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January 27, 2012

Starker Sonnensturm verursacht Polarlichter über Nordeuropa

Starker Sonnensturm verursacht Polarlichter über Nordeuropa

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Veröffentlicht: 07:52, 27. Jan. 2012 (CET)
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Washington D.C. (USA), 27.01.2012 – Am Dienstag erreichte die Erde der stärkste Sonnensturm seit einigen Jahren. Dadurch konnte man in Nordeuropa Polarlichter sehen; diese wurden von vielen Beobachtern als wunderschön beschrieben. Schäden an Satelliten sind durch den Sonnensturm nicht aufgetreten. Eigentlich sorgte die Sonne für zwei Stürme, einen Protonensturm und einen geomagnetischen Sturm. Die Polarlichter, die durch den geomagnetischen Sturm ausgelöst wurden, waren ungewöhnlicherweise sogar über England gesehen worden. Polarlichter entstehen durch das Erdmagnetfeld, das elektrische Teilchen aus Sonnenstürmen abwehrt. Wenn diese in die Atmosphäre eindringen und dort auf Gasmoleküle treffen, glühen sie und es entstehen Polarlichter. Dadurch, dass die elektrischen Teilchen in Richtung magnetische Pole wandern, sind diese in der Regel nur dort zu sehen.


Polarlicht 2005

 

Die NASA-Animation zeigt, was bei einem Sonnensturm geschieht.


Aufnahme vom 25.Januar 2012 Finnland

   
Southern Lights.jpg

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  • Sonnensturm bedroht Satellitenempfang (09.06.2011)

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December 17, 2010

Rätsel gelöst: Warum Gammablitze von der Erde aus gesehen so dunkel erscheinen

Rätsel gelöst: Warum Gammablitze von der Erde aus gesehen so dunkel erscheinen

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Veröffentlicht: 22:51, 17. Dez. 2010 (CET)
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NASA-Illustration eines Gammablitzes

NASA-Swift-Satellit

München (Deutschland), 17.12.2010 – Astronomen fragten sich seit einigen Jahren, warum eigentlich so wenig Licht von den so energiereichen Gammablitzen auf der Erde ankommt. Zur Erklärung dieser so genannten „dunklen“ Gammastrahlenausbrüche gibt es eine einfach klingende Erklärung: Interstellarer Staub dimmt das Licht dieser Energieausbrüche. Das fanden jetzt Astronomen des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik in Garching bei München heraus.

Diese Gammablitze strahlen mehr Energie ab als irgendein anderes astronomisches Phänomen seit dem großen Knall, der zur Entstehung des heute bekannten Universums führte. Solche Gammastrahlenausbrüche (englisch: Gamma-Ray Bursts (GRBs)) teilen die Wissenschaftler in zwei Gruppen ein. Die „kurzen Bursts“ dauern nur Bruchteile einer Sekunde, die „langen Bursts“ können bis zu mehreren Minuten dauern. Letztere gelten als Folgen oder Bestandteil gewaltiger Supernovaexplosionen, die am Ende des Lebens sehr massereicher und kurzlebiger Sterne stattfinden. Über die Ursachen der kurzen Bursts gibt es nur vage Vermutungen.

Allen GRBs ist gemeinsam, dass sie noch längere Zeit nach ihrem ersten Auftreten elektromagnetische Strahlung im Röntgenbereich aussenden, also sozusagen „nachglühen“. Merkwürdigerweise sendet aber nur ein Teil von ihnen sichtbares Licht aus. Die anderen bleiben dunkel. Zur Erklärung dieses Phänomens gab es verschiedene Erklärungsansätze, die aber nicht befriedigend waren.

Zur Erforschung des Phänomens startete die NASA am 20. November 2004 die Satellitenmission Swift. Der Satellit wurde in einer Umlaufbahn oberhalb der Erdatmosphäre positioniert, so dass Beobachtungsdaten gewonnen werden konnten, die nicht durch die Erdatmosphäre getrübt waren. Der Satellit reagierte unverzüglich auf eingehende Signale von Gammastrahlenausbrüchen und meldete die Daten an terrestrische Beobachtungsstationen. Die Teleskope am Boden stellten sich sofort auf die übermittelten Koordinaten ein und erhoben Daten des Nachglühens im Röntgenbereich.

Die Garchinger Wissenschaftler kombinierten diese Daten von Swift mit den Beobachtungen, die das GROND (Gamma-Ray Burst Optical/Near-Infrared Detector) genannte Instrument aufzeichnete. GROND wurde speziell für die Beobachtung des Nachglühens von Gamma-Ray Bursts entwickelt und ist Bestandteil des MPG/ESO 2,2 Meter-Teleskops auf La Silla in Chile, das zur Europäischen Südsternwarte gehört. Im Rahmen der Studie konnte so das als „Nachglühen“ bezeichnete Phänomen der Gammastrahlenexplosionen über weite Bereiche des elektromagnetischen Spektrums vermessen werden. Daraus ließ sich auch die Staubmenge kalkulieren, die zwischen dem Ursprung der Strahlung und ihrer Ankunft auf der Erde vorhanden war. Mit Hilfe weiterer Beobachtungen, unter anderem durch das Very Large Telescope der ESO, gelang es dann auch die Entfernungen der Bursts näher zu bestimmen.

Ergebnis der Studie ist, dass zirka 20–30 Prozent der ursprünglichen Helligkeit der GRBs aufgrund von interstellarem Staub verloren geht. Eine weitere Abschwächung der Lichtintensität der GRBs kommt durch die so genannte kosmologische Rotverschiebung zustande. Die Kombination dieser Faktoren kann nach Ansicht der Wissenschaftler das Phänomen der „dunklen Gammastrahlenausbrüche“ vollständig erklären.

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February 12, 2010

Cape Canaveral: NASA schickt Sonnensonde ins All

Cape Canaveral: NASA schickt Sonnensonde ins All

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Veröffentlicht: 22:59, 12. Feb. 2010 (CET)
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Start der Atlas V mit dem SDO

Magnetfeld der Sonne

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 12.02.2010 – An der Spitze einer Atlas-V-Rakete der US-Raumfahrtbehörde NASA wurde am Donnerstag um 10:23 Uhr (Ortszeit) erfolgreich eine Sonnenbeobachtungssonde auf die Reise in eine geostationäre Umlaufbahn geschickt. Die Sonde trägt den Namen Solar Dynamics Observatory (SDO) und ist nach NASA-Aussagen in ihrer Art einzigartig. Sie überträgt täglich 1,5 Terabyte Daten zu einer Bodenstation in New Mexico, mit der sie durch ihre geostationäre Umlaufbahn ständig in Kontakt steht. Die übertragene Datenmenge ermöglicht unter anderem die Darstellung von fotografischen Daten in bisher unerreichter Detailtreue.

Das Spektrum der Fragen, die die Forscher interessiert, ist dabei weit gesteckt. Sie reicht von der Frage, wie die Sonne das Wetter auf der Erde beeinflusst bis hin zur Klärung der Phänomene, die im Innern des glutheißen Muttergestirns unserer Galaxis ablaufen. Dazu gehört auch das Studium der gewaltigen Magnetosphäre der Sonne. Durch die von der Sonne ausgehende Strahlung werden unter anderem die Übertragung von Satelliten- und Kommunikationssignalen auf der Erde beeinflusst. Die genauere Kenntnis der in der Sonnenatmosphäre ablaufenden Prozesse soll genauere Vorhersagen über Veränderungen der Strahlungsphänomene im Weltraum ermöglichen, von denen zum Beispiel die im All arbeitenden Astronauten der Internationalen Raumstation profitieren könnten.

Die NASA bezeichnet die SDO-Sonde als das „Kronjuwel“ des NASA-Programms zur Erforschung der Sonne, das unter der Bezeichnung „Living With a Star“ läuft. Das SDO-Projekt läuft unter der Regie des Goddard Space Flight Centers der NASA in Greenbelt, im US-Bundesstaat Maryland. Die SDO-Mission soll 848 Millionen Dollar kosten. Die Lebensdauer des SDO ist auf mindestens fünf Jahre ausgelegt.

Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Solar Dynamics Observatory gibt es auf Wikimedia Commons.


Hinweis: Korrektur: Nachträglich wurde die Datentransferrate von 1,5 Terabyte „pro Sekunde“ auf „täglich“ geändert.


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  • Portal:NASA

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January 10, 2010

Schwarzes Loch frisst Weißen Zwerg

Schwarzes Loch frisst Weißen Zwerg – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Schwarzes Loch frisst Weißen Zwerg

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Veröffentlicht: 20:26, 10. Jan. 2010 (CET)
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Fornax/NGC 1399, Erklärung im Text

Weltall, 10.01.2010 – Auf einer Tagung der American Astronomical Society (AAS) am 4. Januar berichteten Wissenschaftler über die Entdeckung einer Röntgenstrahlungsquelle im Spiralnebel NGC 1399 (im Sternbild Schütze, etwa 65 Millionen Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt), die von einem Schwarzen Loch auszugehen scheint. Aufgrund der Analyse der Bilddaten des Röntgenteleskops Chandra, das sich auf einer Umlaufbahn um die Erde befindet, kamen sie zu dem Ergebnis, dass ein Schwarzes Loch mittlerer Größe die Bahn eines Weißen Zwerges gekreuzt hat und dabei ist, diesen Kleinstern zu verschlingen. Dabei wird Röntgenstrahlung freigesetzt, die von dem Weltraumteleskop aufgezeichnet werden kann.

Nun ist die Existenz Schwarzer Löcher seit längerem eine gut abgesicherte Annahme. Man nimmt beispielsweise an, dass in den Zentren aller Spiralgalaxien solche Schwarzen Löcher existieren und das stellare Material in ihrem Einflussbereich in sich hineinsaugen. Ihre Schwerkraft ist aufgrund ihrer ungeheuren Masse so gewaltig, dass auch Licht von diesen Objekten nicht mehr entfliehen kann, sie erscheinen daher schwarz. Noch weitgehend unerforscht sind die Schwarzen Löcher mittlerer Größe. Ihre Existenz wurde bisher eigentlich nur postuliert. Anscheinend vermag jedoch die Beobachtung von NGC 1399 weiteren Aufschluss über solche Erscheinungen zu geben. Hinter solchen „ultrahellen Röntgenquellen“ (ULX, englisch: Ultraluminous X-ray source) verbergen sich möglicherweise Schwarze Löcher mittlerer Größe. Unter dem Begriff ULX wurden solche mysteriösen Objekte zusammengefasst, die wesentlich mehr Röntgenstrahlung abgeben als normale Sterne, jedoch weniger als Quasare. Ihre Masse ist zwischen 100- und 1.000-mal größer als die der Sonne.

Das abgebildete NASA-Foto von diesem Objekt zeigt Röntgenstrahlen blau an, aufgenommen vom Chandra-Teleskop. Das Foto wurde dann überlagert mit optischen Aufnahmen im sichtbaren Licht der terrestrischen Teleskope Magellan I und II in Las Campanas, Chile. Die Analyse der Bilddaten zeigt dem Eingeweihten, dass hier ein sogenannter Weißer Zwerg von den Anziehungskräften eines mittelgroßen Schwarzen Loches förmlich zerrissen und allmählich ins Innere des Schwarzen Loches hineingezogen wird.

Ein Weißer Zwerg ist ein Stern, der seine Lebensdauer erfüllt hat und in sich zusammengefallen ist, weil aller Wasserstoff verbraucht wurde. Der Nachweis eines Weißen Zwerges kann dadurch geführt werden, dass das von ihm ausgehende Licht einer Sprektralanalyse unterzogen wird. Bei dem vorliegenden Objekt ergab diese Analyse der Spektralfarben des Lichts, dass zwar Sauerstoff, jedoch kein Wasserstoff mehr vorhanden ist. Außerdem wurde Stickstoff als Bestandteil des Sterns ermittelt, was bisher noch einer Erklärung bedarf. Anhand der Bahndaten des Materials, das in den Ereignishorizont des Schwarzen Lochs hineingezogen wurde, sowie der Art, Richtung und Stärke der dabei emittierten Strahlung konnte die ungefähre Größe des Schwarzen Lochs auf die von 1.000 Sonnen geschätzt werden. Das entspricht etwa der erwarteten Größe eines mittelgroßen Schwarzen Lochs.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „NGC 1399“.

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  • Portal:Astronomie

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October 7, 2009

Spitzer-Weltraum-Teleskop entdeckte bisher unbekannten Saturnring

Spitzer-Weltraum-Teleskop entdeckte bisher unbekannten Saturnring

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Veröffentlicht: 17:27, 7. Okt. 2009 (CEST)
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Nahaufnahme von Saturnmond Phoebe

Künstlerische Darstellung des neu entdeckten Saturnrings

Saturnmond Iapetus

Pasadena (Vereinigte Staaten), 07.10.2009 – Der bisher größte, aber auch am wenigsten sichtbare Ring um den Saturn wurde jetzt vom Spitzer-Weltraumteleskop der NASA entdeckt. Der „neue“ Ring beginnt etwa in einem Abstand von sechs Millionen Kilometern vom Planeten entfernt und erstreckt sich bis zu einem Abstand von 12 Millionen Kilometern. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Material, aus dem der Ring besteht, vom Saturnmond Phoebe stammt. Phoebe bewegt sich innerhalb des gleichen Orbits um den Saturn wie der neu entdeckte Ring. Durch viele, auch kleinere Einschläge auf der Oberfläche dieses Mondes wurde demnach festes Material aufgewirbelt und ins All geschleudert.

Die Ausmaße des Rings sind auch hinsichtlich seiner Dicke gewaltig. Seine vertikale Höhe entspricht dem zwanzigfachen Durchmesser des Saturns. Wenn man ihn von der Erde aus sehen könnte, entspräche sein Umfang zwei vollen (Erd-)Monddurchmessern auf beiden Seiten des Saturns, der am Nachthimmel gelegentlich zu sehen ist.

Aufgrund seiner geringen Dichte ist der Ring jedoch selbst mit leistungsfähigen Fernrohren nicht zu sehen. In einem Kubikkilometer Weltraum sind nur etwa 10 bis 20 Partikel des Staubs anzutreffen. Die Teilchen sind zudem äußerst winzig, etwa 10 Mikrometer groß. Das entspricht also etwa einem Tausendstel Millimeter. Das Spitzer-Teleskop konnte die Partikel nur deshalb entdecken, weil es die Infrarot-Strahlung misst, die von Objekten ausgeht. Das im Jahr 2003 ins Weltall transportierte Teleskop bewegt sich zurzeit in einer Umlaufbahn um die Sonne; sein Abstand von der Erde beträgt etwa 107 Millionen Kilometer. Das Teleskop wird mit einem Kühlmittel bis nahe dem absoluten Nullpunkt gekühlt. So ist es in der Lage, die geringe Infrarotstrahlung von kosmischen Objekten zu registrieren. Die Staubteilchen des Rings haben eine Temperatur von etwa 80 Kelvin (der Nullpunkt der Kelvin-Skala liegt bei -273 °C). Inzwischen, seit Mai, ist das Kühlmittel des Teleskops aufgebraucht; dieses arbeitet aber dennoch weiter.

Die Entdeckung des neuen Rings könnte auch ein lange ungelöst gebliebenes Rätsel um den Saturnmond Iapetus aufklären. Dieser Saturnmond hat eine „schmutzige“, dunkle und eine „saubere“, wesentlich hellere Seite. Das Muster erinnert ein wenig an ein Yin-Yang-Symbol. Der Mond wurde 1671 von Giovanni Cassini entdeckt. Die dunkle Seite des Mondes wurde zu Ehren seines Entdeckers Cassini regio genannt. Astronomen vermuteten schon lange, dass es eine Verbindung zwischen dem Saturnmond Phoebe und dem Mond Iapetus geben könne. Der neu entdeckte Ring scheint nun diese These zu bestätigen. Phoebe und der neue Saturnring haben die gleiche Rotationsrichtung um den Planeten, während sich Iapetus auf einem entgegengesetzten Kurs befindet. Die Wissenschaftler nehmen an, dass sich Material von dem neuen Ring, das ursprünglich von Phoebe stammen soll, langsam in Richtung des Zentrums des ganzen Ringsystems, also hin zum Saturn bewegt. Dabei schlügen die kleinen Teilchen auf der Oberfläche von Iapetus auf wie „Fliegen auf einer Windschutzscheibe“, so Anne Verbiscer von der Universität von Virginia, die sich mit ihren Kollegen mit der Auswertung der Spitzer-Teleskop-Aufnahmen beschäftigt. Am Donnerstag soll in der Zeitschrift „Nature“ ein Aufsatz mit den ersten Überlegungen zu dieser Neuentdeckung erscheinen. An dem Artikel sind außer Verbiscer noch zwei weitere Autoren beteiligt: Douglas Hamilton von der Universität von Maryland und Michael Skrutskie, ebenfalls von der Universität von Virginia.

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  • Portal:Astronomie

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March 9, 2009

Weltraumteleskop „Kepler“ soll erdähnliche Planeten suchen

Weltraumteleskop „Kepler“ soll erdähnliche Planeten suchen

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Veröffentlicht: 18:46, 9. Mär. 2009 (CET)
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Cape Canaveral: Start der Delta-II-Trägerrakete, die die Sonde ins All transportierte

Die Kamera (NASA: zeichnerische Darstellung)

Der von „Kepler“ ins Visier genommene Bereich unserer Galaxis

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 09.03.2009 – Eine Delta-II-Trägerrakete transportierte am Samstagmorgen um 04:49 Uhr (MEZ) das Weltraumteleskop „Kepler“ in eine Erdumlaufbahn. Dreieinhalb Jahre soll die Sonde aus einer Höhe von 721 Kilometern über der Erdoberfläche Daten über Planeten anderer Sternensysteme liefern. Die Wissenschaftler (und nicht nur sie) treibt ja schon lange die Frage um: „Gibt es da draußen noch andere Planeten wie unseren?“ So beschreibt Ed Weiler von der NASA die Fragestellung der 480 Millionen Euro teuren Mission. Das neue „Auge“ der Menschheit in die Milchstraße ist mit über einer Tonne ein echtes Schwergewicht und beherbergt eine 95-Megapixel-Kamera, die auch kleinste Schwankungen der Helligkeit im Umfeld von Sternen unserer Galaxis, der Milchstraße, registrieren soll. Daraus erhoffen sich die Wissenschaftler Aufschlüsse über Planeten, die diese Sterne umkreisen und dabei solche geringfügigen Helligkeitsschwankungen auslösen. Bisher war die Suche nach erdähnlichen Planeten in unserer Heimatgalaxis nicht sonderlich erfolgreich. Die meisten der entdeckten Planeten waren entweder zu heiß oder zu kalt, um ähnliche physikalische Bedingungen für die Entstehung von Leben wie auf der Erde zu gewährleisten. Für die Entstehung von Leben ist nach dem heutigen Verständnis Wasser in flüssiger Form erforderlich. Auch ein fester, felsiger Untergrund gehört zu den Parametern der Zielsuche. Die Kepler-Mission soll Anhaltspunkte zur Einschätzung der Frage liefern, wie häufig oder selten erdähnliche Planeten in unserer Galaxis sind.

Die Mission ist nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannt.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Kepler Mission“.

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  • Portal:Astronomie
  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

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February 13, 2009

Giftgrüner Komet nähert sich der Erde: Sicht am 24. Februar erwartet

Giftgrüner Komet nähert sich der Erde: Sicht am 24. Februar erwartet

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Veröffentlicht: 19:26, 13. Feb. 2009 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Hamburg (Deutschland), 13.02.2009 – Am 24. Februar könnte bei günstigen nächtlichen Wetterverhältnissen ein interessantes Naturschauspiel zu sehen sein. Gemäß Angaben der NASA nähert sich derzeit ein giftgrüner Komet mit dem Namen Lulin der Erdumlaufbahn an. Experten gehen davon aus, dass der „Komet am 24. Februar in dunklen Gegenden mit bloßem Auge zu erkennen“ sei.

Es ist nicht neu, dass Kometen in erdnahe Umlaufbahnen kommen. Die giftgrüne Färbung verdankt der Komet zum einem dem giftigen Gas Dicyan, aus dem er hauptsächlich besteht, zum anderen einem Kohlenstoffmolekül, das aufgrund der Anstrahlung durch die Sonne im Vakuum grün leuchtet. Einen Teil seines Lichtschweifs soll der Komet bereits verloren haben. Der Abstand des Kometen zur Erde entspricht etwa 40 Prozent des Abstandes der Erde zur Sonne. Sollte die Erde dennoch durch einen Teil des Lichtschweifes fliegen, so würde nichts passieren, denn der feine Schweif könne nicht in die Erdatmosphäre eindringen, so ein Sprecher der NASA.

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  • Portal: Astronomie

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May 14, 2008

Jüngste Sternenexplosion in der Milchstraße entdeckt

Jüngste Sternenexplosion in der Milchstraße entdeckt

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Veröffentlicht: 23:39, 14. Mai 2008 (CEST)
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Sternkarte vom Sternbild Schütze

Cambridge (Vereinigtes Königreich) / North Carolina (Vereinigte Staaten), 14.05.2008 – Britische und US-amerikanische Astronomen haben die bisher vermutlich jüngste bekannte Supernova entdeckt. Die Explosion erfolgte im Sternbild „Schütze“ in einer Entfernung von zirka 28.000 Lichtjahren und hat sich vor ungefähr 140 Jahren ereignet.

Das bisher jüngste Ereignis dieser Art ist 200 Jahre älter. Entdeckt wurde die Aufnahme, weil zwei Forscherteams um Dave Green von der University of Cambridge und Stephen Reynolds von der North Carolina State University Aufnahmen aus dem Jahr 1985 erneut überprüften. Sie stellten fest, dass um ein Objekt mit der Bezeichnung „G1.9+0.3“ ein zu beobachtender Gasmaterie-Ring in 22 Jahren um 16 Prozent gewachsen ist. Der Ring, der auch „planetarischer Nebel“ genannt wird, expandiert mit einer Geschwindigkeit von 14.000 Kilometern pro Sekunde.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Supernova“.

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April 4, 2008

Astronomen entdeckten bislang jüngsten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems

Veröffentlicht: 20:52, 4. Apr. 2008 (CEST)
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Belfast (Vereinigtes Königreich), 04.04.2008 – Astronomen haben etwa 520 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild des Stiers einen neuen Protoplaneten entdeckt, den sie HL Tau b nennen. Der neu entdeckte, gerade entstehende Planet umkreist den Stern HL Tau, bei dem man davon ausgeht, dass er selbst vor weniger als 100.000 Jahren entstanden ist. Unsere Sonne dagegen ist schon 4,5 Milliarden Jahre alt.

Der Protoplanet ist ungefähr 14-mal so schwer wie Jupiter und befindet sich in einer Entfernung von HL Tau, die doppelt so groß ist wie die des Neptuns von der Sonne, erklärte Jane Greaves von der University of St. Andrews, Schottland. Sie und ihre Kollegen entdeckten HL Tau b, als sie mit Hilfe von Radioastronomie eine Scheibe aus Gas und Steinbrocken um den Stern HL Tau untersuchten. Die Untersuchungen fanden mit dem Very Large Array (VLA) in New Mexico und am Jodrell-Bank-Radioobservatorium in England statt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich bei dem besonders hellen Materialklumpen, den sie entdeckt hatten, nicht um Gasemissionen, sondern um Stein handelte. Bereits vor ein paar Jahren hatte ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Jack Welch vom Berkeley-Illinois-Maryland Array in den Vereinigten Staaten an einer ähnlichen Stelle etwas gesehen, was sie jedoch nicht genauer identifizieren konnten.

Jane Greaves geht davon aus, dass der Planet erst dadurch entstehen konnte, dass ein weiterer jüngerer Stern vor 1.600 Jahren an HL Tau vorbeigeflogen ist. Der nächstjüngste Planet, den die Wissenschaftler zuvor entdeckt hatten, ist bereits 10 Millionen Jahre alt.

Ken Rice vom Institut für Astronomie in Edinburgh erklärte, die Entdeckung werfe ein neues Licht auf die Theorie der Entstehung von Planeten. Bislang gingen die Wissenschaftler davon aus, dass Steinmaterial kollidieren und so ein immer größeres Objekt formen würde. Der neu entdeckte Protoplanet dagegen habe sich so schnell entwickelt, dass sie nun von einer anderen Theorie ausgingen. In diesem Fall habe sich der neue Planet vermutlich infolge von Instabilitäten des Schwerkraftfeldes selbst innerhalb dieser Scheibe aus Gas und Steinen gebildet. Mit Hilfe seiner Computersimulationen habe er nachweisen können, dass solch ein Mechanismus tatsächlich in der Natur vorkommen könne. Vermutlich sei ein jüngerer Stern an der Scheibe um HL Tau vorbeigeflogen, habe ihr einen „Ruck“ verpasst und so das Entstehen des Protoplaneten in Gang gesetzt, sagte Jane Greaves. Wie der Focus in seiner Onlineausgabe berichtet, ist HL Tau b aufgrund seiner Entstehungsgeschichte möglicherweise gar kein Planet, sondern ein Brauner Zwerg. Braune Zwerge sind Himmelskörper, die weder Stern noch Planet sind. Ihre Masse übersteigt die von Planeten, reicht aber nicht aus, um Kernfusions-Reaktionen, wie sie in normalen Sternen vorkommen, auszulösen.

Die Details wurden am Mittwoch im Rahmen eines Treffens der britischen Astronomen bekanntgegeben, das bis heute in Belfast stattfindet.

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March 20, 2008

Erstmals Methan auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt

Erstmals Methan auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt

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Veröffentlicht: 12:10, 20. Mär. 2008 (CET)
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Künstlerische Darstellung des Planeten HD 189733b vor dem Hintergrund seiner Sonne, HD 189733 (NASA/ESA).

Pasadena (Vereinigte Staaten), 20.03.2008 – Das erste organische Molekül, das jemals auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems von der Erde aus identifiziert werden konnte, ist ein Methanmolekül auf dem Planeten 189733b. Darüber berichtete am Mittwoch das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena, Kalifornien. Die Entdeckung gelang nach der Auswertung von Aufnahmen des Weltraumtelekops „Hubble“, das den jupiterähnlichen Planeten beobachtete. Der Planet umkreist sein Zentralgestirn im Sternbild „Fuchs“, das von der Erde 63 Lichtjahre entfernt ist.

HD 189733b ist der 169. Planet, der seit 1995 – dem Jahr der ersten Entdeckung eines extrasolaren Planeten – von einem französisch-schweizerischen Astronomenteam im Oktober 2005 entdeckt wurde. Seit dem wurde einiges an Informationen über diesen Planeten zusammengetragen. Der Gasplanet umkreist seine Sonne in sehr geringem Abstand innerhalb von nur etwa zwei Erdtagen. Auf seiner Oberfläche herrschen nach Berechnungen der Astronomen Temperaturen um 900 Grad Celsius. Die Tatsache, dass er sein Zentralgestirn in einer so kurzen Periode umkreist, konnten sich die Wissenschaftler bei der Analyse seiner chemischen Zusammensetzung zunutze machen. Wenn das Licht der Sonne HD 189733 die Atmosphäre am Rande des Planeten passiert, verändern die chemischen Bestandteile der planetarischen Atmosphäre dieses Licht auf charakteristische Weise. Die Untersuchung dieser Veränderungen mit Hilfe von Hubbles „Nah-Infrarot-und Multi-Objekt-Spektrometer“ (NICMOS) im Mai 2007, erlaubten Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Atmosphäre dieses Planeten. Wie heute bekannt gegeben wurde, handelt es sich dabei um Methan und Wasser. Die Atmosphäre dieses Planeten enthält zur Überraschung der Astronomen dabei mehr Methan als aufgrund von Modellen über solche jupiterähnlichen Planeten angenommen worden war. „Das zeigt, dass wir die Atmosphäre solcher Exoplaneten noch nicht wirklich verstehen“, sagt Projektleiter Mark Swain vom JPL.

Trotzdem wird die gestrige Entdeckung als großer Fortschritt betrachtet, weil Methan als ein Gas angesehen wird, das bei den Prozessen eine Rolle spielt, die für die Entstehung von Leben verantwortlich sind. Auf den meisten Planeten unseres Sonnensystems konnte es ebenfalls nachgewiesen werden. Der Planet HD 189733b kommt wegen seiner hohen Temperaturen nicht als Heimat für Lebensformen in Frage. Aber die Entdeckung von Methan auf diesem Planeten macht den Wissenschaftlern Hoffnung, dass bald weitere Planeten auf diese Weise entdeckt werden könnten, die Methan in ihrer Atmosphäre besitzen und damit möglicherweise auch Leben.

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