Kriminalität: Neuer Höhepunkt der Gewalt in El Salvador

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San Salvador (El Salvador), 25.09.2005 – Am Montag, den 19. September, wurde eine politisch engagierte Frau ermordet. Die 19-jährige Aktivistin gehörte der rechten Partei Allianza Republicana Nacionalista (ARENA) an, die die Regierung stellt.

Ermordet wurde die Frau von einer Gruppe unbekannter jugendlicher Krimineller. Die jungen Männer, so genannte „Pandilleros“, gehören einer Jugendbande an, die zur Gruppe der „Mara-Banden“ gehört. Die 19-Jährige befand sich auf einer Werbeveranstaltung der ARENA in einer Ortschaft nahe San Salvador.

Auf der gesamten Welt zählt das kleine Land El Salvador zu den gefährlichsten Ländern in Bezug auf die Kriminalität. Der Bandenkrieg innerhalb des Landes ist einer der Gründe für die vielen Morde, aber auch politisch motivierte Morde wie dieser vom vergangenen Montag zählen zur Tagesordnung. Pro Tag werden den örtlichen Behörden im Durchschnitt zehn bis elf Morde gemeldet. Der Höhepunkt der Mordserie war vor etwa einer Woche. Da zählte die Polizei stündlich einen Mord, insgesamt 19 Morde in 19 Stunden.

Die beiden mittelamerikanischen Staaten El Salvador und Mexiko hatten bereits mehrfach beschlossen, gemeinsam gegen die Gewalt der Mara-Banden vorzugehen. Dadurch hatten die Regierungen auch den Kampf gegen die Drogenkartelle aufgenommen, denn viele Banden handeln im Auftrag der ortsansässigen Drogenbosse. Das harte Vorgehen der Regierungen gegen die Kriminellen, die oft auch im Auftrag der Drogenkartelle handeln, führte bisher jedoch zu keiner erkennbaren Reduzierung der Gewalt in El Salvador.

Quellen