Massenflucht aus mexikanischem Gefängnis

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Veröffentlicht: 20:53, 18. Dez. 2010 (CET)
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Lage des Bundesstaates Tamaulipas in Mexiko

Nuevo Laredo (Mexiko), 18.12.2010 – Mindestens 141 Häftlinge konnten am Donnerstag aus dem Gefängnis in Nuevo Laredo, in der Nähe der Grenze zu Texas, fliehen. Die Flucht wurde jedoch zunächst nicht bemerkt. Erst als die Gefangenen am Abend gezählt wurden, wurde klar, dass es sich um eine der größten Massenfluchten der vergangenen Jahre in Mexiko handelte.

Kein Zweifel besteht daran, dass die Häftlinge bei ihrer Flucht Unterstützung von korruptem Gefängnispersonal hatten. Der Minister für öffentliche Sicherheit des Bundesstaats Tamaulipas, Antonio Garza, erklärte. „Erste Ermittlungen zeigen, dass die Häftlinge durch den Diensteingang für Fahrzeuge entkamen.“ Der Gefängnisdirektor ist ebenfalls verschwunden. Der für die Sicherheit in den Gefängnissen des Landes zuständige Beamte wurde vorläufig suspendiert.

Das Innenministerium Mexikos machte die Regierung des Bundesstaates Tamaulipas für das Versagen der Kontrollmechanismen verantwortlich, die zu dem Massenausbruch geführt hätten. Garza wies diese Kritik zurück und verwies darauf, dass seine Verwaltung wiederholt bei den Bundesbehörden um die Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen in den Gefängnissen ersucht habe.

Die Angaben über die Zahl der entflohenen Häftlinge schwanken erheblich. Während Garza von 141 entflohenen Häftlingen ausgeht, sprachen Medien in Mexiko von bis zu 190 Häftlingen, denen die Flucht aus dem Gefängnis gelang.

Der Norden Mexikos wird besonders von der Gewalt krimineller Drogenbanden heimgesucht, die die öffentliche Ordnung in Teilen des Landes bedrohen.

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Quellen