Montenegro: Lang gesuchter Juwelenräuber festgenommen

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Veröffentlicht: 17:25, 7. Jun. 2011 (CEST)
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noble Juweliere sind immer wieder das Ziel der Bande

Podgorica (Montenegro), 07.06.2011 – Der montenegrinischen Polizei ging ein großer Fisch ins Fahndungsnetz. Der Serbe Igor Jocic wurde bei der Einreise nach Montenegro festgenommen. Bei Jocic handelt es sich um ein mutmaßliches Mitglied der „Pink-Panther-Bande“.

Wegen eines Raubüberfalls wurde der Serbe von den Schweizer Behörden mit Haftbefehl international gesucht. Die „Pink Panther“ sind ein Netzwerk von etwa 60 Kriminellen. Sie begehen Raubüberfälle und Einbrüche. Bevorzugte Beute sind Juwelen, Schmuck und edle Uhren. Seit mehr als zehn Jahren ist die Truppe international unterwegs. Die Tatorte liegen in Europa, Asien und den Golfstaaten. Aus dem Netzwerk finden sich für einzelne Taten Kleingruppen zusammen. Ermittler gehen davon aus, dass die Bande bei ihren weltweiten Reisen 120 Millionen Euro Beute gemacht hat.

Im Jahr 2009 gelang es der französischen Polizei zwei Personen festzunehmen, die dem Netzwerk zugerechnet werden, was nicht zu einer Schwächung der Bande führte, deren Angehörige fast ausnahmslos aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Spuren der Täter führen immer wieder in die Nähe von Niš, der zweitgrößten Stadt in Zentralserbien. Von dort stammt der harte Kern der Verbindung. Bei der Tatausführung fällt das skrupellose Vorgehen, die Vertrautheit mit Waffen der Bandenmitglieder auf. Hintergrund dürfte sein, dass es sich meist um ehemalige Soldaten oder Mitglieder von Milizen handelt.

Den Spitznamen haben sie, in Anspielung an die Filmkomödie „Der rosarote Panther“ mit Peter Sellers aus dem Jahr 1963, von der britischen Polizei erhalten.

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Quellen