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July 3, 2013

Styx und Kerberos sind die neuen Namen der Plutomonde

Styx und Kerberos sind die neuen Namen der Plutomonde

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Veröffentlicht: 14:29, 3. Jul. 2013 (CEST)
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Moons of Pluto.png

Logo der Internationalen Astronomischen Union

Paris (Frankreich), 03.07.2013 – Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat den beiden im Juli 2011 bzw. Juli 2012 mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskopes entdeckten Monden des Zwergplaneten Pluto die Namen Styx und Kerberos gegeben. Das SETI-Institut hatte zuvor eine öffentliche Abstimmung über die Namen abgehalten. Als klarer Gewinner mit 450.000 Stimmen war dabei der Name „Vulkan“, den der Schauspieler William Shatner mit Bezug auf den Heimatplaneten des Star Trek Charakters Spock vorgeschlagen hat, hervorgegangen.

Die IAU, deren Regeln keine öffentliche Abstimmung über den Namen neuer Himmelsobjekte vorsehen, folgte dem Votum nicht. Man begründete die Entscheidung mit dem Hinweis, dass die Bezeichnung „Vulkan“ in der Astronomie nicht eindeutig genug als Name für einen Mond sei und dass es darüberhinaus auch keinen Bezug zur Unterwelt der griechischen Mythologie gibt, so wie es bei den Namen jetzt der Fall ist.

Der Zwergplanet selbst ist nach Pluton dem Gott der antiken Unterwelt benannt. Seine vorher als P4 bzw. P5 bekannten Monde heißen nun nach dem Fluss der Unterwelt Styx und dem Höllenhund Kerberos, der den Eingang zur Unterwelt bewacht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal: Wissenschaft

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March 16, 2013

Komet PANSTARRS in Beobachtungsposition

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Komet PANSTARRS in Beobachtungsposition – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Komet PANSTARRS in Beobachtungsposition

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Veröffentlicht: 17:07, 16. Mär. 2013 (CET)
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PANSTARRS am Horizont für verschiedene Tage

Bonn (Deutschland), 16.03.2013 – Sterngucker kommen momentan wieder auf ihre Kosten: Der Komet „PANSTARRS“ ist auf der Durchreise durch unser Sonnensystem und präsentiert sich mit seinem Schweif noch einige Tage am Nachthimmel. Der 2011 vom Teleskopverbund Pan-STARRS auf Hawaii endeckte Himmelskörper hat seinen sonnennächsten Punkt schon vor zehn Tagen passiert, befindet sich also wieder auf der Rückreise in die unendlichen Tiefen des Weltraums. Dabei kann er von Deutschland aus noch einige Tage beobachtet werden, wobei heute nach Sonnenuntergang eine optimale Sichtbarkeit gegeben ist, die in den nächsten Tagen bereits deutlich schlechter wird, weil der Mond mit seinem Licht dagegen hält. Erst am 24. März präsentiert sich PANSTARRS erneut mit optimalen Bedingungen, allerdings dann ab 4:30 Uhr bis maximal zum Sonnenaufgang. Wer den Komet heute abend beobachten möchte muss ziemlich genau in westliche Richtung blicken, um ihn nicht allzuhoch über dem Horizont zu finden. Es ist damit zu rechnen dass PANSTARRS bei fortgeschrittener Dunkelheit mit bloßem Auge zu sehen ist – sofern das Wetter mitspielt und sich keine Wolken vor den Kometen schieben. Natürlich ist die Beobachtung auch mit einem Fernglas oder Teleskop möglich, vor Sonnenuntergang ist davon allerdings dringend abzuraten, weil die Gefahr von Augenschäden durch die sich nahe befindliche Sonne sehr groß ist.

Bilderaktion[Bearbeiten]

  • Wikinews ruft seine Leser dazu auf, Bilder von PANSTARRS einzusenden. Diese werden dann ggf. hier veröffentlicht. Voraussetzung ist die ausdrückliche allgemeine Freigabe unter einer freien Lizenz: CC-by

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March 7, 2013

Die bisher genauste Vermessung des Weltalls ist gelungen

Die bisher genauste Vermessung des Weltalls ist gelungen

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Veröffentlicht: 22:23, 7. Mär. 2013 (CET)
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Concepción (Chile), 07.03.2013 – Grzegorz Pietrzyński von der chilenischen Universität in Concepción hat die bisher genaueste Vermessung des Universums durchgeführt: Die Entfernung unserer Erde von der Großen Magellanschen Wolke, einer Zwerggalaxie in nächster Nachbarschaft zur Milchstraße, beträgt 49.970 Parsec, umgerechnet 163.000 Lichtjahre oder rund 1,5 Trillionen Kilometer. Die astronomische Längeneinheit Parsec ist so definiert, dass aus einer Entfernung von einem Parsec der mittlere Radius der Erdbahn unter einem Winkel von einer Bogensekunde erscheint. Der Deutsche Jesper Storm vom Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam hat an der Forschung mitgewirkt, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Nature“ sowie populärwissenschaftlichen Magazinen wie „New Scientist“ und „Bild der Wissenschaft“ veröffentlicht wurden.

Die Magellanschen Wolken sind nach dem portugiesischen Seefahrer Ferdinand Magellan benannt, der im Auftrag der spanischen Krone segelte. Er hat als erster Europäer bei seiner Weltumsegelung 1519 diese beiden Galaxien beobachtet und beschrieben. Zwar sind die Magellanschen Wolken mit bloßem Auge zu erkennen, zu beobachten sind sie jedoch nur von der Südhalbkugel der Erde aus. Die neusten Bilder lieferte Mitte Januar 2013 das Weltraumteleskop „Hubble“.

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February 25, 2013

NASA beobachtet ISON-Kometen im Weltraum

NASA beobachtet ISON-Kometen im Weltraum

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Veröffentlicht: 17:47, 25. Feb. 2013 (CET)
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NASA-Raumsonde Deep Impact im Einsatz, Computer-Animation

Pasadena (Kalifornien) (Vereinigte Staaten), 25.02.2013 – Die NASA-Raumsonde Deep Impact hat erste Bilder des Kometen ISON geliefert. Der Komet ist rund 800 Millionen Kilometer von der Sonde entfernt, sein Schweif ist rund 65.000 Kilometer lang. Die Bilder wurden Ende Januar über einen Zeitraum von 36 Stunden aufgenommen, während sich der Komet in der Nähe der Bahn des Planeten Jupiter befand. Der Komet war am 21. September 2012 in der russischen Stadt Kislowodsk mit einem Teleskop des International Scientific Optical Network (ISON), einem Netzwerk von astronomischen Observatorien in zehn Ländern, und mit Hilfe des Asteroiden-Erkennungsprogramms CoLiTec entdeckt worden.

Am 1. Oktober 2013 wird der Komet sich dem Mars bis auf etwa 10 Millionen Kilometer nähern und soll dann vom Mars Reconnaissance Orbiter beobachtet werden. Es wird erwartet, dass der Komet ab Anfang November 2013 mit bloßem Auge zu sehen ist. Im weiteren Verlauf wird der Komet am 28. November 2013 die Sonne in einem Abstand von nur gut einem Sonnendurchmesser passieren, so dass er möglicherweise durch die Strahlung und die Anziehungskraft zerbricht. Wie hell der Komet Ende dieses Jahres leuchten wird und ob er vielleicht zum spektakulären astronomischen Ereignis des Jahres werden könnte – darüber lässt sich nach Aussagen von Astronomen gegenwärtig nur spekulieren.

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June 4, 2012

Astronomisches Spektakel: Venusdurchgang vor der Sonne

Astronomisches Spektakel: Venusdurchgang vor der Sonne

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Veröffentlicht: 14:41, 5. Jun. 2012 (CEST)
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Animation des Venustransits 2012. (MESZ)

Hannover (Deutschland), 04.06.2012 – Am Dienstag und Mittwoch wird in einigen Ländern ein interessantes astronomisches Schauspiel zu beobachten sein, welches nur alle über hundert Jahre zweimal auftritt: Der Venusdurchgang vor der Sonne. Wie die US-amerikanische Raumfahrtorganisation NASA mitteilt, ist unser Nachbarplanet dann als kleine schwarze Scheibe vor dem hellen Tagesgestirn zu erkennen. Es wird allerdings davor gewarnt, diesen Vorgang ohne ausreichenden Schutz der Augen beobachten, da sonst Erblindung droht. Empfohlen werden Spezialbrillen wie sie auch bei der Beobachtung von Sonnenfinsternissen verwendet werden. Der letzte Venustransit fand 2004 statt und konnte in Europa vielfach gut beobachtet werden.

In den USA ist das Spektakel bereits am Dienstagabend (Ortszeit) zu beobachten, wird dort jedoch durch den Sonnenuntergang – je nach Standort – früher oder später beendet. Der Vorgang vom scheinbaren ersten Kontakt der Venusscheibe mit der Sonne bis zum Ende des Durchgangs dauert insgesamt etwa 6 Stunden und ist in Alaska, im Pazifik und in fernöstlichen Ländern während der gesamten Zeit zu beobachten. In Europa und damit auch in Deutschland ist das Ereignis erst am Mittwoch morgen nach Sonnenaufgang und bis etwa 7 Uhr MESZ zu beobachten, vorausgesetzt Bewölkung nimmt nicht die Sicht auf die Sonne. Viele Sternwarten bieten zu diesem Anlass eigene Veranstaltungen an. Zwar ist der Venusdurchgang auch ohne Fernrohr zu beobachten, da der scheinbare Durchmesser der Venusscheibe ein 1/32tel der Sonne beträgt, doch sind mit geeigneten astronomischen Geräten zahlreiche Effekte wie etwa die aufleuchtende Venusatmosphäre zu beobachten.

Karte der Sichtbarkeit des Venustransits 2012. In den Genuss einer durchgehenden Sichtbarkeit kommen Alaska, Teile Kanadas und Asiens und ein Grossteil Australiens. Gänzlich unsichtbar bleibt der Venusdurchgang dagegen im westlichen Afrika und im grössten Teil Südamerikas. Amerika und fast ganz Europa können jeweils Anfang bzw. Ende des Schauspiels verfolgen. Wolkenlosigkeit immer vorausgesetzt.

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January 27, 2012

Starker Sonnensturm verursacht Polarlichter über Nordeuropa

Starker Sonnensturm verursacht Polarlichter über Nordeuropa

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Veröffentlicht: 07:52, 27. Jan. 2012 (CET)
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Washington D.C. (USA), 27.01.2012 – Am Dienstag erreichte die Erde der stärkste Sonnensturm seit einigen Jahren. Dadurch konnte man in Nordeuropa Polarlichter sehen; diese wurden von vielen Beobachtern als wunderschön beschrieben. Schäden an Satelliten sind durch den Sonnensturm nicht aufgetreten. Eigentlich sorgte die Sonne für zwei Stürme, einen Protonensturm und einen geomagnetischen Sturm. Die Polarlichter, die durch den geomagnetischen Sturm ausgelöst wurden, waren ungewöhnlicherweise sogar über England gesehen worden. Polarlichter entstehen durch das Erdmagnetfeld, das elektrische Teilchen aus Sonnenstürmen abwehrt. Wenn diese in die Atmosphäre eindringen und dort auf Gasmoleküle treffen, glühen sie und es entstehen Polarlichter. Dadurch, dass die elektrischen Teilchen in Richtung magnetische Pole wandern, sind diese in der Regel nur dort zu sehen.


Polarlicht 2005

 

Die NASA-Animation zeigt, was bei einem Sonnensturm geschieht.


Aufnahme vom 25.Januar 2012 Finnland

   
Southern Lights.jpg

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Sonnensturm bedroht Satellitenempfang (09.06.2011)

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August 25, 2011

Größter Diamant des Universums entdeckt

Größter Diamant des Universums entdeckt

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Veröffentlicht: 06:45, 26. Aug. 2011 (CEST)
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Schematisches Pulsar-Modell

Melbourne (Australien), 25.08.2011 – Man könnte es ein seltsames Paar nennen: Bereits im Jahr 2009 entdeckten australische Wissenschaftler im Sternbild der Schlange, etwa 848 Lichtjahre von der Erde entfernt, mittels des 64 Meter durchmessenden CSIRO Parkes Radioteleskops im australischen New South Wales das Objekt mit der Bezeichnung PSR J1719-1438. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Pulsar mit einer Spinningfrequenz von 173 Umdrehungen pro Sekunde, möglicherweise ist es aber auch ein sich ungewöhnlich schnell drehender Neutronenstern. Das wirklich Ungewöhnliche ist aber die Entdeckung des Lowell Radioteleskops in Cheshire, Vereinigtes Königreich, welches bei einer Nachuntersuchung anhand von Frequenzvariationen feststellte, dass sich ein planetengroßes Objekt von der Masse des Jupiters in einem 600.000 Kilometer hohen Orbit, etwa 1,5 mal die mittlere Entfernung zwischen Erde und Mond, mit einer Umlaufzeit von 2 Stunden und 10 Minuten, befindet.

Matthew Bailes, Projektleiter der Swinburne University of Technology in Melbourne, Australien begann sofort mit einer genauen Sichtung und Untersuchung der Beobachtungen und veröffentlichte heute seine Ergebnisse. Das System ist noch außergewöhnlicher als die ersten Daten vermuten ließen. Der Pulsar wird von einem Objekt umkreist, welches mit 55.000 km Durchmesser etwa 40 Prozent so groß wie Jupiter ist, aber dieselbe Masse aufweist, bei einem Zehntel bis Zwanzigstel des Jupitervolumens. Auch befindet es sich in einem derart dichten Orbit, in dem die durch den Pulsar auftretende Gravitationskräfte eigentlich alles vernichten müssten.

Deshalb gibt es nur eine Erklärung: Das Objekt ist der 0,1 prozentige Rest eines weißen Zwergsterns, der bei der Entstehung des Pulsars fast vollständig ‘zerblasen’ wurde, und besteht aus Kohlenstoff und Sauerstoff in kristalliner Form, ist also in weiten Teilen wie ein Diamant aufgebaut. Außerdem bedeuten diese Ergebnisse, dass eins der wenigen Pulsar- oder Neutronensternsysteme gefunden wurde, welches einen Doppelstern enthält.

Wenig beeindruckt aber dafür pragmatisch zeigte sich Moshe Mosbacher, der Präsident des Diamond Dealers Club in New York, über die Entdeckung dieses 1031 Carat schweren Steins. In einem Interview sagte er, dass er sich wirklich keinen realistischen Gegenwert für eine Diamanten dieser Größe vorstellen könne, und selbst wenn man den im All Gefundenen zur Erde transportieren könne, wäre dies gleichgültig. Der Stein müsste sowieso zerschliffen werden und dann sei es egal, ob der Diamant im Ehering aus der Erde oder dem Weltraum käme.

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March 18, 2011

NASA-Sonde Messenger erreicht den Planeten Merkur

NASA-Sonde Messenger erreicht den Planeten Merkur

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Veröffentlicht: 19:51, 18. Mär. 2011 (CET)
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Künstlerische Darstellung der Merkur-Sonde Messenger

Vereinigte Staaten, 18.03.2011 – Seit 3. August 2004 ist die NASA-Raumsonde MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging (MESSENGER) unterwegs zum Planeten Merkur. Am 18. März 2011 schwenkte sie in einen elliptischen Orbit um den Planeten ein. 7,9 Milliarden Kilometer hat die Sonde in sechseinhalb Jahren zurückgelegt.

Zwischen 200 und 15.000 km wird die Entfernung zum Planeten und Raumsonde auf der Umlaufbahn betragen. Dabei werden zahlreiche Aufnahmen von der Planetenoberfläche, zum Teil in Farbe gefertigt, das Vorhandensein von Elementen wie Sauerstoff (O), Silizium (Si), Schwefel (S), Eisen (Fe), Wasserstoff (H), Kalium (K), Thorium (Th) und Uran (U) geprüft, die Zusammensetzung der Atmosphäre festgestellt und weitere wissenschaftliche Experimente durchgeführt.

1974 und 1975 hatte die NASA-Sonde „Mariner 10“ den Merkur passiert, war jedoch nicht in eine Umlaufbahn eingeschwenkt. John Finnegan von der Johns Hopkins University in Maryland, der geistige Vater des Projekt sprach von einem bisher „nahezu perfekten Verlauf“ der Mission.

Die Kosten der Projekts belaufen sich auf 427 Millionen US-Dollar.

Themenverwandte Artikel

  • Hinweise für Vulkanismus auf dem Merkur entdeckt (05.07.2008)
  • Portal:Unbemannte Raumfahrt
  • Portal:Astronomie

Quellen

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December 17, 2010

Rätsel gelöst: Warum Gammablitze von der Erde aus gesehen so dunkel erscheinen

Rätsel gelöst: Warum Gammablitze von der Erde aus gesehen so dunkel erscheinen

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Veröffentlicht: 22:51, 17. Dez. 2010 (CET)
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NASA-Illustration eines Gammablitzes

NASA-Swift-Satellit

München (Deutschland), 17.12.2010 – Astronomen fragten sich seit einigen Jahren, warum eigentlich so wenig Licht von den so energiereichen Gammablitzen auf der Erde ankommt. Zur Erklärung dieser so genannten „dunklen“ Gammastrahlenausbrüche gibt es eine einfach klingende Erklärung: Interstellarer Staub dimmt das Licht dieser Energieausbrüche. Das fanden jetzt Astronomen des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik in Garching bei München heraus.

Diese Gammablitze strahlen mehr Energie ab als irgendein anderes astronomisches Phänomen seit dem großen Knall, der zur Entstehung des heute bekannten Universums führte. Solche Gammastrahlenausbrüche (englisch: Gamma-Ray Bursts (GRBs)) teilen die Wissenschaftler in zwei Gruppen ein. Die „kurzen Bursts“ dauern nur Bruchteile einer Sekunde, die „langen Bursts“ können bis zu mehreren Minuten dauern. Letztere gelten als Folgen oder Bestandteil gewaltiger Supernovaexplosionen, die am Ende des Lebens sehr massereicher und kurzlebiger Sterne stattfinden. Über die Ursachen der kurzen Bursts gibt es nur vage Vermutungen.

Allen GRBs ist gemeinsam, dass sie noch längere Zeit nach ihrem ersten Auftreten elektromagnetische Strahlung im Röntgenbereich aussenden, also sozusagen „nachglühen“. Merkwürdigerweise sendet aber nur ein Teil von ihnen sichtbares Licht aus. Die anderen bleiben dunkel. Zur Erklärung dieses Phänomens gab es verschiedene Erklärungsansätze, die aber nicht befriedigend waren.

Zur Erforschung des Phänomens startete die NASA am 20. November 2004 die Satellitenmission Swift. Der Satellit wurde in einer Umlaufbahn oberhalb der Erdatmosphäre positioniert, so dass Beobachtungsdaten gewonnen werden konnten, die nicht durch die Erdatmosphäre getrübt waren. Der Satellit reagierte unverzüglich auf eingehende Signale von Gammastrahlenausbrüchen und meldete die Daten an terrestrische Beobachtungsstationen. Die Teleskope am Boden stellten sich sofort auf die übermittelten Koordinaten ein und erhoben Daten des Nachglühens im Röntgenbereich.

Die Garchinger Wissenschaftler kombinierten diese Daten von Swift mit den Beobachtungen, die das GROND (Gamma-Ray Burst Optical/Near-Infrared Detector) genannte Instrument aufzeichnete. GROND wurde speziell für die Beobachtung des Nachglühens von Gamma-Ray Bursts entwickelt und ist Bestandteil des MPG/ESO 2,2 Meter-Teleskops auf La Silla in Chile, das zur Europäischen Südsternwarte gehört. Im Rahmen der Studie konnte so das als „Nachglühen“ bezeichnete Phänomen der Gammastrahlenexplosionen über weite Bereiche des elektromagnetischen Spektrums vermessen werden. Daraus ließ sich auch die Staubmenge kalkulieren, die zwischen dem Ursprung der Strahlung und ihrer Ankunft auf der Erde vorhanden war. Mit Hilfe weiterer Beobachtungen, unter anderem durch das Very Large Telescope der ESO, gelang es dann auch die Entfernungen der Bursts näher zu bestimmen.

Ergebnis der Studie ist, dass zirka 20–30 Prozent der ursprünglichen Helligkeit der GRBs aufgrund von interstellarem Staub verloren geht. Eine weitere Abschwächung der Lichtintensität der GRBs kommt durch die so genannte kosmologische Rotverschiebung zustande. Die Kombination dieser Faktoren kann nach Ansicht der Wissenschaftler das Phänomen der „dunklen Gammastrahlenausbrüche“ vollständig erklären.

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December 16, 2010

Voyager-Sonde erreicht Grenze des Sonnensystems

Voyager-Sonde erreicht Grenze des Sonnensystems

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Veröffentlicht: 23:02, 16. Dez. 2010 (CET)
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Künstlerische Darstellung der Voyager-Sonde im All

Pasadena (Vereinigte Staaten), 16.12.2010 – Die im Jahr 1977 ins All geschossene Raumsonde Voyager 1 hat nach 33 Jahren die Grenze unseres Sonnensystems erreicht. Die Sonde ist mit einer Entfernung von mehr als 17 Milliarden Kilometern zur Sonne das am weitesten von der Erde entfernte von Menschenhand geschaffene Objekt im Weltall.

Wie die NASA am 13. Dezember mitteilte, befindet sich Voyager 1 nun in einer Zone, in der die Geschwindigkeit des Sonnenwinds auf Null abgesunken ist. Diese auch Heliopause genannte Zone stellt die Grenze zwischen dem Sonnensystem und dem interstellaren Raum dar. Zwar hatte die NASA bereits vor einigen Monaten den Wert Null gemessen, aber wegen Schwankungen in der Geschwindigkeit des Sonnenwinds waren noch weitere Messungen nötig, damit sich die Wissenschaftler wirklich sicher waren.

Voyager 1 wurde zusammen mit ihrer kurz vorher gestarteten Schwestersonde Voyager 2 von der NASA ins All geschickt, um das äußere Sonnensystem zu erkunden. Voyager 1 flog an den Planeten Jupiter und Saturn vorbei und sendete Bilder zurück an die Erde. Um ein nahes Vorbeifliegen am Saturnmond Titan und den Ringen des Saturn zu erreichen, wurde eine Flugbahn gewählt, die die Sonde danach aus der Ebene der Planetenbahnen ablenkte und sie zuerst die Grenze des Sonnensystems erreichen ließ. Voyager 2 hingegen besuchte auch noch die weiter außen gelegenen Planeten Uranus und Neptun.

Die jetzige Entfernung der Voyager 1 von der Sonne beträgt 17,4 Milliarden Kilometer. Es dauert fast 13 Stunden, bis ein von der Sonde geschicktes Signal auf der Erde empfangen wird. Die Sonde fliegt mit einer Geschwindigkeit von 17 Kilometern pro Sekunde. Neben Untersuchungen der Heliopause mit ihren Partikeldetektoren macht die Sonde auch Ultraviolettaufnahmen des Sternenhimmels.

Die Wissenschaftler erwarten, dass Voyager 1 in etwa fünf Jahren die Heliopause verlassen und endgültig in den interstellaren Raum eintreten wird. Voyager 2 wird ein paar Jahre später folgen. Es wird erwartet, dass beide Sonden noch mindestens ein Jahrzehnt lang Daten senden werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

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