stellte sich heraus, dass die beiden Antriebsmotoren zumindest einen Zündungsimpuls bekommen hatten, jedoch arbeiteten sie nicht mit der notwendigen Kraft. Die Rakete verlor daher nach Abtrennen der zweiten Stufe an Höhe und stürzte später in den Indischen Ozean. Nun wollen die Ingenieure erst einmal eine genaue Fehleranalyse durchführen. Innerhalb eines Jahres soll dann ein zweiter Versuch eines Raketenstarts erfolgen.

Der Testflug war für die indische Raumfahrt von enormer Wichtigkeit. Es sollten nicht nur eigene Satelliten in den Weltraum transportiert werden, das Land plant auch eine bemannte Raumfahrt, wobei der abgestürzte Raketentyp die logistiche Basis bildet. Bisher flog die GSLV-Trägerrakete zwar schon mit einer kryogenen dritten Stufe, diese wurde jedoch in Russland hergestellt. Das russische Triebwerk galt aber als nicht sehr zuverlässig und wurde für zwei Pannen in den Jahren 2001 und 2007 verantwortlich gemacht. Damals erreichten die Satelliten nicht die vorausberechnete Bahn. Zwei Tage vor dem Fehlschlag gab Dr. K. Radhakrishnan von der ISRO bekannt, dass 2017 eine Start von bemannten Trägerraketen geplant sei. An Bord sollen sich dann zwei indische Astronauten befinden, in das Programm sollen drei Millarden US-Dollar investiert werden. Erste Gespräche dazu wurden bereits im Jahr 2006 geführt, damals befürchteten die Wissenschaftler, im internationalen technologischen Wettrennen bei der bemannten Raumfahrt abgehängt zu werden.

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April 2, 2010

Sojus TMA-18: Neue Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation gestartet

Sojus TMA-18: Neue Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation gestartet

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Veröffentlicht: 16:46, 2. Apr. 2010 (CEST)
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Die neuen Crew-Mitglieder auf der ISS, v.l.n.r.: Caldwell-Dyson (Missionsspezialistin), Skworzow (Commander), Kornijenko (Flugingenieur),
Bild: NASA

Missionsemblem von Sojus TMA-18

Baikonur (Kasachstan), 02.04.2010 – Am Freitagmorgen, um 08:04 Uhr Moskauer Zeit (06:04 Uhr MESZ), startete eine neue Langzeitbesatzung an Bord einer Sojus-Kapsel (Missionsbezeichnung: Sojus TMA-18) an der Spitze der russischen Trägerrakete Sojus-FG vom Kosmodrom Baiqongyr im südlichen Kasachstan zur Internationalen Raumstation (ISS). Zehn Minuten später wurde der erfolgreiche Eintritt in eine Erdumlaufbahn gemeldet. Das Andockmanöver an der ISS ist für 7:26 Uhr MESZ am Sonntag, den 4. April geplant.

An Bord sind die US-amerikanische Astronautin Tracy Caldwell-Dyson sowie die beiden russischen Kosmonauten Alexander Skworzow und Michail Kornijenko. Die drei Raumfahrer sollen die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) verstärken, wo sie das dreiköpfige Team, das zurzeit auf der Station Dienst versieht, komplettieren werden. Ihre Rückkehr zur Erde ist für den 16. September geplant. Während ihres 167-tägigen Aufenthaltes auf der Station sind neben vielfältigen wissenschaftlichen Experimenten in den Bereichen Biologie, Medizin, Physik, Erderkundung und Technologieerprobung auch die Reparatur der defekten Wasseraufbereitung der Raumstation geplant.

In der Zeit ihres sechsmonatigen Aufenthaltes hat die ISS-Besatzung außerdem die Aufgabe, drei Shuttles und drei unbemannte Raumfrachter Progress M in Empfang zu nehmen. Zwei Ausstiege in den Weltraum sind im Juli vorgesehen. Ende Juli könnte dann die Raumfähre Endeavour weitere Ausrüstungsgegenstände zur ISS bringen. Der genaue Termin für diese Mission steht jedoch noch nicht fest.

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  • Portal:Internationale Raumstation

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February 8, 2010

130. Shuttle Mission: Raumfähre Endeavour zur Internationalen Raumstation gestartet

Veröffentlicht: 19:33, 8. Feb. 2010 (CET)
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Offizielles Mannschaftsphoto der STS-130-Crew

Kennedy Space Center (Vereinigte Staaten), 08.02.2010 – Am Montagmorgen (10:14 Uhr MEZ) hob das Space Shuttle „Endeavour“ planmäßig vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in der Nähe von Cape Canaveral (Florida) zu einer 13-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) ab. Der ursprünglich für Sonntag geplante Start der Raumfähre war witterungsbedingt um einen Tag verschoben worden. Die Mission STS-130 leitet zugleich das Ende des US-amerikanischen Shuttle-Programms ein. Noch vier weitere Shuttlestarts sind vorgesehen, bevor das Programm eingestellt wird.

Blick ins Innere der „Cupola“

An Bord der Endeavour sind sechs Astronauten, deren Auftrag es ist, das Verbindungsmodul „Tranquility“ sowie die Aussichtskuppel „Cupola“ zum weiteren Ausbau der ISS zu bringen.

Bei „Cupola“ handelt es sich um eine Beobachtungsplattform, die einen maximalen Durchmesser von 2,95 Metern und eine Höhe von 1,50 Meter besitzt. Die rund 1.800 Kilogram schwere Kuppel soll zwei Astronauten gleichzeitig für Himmels- und Erdbeobachtungen Platz bieten. Die Kuppel bietet durch ihre Rundumverglasung hervorragende Aussichten ins All.

„Tranquility“ ist eines von drei Verbindungsmodulen der ISS. Es beherbergt die modernsten Lebenserhaltungssysteme, die jemals an Bord der ISS gebracht wurden. Sie dient unter anderem der Abwasseraufbereitung und Sauerstoffproduktion. Außerdem soll Tranquility Strom-, Daten-, Kommando-, Temperatur- sowie Umwelteinrichtungen aufnehmen. „Tranquility“ ist ein Projekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Der Name „Tranquility“ soll an die erste Mondlandung im Jahr 1969 im Mare Tranquillitatis (Meer der Ruhe) erinnern.

Kommandant der Mission STS-130 ist der NASA-Astronaut George Zamka. Weitere Crewmitglieder sind Terry Virts, Kay Hire, Steve Robinson, Nicholas Patrick und Bob Behnken.

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Quellen

  • AFP via google.com: „US-Raumfähre „Endeavour“ zur ISS gestartet“
  • rp-online.de: „Ausbau der Raumstation: ‚Endeavour‘ auf dem Weg zur ISS“ (08.02.2010)
  • www.astronews.com: „SPACE SHUTTLE: Endeavour zur ISS gestartet“ (08.02.2010)
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