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February 3, 2012

Papua-Neuguinea: Untergang einer Fähre

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Papua-Neuguinea: Untergang einer Fähre

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Veröffentlicht: 19:52, 3. Feb. 2012 (CET)
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Port Moresby (Papua-Neuguinea) / Cairns (Australien), 03.02.2012 – Nach dem Untergang einer Fähre in der Nähe des Ortes Finschhafen im Osten von Papua-Neuguinea am Donnerstag wurden bis zum Einbruch der Nacht am Donnerstag 246 der nach Behördenangaben 350 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder des Fährschiffes „Rabaul Queen“ gerettet worden. Über 100 Menschen werden noch vermisst. Die Suchaktion nach weiteren Überlebenden, an denen sich acht Schiffe sowie Flugzeuge aus Australien beteiligen, werden durch die Wetterbedingungen behindert. Nurur Rahman, der Rettungskoordinator von Papua-Neuguineas National Maritime Safety Authority teilte am Freitagvormittag mit, dass bislang keine Leichen geborgen wurden.

Das untergegangene Fährschiff Rabaul Queen

Archivbild: Michael Pennay

Das Fährschiff war auf dem Weg von Kimbe auf Neubritannien nach Lae auf der Hauptinsel Neuguinea. Nach Polizeiangaben waren die meisten der Passagiere des 22 Jahre alten, in Japan gebauten Schiffes Schüler.

Australiens Ministerpräsidentin Julia Gillard bezeichnete das Unglück als „große Tragödie“ und erklärte, ihr Land unterstütze seinen nördlichen Nachbarn bei der Suche nach Überlebenden. Doch es wird befürchtet, dass sich viele der Vermissten tot in dem gesunkenen Wrack befinden. Die Hoffnung nach weiteren Überlebenden wurde jedoch noch nicht aufgegeben, da die hohen Wassertemperaturen in der Salomonensee in dieser Jahreszeit eine längere Überlebensdauer ermöglichen.

Die genaue Ursache des Unglückes sei noch unklar, verlautbarte Peter Sharp, der geschäftsführende Direktor des Schiffseigners Rabaul Shipping Company, in einer Pressemitteilung. Nach Angaben von Sam Maiha, dem Direktor der nationalen Wetterbehörde des Landes hatten die Meteorologen allerdings vor hohem Wellengang und starkem Wind gewarnt und dazu aufgefordert, in dieser Woche nicht auszulaufen. Die das Unglück überlebende Alice Kakamara, 30, beschrieb in einem Krankenhaus den Hergang: „Die See war wirklich rau, windig, hohe Wellen. Das Boot neigte sich einmal, dann noch einmal, schließlich ein drittes Mal und dann kenterte es. Überall war Öl.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Rabaul Queen“.

Quellen[Bearbeiten]

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August 26, 2010

Labour-Partei verliert bei Wahl in Australien Mehrheit

Labour-Partei verliert bei Wahl in Australien Mehrheit

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Veröffentlicht: 12:35, 26. Aug. 2010 (CEST)
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Canberra (Australien), 26.08.2010 – Bei den Parlamentswahlen in Australien am vergangenen Samstag, dem 22. August, hat die Labour-Regierung unter Julia Gillard ihre absolute Mehrheit eingebüßt.

Julia Gillard (Labour-Partei)

Tony Abbott (Liberal Party of Australia)

Nach Auszählung der am Samstag abgegebenen Stimmen erhielt die Labour-Partei 72 Sitze. Das konservative Koalitionsbündnis (Liberal Party of Australia, Liberale Nationalpartei, Nationale Partei Australiens) unter Tony Abbott kam auf 73 Sitze, die Grünen auf einen Sitz und unabhängige Kandidaten auf vier Sitze. Zu einer Mehrheit im Parlament werden 76 Sitze benötigt. Obwohl sich die Zahlen noch leicht ändern können, da noch nicht alle Briefwahlstimmen ausgezählt sind, ist es sicher, dass weder die konservative Opposition noch die Labour-Partei mit Unterstützung der Grünen eine Mehrheitsregierung bilden können.

Julia Gillard hatte die vorgezogenen Parlamentswahlen einberufen, da sie selbst nicht gewählt worden war, sondern ihr Amt im Juni dieses Jahres von Kevin Rudd übernommen hatte. Kontroverse Themen im Wahlkampf waren unter anderem Klimaschutz, Einwanderung und die Beteiligung am Afghanistan-Krieg.

Die großen Parteien haben Gespräche mit den Unabhängigen begonnen, die zum Teil konservative, zum Teil linke und grüne Positionen vertreten und bereits mit Neuwahlen gedroht haben, wenn ihre Reformabsichten nicht ernst genommen würden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Australien

Quellen

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