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February 27, 2007

Kontrollmechanismus der Synapsenbildung entschlüsselt

Kontrollmechanismus der Synapsenbildung entschlüsselt

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Artikelstatus: Fertig 15:32, 27. Feb. 2007 (CET)
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Nervenzelle mit Axonen und Synapsen

Planegg (Deutschland), 27.02.2007 – Einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried um Amparo Acker-Palmer gelang jetzt ein bedeutender Fortschritt in der Erforschung der molekularen Grundlagen der Synapsenbildung, einem grundlegenden Prozess zum Verständnis menschlichen Lernens, wie aus einer Pressemitteilung des Instituts von gestern hervorgeht.

Synapse

Synapsen bilden die Kontaktstellen zwischen Nervenzellen. Die „Herstellung neuer synaptischer Verbindungen“ ist im Prinzip nur eine neurobiologische Übersetzung für „Lernen“. Wachstum und Abbau dieser Verzweigungen und Bindungsstellen, die synaptische Plastizität, entscheiden über Lernen und Vergessen. Die Erforschung der molekularen Grundlagen dieser neurobiologischen Vorgänge ist daher entscheidend für das Verständnis dieser Prozesse.

Wie entstehen solche neuen Verbindungen zwischen Nervenzellen? Bei benachbarten Nervenzellen wachsen feine Verzweigungen aus, die Axone, an deren Ende sich die synaptischen Endköpfchen ausbilden. So bildet sich ein so genanntes Cytoskelett innerhalb der Nervenzelle aus. Genau diese Prozesse, die zur Bildung der Endköpfchen führen, studierte die Arbeitsgruppe „Signaltransduktion“. Die Gruppe besteht aus Inmaculada Segura, Clara Essmann, Stefan Weinges und Amparo Acker-Palmer als ihrer Leiterin.

Im Wechselspiel zwischen speziellen Rezeptoren und ihren Bindungspartnern wurde eine „rückwärtsgerichtete Signalleitung“ entdeckt, die anscheinend die Bildung neuer synaptischer Endköpfchen steuert. In der Presseerklärung des Instituts heißt es dazu: „Das Team um Amparo Acker-Palmer konnte die molekularen Komponenten identifizieren, die nach anfänglicher Signalgebung die Reifung dendritischer Dornen kontrollieren.“ Nach Einschätzung der Projektleiterin Amparo Acker-Palmer handelt es sich bei diesem Forschungsergebnis um „einen großen Schritt […], um den komplizierten Vorgang zu verstehen, der das Lernen und das Behalten des Gelernten erst möglich macht“.

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May 17, 2005

Studie beweist: Wissen stört Gedächtnis

Filed under: Columbus,Neurowissenschaft,New York,Psychometrie,Studie — admin @ 5:00 am

Studie beweist: Wissen stört Gedächtnis

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New York / Columbus (Vereinigte Staaten), 17.05.2005 – Wer viel über ein bestimmtes Thema weiß, kann sich viel schlechter Details merken. Zu dieser erstaunlichen Erkenntnis gelangten die amerikanischen Psychologen Anna Fisher und Vladimir Sloutsky an der Staats-Universität von Ohio, Columbus. An der Studie nahmen Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren sowie Erwachsene teil. Dies berichtete das Online-Magazin „Wissen-News.de“ unter der Überschrift „Wie Wissen das Gedächtnis stört“.

Beim Betrachten eines Bildes zum Beispiel können Kinder viel mehr Einzelheiten behalten als Erwachsene, welche das Gesehene mehr in Kategorien und Rubriken einordnen. Der Übergang zwischen den beiden Wahrnehmungsformen erfolge nicht abrupt, sondern allmählich. „Wissen-News.de“ folgerte: „Auch für das Gedächtnis ist weniger manchmal mehr.“

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April 27, 2005

Ständige Unterbrechungen durch E-Mail und SMS stören die Konzentration

Ständige Unterbrechungen durch E-Mail und SMS stören die Konzentration

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London (Vereinigtes Königreich), 27.04.2005 – Wer häufig nach E-Mails schaut, liest, schreibt und versendet, kann damit zeitweise seinen Intelligenzquotienten (IQ) spürbar senken. Dies zeigte eine Untersuchung an der University of London, bei welcher der IQ von 80 Versuchspersonen getestet wurde.

Wie die renommierte Londoner Tageszeitung The Times berichtete, sank der Intelligenzquotient nach intensivem E-Mail- und SMS-Versand vorübergehend um bis zu zehn Punkte. Andere Studien hatten zuvor belegt, dass der Konsum von Haschisch den IQ um vier Punkte senkt.

Wissenschaftler erklärten, es sei für das Gehirn schwierig, mehrere Aufgaben zur selben Zeit zu bewältigen. Wenn jemand seine Arbeit immer wieder unterbreche, um E-Mails und SMS zu checken, zu lesen, zu schreiben und zu versenden, versetze er sein Gehirn in ständige Alarmbereitschaft. Das habe zur Folge, dass die Konzentration merklich leide.

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