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February 25, 2013

NASA beobachtet ISON-Kometen im Weltraum

NASA beobachtet ISON-Kometen im Weltraum

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Veröffentlicht: 17:47, 25. Feb. 2013 (CET)
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NASA-Raumsonde Deep Impact im Einsatz, Computer-Animation

Pasadena (Kalifornien) (Vereinigte Staaten), 25.02.2013 – Die NASA-Raumsonde Deep Impact hat erste Bilder des Kometen ISON geliefert. Der Komet ist rund 800 Millionen Kilometer von der Sonde entfernt, sein Schweif ist rund 65.000 Kilometer lang. Die Bilder wurden Ende Januar über einen Zeitraum von 36 Stunden aufgenommen, während sich der Komet in der Nähe der Bahn des Planeten Jupiter befand. Der Komet war am 21. September 2012 in der russischen Stadt Kislowodsk mit einem Teleskop des International Scientific Optical Network (ISON), einem Netzwerk von astronomischen Observatorien in zehn Ländern, und mit Hilfe des Asteroiden-Erkennungsprogramms CoLiTec entdeckt worden.

Am 1. Oktober 2013 wird der Komet sich dem Mars bis auf etwa 10 Millionen Kilometer nähern und soll dann vom Mars Reconnaissance Orbiter beobachtet werden. Es wird erwartet, dass der Komet ab Anfang November 2013 mit bloßem Auge zu sehen ist. Im weiteren Verlauf wird der Komet am 28. November 2013 die Sonne in einem Abstand von nur gut einem Sonnendurchmesser passieren, so dass er möglicherweise durch die Strahlung und die Anziehungskraft zerbricht. Wie hell der Komet Ende dieses Jahres leuchten wird und ob er vielleicht zum spektakulären astronomischen Ereignis des Jahres werden könnte – darüber lässt sich nach Aussagen von Astronomen gegenwärtig nur spekulieren.

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December 16, 2010

Voyager-Sonde erreicht Grenze des Sonnensystems

Voyager-Sonde erreicht Grenze des Sonnensystems

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Veröffentlicht: 23:02, 16. Dez. 2010 (CET)
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Künstlerische Darstellung der Voyager-Sonde im All

Pasadena (Vereinigte Staaten), 16.12.2010 – Die im Jahr 1977 ins All geschossene Raumsonde Voyager 1 hat nach 33 Jahren die Grenze unseres Sonnensystems erreicht. Die Sonde ist mit einer Entfernung von mehr als 17 Milliarden Kilometern zur Sonne das am weitesten von der Erde entfernte von Menschenhand geschaffene Objekt im Weltall.

Wie die NASA am 13. Dezember mitteilte, befindet sich Voyager 1 nun in einer Zone, in der die Geschwindigkeit des Sonnenwinds auf Null abgesunken ist. Diese auch Heliopause genannte Zone stellt die Grenze zwischen dem Sonnensystem und dem interstellaren Raum dar. Zwar hatte die NASA bereits vor einigen Monaten den Wert Null gemessen, aber wegen Schwankungen in der Geschwindigkeit des Sonnenwinds waren noch weitere Messungen nötig, damit sich die Wissenschaftler wirklich sicher waren.

Voyager 1 wurde zusammen mit ihrer kurz vorher gestarteten Schwestersonde Voyager 2 von der NASA ins All geschickt, um das äußere Sonnensystem zu erkunden. Voyager 1 flog an den Planeten Jupiter und Saturn vorbei und sendete Bilder zurück an die Erde. Um ein nahes Vorbeifliegen am Saturnmond Titan und den Ringen des Saturn zu erreichen, wurde eine Flugbahn gewählt, die die Sonde danach aus der Ebene der Planetenbahnen ablenkte und sie zuerst die Grenze des Sonnensystems erreichen ließ. Voyager 2 hingegen besuchte auch noch die weiter außen gelegenen Planeten Uranus und Neptun.

Die jetzige Entfernung der Voyager 1 von der Sonne beträgt 17,4 Milliarden Kilometer. Es dauert fast 13 Stunden, bis ein von der Sonde geschicktes Signal auf der Erde empfangen wird. Die Sonde fliegt mit einer Geschwindigkeit von 17 Kilometern pro Sekunde. Neben Untersuchungen der Heliopause mit ihren Partikeldetektoren macht die Sonde auch Ultraviolettaufnahmen des Sternenhimmels.

Die Wissenschaftler erwarten, dass Voyager 1 in etwa fünf Jahren die Heliopause verlassen und endgültig in den interstellaren Raum eintreten wird. Voyager 2 wird ein paar Jahre später folgen. Es wird erwartet, dass beide Sonden noch mindestens ein Jahrzehnt lang Daten senden werden.

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November 26, 2009

Lebensspuren im Mars-Meteoriten wieder in der Diskussion

Lebensspuren im Mars-Meteoriten wieder in der Diskussion

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Veröffentlicht: 23:34, 26. Nov. 2009 (CET)
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Pasadena (Vereinigte Staaten), 26.11.2009 – Die Entdeckung eines Mars-Meteoriten in der Antarktis ist mittlerweile 13 Jahre alt. Nun aber sind die Funde im Meteoriten ALH 84001 aus dem Jahr 1996 wieder im Gespräch. Damals hatte die NASA in einer groß angelegten Pressekonferenz verkündet, möglicherweise Leben auf dem Mars entdeckt zu haben. Das Gestein wurde nun mit einem weiterentwickelten Elektronenmikroskop untersucht. Die Ergebnisse sollen in der Novemberausgabe der angesehenen Zeitschrift „Geochimica et Cosmochimica Acta, the Journal of the Geochemical and Meteoritic Society“ veröffentlicht werden. Die Autoren sind Kathie Thomas-Keprta, Simon Clement, David McKay, Everett Gibson und Susan Wentworth, alle vom Johnson Space Center.

Was wurde nun entdeckt? Die untersuchten kleinen Kristalle zeigen eine starke Übereinstimmung mit Magnetitkristallen von der Erde. Diese Magnetitkristalle wiederum können von magnetischen Bakterien produziert werden. Aufgrund des Reinheitsgehaltes schließen die Wissenschaftler auf einen biologischen Ursprung.

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October 7, 2009

Spitzer-Weltraum-Teleskop entdeckte bisher unbekannten Saturnring

Spitzer-Weltraum-Teleskop entdeckte bisher unbekannten Saturnring

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Veröffentlicht: 17:27, 7. Okt. 2009 (CEST)
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Nahaufnahme von Saturnmond Phoebe

Künstlerische Darstellung des neu entdeckten Saturnrings

Saturnmond Iapetus

Pasadena (Vereinigte Staaten), 07.10.2009 – Der bisher größte, aber auch am wenigsten sichtbare Ring um den Saturn wurde jetzt vom Spitzer-Weltraumteleskop der NASA entdeckt. Der „neue“ Ring beginnt etwa in einem Abstand von sechs Millionen Kilometern vom Planeten entfernt und erstreckt sich bis zu einem Abstand von 12 Millionen Kilometern. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Material, aus dem der Ring besteht, vom Saturnmond Phoebe stammt. Phoebe bewegt sich innerhalb des gleichen Orbits um den Saturn wie der neu entdeckte Ring. Durch viele, auch kleinere Einschläge auf der Oberfläche dieses Mondes wurde demnach festes Material aufgewirbelt und ins All geschleudert.

Die Ausmaße des Rings sind auch hinsichtlich seiner Dicke gewaltig. Seine vertikale Höhe entspricht dem zwanzigfachen Durchmesser des Saturns. Wenn man ihn von der Erde aus sehen könnte, entspräche sein Umfang zwei vollen (Erd-)Monddurchmessern auf beiden Seiten des Saturns, der am Nachthimmel gelegentlich zu sehen ist.

Aufgrund seiner geringen Dichte ist der Ring jedoch selbst mit leistungsfähigen Fernrohren nicht zu sehen. In einem Kubikkilometer Weltraum sind nur etwa 10 bis 20 Partikel des Staubs anzutreffen. Die Teilchen sind zudem äußerst winzig, etwa 10 Mikrometer groß. Das entspricht also etwa einem Tausendstel Millimeter. Das Spitzer-Teleskop konnte die Partikel nur deshalb entdecken, weil es die Infrarot-Strahlung misst, die von Objekten ausgeht. Das im Jahr 2003 ins Weltall transportierte Teleskop bewegt sich zurzeit in einer Umlaufbahn um die Sonne; sein Abstand von der Erde beträgt etwa 107 Millionen Kilometer. Das Teleskop wird mit einem Kühlmittel bis nahe dem absoluten Nullpunkt gekühlt. So ist es in der Lage, die geringe Infrarotstrahlung von kosmischen Objekten zu registrieren. Die Staubteilchen des Rings haben eine Temperatur von etwa 80 Kelvin (der Nullpunkt der Kelvin-Skala liegt bei -273 °C). Inzwischen, seit Mai, ist das Kühlmittel des Teleskops aufgebraucht; dieses arbeitet aber dennoch weiter.

Die Entdeckung des neuen Rings könnte auch ein lange ungelöst gebliebenes Rätsel um den Saturnmond Iapetus aufklären. Dieser Saturnmond hat eine „schmutzige“, dunkle und eine „saubere“, wesentlich hellere Seite. Das Muster erinnert ein wenig an ein Yin-Yang-Symbol. Der Mond wurde 1671 von Giovanni Cassini entdeckt. Die dunkle Seite des Mondes wurde zu Ehren seines Entdeckers Cassini regio genannt. Astronomen vermuteten schon lange, dass es eine Verbindung zwischen dem Saturnmond Phoebe und dem Mond Iapetus geben könne. Der neu entdeckte Ring scheint nun diese These zu bestätigen. Phoebe und der neue Saturnring haben die gleiche Rotationsrichtung um den Planeten, während sich Iapetus auf einem entgegengesetzten Kurs befindet. Die Wissenschaftler nehmen an, dass sich Material von dem neuen Ring, das ursprünglich von Phoebe stammen soll, langsam in Richtung des Zentrums des ganzen Ringsystems, also hin zum Saturn bewegt. Dabei schlügen die kleinen Teilchen auf der Oberfläche von Iapetus auf wie „Fliegen auf einer Windschutzscheibe“, so Anne Verbiscer von der Universität von Virginia, die sich mit ihren Kollegen mit der Auswertung der Spitzer-Teleskop-Aufnahmen beschäftigt. Am Donnerstag soll in der Zeitschrift „Nature“ ein Aufsatz mit den ersten Überlegungen zu dieser Neuentdeckung erscheinen. An dem Artikel sind außer Verbiscer noch zwei weitere Autoren beteiligt: Douglas Hamilton von der Universität von Maryland und Michael Skrutskie, ebenfalls von der Universität von Virginia.

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July 22, 2009

Riesen-Einschlag auf Jupiter vermutet

Riesen-Einschlag auf Jupiter vermutet – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Riesen-Einschlag auf Jupiter vermutet

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Veröffentlicht: 20:16, 22. Jul. 2009 (CEST)
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Vermuteter Einschlagskrater auf dem Jupiter

Pasadena (Vereinigte Staaten), 22.07.2009 – In der Nacht zum Montag entdeckte der Amateurastronom Anthony Wesley einen schwarzen Fleck in der südlichen Polarregion des Jupiters. Nachdem er sich überzeugt hatte, dass dieser Fleck höchstwahrscheinlich weder ein Schatten eines Jupitermondes noch ein Wetterphänomen sei, wandte sich Wesley an Forscher des Jet Propulsion Laboratory (JPL) des California Institute of Technology (Caltech). Das JPL ist unter anderem für die Steuerung von Satelliten der NASA zuständig. Die JPL-Astronomen Leigh Fletcher und Glenn Orton konnten ein Infrarot-Teleskop, das auf dem Berg Mauna Kea, Hawaii, montiert ist, auf den Jupiter richten: „Ich hätte nie erwartet, so etwas zu Gesicht zu bekommen“, bestätigte Fletcher. Die wahrscheinlichste Erklärung für diesen Fleck ist der Einschlag eines Asteroiden oder Kometen. Bereits 1994 wurden Einschläge des auseinanderegerissenen Kometen Shoemaker-Levy 9 auf Jupiter beobachtet. Es wird vermutet, dass das Objekt, das diesmal auf dem Jupiter eingeschlagen ist, einen Durchmesser von mehreren hundert Metern haben muss.

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  • Portal:Astronomie

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June 20, 2008

Marssonde „Phoenix“ findet Eis auf dem Mars

Marssonde „Phoenix“ findet Eis auf dem Mars

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Veröffentlicht: 22:56, 20. Jun. 2008 (CEST)
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Phoenix auf dem Mars (Computergrafik)

Pasadena (Kalifornien) (Vereinigte Staaten), 20.06.2008 – Was Experten schon vermutet hatten, steht nun so gut wie sicher fest. Die Marssonde Phoenix hat nach Angaben des wissenschaftlichen Leiters der Mission, Peter Smith, Spuren von Wassereis auf dem Mars gefunden. Die Entdeckung gelang, nachdem mit Hilfe eines Roboterarms eine erste Grabung stattgefunden hatte. Dabei sind die Wissenschaftler auf Spuren von weißem Material gestoßen. Unklar war zunächst, ob es sich um Salzablagerungen oder um Wassereis handelte. Vier Tage später wurde eine zweite Aufnahme gemacht. Die weiße Substanz, die durch die Grabung an die Oberfläche kam, war verschwunden. Wissenschaftler sind überzeugt, dass sie zwischenzeitlich geschmolzen war und als Gas in die Atmosphäre abgegeben wurde. Am 19. Juni stieß die Sonde darüber hinaus auf eine harte Oberfläche. Auch hier hoffen die Wissenschaftler, dass es sich um Eis handelt.

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  • Portal:Marsmissionen
  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

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May 26, 2008

Die Raumsonde Phoenix ist erfolgreich auf dem Mars gelandet

Die Raumsonde Phoenix ist erfolgreich auf dem Mars gelandet

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Veröffentlicht: 18:00, 26. Mai 2008 (CEST)
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Phoenix auf dem Mars (Computergrafik).

Pasadena (Kalifornien) (Vereinigte Staaten), 26.05.2008 – Die Raumsonde Phoenix setzte heute um 1:38 Uhr MESZ auf dem Mars auf. Sie hat somit die risikoreiche Flugphase ihrer Mission überstanden und steht nun auf der Oberfläche des Mars bei 68,22 Grad Latitude und 234,3 Grad Longitude und somit in der arktischen Region des Planeten. Die Nachricht, dass Phoenix sicher gelandet ist, erreichte die Missionskontrolle jedoch erst mit einer 15-minütigen Zeitverzögerung, also um 1:53 Uhr MESZ. Zuvor begann um 01:46 Uhr MESZ die Übertragung des Eintritts in die Marsatmosphäre. Er geschah mit einer Geschwindigkeit von 20.400 Kilometern pro Stunde (oder 12.500 Meilen pro Stunde). Um 01:50 Uhr wurde die Öffnung des Fallschirms der Raumsonde gezeigt; das Fluggerät hatte zu dem Zeitpunkt noch die 1,7-fache Schallgeschwindigkeit. 140 Sekunden vor der Landung schaltete sich das Radargerät ein.

Die Marsoberfläche nahe Phoenix. Kryoturbationspolygone auf Grund des Permafrostes

Knapp zwei Stunden später sendete die Sonde erste Bilder vom Mars. Sie zeigen die Solarpaneele, die sich komplett entfaltet haben, und auch erste Panoramafotos. Die Bilder zeigen eine ebenerdige Landschaft. Kein einziger Berg ist im Hintergrund zu sehen, lediglich kleine Felsen, Steine und kleine Sandverwehungen. Alle anderen Aktivitäten nach der Landung verliefen plangemäß. Der Mast für die Stereokamera, die Wetterstation, der Roboterarm für die Untersuchung der Bodenproben sowie das Biolabor, wo die Bodenproben untersucht werden, sind funktionsfähig.

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March 20, 2008

Erstmals Methan auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt

Erstmals Methan auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt

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Veröffentlicht: 12:10, 20. Mär. 2008 (CET)
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Künstlerische Darstellung des Planeten HD 189733b vor dem Hintergrund seiner Sonne, HD 189733 (NASA/ESA).

Pasadena (Vereinigte Staaten), 20.03.2008 – Das erste organische Molekül, das jemals auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems von der Erde aus identifiziert werden konnte, ist ein Methanmolekül auf dem Planeten 189733b. Darüber berichtete am Mittwoch das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena, Kalifornien. Die Entdeckung gelang nach der Auswertung von Aufnahmen des Weltraumtelekops „Hubble“, das den jupiterähnlichen Planeten beobachtete. Der Planet umkreist sein Zentralgestirn im Sternbild „Fuchs“, das von der Erde 63 Lichtjahre entfernt ist.

HD 189733b ist der 169. Planet, der seit 1995 – dem Jahr der ersten Entdeckung eines extrasolaren Planeten – von einem französisch-schweizerischen Astronomenteam im Oktober 2005 entdeckt wurde. Seit dem wurde einiges an Informationen über diesen Planeten zusammengetragen. Der Gasplanet umkreist seine Sonne in sehr geringem Abstand innerhalb von nur etwa zwei Erdtagen. Auf seiner Oberfläche herrschen nach Berechnungen der Astronomen Temperaturen um 900 Grad Celsius. Die Tatsache, dass er sein Zentralgestirn in einer so kurzen Periode umkreist, konnten sich die Wissenschaftler bei der Analyse seiner chemischen Zusammensetzung zunutze machen. Wenn das Licht der Sonne HD 189733 die Atmosphäre am Rande des Planeten passiert, verändern die chemischen Bestandteile der planetarischen Atmosphäre dieses Licht auf charakteristische Weise. Die Untersuchung dieser Veränderungen mit Hilfe von Hubbles „Nah-Infrarot-und Multi-Objekt-Spektrometer“ (NICMOS) im Mai 2007, erlaubten Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Atmosphäre dieses Planeten. Wie heute bekannt gegeben wurde, handelt es sich dabei um Methan und Wasser. Die Atmosphäre dieses Planeten enthält zur Überraschung der Astronomen dabei mehr Methan als aufgrund von Modellen über solche jupiterähnlichen Planeten angenommen worden war. „Das zeigt, dass wir die Atmosphäre solcher Exoplaneten noch nicht wirklich verstehen“, sagt Projektleiter Mark Swain vom JPL.

Trotzdem wird die gestrige Entdeckung als großer Fortschritt betrachtet, weil Methan als ein Gas angesehen wird, das bei den Prozessen eine Rolle spielt, die für die Entstehung von Leben verantwortlich sind. Auf den meisten Planeten unseres Sonnensystems konnte es ebenfalls nachgewiesen werden. Der Planet HD 189733b kommt wegen seiner hohen Temperaturen nicht als Heimat für Lebensformen in Frage. Aber die Entdeckung von Methan auf diesem Planeten macht den Wissenschaftlern Hoffnung, dass bald weitere Planeten auf diese Weise entdeckt werden könnten, die Methan in ihrer Atmosphäre besitzen und damit möglicherweise auch Leben.

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  • Portal:Astronomie

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March 16, 2007

Mars: Eiskappe am Südpol ist bis zu 3.700 Meter dick

Mars: Eiskappe am Südpol ist bis zu 3.700 Meter dick

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Artikelstatus: Fertig 20:33, 16. Mär. 2007 (CET)
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Die Pole des Planeten Mars sind von kilometerdicken Eiskappen bedeckt

Pasadena (Vereinigte Staaten), 16.03.2007 – Bis zu 3.700 Meter dick ist die Eiskappe, die den Südpol des Roten Planeten bedeckt. Zu dieser Erkenntnis kam ein Wissenschaftlerteam um Jeffrey Plaut vom California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena. An der Auswertung der Daten, die die europäische Weltraumsonde „Mars Express“ mittels Radarmessungen bei mehr als 300 Marsumrundungen zwischen November 2005 und April 2006 gesammelt hat, waren auch deutsche Forscher aus Bochum, Katlenburg-Lindau und Dresden beteiligt.

Das Radargerät MARSIS (Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionospheric Sounding) an Bord von Mars Express sandte Radarwellen aus, die zum Teil an der Oberfläche der Eiskappe gebrochen wurden, zum anderen Teil jedoch das Eis durchdrangen und erst an der steinigen Oberfläche des Planeten reflektiert wurden. Aus der Zeitdifferenz, mit der die gespiegelten Radarwellen wieder bei der Raumsonde eintrafen, berechneten die Wissenschaftler die Mächtigkeit der Eisschicht und zeichneten eine detaillierte Karte des Südpolgebietes. Das Volumen der Eismasse schätzen sie auf 1,6 Millionen Kubikkilometer – das sind etwa zwei Drittel der Eismenge, die Grönland bedeckt. Zudem scheint es sich um fast reines Wassereis mit nur geringen Verunreinigungen zu handeln. Dies schließen die Wissenschaftler aus der kaum gedämpften Strahlungsintensität der Wellen, die die Eisschicht durchdrungen hatten.

Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden jetzt in der englischsprachigen Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Eine ähnlich gewaltige Eiskappe gibt es nach Erkenntnissen eines Forscherteams um Giovanni Picardi von der Universität Rom auch am Nordpol unseres Nachbarplaneten. Picardi hatte seine Ergebnisse bereits im November 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt.

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  • NASA findet Anzeichen von fließendem Wasser auf dem Mars (06.12.2006)
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January 21, 2007

Kuipergürtel-Objekt soll Komet werden

Kuipergürtel-Objekt soll Komet werden – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kuipergürtel-Objekt soll Komet werden

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Artikelstatus: Fertig 13:39, 21. Jan. 2007 (CET)
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2003 EL61.

Pasadena (Vereinigte Staaten), 21.01.2007 – Ein Kuipergürtelobjekt, das sich knapp außerhalb unseres Sonnensystems befindet, entwickelt sich gerade zu einem neuen Kometen. Möglicherweise entsteht der hellste Komet, den Wissenschaftler je zu Gesicht bekommen haben.

Das Objekt, genannt 2003 EL61, hat momentan die Form einer Kartoffel oder eines Footballs und in etwa die Größe des ehemaligen Planeten Pluto. Das Objekt rotiert innerhalb von vier Stunden um seine eigene Achse. Die oberste Schicht ist bedeckt von einer dünnen Schicht einer eisartigen Substanz und hat ein felsiges Zentrum. Simulationen zeigen, dass das Objekt sich auf einer instabilen Umlaufbahn befindet.

Nach Meinung von Mike Brown, Professor am California Institute of Technology, könnte das Objekt in die Nähe Neptuns geraten und durch dessen Anziehungskraft entweder ins Innere des Sonnensystems geschleudert werden oder aber in die endlosen Weiten des Universums und so zum Kometen werden. Das Objekt könnte aber auch zur Sonne geschleudert werden, wo es schmelzen und einen langen Schwanz nach sich ziehen würde.

„Wenn Sie in zwei Millionen Jahren noch mal wiederkämen, könnte EL61 durchaus ein Komet sein. Und wenn es ein Komet wird, dann wird es der hellste, den wir jemals sehen werden“, sagt Professor Brown.

Brown sagt auch, dass das Objekt vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ursprünglich je zur Hälfte aus Gestein und aus Eis bestanden habe. Einige Zeit nach des Objektes Geburt jedoch sei ein weiteres Objekt daraufgekracht, und dieses habe ein Abplatzen des meisten Eises verursacht. Die abgebrochenen Teile seien so zu Satelliten geworden, von denen man glaube, dass sie aus sehr reinem Wassereis bestünden.

Kleine Stücke des Objektes könnten sich heute bereits im Sonnensystem befinden und nur darauf warten, Kometenmaterial zu werden.

„Das ist ein wenig wie beim Merkur. Der Merkur wurde in der Frühzeit des Sonnensystems von einem großen Objekt getroffen. Zurück blieb vor allem ein großer Eisenkern und ein bisschen Gestein an der Oberfläche. Hier haben wir vor allem einen Gesteinskern mit ein bisschen Eis an der Oberfläche“, fügte Brown hinzu.

Es ist nicht damit zu rechnen, von diesem Objekt in naher Zukunft eine Lichtschau geliefert zu bekommen. Brown schätzt, dass der Komet erst in zwei Millionen Jahren entstehen wird und dann von der Erde aus sichtbar ist.

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 20.01.2007

Quelle der Übersetzung

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