Mexikanischer Minister bei Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen

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Artikelstatus: Fertig 22. Sep. 2005 (CEST)
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Mexiko, 22.09.2005 – Gestern ist der mexikanische Politiker Ramon Martin Huerta bei einem Hubschrauberabsturz getötet worden. Huerta war in dem nordamerikanischen Land Minister für öffentliche Sicherheit.

Gegen Abend des gestrigen Tages war der Hubschrauber mit Huerta an Bord als vermisst gemeldet worden. Unmittelbar darauf begann nach Regierungsangaben die Suche nach dem Hubschrauber. Er verschwand in einem waldreichen Gebiet im Gebirge westlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt. An der mehr als fünfstündigen Suche beteiligten sich zwei Bataillone mit Soldaten der mexikanischen Armee. Die schlechte Wetterlage – starker Nebel – erschwerte die Suche.

Im Hubschrauber befanden sich neben Huerta noch acht weitere Menschen. Zu ihnen gehörten auch Tomas Valencia, der Chef der Föderalen Polizei Mexikos, und Jose Antonio Bernal, Vertreter der staatlichen Nationalen Menschenrechtskommission. Das Büro von Jose Antonio Bernal hatte eine Beschwerde vom inhaftierten Anführer eines Drogenkartells abgewiesen, der behauptet hatte, dass seine Rechte verletzt worden seien. Die Politiker waren auf einem rund 70 Kilometer langen Weg nach Las Palmas zu einem Hochsicherheitsgefängnis westlich von Mexiko-Stadt.

Der mexikanische Präsident Vicente Fox bezeichnete den Absturz des Hubschraubers des Typs „Bell 412“ als schrecklichen Unfall, gab aber keinen Grund für den Absturz bekannt. Fox sagte, er hätte durch das Unglück mit Huerta einen Freund verloren.

Erste Details über die Absturzursache gab ein Regierungssprecher nach der Ansprache von Präsident Fox bekannt. Demnach ist der Absturz auf die erwähnte Schlechtwetterfront im mexikanischen Gebirge zurückzuführen. Dichte Wolken und Nebel hatten den Piloten orientierungslos gemacht, nachdem er den Sichtkontakt zur Erde verloren hatte. Beim Absturz hat der Hubschrauber eine Schneise in den Wald an einem Gebirgshang geschlagen, ist gegen einen Felsen geprallt und dort ausgebrannt. Es gab keine Überlebenden bei dem Unglück.

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Quellen