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March 2, 2006

London: Nach dem Wal folgte ein Riesentintenfisch

London: Nach dem Wal folgte ein Riesentintenfisch

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Artikelstatus: Fertig 16:36, 2. Mrz. 2006 (CET)
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Gemeiner Kalmar.

London (Vereinigtes Königreich) / Port Stanley (Falklandinseln), 02.03.2006 – Einen Monat nach dem überraschenden Besuch eines Wals freut sich London nun über einen Riesentintenfisch. Mit 8,62 Metern Länge sei er einer der größten Kalmare, der jemals vollständig gefangen wurde, teilte das britische Naturkundemuseum mit. Anders als der Wal, der nach Tagen des Umherirrens in der Themse verendete, war der Kalmar bereits tot, als er auf die Reise nach London geschickt wurde. Der Riesentintenfisch war Fischern vor den zu Großbritannien gehörenden Falklandinseln im Südatlantik ins Netz gegangen. Im Gegensatz zum Kalmar verendete der Wal erst während einer dramatischen Rettungsaktion von Tierschützern.

Der Leiter des Seetiermuseums in London sagt: „Tote Riesentintenfische werden oft ans Ufer gespült oder aus den Mägen von gefangenen Pottwalen geborgen, so dass ihr Erhaltungszustand schlecht ist.“

Da das Tier von den Falklandinseln in seiner Größe komplett erhalten ist, gilt es unter Experten als äußerst seltene Erscheinung. Der Riesenkalmar wird nun in London im Museum ausgestellt, obwohl es weitaus größere Exemplare gibt. 1980 wurde ein Exemplar vor Neuseeland gefunden, das 18,5 Meter groß war.


Hinweis: Fehler im Artikel: Der ans Ufer gespülte Kalmar wurde 1880 gefunden und nicht 1980. (27.09.2006)


Themenverwandte Artikel

  • Londoner Wal ist tot

Quellen

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February 25, 2006

Nach 62 Jahren: BBC stellt Sendungen für Falklandinseln ein

Nach 62 Jahren: BBC stellt Sendungen für Falklandinseln ein

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Artikelstatus: Fertig 17:38, 25. Feb. 2006 (CET)
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Port Stanley (Falklandinseln), 25.02.2006 – „Calling the Falklands” – so lautete 62 Jahre lang der Titel einer Sendung des britischen „BBC World Service“. Die Sendung wurde eigens für die rund 2.400 Einwohner der zu Großbritannien gehörenden Falklandinseln produziert. Gestern hat BBC angekündigt, diese Sendung ersatzlos zu streichen. Die letzte Sendung wird am Freitag, den 31. März 2006 ausgestrahlt.

Die Falklandinseln liegen im Atlantik und gehören geographisch zu Südamerika. Argentinien liegt rund 600 bis 800 Kilometer westlich von den Inseln. Bisher konnte die Sondersendung über den südenglischen Sender Rampisham empfangen werden. Sie lief über den DX LISTENING DIGEST INDEX „DXLD 00-77″ und wurde jeweils am Freitag und Dienstag von 23:30 Uhr bis 23:45 Uhr auf 11.680 Hertz (kHz) übertragen.

Für die Bewohner der Falklandinseln waren die regelmäßigen Sendungen aus der politischen Heimat von großer Bedeutung. Als im April 1982 die Argentinier im so genannten Falklandkrieg die Inseln besetzten, holten sich die Falkländer moralische Unterstützung durch „Calling the Falklands“. Die damalige Premierministerin Großbritanniens, Margaret Thatcher, entsandte ihre Marinetruppen auf die Inseln und gewann nach kurzen, aber heftigen Auseinandersetzungen den Krieg gegen Argentinien.

Über die Gründe für die Einstellung herrscht Unklarheit. Während sich BBC darauf beruft, die Sendung sei nicht mehr „zeitgemäß“ und dementsprechend bereits zum „Anachronismus“ geworden, berichteten andere britische Medien von anderen Hintergründen. Dass finanzielle Gründe den Ausschlag gaben, wollte BBC nicht kommentieren.

Einen letzten Dienst möchte die BBC den Falkländern dennoch zukommen lassen. Sie hat zugesagt, das Inselvolk bei dem Aufbau eines Radiosenders mit eigenem Programm zu unterstützen. Dazu wurden bereits jetzt konkrete Vereinbarungen getroffen, die im Detail festlegen, in welcher Form die „Aufbauhilfe“ durch die BBC geleistet wird.

Quellen

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