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September 18, 2005

Schlappe für Lafontaine, Saarbrücken wählt SPD-Direktkandidatin

Schlappe für Lafontaine, Saarbrücken wählt SPD-Direktkandidatin

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Artikelstatus: Fertig 23:23, 18. Sep. 2005 (CEST)
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Saarbrücken (Deutschland), 18.09.2005 – Mit 26,1 Prozent der Erststimmen verfehlt der Direktkandidat der Linkspartei und Ministerpräsident des Saarlandes von 1985 bis 1998 Oskar Lafontaine das Ziel, den Wahlkreis 296 Saarbrücken bei der Bundestagswahl 2005 zu erobern. Gewählt ist mit 33,8 Prozent der Erststimmen Elke Ferner, die Direktkandidatin der SPD.

Lafontaine selbst hatte den Wahlkreis im Jahre 1998, damals noch Parteivorsitzender der SPD, mit 56,4 Prozent gewonnen. Elke Ferner hatte diesen Erfolg 2002 mit 51,8 Prozent und einem Vorsprung von über 17 Prozent im vergrößerten Wahlkreis wiederholen können. Weil die SPD befürchten musste, dass auch traditionelle SPD-Wähler ihre Erststimme für Lafontaine abgeben, hatte die Partei den Wahlkampf mit großem Aufwand geführt und auch Jung- und Erstwähler anzusprechen versucht. Der Weblog Junges Team 296 für Elke Ferner blieb allerdings in den Anfängen stecken und ist symptomatisch für die schlechte Mobilisierung in den eigenen Reihen, nach sieben Jahren umstrittener Politik der Bundesregierung in Berlin und seit dem Auftreten der Linkspartei.

Mit diesem Wahlergebnis liegt Lafontaine im Wahlkreis der Stadt, deren Oberbürgermeister er von 1976 bis 1985 war, deutlich über dem Stimmenanteil von 10 Prozent, den er für seine Partei bundesweit als Ziel angab. Nicht nur in der Endphase des Wahlkampfs wurden Vorwürfe gegenüber Lafontaine laut, er kandidiere nur aus verletzter Eitelkeit, um der SPD heimzuzahlen, dass sie seit über sechs Jahren nicht seine Konzepte einer sozialdemokratischen Wirtschafts- und Finanzpolitik unterstützt, sondern die Gerhard Schröders.

Die im Wahlkreis unterlegenen Direktkandidaten Oskar Lafontaine und Dr. Karl Addicks (FDP) werden über Landeslisten ihrer Parteien im Saarland beziehungsweise in Nordrhein-Westfalen ein Bundestagsmandat erhalten, Anette Hübinger nur, wenn Ministerpräsident Peter Müller auf sein Mandat verzichtet.

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Wahlergebnisse Wahlkreis Saarbrücken

Partei Erststimmen 1998 [%] Erststimmen 2002 [%] Erststimmen 2005 [%]
CDU 31,7 Peter Jacoby 34,1 Anette Hübinger 29,0 Anette Hübinger
SPD 56,4 Oskar Lafontaine 51,8 Elke Ferner 33,8 Elke Ferner
Linkspartei bzw. PDS 0,9 Thomas Lutze 1,5 Thomas Lutze 26,1 Oskar Lafontaine
Grüne 4,6 Sigrun Krack-Schuhmann 4,9 Manfred Jost 4,3 Tina Schöpfer
FDP 2,9 Werner Klumpp 4,3 Dr. Georgios Chatzimarkakis 3,4 Dr. Karl Addicks

Weblinks

Quellen

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August 31, 2005

Mitglied der Cosa Nostra soll nach Italien ausgeliefert werden

Mitglied der Cosa Nostra soll nach Italien ausgeliefert werden

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Saarbrücken (Deutschland), 31.08.2005 – Die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken hat heute beim Saarländischen Oberlandesgericht den Antrag gestellt, einen Italiener in sein Heimatland auszuliefern.

Es handelt sich um einen verurteilten fünffachen Mörder, der Mitglied der Cosa Nostra ist. In Italien erwartet ihn eine lebenslange Haftstrafe. Geboren wurde der 36-jährige Italiener im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler. Der Italiener wurde nach jahrelanger Flucht am 13. Juli 2005 in Spiesen-Elversberg im Kreis Neunkirchen festgenommen.

Bereits am 22. Februar 2003 wurde er in Abwesenheit in Palermo verurteilt. Die Gründe für die Verurteilung waren fünffacher Mord – einer der Getöteten war ein Polizeibeamter – sowie Schusswaffenbesitz und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung.

Zusätzlich existiert nach Angaben der Behörde gegen das Cosa Nostra-Mitglied ein weiterer Haftbefehl. Am 26. November 1996 überfiel er gemeinsam mit fünf Landsleuten ein Juwelierehepaar in St. Ingbert. Unter Androhung von Waffengewalt hatte er Kreditkarten, Sparbücher, zwei Waffen sowie Schmuck und Bargeld im Barwert geraubt. Die Beute hatte einen Wert von knapp einer halben Million Euro. Seine Kompagnons wurden bereits 2001 verurteilt.

Der Verurteilte wollte nach seiner Inhaftierung die Auslieferung nach Italien verhindern. Die Generalstaatsanwaltschaft sieht jedoch keine Gründe, die dagegen sprechen würden.

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Quellen

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