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September 2, 2014

Lesothos Premierminister kehrt nach angeblichem Putsch zurück

Lesothos Premierminister kehrt nach angeblichem Putsch zurück

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Veröffentlicht: 02.09.2014, 16:41 (CEST)
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Flagge der SADC

Maseru (Lesotho), 02.09.2014 – Premierminister Tom Thabane kehrt nach Lesotho zurück, nachdem er am Wochende unter der Angabe, es sei ein Putsch gegen ihn vorbereitet worden und er hätte um sein Leben fürchten müssen, nach Südafrika geflohen war. Dies erklärte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Der Entscheidung vorausgegangen waren Gespräche mit dem südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma, der als Vertreter der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) – einer Interessenvertretung der Länder im südlichen Afrika – tätig war. In den Gesprächen wurde die Entsendung von Truppen durch die SADC nach Lesotho ausgeschlossen, lediglich eine zivile Beobachtermission soll es geben.

Der genaue Hintergrund der Vorgänge in Lesotho bleibt weiterhin im Dunkeln. Der Koalitionspartner von Premierminister Thabanes All Basotho Convention der Lesotho Congress for Democracy (LCD) sagte eine für Montag geplante Demonstration gegen Thabane ab. Motloheloa Phooko, ein Minister der LCD erklärte am Montag er sei der amtierende Premierminister gemäß den Regeln des Parlaments. Die beiden Parteien, die eigentlich eine Regierung der nationalen Einheit bilden, sind tief zerstritten, ein Umstand unter dem das Parlament seit Monaten von Premierminister Thabane suspendiert ist. Ein Ergebnis der Gespräche mit Zuma war, das umgehend Schritte von Thabane unternommen werden sollen diesen politischen Stillstand zu beenden.

Die Armee, in der sich ein Führungsstreit abspielen soll, wird von Premierminister Thabane für den Putsch verantwortlich gemacht, was von Südafrika als korrekte Interpretation der Vorgänge akzeptiert zu werden scheint. Die Armee selbst bestreitet eine Verantwortung für die Vorgänge, die den Premimerminster zur Flucht veranlaßt hätten. Premierminister Thabane soll den Oberbefehlshaber der Armee, Generalleutnant Kennedy Tlali Kamoli, entlassen haben, was von der Armee ebenfalls dementiert wird. Neuer Befehlshaber soll, so wurde berichtet, der Brigadier Maaparankoe Mahao sein. Aus Geheimdienstkreisen heißt es dazu laut der Zeitung New Zimbabwe dies sei der Anlaß für den Putschversuch gewesen. Die Armee erklärte, das Kamoli „ohne Zweifel“ weiterhin der Oberfehlshaber sei, während Mahao sich einem Kriegsgerichtsverfahren wegen Disziplinlosigkeit stellen müsse. Mahao, der nach einem bewaffneten Angriff auf sein Wohnhaus nach Südafrika geflohen ist, bezeichnete seinerseits Kamoli als „abtrünnigen General“, der seine Stellung aus Angst vor Verfolgung wegen nicht genauer genannter krimineller Handlungen, nicht aufgeben wolle. Möglicherweise geht es dabei um die Weigerung Kamalis, acht Soldaten, die sich wegen Angriffen u.a. auf das Wohnhaus des Polizeichefs Khothatso Tsooana verantworten sollen, der Polizei zu übergeben. Der Vorgang soll das Vertrauensverhältnis von Premierminister Thabane zu Armeechef Kamoli zerstört haben. Die Armee soll aber, so erklärte Mahao auch, die Polizeistationen im Zuge des Putsch angegriffen haben, weil sie Akten, die den Stellvertretenden Premierminister Mothetjoa Metsing vom LCD mit Korruptionsvorwürfen belasten, in ihren Besitz bringen wollte.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Möglicher Putsch in Lesotho (01.09.2014)

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September 1, 2014

Möglicher Putsch in Lesotho

Möglicher Putsch in Lesotho – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Möglicher Putsch in Lesotho

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Veröffentlicht: 01.09.2014, 02:25 (CEST)
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Tom Thabane

Maseru (Lesotho), 01.09.2014 – Tom Thabane, der Premierminister von Lesotho, ist nach eigenen Angaben vor einem Putsch nach Südafrika geflohen. Die Lage ist aber sehr unklar, denn von Seiten des Militärs wird erklärt, es habe keinen Putsch gegeben.

Das Militär sagt, man sei gegen die Polizei vorgegangen, die versucht haben soll, bestimmte Gruppen zu bewaffnen. Die Armee sei, nachdem sie vorübergehend unter anderem Polizeistationen besetzt hatte, nun wieder in die Kasernen zurückgekehrt – eine Situation, die von der Lesotho Times als gesetzlos bezeichnet wird. Die Armee soll alle Polizeifahrzeuge beschlagnahmt haben, die Polizisten sollen aus den Polizeistationen geflohen sein, und verschiedene Straftäter, die auf ihren Prozess warteten, seien freigelassen worden, heißt es dazu. Auch der Regierungssprecher Ramakhula Ramakhula sagte dazu, dass es kein Putsch, sondern lediglich „ein Missverständnis zwischen Polizei und Militär“ gewesen sei.

Folgt man der Darstellung von Premierminister Thabane, so ist er geflohen, nachdem er von einem bevorstehenden Attentat auf ihn gehört hat. Er seinerseits beschuldigt die Armee der Disziplinlosigkeit. Thabane gibt an, dass er den Oberbefehlshaber der Armee, Generalleutnant Kennedy Tlali Kamoli, entlassen habe, was von der Armee jedoch bestritten wird. Neuer Befehlshaber soll, so wurde berichtet, Brigadier Maaparankoe Mahao sein. Von der Lesotho Times wird dazu berichtet, dass Mahao wegen Disziplinlosigkeit vom Dienst suspendiert sei und auf ein Verfahren vor dem Militärgericht warte. Wie die Zeitung ebenfalls berichtet, soll auf ihn am frühen Samstagmorgen ein Anschlag von Soldaten verübt worden sein, den er unverletzt überstand.

Thabane hat die Mitgliedsstaaten der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft SADC um Hilfe bei der Wiederherstellung der Ordnung gebeten – etwas, das von Südafrika bereits signalisiert wurde. Auch der Commonwealth dem Lesotho angehört beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Illegale Regierungswechsel in den Mitgliedstaaten würden nicht tolerieriert, hiess es von seiten der Staatengemeinschaft ehemaliger britische Kolonien.

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