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September 19, 2015

Ukraine erhält Schuldenschnitt

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Ukraine erhält Schuldenschnitt

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Veröffentlicht: 15:58, 19. Sep. 2015 (CEST)
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Kiew (Ukraine) / Brüssel (Belgien), 19.09.2015 – Die Ukraine hat sich mit ihren privaten Gläubigern auf einen Schuldenschnitt in Höhe von 20 Prozent der ausstehenden Forderungen geeinigt, dies entspricht einem Verzicht von ungefähr 20 Milliarden Euro. Die Umstrukturierung der Schuldenlast soll bis Ende Oktober 2015 abgeschlossen sein. Des Weiteren soll die Laufzeit der Kredite um vier Jahre gestreckt werden, und für die verbleibenden Schulden ist ein Zinssatz in Höhe von 7,75 Prozent vorgesehen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) machte diesen Schuldenschnitt zu einer Grundbedingung für ein Hilfspaket in Höhe von 40 Milliarden Euro. Dies dient dazu, das derzeitige Haushaltsloch in Höhe von 15 Milliarden Euro zu schließen. Gleichzeitig lehnte Russland aber die Teilnahme am Schuldenschnitt ab, obwohl IWF-Chefin Christine Lagarde alle Gläubiger dazu aufforderte. Die russische Regierung behauptet, dass dieses Geld für Infrastrukturprojekte in Russland selbst benötigt würde.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker lobte die Vereinbarung zwischen der Ukraine und den privaten Gläubigern. Juncker verwies darauf, dass die Ukraine nun Zeit für notwendige Reformen bekomme.

Derzeit ist die Ukraine aufgrund des Konflikts in der Ostukraine mit von Russland unterstützten Rebellen und der insgesamt schlechten wirtschaftlichen Lage aufgrund von Korruption und Vetternwirtschaft von einer Staatspleite bedroht.

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May 23, 2011

Mexikanischer Notenbank-Präsident will Nachfolge von Strauss-Kahn beim IWF antreten

Mexikanischer Notenbank-Präsident will Nachfolge von Strauss-Kahn beim IWF antreten

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Veröffentlicht: 21:16, 23. Mai 2011 (CEST)
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Agustin Carstens

Mexiko-Stadt (Mexiko), 23.05.2011 – Agustín Carstens, Leiter der mexikanischen Notenbank, ist der zweite Bewerber um das Amt des geschäftsführenden Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF). Er tritt somit in Konkurrenz gegen die französische Finanzministerin Christine Lagarde, die von europäischen Politikern als mögliche Nachfolgerin des zurückgetretenen Dominique Strauss-Kahn ins Spiel gebracht wurde.

Der Vorschlag wird vom mexikanischen Finanzminister Ernesto Cordero kommen, so das Ministerium. Carstens sei der ideale Kandidat, da er bereits Erfahrungen an den Internationalen Finanzmärkten gesammelt habe. Von 2003 bis 2006 war er der stellvertretende Direktor des IWF, bevor er Finanzminister wurde. Seit 2010 ist er Leiter der mexikanischen Notenbank. Die mexikanische Seite wünscht sich ein offenes, transparentes und an der Qualifikation ausgerichtetes Vorgehen bei der Vergabe des Postens.

Als aussichtsreichere Bewerberin gilt die Französin Lagarde. Carstens gilt als zu USA-freundlich. Bis zum 10. Juni können weitere Kandidaten benannt werden. Die Entscheidung über die Nachfolge von Strauss-Kahn wird Ende Juni fallen. Wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs war Strauss-Kahn von dem Posten zurückgetreten. Er ist erst kürzlich in den Vereinigten Staaten unter strengen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

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