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April 13, 2012

Nordkorea: Raketenstart gescheitert

Nordkorea: Raketenstart gescheitert – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nordkorea: Raketenstart gescheitert

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Veröffentlicht: 20:12, 13. Apr. 2012 (CEST)
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Ein Bild der Rakete auf der Startrampe

Pjöngjang (Nordkorea), 13.04.2012 – Der international kritisierte Start einer nordkoreanischen Rakete ist fehlgeschlagen. Wie südkoreanische und japanische Behörden übereinstimmend berichteten, ist die Rakete eine Minute nach dem Start auseinandergebrochen und ins Gelbe Meer gestürzt. Die Rakete sei in einer Höhe von 151 Kilometern auseinandergebrochen, die Trümmer stürzten 100 bis 150 Kilometer südlich der südkoreanischen Küste ins Meer. Aus Nordkorea gab es bisher nur eine kurze Stellungnahme, dass es nicht gelungen sei, den Satelliten auf seine Umlaufbahn zu bringen. „Wissenschaftler, Techniker und Experten“ seien nun dabei, die Ursache des Absturzes herauszufinden. Nordkorea gab an, nur eine zivile Nutzung der Raumfahrt anzustreben, die Rakete sollte nordkoreanischen Angaben zufolge einen Wettersatelliten in den Orbit bringen. Der Raketenstart war dennoch in der Vergangenheit immer wieder heftig kritisiert worden, da international befürchtet wurde, Nordkorea könnte diese Langstreckenraketen zum Einsatz von Atomwaffen nutzen. Sowohl Japan als auch Südkorea hatten im Vorfeld Maßnahmen getroffen, um die Rakete abzuschießen, falls diese auf ihr Territorium stürzen sollte. Der nun misslungene Raketenstart ist auch Thema einer aktuellen Sitzung des Weltsicherheitsrates.

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April 12, 2012

Nordkorea: Abschuss einer Rakete steht offenbar kurz bevor

Nordkorea: Abschuss einer Rakete steht offenbar kurz bevor

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Veröffentlicht: 19:46, 12. Apr. 2012 (CEST)
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Raketenstart (Symbolbild)

Pjöngjang (Nordkorea), 12.04.2012 – Die Führung des autokratischen Staates Nordkorea plant offenbar, eine Rakete zu starten. Die Führung in Pjöngjang teilte mit, dass die Rakete ausschließlich friedlichen Zwecken diene; mit ihr solle ein Wettersatellit ins All geschossen werden. Der Westen hingegen verdächtigt Nordkorea, eine Langstreckenrakete testen zu wollen. Auch China und Russland forderten Nordkorea auf, auf den Start zu verzichten. Um die Weltgemeinschaft zu überzeugen, dass das Land mit dem Start wirklich zivile Zwecke verfolgt, wurde der Wettersatellit, den die Rakete transportieren soll, auf einer Pressekonferenz gezeigt. Doch die Rakete kann nicht nur Satelliten transportieren; auch Atomsprengköpfe könnten mit der Rakete befördert werden.

Indes haben viele Fluggesellschaften ganz andere Sorgen: Sie fürchten, dass eventuell herabstürzende Trümmerteile ihre Maschinen beschädigen oder gar zum Absturz bringen könnten. Daher leiten viele Fluglinien ihre Flugzeuge weiträumig um.

Diese Befürchtungen hält Nordkorea für nicht gerechtfertigt. Das Land, in dem ein Großteil der Bevölkerung Hunger leidet, fährt indes mit der Betankung der Rakete fort, die sich auf einer Raketenbasis an der Westküste des Landes befindet. Der für heute geplante Start wurde jedoch aufgrund des schlechten Wetters verschoben.

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April 4, 2012

USA stoppt Nahrungsmittelhilfe wegen Raketentest in Nordkorea

USA stoppt Nahrungsmittelhilfe wegen Raketentest in Nordkorea

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Veröffentlicht: 13:15, 4. Apr. 2012 (CEST)
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nordkoreanische UNHA-Rakete

Pjöngjang (Nordkorea) / Washington D.C. (USA), 04.04.2012 – Die US-Regierung gab bekannt, dass sie Hilfslieferungen nach Nordkorea stoppt. Damit reagiert sie auf Pläne aus Pjöngjang für einen Raketenstart im Mai. Während Nordkorea angibt, es handle sich um einen friedlichen Start eines Satelliten, sagen die USA und andere Länder, der Start helfe Nordkoreas ballistischer Raketentechnologie.

Peter Lavoy, ein für Sicherheitsfragen des asiatisch-pazifischen Raums zuständiger Regierungsbeamter, sagte bei einer Kongressanhörung, man arbeite mit den Verbündeten in der Region zusammen, um Nordkorea vom Start der Rakete abzubringen, den man als Bruch internationaler Zusagen Pjöngjang’s betrachte. Lavoy sagte, dass eine Nichtbeachtung Nordkoreas eigener Versprechen auch die von den USA angebotenen Nahrungshilfslieferungen zweifelhaft werden lasse.

“Wir sind gezwungen, unsere Aktivitäten zur Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfen an Nordkorea weitgehend einzufrieren, da wir nun kein Vertrauen mehr in die Überwachungsmechanismen haben, die sicherstellen sollen, dass die Nahrungshilfen bei der hungernden Bevölkerung ankommt statt bei der Elite des Regimes”.

Ende Februar kündigte Nordkorea die temporäre Einstellung von Atomtests, Langstreckenraketenstarts und anderer nuklearer Aktivitäten an. Im Gegenzug sagte Washington die Versorgung mit 240.000 Tonnen Nahrungsmitteln zu.

Die Hilfsgüter sollten die Bedürftigsten in Nordkorea erreichen, einschliesslich Kinder und Schwangerer. Hilfslieferungen der USA an Nordkorea wurden zuletzt 2009 eingestellt, als US-Beobachter Bedenken bezüglich der Nahrungsmittelverteilung erhoben und daraufhin von Pjöngjang ausgewiesen wurden.

Im Moment weist Nordkorea Appelle zurück, den Start der Rakete abzusagen. Lavoy erklärte, dies verletze die Abmachung vom Februar.

“Als wir kürzlich zu dieser Abmachung kamen, verbot es nordkoreanische Raketenstarts und wir gaben zu verstehen, dass wir einen Satellitenstart als (Langstrecken)Raketenstart betrachten, weil er Raketentechnologie nutzt”.

Zu den militärischen Anwendungen beim Raketenstart kommen weitere Bedenken. “Die Nordkoreaner haben angezeigt, dass sie die Rakete in südlicher Richtung starten werden. Und ich weiss nicht, ob wir Zutrauen in die Stabilität der Rakete haben können oder wo sie auftreffen wird. Eine Reihe von Staaten sind potenziell betroffen. Der Raketenschrott kann in diesen Ländern herunterkommen. Es kann Opfer geben”.

Die USA und Südkorea berichten, dass die letzten zwei Satellitenstarts Nordkoreas erfolglos waren, während Pjöngjang darauf beharrt, dass der letzte Start erfolgreich verlief.

Der Verlautbarung des nordkoreanischen Staatsmediums zufolge dient der Satellitenstart der Ernteabschätzung und der Analyse natürlicher Resourcen. Der offizielle Bericht der KCNA zitiert auch einen nicht namentlich genannten Vertreter des Raumfahrtprogramms mit der Aussage, Nordkorea offenbare die friedliche Natur des Satelliten, indem es Experten und Journalisten einlade, den Start zu beobachten.

(Quelle: VOA/William Ide , Übersetzung: de.wikinews.org )

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

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  • Portal:Nordkorea

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December 21, 2010

Nordkorea reagiert zurückhaltend auf Militärübung Südkoreas

Nordkorea reagiert zurückhaltend auf Militärübung Südkoreas

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Veröffentlicht: 21:36, 21. Dez. 2010 (CET)
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Seoul (Südkorea) / Pjöngjang (Nordkorea), 21.12.2010 – Trotz eines von nordkoreanischer Seite angekündigten „Selbstverteidigungsschlages“ für den Fall einer südkoreanischen Militärübung in den Gewässern des Gelben Meeres in der Nähe der nordkoreanisch-südkoreanischen Grenze, reagierte die nordkoreanische Führung heute nicht auf eine anderthalbstündige Artillerieübung der südkoreanischen Streitkräfte auf der Insel Yeonpyeong.

Am 24. November 2010 hatten nordkoreanische Artillerieeinheiten Ziele auf der Insel Yeonpyeong beschossen. Dabei waren vier Menschen ums Leben gekommen.

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December 18, 2010

Wachsende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea wegen geplantem Militärmanöver

Wachsende Spannungen zwischen Nord- und Südkorea wegen geplantem Militärmanöver

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Veröffentlicht: 16:57, 18. Dez. 2010 (CET)
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Gelbes Meer: Hier ist das Militärmanöver Südkoreas geplant

Seoul (Südkorea) / Pjöngjang (Nordkorea), 18.12.2010 – Eine geplante Artillerieübung der südkoreanischen Streitkräfte in dem umstrittenen Grenzgebiet im Gelben Meer wird Nordkorea möglicherweise mit einem „Selbstverteidigungsschlag“ beantworten, der „hinsichtlich der Stärke und des Gebietes tödlicher sein [wird] als das, was am 23. November geschah“. Am 23. November hatten die nordkoreanischen Streitkräfte die zu Südkorea gehörende Insel Yeonpyeong unter Artilleriebeschuss genommen (Wikinews berichtete). Vier Bürger Südkoreas waren dabei ums Leben gekommen.

Die Großmächte Russland und Vereinigte Staaten warnten die jeweils andere Seite vor einer Eskalation der Situation. Russland unterstützt Nordkorea, die USA dagegen Südkorea. Die USA haben in Südkorea 28.500 US-Soldaten stationiert, was dem Norden ein Dorn in Auge ist. Russland forderte Südkorea „nachdrücklich“ dazu auf, von der geplanten Militärübung abzusehen um eine weitere Eskalation der Situation zu vermeiden. Die USA erklärten, das Militärmanöver stelle keine Bedrohung für Nordkorea dar und beharrte auf dem Recht jedes Landes, Militärübungen abzuhalten.

China, das Nordkorea unterstützt, reagierte besorgt. Der chinesische Außenminister bestellte den Botschafter Südkoreas ein, um seine Besorgnis mitzuteilen.

Die südkoreanische Militärführung kündigte die Artillerieübung für den Zeitraum zwischen Samstag und Dienstag an. Außerdem versicherte ein Militärsprecher, Geschütze würden dabei nicht in Richtung Nordkorea abgefeuert.

Nordkorea rüstete im Gegenzug verbal weiter auf: „Angesichts der kriegerischen und unverantwortlichen Haltung Südkoreas ist die Frage nicht, ob es auf koreanischen Halbinsel Frieden oder Krieg geben wird, sondern wann der Krieg ausbrechen wird.“

Die größte Oppositionspartei Südkoreas forderte die Führung des Landes auf, die militärische Machtdemonstration abzublasen und stattdessen auf diplomatischem Wege das Gespräch mit Nordkorea zu suchen.

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June 16, 2009

Nordkorea will trotz UN-Resolution an Atomprogramm festhalten

Nordkorea will trotz UN-Resolution an Atomprogramm festhalten

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Veröffentlicht: 11:42, 16. Jun. 2009 (CEST)
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Lage Nordkoreas

Pjöngjang (Nordkorea) / New York (Vereinigte Staaten), 16.06.2009 – Nordkorea zeigt sich wenig beeindruckt von der durch den UN-Sicherheitsrat einstimmig verabschiedeten Resolution 1874 und will an seinem Atomwaffenprogramm festhalten. Das nordkoreanische Außenministerium verkündete, das dem Land zur Verfügung stehende waffenfähige Plutonium vollständig einzusetzen. Auf den Versuch der Vereinigten Staaten, Nordkorea an der Fortsetzung des Atomwaffenbaus zu hindern, werde man „militärisch reagieren“.

Mit seiner Resolution reagierte der UN-Sicherheitsrat auf den Atomtest vom 25. Mai 2009 und den Test ballistischer Raketen. Ungewöhnlich deutlich war das Votum Chinas nach der Verabschiedung der Resolution. UN-Botschafter Zhang Yesui beurteilte den Resolutionstext als „positives Signal für die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft, Nordkoreas Atomwaffenprogramm zu stoppen“. Gleichzeitig mahnte er eine ernsthafte Umsetzung der Maßnahmen an. Generalsekretär Ban Ki-moon nannte die Resolution eine „klare und scharfe Botschaft“. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier nannte die neuen Sanktionen ein „starkes Signal“. Auch Russland und die arabischen Staaten im Sicherheitsrat hatten das nordkoreanische Vorgehen verurteilt.

Die Drohungen Nordkoreas bezeichnete die US-amerikanische Außenministerin Hillary Clinton als „zutiefst bedauerlich“. Nordkorea hatte zuvor die Resolution als „widerwärtiges Ergebnis“ einer US-Kampagne abgetan und angekündigt, niemals vom Plan abkommen zu wollen, Atomwaffen zu bauen. Man werde Versuche einer Blockade als kriegerischen Akt auffassen. Beobachter nehmen an, dass Nordkorea kurz vor einem weiteren Atomtest stehe und auch versuchen werde, eine Interkontinentalrakete zu starten. Experten sind der Auffassung, dass Nordkorea über 30–50 Kilogramm Plutonium verfügt, ausreichend für sechs bis neun Atombomben.

Alexander Neill, ein Sicherheitsexperte für Asien am britischen Royal United Services Institut for Defence Studies bezweifelte gegenüber dem Nachrichtensender Al-Dschasira die Wirksamkeit einer solchen Blockade, deren Einhaltung die Vereinigten Staaten und Japan wohl erzwingen wollen. Die neue Resolution weitet das seit 2007 bestehende Embargo auch auf den Handel mit konventionellen Feuerwaffen aus. Bislang macht Nordkorea gute Geschäfte mit solchen Gütern, die unter anderem in den Iran, Myanmar, Zimbabwe und den Sudan geliefert werden. Die Resolution 1874 wurde unter Kapitel 7 der UN-Charta verabschiedet und ist somit völkerrechtlich bindend.

Der Atomtest vom 25. Mai fand in nur siebzig Kilometer Entfernung von der chinesischen Grenze statt. Die Bewohner der Region haben Angst vor Strahlenunfällen und der Auslösung von Erdbeben. Die japanische Tageszeitung Tokio Shimbun berichtete, die Regierung in Peking habe bereits eigene Sanktionen in Kraft gesetzt, etwa durch die Verringerung von Rohöllieferungen. Die Volksrepublik China ist der wichtigste Handelspartner Nordkoreas.

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May 30, 2009

Nordkorea droht den Vereinten Nationen mit „Maßnahmen zur Selbstverteidigung“

Nordkorea droht den Vereinten Nationen mit „Maßnahmen zur Selbstverteidigung“

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Veröffentlicht: 14:35, 30. Mai 2009 (CEST)
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Pjöngjang (Nordkorea), 30.05.2009 – Nach dem mutmaßlichen Test eines atomaren Sprengkopfes am vergangenen Dienstag verschärfte die nordkoreanische Regierung gestern erneut den Ton gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft. Falls der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen „weitere Provokationen unternimmt, wird dies unvermeidlich zu stärkeren Selbstverteidigungsmaßnahmen führen“, erklärte die nordkoreanische Führung. Im UN-Sicherheitsrat werden wegen des Atomtests zurzeit mögliche Sanktionen gegen Nordkorea diskutiert.

Die Vetomächte des UN-Sicherheitsrats USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich bezeichnete ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang als „Heuchler“, weil der Atomtest vom Dienstag bereits der 2054. Atomversuch gewesen sei, von denen 99,99 Prozent auf das Konto dieser fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder gingen. Die verbalen Angriffe auf die Vereinten Nationen wurden durch weitere Abschüsse von Kurzstreckenraketen in Nordkorea unterstrichen. Seit Dienstag wurden nun insgesamt sechs Kurzstreckenraketen von nordkoreanischen Abschussbasen abgefeuert. Am Mittwoch hatte Nordkorea dem benachbarten Südkorea mit einem Militärangriff gedroht. Das Waffenstillstandsabkommen aus den 1950-er Jahren, das den Koreakrieg beendete, wurde für nichtig erklärt. Berichten der südkoreanischen Zeitung „Chosun Ilbo“ vom Mittwoch zufolge soll in Nordkorea auch der Atomreaktor von Yongbyon wieder angefahren worden sein, der in der Lage ist, waffenfähiges Plutonium zu produzieren. Im Rahmen der so genannten „Sechs-Parteien-Gespräche“ zur Beendigung des nordkoreanischen Kernwaffenprogramms, an denen neben Nordkorea Südkorea, China, Russland, Japan und die USA teilnahmen, war die Stilllegung dieses Reaktors vereinbart worden. Nordkorea hatte diese Gespräche zuvor für beendet erklärt.

Die südkoreanischen Streitkräfte sowie die Kommandoebene der in dem Land stationierten 28.000 US-Soldaten versetzte die Truppen daraufhin in erhöhte Alarmbereitschaft. An eine Truppenverstärkung in der Region denke die US-Regierung zurzeit jedoch nicht, erklärte der US-Verteidigungsminister Robert Gates. Gegenüber der New York Times erklärte der Minister: „Ich weiß nichts von irgendwelchen militärischen Bewegungen im Norden, zumindest nicht über das Normale hinaus.“

Ob es sich bei der unterirdischen Detonation vom Dienstag tatsächlich um einen Atomtest gehandelt hat, wird indessen noch untersucht. Die CTBTO (Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen), die die Einhaltung des internationalen Kernwaffenteststopp-Vertrags überprüft, bestätigte zunächst nur, dass es am Dienstag zu einem seismischen Ereignis in der nordkoreanischen Provinz Hamgyŏng-pukto gekommen sei. Die Organisation gab die Stärke jedoch niedriger an, als zunächst angenommen worden war. Russland hatte am Dienstag erklärt, die Sprengkraft der Detonation habe einer Menge von 20 Kilotonnen des herkömmlichem Sprengstoffes TNT entsprochen. Die CTBTO gab in einer Erklärung die Sprengkraft der Explosion mit „10±4 Kilotonnen“ an. Zur Bestätigung der Annahme, es habe sich um eine Nuklearexplosion gehandelt, wird noch die Auswertung von Messungen radioaktiver Isotope abgewartet, die von Messstationen der Organisation durchgeführt werden können. Der so genannte Smoking-gun-Effekt könne jedoch erst nach einigen Tagen bis Wochen nachgewiesen werden, „da Hinweise auf radioaktive Xenon-Isotope, die als Folge einer unterirdischen Kernsprengung auftreten, erst aus dem Gebirgsmassiv austreten und durch die Luft zu den Messstationen transportiert werden müssen“, heißt es in einer Erklärung der CTBTO. Die Auswertung der seismischen Messungen des Tests vom Dienstag hatte jedoch eine große Ähnlichkeit zwischen dieser Explosion und der nachgewiesenen ersten Kernexplosion Nordkoreas aus dem Jahre 2006 ergeben.

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  • Atombombentest in Nordkorea löst weltweite Proteste aus (26.05.2009)
  • Portal:Nordkorea

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October 12, 2006

Atombombe „nur mit dem Taxi nach Seoul“

Atombombe „nur mit dem Taxi nach Seoul“

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Artikelstatus: Fertig 20:41, 12. Okt. 2006 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 12.10.2006 – Experten halten die neuerliche Drohung der nordkoreanischen Regierung, eine Atomrakete zu zünden, für einen Bluff. So sagte ein Experte aus London, der dem Institut „Chatham House“ angehört, das Land könne eine Atombombe allenfalls „auf dem Rücksitz eines Taxis nach Seoul bringen“.

Zuvor hatte ein Regierungsmitarbeiter aus Nordkorea gemäß der Nachrichtenagentur „Yonhap“ seine „Hoffnung“ zum Ausdruck gebracht, dass „die Lage geklärt ist, bevor es zu einem unglücklichen Zwischenfall“ komme.

Ein Waffenexperte aus Moskau, Pawel Solotarew, sieht auch die dafür notwendigen Trägerraketen erst in einem Entwicklungsstadium. Die Süddeutsche Zeitung bringt eine allgemeine Einschätzung zum Ausdruck, nach der es noch mehrere Jahre dauern könne, bis das Land nukleare Sprengköpfe für Raketen bauen könne.

Ungeachtet der Einschätzungen haben die USA ein Raketenabwehrsystem aus dem Landesinneren nach Hawaii verlegt. Das System ist gemäß der USA nun dahin gebracht worden, wo es eingesetzt werden könne.

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  • Nordkorea führt Atomwaffentest durch (09.10.2006)

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October 9, 2006

Nordkorea führt Atomwaffentest durch

Nordkorea führt Atomwaffentest durch – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Nordkorea führt Atomwaffentest durch

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Artikelstatus: Fertig 23:57, 9. Okt. 2006 (CEST)
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Ort des Kernwaffentests – Bild: U.S. Geological Survey, National Earthquake Information Center

Pjöngjang (Nordkorea), 09.10.2006 – Die offizielle nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA gab den ersten Atomwaffentest des Landes bekannt. Der unterirdische Test sei erfolgreich verlaufen, es sei keine Radioaktivität ausgetreten. Unter Berufung auf südkoreanische Verteidigungsexperten gab die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap als Zeitpunkt 10:36 Uhr Ortszeit (3:36 Uhr MESZ) an. Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun berief eine Krisensitzung mit den zuständigen Ministern ein, die Alarmbereitschaft der südkoreanischen Truppen wurde erhöht.

Der südkoreanische Geheimdienst registrierte einen Erdstoß der Stärke 4,2 etwa 385 Kilometer nordöstlich von Pjöngjang im Nordosten Nordkoreas, der vermutlich durch den Atomwaffentest ausgelöst wurde. Der USGS (U.S. Geological Survey) bestätigt diese Daten. Eine weitere Bestätigung kam vom russischen Verteidigungsministerium laut Interfax. Allerdings ist bisher noch nicht sicher, dass der Auslöser tatsächlich eine Nuklearexplosion war.

Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte einen Test am vergangenen Dienstag angekündigt. Unmittelbar vor dem Test, laut CNN unter Berufung auf einen US-amerikanischen Regierungsbeamten etwa 20 Minuten, hat Nordkorea die chinesische Führung von dem bevorstehenden Test informiert. China habe die Information an die USA, Japan und Südkorea weitergegeben.

Auf den unterirdischen Nukleartest reagierte die Weltgemeinschaft mit Empörung, darunter auch alle Vetomächte des UN-Sicherheitsrates einschließlich Russlands und Chinas. Der UNO-Sicherheitsrat hat den Atomtest heute in einer Dringlichkeitssitzung verurteilt. Noch heute sollen Beratungen auf Expertenebene zu möglichen Sanktionen gegen Nordkorea beginnen. Der Generalsekretär der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA), Mohammed el-Baradei, schätzte das Vorgehen Nordkoreas als „ernste Sicherheitsherausforderung nicht nur für Ostasien, sondern für die internationale Gemeinschaft“ ein. Die USA und Japan wollen sich für weitere Sanktionen gegen Nordkorea durch den UN-Sicherheitsrat einsetzen. Seitens der USA bestehen schon jetzt wirtschaftliche Sanktionen: Die USA liefern kein Rohöl mehr nach Nordkorea. Nordkorea hatte auf diesen Wirtschaftsboykott mit dem Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag geantwortet. Ein Abkommen aus dem Jahre 1992 über eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel hatte Nordkorea ebenfalls annulliert.

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October 3, 2006

Nordkorea kündigt Atomwaffentest an

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Nordkorea kündigt Atomwaffentest an

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Artikelstatus: Fertig 16:48, 3. Okt. 2006 (CEST)
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Pjöngjang (Nordkorea), 03.10.2006 – Das nordkoreanische Außenministerium hat einen Atomtest angekündigt. Ein Datum wurde nicht genannt. Als Begründung für die Ankündigung wurde der Druck seitens der USA auf Nordkorea angeführt.

In einer Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums ist von einer von den US-Streitkräften in Südkorea ausgehenden „äußersten Bedrohung eines Atomkriegs“ die Rede. Trotzdem trete das Land nach wie vor für eine atomwaffenfreie Zone auf der koreanischen Halbinsel ein.

Im Juli 2006 hatten die Vereinten Nationen Raketentests Nordkoreas verurteilt.

Am 10. Februar 2005 hatte sich Nordkorea selbst zur Atommacht erklärt, bisher jedoch noch keinen Atomwaffentest ausgeführt. Die japanische Regierung verurteilte die Ankündigung Nordkoreas und kündigte eine ernsthafte Antwort an.

Die internationale Gemeinschaft ist beunruhigt über das nordkoreanische Atomprogramm. Die begonnenen Gespräche, an denen sechs Länder beteiligt sind, liegen jedoch zurzeit auf Eis. Nordkorea fühlt sich durch die von den USA und anderen Ländern über das Land verhängten Handelssanktionen isoliert, die nach den Raketentests im Juli verhängt worden waren. Alaska liegt theoretisch innerhalb der Reichweite der getesteten Langstreckenraketen vom Typ Taepodong-2.

Ein nordkoreanischer Atomreaktor in Yongbyon wurde 2002 wieder in Betrieb genommen. UN-Beobachter, die die Entwicklung der nordkoreanischen Kernenergietechnologie beobachten sollten, wurden des Landes verwiesen.

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