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November 25, 2010

Studie: Erhöhte Krebsrate in der Region um das Atommüll-Lager Asse

Studie: Erhöhte Krebsrate in der Region um das Atommüll-Lager Asse

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Veröffentlicht: 22:27, 25. Nov. 2010 (CET)
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Wolfenbüttel / Hannover (Deutschland), 25.11.2010 – Eine erhöhte Leukämie-Rate in der Region rund um das Atommüll-Lager Asse im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel stellte eine Studie jetzt fest. Einen Bericht zu der Studie sendete am Donnerstag das Regionalmagazin des Norddeutschen Rundfunks „Hallo Niedersachsen“. Das Magazin berief sich dabei auf Daten, die das niedersächsische Sozialministerium ermittelt hatte.

Dabei wurden statistisch signifikant erhöhte Leukämie-Raten bei Neuerkrankungen von Männern festgestellt. Die Leukämiewerte für Frauen lagen im statistisch erwarteten Bereich. Frauen wiesen dagegen eine dreifach erhöhte Neuerkrankungsrate im Vergleich zu dem statistischen Erwartungshorizont bei Schilddrüsenkrebs auf.

Die Daten wurden in dem Zeitraum zwischen 2002 und 2009 durch die Registerstelle des Epidemiologischen Krebsregisters (EKN) erhoben. Einen detaillierten Bericht will das EKN Anfang Dezember vorlegen.

Ob es einen ursächlichen Zusammenhang mit der Lage der Schachtanlage Asse, eines Lagers für atomare Abfälle, im Landkreis Wolfenbüttel gibt, ist bislang unklar. Vertreter von Sozial- und Umweltministerium, des Landkreises Wolfenbüttel und des Bundesamtes für Strahlenschutz wollen zunächst eine Arbeitsgruppe bilden, die dieser Frage nachgehen soll.

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February 4, 2008

Schwelbrand im deutschen Kernkraftwerk Krümmel

Schwelbrand im deutschen Kernkraftwerk Krümmel

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Veröffentlicht: 20:18, 4. Feb. 2008 (CET)
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Kernkraftwerk Krümmel

Hamburg (Deutschland), 04.02.2008 – Im Kernkraftwerk Krümmel südöstlich von Hamburg hat es erneut gebrannt.

Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit einem Transformatorbrand am 28. Juni 2007 abgeschaltet. Auch das nahe gelegene Kernkraftwerk Brunsbüttel ist nach einer Pannenserie seit dem 28. Juni 2007 abgeschaltet. Eine Wiederaufnahme des Betriebs des Kernkraftwerkes Krümmel hatte sich aufgrund weiterer Fehler weiter verzögert.

Im Kernkraftwerk Krümmel entstand an einer Filtermatte einer Lüftungsanlage ein Schwelbrand, der am Montag um 8:00 Uhr entdeckt worden war und kurz darauf von der Werksfeuerwehr gelöscht werden konnte. Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Vattenfall Europe sei keine Radioaktivität ausgetreten. Die Atomaufsicht im Schleswig Holsteinischen Sozialministerium in Kiel bestätigte diese Angaben anhand der Kraftwerksfernüberwachung.

Die Atomaufsicht hatte noch vor zwei Wochen erklärt, das Kernkraftwerk Brunsbüttel werde nicht vor Ende März 2008 und das Kernkraftwerk Krümmel nicht vor Mitte Mai 2008 wieder in Betrieb genommen. Der erneute Schwelbrand im KKW Krümmel mache eine weitere Untersuchung erforderlich.

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July 17, 2007

Nach Störungen in Brunsbüttel und Krümmel: Vattenfall entlässt Atomenergie-Geschäftsführer

Nach Störungen in Brunsbüttel und Krümmel: Vattenfall entlässt Atomenergie-Geschäftsführer

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Veröffentlicht: 10:08, 17. Jul. 2007 (CEST)
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Kiel / Berlin (Deutschland), 17.07.2007 – Nach den Zwischenfällen in den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein hat der schwedische Konzern Vattenfall seinen deutschen Atomenergie-Geschäftsführer Bruno Thomauske entlassen. Mit der Kündigung Thomauskes solle, so sagte ein Vertreter des Unternehmens, verloren gegangenes Vertrauen wieder hergestellt werden.

Das Unternehmen war heftig kritisiert worden, weil es nicht umfassend über die Störungen und Zwischenfälle in den vergangenen Wochen berichtet hatte. Das wahre Ausmaß wurde zunächst vom Konzern verschwiegen und Befragungen verantwortlicher Mitarbeiter zunächst negativ entschieden. Schließlich musste ein richterlicher Beschluss eingeholt werden, um eine Befragung durchzuführen. Zurzeit wird von der Atomaufsichtsbehörde geprüft, ob Vattenfall die Lizenz zum Betrieb von Atomkraftwerken entzogen werden soll.

Vattenfall hat angekündigt, im Laufe dieser Woche eine Expertenkommission zu berufen, die Verbesserungsvorschläge erarbeiten soll. Insgesamt stellt der Konzern dafür fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Der Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, forderte vom Unternehmen „vertrauensbildende Maßnahmen“. Dies könne zum Beispiel durch die Veröffentlichung einer Schwachstellenliste für das Atomkraftwerk Brunsbüttel geschehen, die Vattenfall bislang durch juristische Maßnahmen verhindert habe.

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October 28, 2006

Atommüll soll auf dem Luftweg nach Russland transportiert werden

Atommüll soll auf dem Luftweg nach Russland transportiert werden

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Artikelstatus: Fertig 21:04, 28. Okt. 2006 (CEST)
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Salzgitter (Deutschland), 28.10.2006 – Die Firma „Nuclear Cargo + Service GmbH“ (NCS) mit Sitz im hessischen Rodenbach hat in der letzten Woche beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter einen Antrag auf Transport von 200 Kilogramm angereichertem Uran auf dem Luftweg nach Russland gestellt. Dies wurde von einem Behördensprecher in Salzgitter am Samstag bestätigt.

Das radioaktive Material stammt aus dem ehemaligen DDR-Kernforschungszentrum Rossendorf bei Dresden. Der Reaktor in Rossendorf ist seit 1991 nicht mehr in Betrieb. Nach Aussage des Direktors des Vereins für Kernverfahrenstechnik und Analytik, Udo Helwig, ist das Material „frisch und unbestrahlt“, da es bisher noch nicht verwendet wurde. Daher müsse das Material auch nicht in einem Castorbehälter transportiert werden. Das Uran ist für das russische Kernforschungszentrum Podolsk bestimmt, wo es aufgearbeitet werden soll. Anvisierter Transporttermin ist der 1. Dezember 2006.

Bei dem Transport handelt sich um eine Konsequenz aus einem Abkommen, das unter Beteiligung der Internationalen Atomenergieorganisation, IAEA, zustande gekommen ist und den Rücktransport radioaktiven Materials aus der Zeit des Kalten Krieges in seine Ursprungsländer sicherstellen soll.

Das BfS gibt an, dass ähnliche Urantransporte auf dem Luftweg seit 2003 bereits viermal stattgefunden haben.

Ein Greenpeace-Sprecher kritisierte das Vorhaben: „Der Ausgang eines Flugzeugabsturzes mit radioaktiver Ladung kann überhaupt nicht prognostiziert werden.“ Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums bezeichnete den Transport dagegen als sicher. Es handele sich nicht um waffenfähiges Material, da es nur einen Anreicherungsgrad von 36 Prozent habe.

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