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December 20, 2007

Schweres Zugunglück in Pakistan

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Schweres Zugunglück in Pakistan

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Veröffentlicht: 12:59, 20. Dez. 2007 (CET)
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Karatschi (Pakistan), 20.12.2007 – Nahe der pakistanischen Stadt Mehrabpur entgleisten am Mittwochmorgen kurz nach 2:00 Uhr Ortszeit mindestens zwölf Waggons eines Nachtzugs, der von Karatschi auf dem Weg nach Lahore war. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 56, etwa 120 Personen wurden verletzt.

Behördenangaben zufolge sollen schlechte Gleise für den Unfall verantwortlich sein. Mehrere Waggons des Zuges – vollgepackt mit Fahrgästen, die von dem Islamischen Opferfest auf dem Weg nach Hause waren – rutschten ins Wasser.

In Dunkelheit und Kälte hatten die Hilfskräfte, die nur unzureichend ausgerüstet waren, Schwierigkeiten, die vielen Verletzten zu bergen. In der Nähe wohnende Bewohner halfen mit, die Verwundeten mit Rikscha oder Eselskarren wegzubringen.

Während der letzten Jahre starben hunderte Menschen bei Zugunglücken in Pakistan. Als im Juli 2005 drei Züge aufeinanderprallten, starben allein 150 Menschen.

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October 20, 2007

Attentat in Karatschi fordert 136 Menschenleben

Veröffentlicht: 11:00, 20. Okt. 2007 (CEST)
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Karatschi (Pakistan), 20.10.2007 – Vermutlich Selbstmordattentäter hatten bei den Feierlichkeiten zur Rückkehr der ehemaligen pakistanischen Premierministerin Benazir Bhutto zwei Explosionen ausgelöst. Der Anschlag forderte 136 Tode, mindestens 387 Personen erlitten Verletzungen.

Unter den Opfern waren viele Angehörige von Bhuttos Volkspartei, ein Kameramann eines lokalen Fernsehsenders und zwanzig Sicherheitsoffiziere. Präsident Pervez Musharraf nannte den Anschlag eine „Verschwörung gegen die Demokratie“.

Nach einer ersten kleinen Explosion kam es zu einer weiteren Zündung vor dem Vehikel Bhuttos. Dabei wurden die Scheiben und Türen zerstört. Bhutto selbst blieb unverletzt und wurde eilig in Sicherheit gebracht. Polizeiwagen nahmen den Großteil der Explosion auf.

Ein Sprecher der PPP (Bhuttos Pakistanische Volkspartei, englisch: „Pakistan People’s Party“) berichtete, dass überall Blut und Chaos war. Man habe nicht gewusst, was los war und was man tun sollte.

Bhutto schloss aus, dass das Attentat ihr als Person gegolten habe. Der Angriff habe vielmehr der Demokratie sowie der Einheit und Integrität Pakistans gegolten. Als die für sie gefährlichsten Gruppen benannte die Politikerin die Al Qaida, die Taliban und eine Gruppe von Selbstmordattentätern, die Bhutto jedoch nicht näher benannte. Sie verlangte eine Untersuchung, warum die Lichter ausgeschaltet waren, wodurch es schwieriger war, Personen zu kontrollieren. Einzelne Leute würden Machtmissbrauch betreiben, vermutet die 54-Jährige.

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  • Benazir Bhutto kehrte nach acht Jahren zurück nach Pakistan (19.10.2007)
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October 19, 2007

Benazir Bhutto kehrte nach acht Jahren zurück nach Pakistan

Veröffentlicht: 09:15, 19. Okt. 2007 (CEST)~
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Benazir Bhutto

Benazir Bhutto

Karatschi (Pakistan), 19.10.2007 – Unter schwersten Sicherheitsvorkehrungen kehrte gestern die ehemalige pakistanische Ministerpräsidentin Benazir Bhutto nach achtjährigem Exil unter Tränen in ihr Heimatland zurück. Mehr als 250.000 Anhänger bereiteten ihr einen begeisterten Empfang in der Millionenmetropole Karatschi.

Taliban und Angehörige des Al-Kaida-Netzwerks hatten im Vorfeld ihrer Rückkehr mit Anschlägen auf ihr Leben gedroht. Trotz der über 20.000 Polizisten, Soldaten und anderen mit Spürhunden ausgerüstete Spezialkräften, die Bhutto vor möglichen Attentaten schützten sollten, explodierten zwei Sprengsätze kurz nacheinander und brachten die Wagenkolonne der Führerin der Pakistanischen Volkspartei (PPP) zum Stillstand. Mindestens 100 Menschen sollen dabei getötet worden sein, darunter auch 20 Polizisten. Es wird jedoch erwartet, dass die Opferzahlen noch weiter steigen.

Bhutto steht für eine Modernisierung und Annäherung des Landes an den Westen. In ihrer Autobiografie schrieb sie: „Ich bin ein Symbol dessen, was die sogenannten Jihadisten, die Taliban und die Al-Kaida am meisten fürchten. Ich bin eine politische Führerin, die darum kämpft, Moderne, Kommunikation, Bildung und Technik nach Pakistan zu bringen.“ Ihre heutige Ankunft sowie die sich anschließende Demonstration sind der Auftakt zu ihrer geplanten Präsidentschaftskandidatur im Januar des kommenden Jahres. Bereits vor ihrer Ankunft hatte Bhutto gegenüber Journalisten geäußert, sie verfolge das Ziel die Demokratie in ihrem Land wieder herzustellen und das Ende der Militärdiktatur herbeizuführen. Der amtierende Präsident Pervez Musharraf war 1999 durch einen Staatsstreich an die Macht gelangt.

Bhutto hatte im Jahr 1999 Pakistan verlassen, nachdem Korruptionsvorwürfe ihr gegenüber laut geworden waren. Voraussetzung ihrer heutigen Rückkehr war ein Dekret des pakistanischen Präsidenten, laut dem die gegen Bhutto erhobenen Korruptionsvorwürfe juristisch nicht weiter verfolgt werden sollen. Es wird erwartet, dass Bhutto sich mit dem amtierenden Präsidenten Musharraf die Macht nach einer erfolgreichen Wahl teilen könnte, also unter ihm als Präsident als Ministerpräsidentin des Landes fungieren soll.

Es stehen aber noch Entscheidungen des obersten Gerichts Pakistans aus, in dem sowohl die Rechtmäßigkeit der vergangenen Präsidentschaftswahl, die von der Opposition boykottiert worden war und bei der Musharraf in seinem Amt bestätigt worden war, als auch die Amnestie für Bhutto geprüft werden sollen.

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January 28, 2006

Weltsozialforum in Caracas diskutiert über eine andere Weltordnung

Weltsozialforum in Caracas diskutiert über eine andere Weltordnung

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Artikelstatus: Fertig 21:42, 28. Jan. 2006 (CET)
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Caracas (Venezuela), 28.01.2006 – Das „Weltsozialforum“ (WSF), das zurzeit in der venezolanischen Hauptstadt Caracas stattfindet, versteht sich als Gegenveranstaltung zu dem alljährlich in Davos stattfindenden Weltwirtschaftsforum, auf dem sich die politische und wirtschaftliche Elite der Welt versammelt, um über globale Fragen der Wirtschaftsentwicklung zu debattieren. Die Organisatoren des Weltsozialforums setzen dagegen auf die Demokratie von unten, um den sozialen Emanzipationsbewegungen weltweit eine Stimme zu geben.

Das Weltsozialforum war am Dienstag mit einem „Marsch gegen Imperialismus und Krieg“ durch die venezolanische Hauptstadt eröffnet worden. Es ist das sechste Treffen seiner Art. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung, zu der über 100.000 Menschen erwartet werden, lautet: „Eine andere Welt ist machbar“. In 2200 Diskussionsrunden wollen sich die Teilnehmer über alternative Konzepte zur Globalisierungspolitik verständigen und austauschen.

Das WSF findet dieses Jahr erstmals auf drei Kontinenten statt: außer in Venezuela finden Treffen in Bamako (Mali) sowie in Karatschi (Pakistan) statt. Das Treffen in Karatschi wird wegen des Erdbebens auf einen späteren Zeitpunkt, wahrscheinlich im Sommer, verschoben.

In den internationalen Medien stand der Auftritt des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez heute im Mittelpunkt, der seine Rede vor den Teilnehmern des Forums zu einem Frontalangriff auf die US-Politik unter dem Präsidenten George W. Bush nutzte.

Breiten Raum in den Diskussionsforen nehmen aber andere Fragen ein wie beispielsweise Diskussionen um eine neue Informationskultur. Ein Vertreter einer brasilianischen Nichtregierungsorganisation nannte die „Garantie des Menschenrechtes auf Kommunikation“ eine „Voraussetzung für eine gerechte Weltordnung“. Neue Medien wie das Internet und die Digitalisierung des Fernsehens erhöhten seiner Ansicht nach die Möglichkeit zur Interaktivität und damit auch die Möglichkeit zur Verbreitung von Informationen durch neue Akteure der Mediengesellschaft mit der Perspektive einer Demokratisierung der Informationsgesellschaft – jedoch abhängig von den Interessen, die sich in diesem Prozess durchsetzen können.

Das Treffen dauert noch bis zum kommenden Montag.

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July 13, 2005

Schwerer Zugunfall in Pakistan

Filed under: Bahnunfall,Karatschi,Themenportal Asien — admin @ 5:00 am

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Schwerer Zugunfall in Pakistan

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Karatschi (Pakistan), 13.07.2005– Bei einem schweren Zugunfall in der pakistanischen Provinz Sindh kamen mindestens 120 Menschen ums Leben.

Am Dienstag um 04:00 Uhr Ortszeit kam es in der Provinz Sindh im Süden Pakistans zum Zusammenstoß dreier Schnellzüge. Abdul Wahab Awan, Direktor der Bahgesellschaft Pakistan Railways erklärte, dass der Zugführer des Schnellzugs von Lahore nach Karachi ein Stoppsignal missachtet habe und auf einen stehenden Personenzug aufgefahren sei. Ein dritter anfahrender Zug sei dann in die Unfallstelle hineingefahren.

Mindestens 13 Waggons seien entgleist. Zur Bergung der Opfer werden Soldaten eingesetzt, Präsident Pervez Musharraf hat eine Untersuchung des Unfalls angekündigt, bei dem sich mehrere hundert Menschen verletzt haben und mindestens 120 Menschen gestorben sind. Die Verletzten werden in Krankenhäusern in drei nahegelegenen Städten behandelt.

Angehörige von Reisenden haben sich vor dem Hauptbahnhof in Karatschi versammelt um Auskünfte zu verlangen. Nach Angaben von Vertretern der Bahn gibt es jedoch keine Passagierlisten. Offenbar befanden sich viele Urlauber aus Karatschi in den Zügen.

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March 25, 2005

Extreme Infektionsgefahr in Krankenhäusern der „Dritten Welt“

Extreme Infektionsgefahr in Krankenhäusern der „Dritten Welt“

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Karatschi (Pakistan), 25.03.2005 – Säuglinge, die in Krankenhäusern in Entwicklungsländern geboren werden, erkranken bis zu 20 Mal häufiger an einer Infektion als in der übrigen Welt. Wissenschafter der Aga Khan University machen dafür die schlechten hygienischen Bedingungen in den Geburtenstationen verantwortlich.

Sie gehen davon aus, dass gegen bis zu 70 Prozent der Neugeborenen-Infektionen eine Behandlung durch Antibiotika nicht möglich ist, weil die Erreger resistent sind. Die Angst vor einer Infektion könne die Menschen sogar daran hindern, in ein Krankenhaus zu gehen. Nach einem Bericht der BBC seien 62 Studien aus Asien, Afrika und Lateinamerika ausgewertet worden. Es werde geschätzt, dass jährlich 1,6 Millionen Babys in Entwicklungsländern Infektionen während der Schwangerschaft und nach der Geburt zum Opfer fallen. Drei Viertel dieser Todesfälle entfallen auf Südasien und Schwarzafrika, heißt es.

Der Ergebnisauswertung der Einzelstudien zufolge werde in Krankenhäusern häufig unhygienisch gearbeitet und damit das Infektionsrisiko dramatisch erhöht. In manchen Einrichtungen müssten drei Kinder ein Bett teilen. Nur ein bis zwei Krankenschwestern stünden durchschnittlich für eine Station mit 60 Säuglingsbetten zur Verfügung. Die Anzahl der Infektionen im Blutkreislauf sei bis zu 20 Mal höher als das Maximum von fünf pro 1.000 in den Industrieländern. Zahlreiche Infektionen würden durch den gegen Methicillin resistenten „Staphylococcus Aureus“ (MRSA) ausgelöst. In Südasien seien 56 Prozent aller getesteten Staphylococcus-Aureus-Proben gegen das Antibiotikum Methicillin resistent gewesen. MRSA sei in Magensonden, Kathedern, Brutkästen und Matratzen gefunden worden. Hauptverbreitungsursache für das häufige Auftreten des Staphylococcus Aureus seien jedoch die Hände des medizinischen Personals.

Eine weitere erhebliche Bedrohung gehe vom Bakterium „Klebsiella pneumoniae“ aus, das für den Tod von 320.000 Kleinkindern und Ungeborenen in den Entwicklungsländern verantwortlich gemacht wird. Das Team um Anita Zaidi kam der Meldung zufolge zu dem Schluss, dass die Infektionen auf einen Mangel an Wissen und Ausbildung in Kombination mit einer unzureichenden Infrastruktur und zu geringen finanziellen Mitteln zurückgeführt werden können. Die hohen Infektionsraten bedeuteten sogar, dass die Überlebenschancen eines Kindes durch die Einlieferung ins Krankenhaus potenziell verringert würden. Die Kontrolle der Infektionen in den Krankenhäusern der Entwicklungsländer müsse ein Teil des internationalen Programms zur Verbesserung des Gesundheitssystems werden, fordern die Wissenschaftler. Die Details der Studie wurden in The Lancet publiziert.

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December 6, 2004

Indischer Premierminister Singh kündigt Pakistan-Besuch an

Indischer Premierminister Singh kündigt Pakistan-Besuch an

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Minister Singh

Neu-Delhi (Indien) / Islamabad (Pakistan), 06.12.2004 – Der indische Premierminister Manmohan Singh kündigte am 6. Dezember in Neu-Delhi einen Besuch beim benachbarten Dauerrivalen Pakistan an. Die Tageszeitung „The Hindu“ berichtet mit Berufung auf den indischen Botschafter in Karachi, dass Singh den Wunsch geäußert habe, möglichst früh im kommenden Jahr zu einem Besuch in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu reisen. Der Besuch kann als weiterer Schritt gesehen werden, die traditionell kritischen Beziehungen zwischen den beiden verfeindeten Atommächten zu verbessern. Singh, der im Mai diesen Jahres in das höchste Staatsamt gewählt worden war, wurde selbst im heute pakistanischen Teil der Region Punjab geboren.

Unterdessen haben heute in Neu-Delhi die Regierungsverhandlungen über eine neue Busverbindung zwischen dem indischen und dem pakistanischen Teil Kaschmir begonnen. Noch vor knapp zwei Jahren, im Frühjahr 2002, hatten die Nachbarstaaten in Kaschmir am Rande eines Krieges gestanden.

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  • USA liefern F-16-Kampfflugzeuge an Pakistan (26.03.2005)

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