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October 3, 2006

Nicaragua plant Kanalbau zwischen Atlantik und Pazifik

Nicaragua plant Kanalbau zwischen Atlantik und Pazifik

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Artikelstatus: Fertig 16:05, 3. Okt. 2006 (CEST)
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Lage Nicaraguas

Managua (Nicaragua), 03.10.2006 – Nicaragua plant offenbar den Bau einer weiteren Wasserstraße, die den Atlantischen und den Pazifischen Ozean miteinander verbinden soll. Die Länge des Kanals soll nach den gestrigen Worten des nicaraguanischen Präsidenten Enrique Bolaños auf einer Konferenz der Verteidigungsminister Amerikas 280 Kilometer betragen. Die zu erwartenden Baukosten wurden mit 18 Milliarden US-Dollar kalkuliert. Die Bauzeit wurde auf zwölf Jahre geschätzt. Durch den Kanal könnten später Schiffe mit einer Kapazität von 250.000 Tonnen fahren.

Containerschiff (Panamax)

Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund getroffen, dass der nahe Panamakanal an seine Kapazitätsgrenzen stößt, weil der internationale Containerschiffsverkehr zunehme. In Panama selbst wird zurzeit über eine Erweiterung des Kanals diskutiert. Am 22. Oktober soll zu diesem Thema in Panama ein Referendum abgehalten werden. Umweltschützer hatten sich gegen den Plan ausgesprochen. Adolfo Ahumada, einer der Direktoren der panamaischen Kanalgesellschaft, warnte nach der Ankündigung Bolanos vor einer Ablehnung der Erweiterung des Panamakanals. Dies würde zu wirtschaftlichen Nachteilen für Panama führen.

Auf der Grundlage von Daten der Clarksons Research Studies „Container Intelligence Monthly 08/2005“, London, rechnen Marktanalysten mit einem ungefähren jährlichen Zuwachs des Containerverkehrs auf den Weltmeeren von zehn Prozent. Für 2005 und 2006 lagen die erwarteten Wachstumsraten bei 12,3 beziehungsweise 15,2 Prozent. Nach den Schätzungen stieg der weltweite Containerumschlag zwischen 2005 und 2006 von 382 Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) auf 421 Millionen TEU. Bis Ende des Jahrzehnts wird mit einem Umschlag von 552 Millionen TEU gerechnet.

Themenverwandte Artikel

  • Referendum über den Ausbau des Panamakanals geplant (15.07.2006)

Quellen

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October 20, 2005

Langfristige Staatskrise in Nicaragua beigelegt

Langfristige Staatskrise in Nicaragua beigelegt

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Artikelstatus: Fertig 14:49, 26. Okt. 2005 (CEST)
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Managua (Nicaragua), 20.10.2005 – Im mittelamerikanischen Staat Nicaragua wurde eine langfristige Staatskrise beigelegt. Das Parlament in Managua hat ein Gesetz verabschiedet, das eine Entmachtung des amtierenden Präsidenten, Enrique Bolaños, verhindert.

Die nicaraguanischen Oppositionsparteien, bestehend aus Liberalen und linken Sandinisten, verabschiedeten in den letzten Monaten eine große Anzahl von Verfassungsreformen mit dem Ziel, Bolanos zu entmachten. Diese Reformen werden nun bis zur nächsten Wahl im Jahr 2007 ausgesetzt. Mit dieser Maßnahme möchte das Parlament für Stabilität im Land sorgen und die Regierbarkeit sicherstellen.

Quellen

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