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September 3, 2008

Nicaragua erkennt Südossetien und Abchasien an

Nicaragua erkennt Südossetien und Abchasien an

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Veröffentlicht: 21:00, 3. Sep. 2008 (CEST)
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Managua (Nicaragua), 03.09.2008 – Als zweites Land nach Russland will Nicaragua die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anerkennen. Dies hat Daniel Ortega, der Präsident des mittelamerikanischen Staates, laut Nachrichtenagentur dpa am Dienstagabend angekündigt.

Daniel Ortega sagte, die NATO-Staaten wollten einen „militärischen Ring um Russland schließen“, um das Land ähnlich wie in der Vergangenheit die Sowjetunion auseinanderzubrechen. Weiter wird Ortega mit den Worten zitiert, er unterstütze den Plan des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin, die Gebiete an die Russische Föderation anzunähern. Völkerrechtlich sind beide Regionen Teil Georgiens. Nachdem sich die Regionen für unabhängig erklärt hatten, und Georgien mit militärischen Mitteln versucht hatte, die Kontrolle über Südossetien und Abchasien zurückzugewinnen, kam es zum Kaukasus-Konflikt 2008.

Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang zwischen der Entscheidung Ortegas und einem Angebot Russlands, künftig im militärisch-technischen Bereich stärker mit Nicaragua zu kooperieren. Am 23. August hatte der russische Präsident Dmitri Medwedew seinem Amtskollegen aus Nicaragua in einem Brief mitgeteilt, dass die militärisch-technische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern eine vielversprechende Zukunft eröffne. Konkret wird es darum gehen, Waffen, die die Sowjetunion an das sandinistische Nicaragua geliefert hatte, zu reparieren oder zu erneuern.

Die Anerkennung Südossetiens und Abchasiens durch Russland hatte in westlichen Staaten heftige Kritik hervorgerufen. Russland rechnet offenbar damit, dass insgesamt bis zu zehn Staaten die beiden Regionen ebenfalls als unabhängig anerkennen wollen. Unter anderem wird dies von Weißrussland erwartet.

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October 20, 2005

Langfristige Staatskrise in Nicaragua beigelegt

Langfristige Staatskrise in Nicaragua beigelegt

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Artikelstatus: Fertig 14:49, 26. Okt. 2005 (CEST)
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Managua (Nicaragua), 20.10.2005 – Im mittelamerikanischen Staat Nicaragua wurde eine langfristige Staatskrise beigelegt. Das Parlament in Managua hat ein Gesetz verabschiedet, das eine Entmachtung des amtierenden Präsidenten, Enrique Bolaños, verhindert.

Die nicaraguanischen Oppositionsparteien, bestehend aus Liberalen und linken Sandinisten, verabschiedeten in den letzten Monaten eine große Anzahl von Verfassungsreformen mit dem Ziel, Bolanos zu entmachten. Diese Reformen werden nun bis zur nächsten Wahl im Jahr 2007 ausgesetzt. Mit dieser Maßnahme möchte das Parlament für Stabilität im Land sorgen und die Regierbarkeit sicherstellen.

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