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February 16, 2012

Honduras: Hunderte Tote bei Gefängnisbrand

Honduras: Hunderte Tote bei Gefängnisbrand

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Veröffentlicht: 17:24, 16. Feb. 2012 (CET)
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Präsident Porfirio Lobo Sosa

Comayagua (Honduras), 16.02.2012 – In einem Gefängnis in der Stadt Comayagua tobt ein Feuer. Der Sicherheitsminister von Honduras, Pompeyo Bonilla, sagte zu dem Brand, dass man mit mindestens 350 Toten (Bild) rechnen müsse. Um eine rückhaltlose Aufklärung zu ermöglichen, seien mehrere Verantwortliche des Justizvollzugs entlassen worden.

Am Dienstag, gegen 22.50 Uhr (Ortszeit), war der Brand im Gefängnis ausgebrochen. Als Ursache wird ein Kurzschluss oder Brandstiftung vermutet. In der Strafanstalt waren zu diesem Zeitpunkt 900 Menschen untergebracht. Danilo Orellana, der Leiter des Gefängnisses, sagte über die verstorbenen Insassen, dass die Todesursache zumeist Ersticken war. Schwere Vorwürfe machte ein Angehöriger eines toten Gefangenen: Viele Menschen seien nur gestorben, da die Wachen die Türen nicht geöffnet hätten. Anfangs wurde von einer Gefangenenmeuterei ausgegangen. Nach anderen Berichten soll die Feuerwehr viel zu spät reagiert haben. Präsident Porfirio Lobo sprach von einer nicht akzeptablen Tragödie und versprach Aufklärung.

Für eine Brandstiftung spricht der Bericht einer Sozialarbeiterin. Sie hatte telefonischen Kontakt zu einem Gefangenen. Dieser hatte ihr berichtet, dass ein Mithäftling ihm gesagt habe: „Ich werde einen Brand legen, und wir werden alle sterben.“

Comayagua liegt 61 Kilometer nördlich von Tegucigalpa, Honduras Hauptstadt, und 125 Kilometer südlich von San Pedro Sula und hat 87.000 Einwohner.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Brände
  • Portal:Nordamerika

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July 3, 2010

Fußball-WM: Portugal deklassiert Nordkorea

Fußball-WM: Portugal deklassiert Nordkorea

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Veröffentlicht: 17:02, 3. Jul. 2010 (CEST)
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Kapstadt / Johannesburg / Port Elizabeth (Südafrika), 03.07.2010 – Mit einem 7:0-Kantersieg hat Portugal das Team aus Nordkorea deklassiert. Spanien setzte sich gegen Honduras mit 2:0 durch. Chile gewinnt 1:0 durch einen Strafstoß gegen die Schweiz. Der Ärger im und um das französische Team und die Suspendierung von Nicolas Anelka erfuhr seine Fortsetzung.

Portugal – Nordkorea
7:0 (1:0)

Die rund 60.000 Zuschauer im Dauerregen von Kapstadt sahen einen wahren Torregen, den Portugal über Nordkorea niedergehen ließ. Schiedsrichter Pablo Pozo aus Chile bedachte beide Mannschaften mit jeweils zwei gelben Karten. Portugal hat sich damit eine gute Ausgangsposition verschafft, um in das Achtelfinale des Turniers einzuziehen. „Es war heute wichtig, so viele Tore zu schießen“, sagte Portugals Trainer Carlos Queiroz. Grund zum Jubeln hat er: selbst eine Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Brasilien würde die Portugiesen weiterkommen lassen, sofern nicht im zeitgleich stattfindenden Spiel die Mannschaft von der Elfenbeinküste nicht ähnlich viele Tore gegen die Nordkoreaner schießen würde. Das Ausscheiden Nordkoreas steht nach der zweiten Niederlage bereits fest.

Vorläufige Tabelle der Gruppe G
Rang Land Tore Punkte
1 Brasilien Brasilien 5:2 6
2 Portugal Portugal 7:0 4
3 Elfenbeinküste Elfenbeinküste 1:3 1
4 Nordkorea Nordkorea 1:9 0

Mit einer auf vier Positionen veränderten Mannschaft – Tiago, Miguel, Simão und Hugo Almeida ersetzten Deco, Paulo Ferreira, Danny und Liédson – gingen die Portugiesen in das Spiel und zwangen die Nordkoreaner vom Beginn an in die Defensive. Die erste Tormöglichkeit hatte Portugal in der dritten Minuten durch Christian Ronaldo. Nach einem Eckball in der siebten Minute hatte Innenverteidiger Ricardo Carvalho die Möglichkeit, das Führungstor zu erzielen. Sein Kopfstoß traf jedoch nur den Pfosten. Die Nordkoreaner hatten in der elften Minute die erste gefährliche Situation für das portugiesische Tor, doch Cha Jong-hyoks Distanzschuss aus 25 Metern ging jedoch etwa einem Meter am Tor vorbei. Weitere Tormöglichkeiten ergaben sich für die Nordkoreaner in der 18. Minute durch Hong Yong-jo und Ji Yun-nam. Doch schließlich war es Raul Meireles vom FC Porto, der nach einem Zuspiel von Tiago aus zehn Metern mit einem Flachschuss das Führungstor für die Portugiesen erzielte. Die Westeuropäer hatten in der Folge das Spiel unter Kontrolle und erspielten sich weitere Möglicheiten, ein weiteres Tor fiel jedoch in der ersten Halbzeit nicht mehr.

Die erste Torchance in der zweiten Halbzeit hatte in der 53. Minute Almeida, doch sein Schuss verfehlte das Tor knapp. In derselben Minute nutzte Simão ein Zuspiel von Meireles und schoss zwischen den Beinen des herauseilenden nordkoreanischen Torhüter hindurch ins Tor. In der 57. Minute erhöhte Almeida nach einer Flanke von Coentrao mit einem Kopfball und vier Minuten später traf Tiago. Auch die letzten drei Tore der Partie fielen innerhalb weniger Minuten durch Lieson (81.), Ronaldo (87.) und Tiago (89.). Für Ronaldo endete damit eine Durststrecke von elf Länderspielen, in der der Stürmer torlos geblieben war.

Das 7:0 ist der höchste Sieg in der Geschichte der portugiesischen Fußball-Nationalmannschaft. Den Nordkoreanern gelang im zweiten WM-Spiel gegen Portugal die Revanche für Niederlage bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 nicht. Damals unterlagen die Asiaten mit 5:3, nachdem sie bereits mit 3:0 geführt hatten. Der Matchwinner für die Portugiesen war seinerzeit Eusébio, der vier der fünf portugieischen Tore erzielte.

Chile – Schweiz
1:0 (0:0)

34.872 Zuschauer verfolgten im Nelson-Mandela-Bay-Stadion in Port Elizabeth die Arbeit des saudi-arabischen Schiedsrichters Khalil Ibrahim Al Ghamdi, der neun Gelbe Karten zückte – sechs für die Südamerikaner und dreimal für einen schweizerischen Spieler – und darüber hinaus den Schweizer Behrami vom Platz stellten. Deutlich unzufrieden mit der Arbeit des Schiedsrichters äußerte sich nach dem Spiel der Trainer der Schweizer, Otmar Hitzfeld: „Die Rote Karte war aus meiner Sicht keine. Das war nicht mal eine Gelbe. Ich finde, dass bei einer WM nur die besten Schiedsrichter pfeifen sollten, die auch sonst in den großen Ligen pfeifen – und nicht irgendwo am Strand.“

Beide Mannschaften gingen zunächst vorsichtig in das Spiel. Die Verhinderung eines frühen chilenischen Führungstors haben die Schweizer ihrem Torhüter Diego Benaglio zu verdanken, der zunächst Arturo Vidals Schuss abwehrte und dann den Nachschuss von Carlos Carmona hielt. Die chilenische Abwehr verhinderte ein Durchkommen der Schweizer im Mittelfeld. Nach einem zu kurzen Rückpass von Verteidiger Mauricio Isla in der 28. Minute konnte Chiles Torwart Claudio Bravo nur mühsam gegen den heransprintenden schweizerischen Stürmer Blaise Nkufo abwehren. Drei Minuten später zeigte Schiedsrichter Al-Ghamdi Behrami die Rote Karte, nachdem dessen Arm ins Gesicht Vidals gefahren war. Gegen zehn Schweizer kamen die Chilenen nur stärker ins Spiel und Hitzfeld ersetzte Stürmer Alexander Frei in der 42. Minute durch Tranquillo Barnetta.

Nach der Pause spielte statt Vidal und Humberto Suazo die offensiveren Spieler Mark González und Jorge Valdivia. Sanchez erzielte in der 49. Minute ein Tor, das der saudi-arabische Schiedsrichter jedoch nicht gab, weil drei Chilenen im Abseits standen. In der 56. Minute parierte Benaglio eine Möglichkeit von Sanchez nach einem Abwehrfehler von Stephane Grichting. In der 65. Minute nahm Chiles Trainer Mittelfeldmann Matías Fernández vom Platz und brachte dafür den Stürmer Esteban Paredes ein, drei Minuten später wechselte Hitzfeld Nkufo gegen Eren Derdiyok aus.

Die Chilenen drängten weiter nach vorne. In der 75. Minute spielte Paredes den nach vorne gelaufenen Torwart Benaglio an der Strafraumgrenze aus und flankte an den langen Pfosten, wo González den Ball mit dem Kopf in das Tor beförderte. Auf den Rückstand reagierte Hitzfeld mit der Einwechslung von Albert Bunjaku, der in der 77. Minute für Gelson Fernandes kam. Paredes verfehlte in der 84. Minute und fünf Minuten später das Tor. Den Ausgleich auf dem Fuß hatte Derdiyok den Ausgleich kurz vor dem Abpfiff, hielt jedoch dem Druck nicht stand, sodass es beim 1:0 blieb.

Vorläufige Tabelle der Gruppe H
Rang Land Tore Punkte
1 Chile Chile 2:0 6
2 Spanien Spanien 2:1 3
3 Schweiz Schweiz 1:1 3
4 Honduras Honduras 0:3 0
Spanien – Honduras
2:0 (1:0)

54.386 Zuschauer waren im Ellis-Park-Stadion in Johannesburg, als der japanische Schiedsrichter Yūichi Nishimura zwei gelbe Karten für Honduras vergab und Spaniens David Villa in der 62. Minute einen Strafstoß nicht verwandeln konnte. Villa traf dennoch zweimal. Spaniens Trainer del Bosque erklärte nach dem Spiel, der Sieg sei wichtig gewesen und die Mannschaft sei „mit dem Ergebnis zufrieden“.

Der amtierende Europameister Spanien ging mit den beiden Stürmern Villa und Fernando Torres offensiv in das Spiel. Glück hatten die Zentralamerikaner, als Villas Fernschuss in der siebten Minute aus 25 Metern nur die Querlatte traf. Glück hatten auch die Spanier, als nach einem Steilpass von Walter Martínez David Suazo auf das spanische Tor zustürmte, doch der herauseilende spanische Torhüter Iker Casillas konnte Suazos Angriff an der Strafraumgrenze stoppen. Der sich anschließende Konter führte die Spanier bis in den Strafraum von Honduras. Villa verlud drei Verteidiger und schoss dann ins lange Eck. Spanien blieb auch nach dem Führungstor offensiv, vor allem über die Flügel, doch konnte die Mannschaft ihre Überlegenheit nicht ausnutzen, um Tore zu erzielen. Nach einer halben Stunde war dann die Luft raus aus dem spanischen Angriffsspiel. Glück hatte Villa, als der japanische Schiedsrichter seine Tätlichkeit gegen Emilio Izaguirre nicht sah.

Reynaldo Rueda, der Trainer der Honduraner, brachte nach der Halbzeitpause mit Georgie Welcome einen zweiten Stürmer, doch häufige Ballverluste machten die Bemühungen zunichte, zum spanischen Tor vorzudringen. Ein Ballverlust leitete auch das 2:0 in der 51. Minute ein, das Villa mit einem Schuss aus 20 Metern Torentfernung erzielte. Osman Chávez hatte den Ball noch abgefälscht. In der 62. Minute wurde Jesús Narvas von Izaguirre im Strafraum gefoult und Schiedsrichter Nishimura entschied auf Strafstoß. Villa schoss jedoch rechts am Tor vorbei. In der 66. Minute wurde der Schuss von Cesc Fàbregas, der direkt zuvor für Xavi eingewechselt wurde, auf der Torlinie abgewehrt, Sergio Ramos traf wenig später nur knapp am Tor vorbei. In der Schlussphase spielten die Spanier nur auf ein Halten des Torstandes. Eine weitere Chance auf sein drittes Tor im Spiel ließ sich Villa in der 87. Minute entgehen, als Sergio Mendoza seinen Schuss in höchster Not blockte.

Frankreichs Nationalmannschaft in Unordnung

Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech rechnete damit, dass einige seiner Spieler beim letzten Gruppenspiel gegen Südafrika nicht auflaufen wollen. Domenech beschuldigte die entsprechenden Spieler der „Blödheit“. Die Chancen Frankreichs auf ein Weiterkommen sind nach zwei Gruppenspielen gering. Nur wenn sich Mexiko und Uruguay nicht unentschieden trennen würden, bestanden für die „Bleus“ noch Chancen – und auch das nur bei einer ausreichend hohen Torzahl gegen Südafrika. „Profis müssen ein Vorbild sein. Was die Spieler gemacht haben, war dumm“, kritisierte Domenech den Trainingsboykott vom 19. Juni. Unmittelbar nach dem Abbruch des Trainings war Teammanger Jean-Louis Valentin zurückgetreten.

Von der französischen Presse wurde die Situation im französischen Team teilweise deutlich kritisiert. Für „Le Figaro“ hat sich das französische Team vor der ganzen Welt lächerlich gemacht und für „Le Parisien“ ist es „schon unerträglich, das schlechteste Team bei einer WM zu stellen. Aber auch noch das dümmste zu haben, ist“ für die Zeitung nicht tolerierbar. Ähnlich schonungslos sind auch ehemalige Nationalspieler. Emmanuel Petit bezeichnete die Vorgänge als „total unprofessionell“ und „traurig, beschämend“. Zinédine Zidane schimpfte, „wir sind hier bei einer WM. Da muss man sich doch zusammenreißen.“

Verärgerung hat die Mannschaft auch bei Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hervorgerufen. Er entsandte die Wirtschaftsministerin und frühere Synchronschwimmerin Christine Lagarde nach Südafrika. Diese kündigte an: „Die Zeit der Disziplinarmaßnahmen wird kommen.“ Sportministerin Roselyne Bachelot forderte wegen der „Empörung der Franzosen“ im französischen Staatsfernsehen TF1 von der Mannschaft die „Wahrung der Würde“. Die Kommunistische Partei Frankreichs bezeichnete die Vorgänge als „allgemeine Bankrotterklärung“, die rechtsextremistische Front National sprach von der „weltweiten Demütigung unserer Nation“.

Konsequenzen hat das Chaos in der französischen Nationalmannschaft wohl auch bei den Sponsoren. Crédit Agricole hat angekündigt, die „Equipe Tricolore“ nicht mehr finanziell unterstützen zu wollen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Fußball
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June 19, 2010

Fußball-WM: Schweiz schlägt Spanien, Südafrika vor dem Aus

Fußball-WM: Schweiz schlägt Spanien, Südafrika vor dem Aus

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Veröffentlicht: 13:44, 19. Jun. 2010 (CEST)
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Nelspruit / Durban / Pretoria (Südafrika), 19.06.2010 – Chile schlug am 5. Tag der Fußball-Weltmeisterschaft Honduras. Für die Chilenen war der Sieg historisch: es war der erste Sieg bei einer Weltmeisterschaftsendrunde seit 1962. Für die Mitfavoriten Spanien und Gastgeber Südafrika war der 16. Juni nicht sehr erfreulich: Spanien unterlag überraschend der Schweiz, die Südafrikaner verloren deutlich gegen Uruguay.

Honduras – Chile
0:1 (0:1)

Die schwächste Leistung auf dem Spielfeld zeigte Schiedsrichter Eddy Maillet von den Seychellen. Er pfiff mehrere Fouls nicht. Dennoch verteilte er drei Gelbe Karten aus, eine für Honduras und zwei für chilenische Spieler. Das Spiel im Mbombela-Stadion von Nelspruit sahen 32.664 Zuschauer, unter ihnen der Staatspräsident von Honduras, Porfirio Lobo Sosa. Honduras war insgesamt zuwenig angriffslustig und gelangte kaum aus der eigenen Spielhälfte hinaus. Für „La Roja“ war es auf den Tag genau nach 48 Jahren der erste Sieg bei einer WM-Endrunde.

Die erste Chance hatten die Chilenen bereits nach zwei Minuten durch einen von Matías Fernández getretenen Freistoß. Der Schuss war jedoch zu hoch angesetzt. In der neunten Minute prüfte der bei Bayer Leverkusen spielende Arturo Vidal den honduranischen Torwart Noel Valladares. Dieser konnte seinen Schuss nur mit Mühe unter Kontrolle bringen. Vidal hatte auch in der 25. Minute eine große Chance, per Kopfball erfolgreich zu werden. In derselben Minute gelangte der Ball vom bei Udinese spielenden Alexis Sánchez nur auf das Tornetz.

In der 34. Minute schließlich spielte Mauricio Isla einen Querpass nach Innen. Der Abwehrversuch des Honduraners Sergio Mendoza blieb an Jean Beausejour hängen, von dessen Oberschenkel der Ball ins Tor der Honduraner trudelte.

In der zweiten Halbzeit hatten die Chilenen zahlreiche Chancen, eine Entscheidung herbeizuführen. Die gefährlichsten davon stammten in der 62. Minute von Sanchez, der knapp am Tor vorbei schoss und zwei Minuten später ein Kopfball von Abwehrspieler Waldo Ponce, den Valladares parieren konnte. Doch bis zum Ende des Spieles fielen keine Tore mehr.

Vorläufige Tabelle der Gruppe H
Rang Land Tore Punkte
1 Chile Chile 1:0 3
1 Schweiz Schweiz 1:0 3
3 Honduras Honduras 0:1 0
3 Spanien Spanien 0:1 0
Spanien – Schweiz
0:1 (0:0)

62.452 Zuschauer verfolgten in Durban den Fehlstart der Spanier, die als Geheimfavoriten gelten. Schiedsrichter Webb aus England verteilte vier Gelbe Karten, ausnahmslos für Fußballer der von Ottmar Hitzfeld trainierten Schweizer. Den trotz der Niederlage im Spielverlauf deutlich überlegenen Spaniern könnte das Ergebnis im Achtelfinale Brasilien bescheren, keine verlockende Aussicht für das Team von der Iberischen Halbinsel. Die Schweiz verdankt den Sieg einem Konter durch Gelson Fernandes in der 53. Minute und der Leistung ihres Torwartes Diego Benaglio. Trainer Hitzfeld strich heraus, dass das Spielergebnis für die Schweizer „ein historischer Sieg“ sei, da diese zuvor noch nie gegen Spanier gewinnen konnten.

Die Spanier gingen mit acht Spielern an den Start, die während der Saison 2009/2010 mit ihren Vereinsmannschaften in der Champions League gespielt hatten, waren also klar favorisiert. Allerdings hatten die Spanier mit David Villa nur einen Stürmer aufgeboten. In der ersten Halbzeit dominierten die Spanier deutlich und setzten sich in der Schweizer Spielfeldhälfte fest. Torhüter Benaglio machte zwei Torchancen von Silva in der 17. und von Gerard Piqué in der 24. Minute zunichte. Zwei Minuten später hatten die Schweizer ihre einzige Gelegenheit in der ersten Halbzeit, als Reto Ziegler einen Freistoß trat. Dieser brachte jedoch nichts ein. In der 35. Minute verletzte sich Philippe Senderos bei einem Zusammentreffen mit Mannschaftskamerad Stephan Lichtsteiner und musste ausgewechselt werden.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte drängten die Spanier auf das Schweizer Tor und die Schweizer hielten nur dagegen. Doch in der 53. Minute gelangt ein langer Abschlag des Schweizer Torhüters bei Eren Derdiyok an der spanischen Strafraumgrenze. Der wird von Piqué angerempelt, überschlägt sich und verletzt seinen Gegenspieler mit seinen Stollen. Im selben Moment hatte jedoch Fernandes den Ball vor die Füße bekommen und schob zum einzigen Tor des Spieles ein. Die Spanier stürmten nach vorne, aber Villas Schüsse auf das Tor in der 58. Minute und zwei Minuten später konnte Benaglio abwehren. In der 64. Minuten schoss Andrés Iniesta knapp neben das Gehäuse. vorbei. Nach einem Eckstoß traf Xabi Alonso in der 69. Minute die Unterlatte.

Derdiyok hatte in der 75. Minute noch die Möglichkeit, zu erhöhen. Relativ ungehindert war er in den spanischen Strafraum gelangt, traf mit seinem Ball gegen die Laufrichtung von Torhüter Iker Casillas nur den Pfosten.

Südafrika – Uruguay
0:3 (0:1)

Die 42.658 Zuschauer im Loftus-Versfeld-Stadion von Pretoria hatten wenig Grund zum Jubeln, droht mit der 3:0-Niederlage doch das erste Aus der Ausrichtermannschaft in der Gruppenphase bei einer Weltmeisterschaft. Schiedsrichter Massimo Busacca gab zwei Gelbe und eine Rote Karte, alle für das Team Südafrikas.

Mit Diego Forlán, Luis Alberto Suárez Díaz und zusätzlich Edison Cavani in der Startaufstellung gingen die Uruguayer offensiv in das Spiel. Zwar ließen sich die Südamerikaner vom Vuvuzelalärm nicht beeindrucken, doch Torchancen erarbeiteten sie sich zunächst auch nicht. Doch in der 24. Minute wurde es still im Stadion. Forláns Schuss aus etwa 25 Metern wurde abgefälscht und Torhüter Itumeleng Khune musste hinter sich greifen. Die Südamerikaner führten 1:0. Die Südafrikaner kamen dadurch vollkommen aus dem Trott, konnten eine Chance fünf Minuten vor dem Seitenwechsel nicht nutzen.

In der 48. Minute machte Tsepo Masilela eine Chance von Cavani zunichte. Südafrika kam in der letzten halben Stunden phasenweise besser ins Spiel. In der 65. Minute ging Mphelas Kopfball aus kurzer Entfernung am Tor vorbei. Dann die 76. Minute: Südafrikas Torhüter Khune zog die Notbremse, sah rot. Der anschließende Elfmeter wurde vom Torschützen zum 2:0 verwandelt. Von da an hatte Südafrika den Südamerikanern nichts mehr entgegen zu setzen. In der 95. Minute schließlich gelang Álvaro Pereira noch das 3:0.

Südafrikas Trainer Carlos Alberto Parreira war nach dem Spiel schnell mit Schuldzuweisungen. Für ihn war Schiedsrichter Busacca „bislang der schlechteste Schiedsrichter in diesem Turnier, er hat von Anfang an gegen uns gepfiffen. Ich hoffe, ich sehe sein Gesicht nie mehr. Er hat es nicht verdient, hier zu sein.“

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June 2, 2010

Zahl der Opfer nach tropischem Sturm „Agatha“ stark gestiegen

Zahl der Opfer nach tropischem Sturm „Agatha“ stark gestiegen

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Veröffentlicht: 08:39, 2. Jun. 2010 (CEST)
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Karte Guatemalas

Guatemala-Stadt (Guatemala) / Tegucigalpa (Honduras) / San Salvador (El Salvador), 02.06.2010 – Die Zahl der Opfer im Zusammenhang mit den durch den tropischen Sturm „Agatha“ ausgelösten Starkregenfälle ist erheblich gestiegen. Nach den nun vorliegenden Informationen starben durch Erdrutsche, Sturzfluten und Überschwemmungen mindestens 175 Menschen, doch werden nach Behördenangaben noch zahlreiche Menschen vermisst. Die meisten der Opfer forderte die Naturkatastrophe in Guatemala, wo mindestens 152 Menschen umkamen. Aus Honduras werden bislang 14 und aus El Salvador mindestens neun Tote gemeldet. Mehr als 150.000 Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen, viele von ihnen wurden durch die Auswirkungen des Unwetters obdachlos. In Guatemala-Stadt ist ein dreistöckiges Haus in einem 60 Meter tiefen Krater verschwunden. Diese und andere Dolinen entstanden vermutlich dadurch, dass der dort weiche Untergrund durch abfließendes Wasser gelöst und mitgerissen wurde.

Nach Beurteilung des guatemaltekischen Präsidenten Álvaro Colom sind die sturm- und regenbedingten Schäden in seinem Land größer als die 1998 von Hurrikan Mitch verursachten Verwüstungen, denen 268 Menschen zum Opfer fielen. Zwar hatte sich „Agatha“ erst am Samstag, dem 29. Mai, zu einem tropischen Tiefdruckgebiet entwickelt und dann innerhalb weniger Stunden zum Sturm intensiviert, der allerdings mit maximalen andauernden Windgeschwindigkeiten von 75 km/h und einem zentralen Luftdruck von 1000 hPa nicht besonders stark war. Über dem Bergland Guatemalas verlor der Wirbelsturm rasch an Kraft und wurde vom National Hurricane Center, das von der Weltorganisation für Meteorologie mit der Beobachtung des tropischen Wettergeschehens im östlichen Pazifik beauftragt ist, abgestuft. Allerdings hatte das sich entwickelnde System bereits seit Donnerstag, dem 27. Mai, feuchte Luft auf das Festland befördert und zu Dauerregen geführt, und die langsame Zuggeschwindigkeit führte dazu, dass sich der Niederschlag gewaltig häufte. La Unión in El Salvador meldete für den Zeitraum 27. bis 31. Mai eine Niederschlagsmenge von 406,6 Litern pro Quadratmeter; zum Vergleich: In Frankfurt am Main fallen im ganzen Jahr etwa 660 Liter pro Quadratmeter.

Viele Straßen und Brücken wurden durch abfließendes Regenwasser unterspült. Muren aus Schlamm und Geröll sowie Hochwasser führende Gewässer schnitten Orte von der Außenwelt ab. Viele von den Fluten Eingeschlossene wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Die Hilfsmaßnahmen werden durch die Zerstörungen von Brücken behindert. So berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass 18 große Straßenbrücken durch die Fluten zerstört worden seien. Hilfslieferungen werden auch dadurch verzögert, dass der Flughafen von Guatemala-Stadt infolge von Vulkanasche immer wieder geschlossen werden muss. Mexiko hat Unterstützung angeboten und einen Flughafen im Grenzgebiet als Anlaufstelle zugesichert.

Die Kaffeepflanzer, die vor einigen Tagen noch zufrieden mit dem Regen waren, weil er die Asche des Vulkans Pacaya von den Pflanzen wusch, sind nun durch das anhaltend feuchte Wetter besorgt. Es droht ein zerstörerischer Pilz. Unterdessen sind die Kaffeepreise an den Terminbörsen für den Juli um über zwei Prozent gestiegen. Die Preise erreichten in New York mit 1,37 US-Dollar pro Pfund ein Saisonhoch. Guatemala ist der größte Erzeuger von Kaffee in Mittelamerika und auch in El Salvador waren die meisten Kaffeeanbaugebiete des Landes von den Auswirkungen des Tropensturms betroffen.

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December 1, 2009

Umstrittene Präsidentenwahl in Honduras

Umstrittene Präsidentenwahl in Honduras

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Veröffentlicht: 18:49, 1. Dez. 2009 (CET)
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Tegucigalpa (Honduras), 01.12.2009 – Porfirio Lobo, ein reicher Gutsbesitzer, hat die umstrittene Präsidentenwahl in Honduras mit über 56% der abgegebenen Stimmen gewonnen. Die Wahlbeteiligung war nach amtlichen Angaben mit 61% hoch, obwohl der abgesetzte Präsident Manuel Zelaya zum Boykott aufgerufen hatte. Zelaya war vor fünf Monaten vom Militär gestürzt worden. Auslöser war eine von Zelaya angestrebte Verfassungsänderung, um sich selbst eine zweite Amtszeit als Präsident zu ermöglichen.

Lobo erklärte, der Sieg nach dem Wahlergebnis zeige eine breite Zustimmung für den Kandidaten der oppositionellen Nationalen Partei. Aufgrund der Vorgänge im Zusammenhang mit dem Militärputsch und den Wahlvorbereitungen wird die neue Regierung bisher nicht international anerkannt.

Auf einer Kundgebung am späten Sonntagnachmittag versprach Lobo seinen Anhängern, er werde die Sicherheit verbessern, neue Arbeitsplätze schaffen und die internationalen Beziehungen ausbauen. Lobo machte deutlich, dass er grundlegende Veränderungen vornehmen wolle, damit Honduras wieder den Platz wie vor vier Jahren einnehmen könne, den das Land vor Zelayas Amtsantritt gehabt habe.

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September 26, 2009

Honduras: UN-Sicherheitsrat verurteilt Belagerung der brasilianischen Botschaft

Honduras: UN-Sicherheitsrat verurteilt Belagerung der brasilianischen Botschaft

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Veröffentlicht: 17:57, 26. Sep. 2009 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 26.09.2009 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat gestern an die derzeitigen Machthaber in Honduras appelliert, die Sicherheit der brasilianischen Botschaft in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa sicherzustellen. Dort hält sich der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya seit seiner Rückkehr am 21. September auf. Der brasilianische Außenminister Celso Amorim zeigte sich besorgt darüber, dass diejenigen, die für den Putsch gegen Zelaya verantwortlich sind, ihn nun gewaltsam verhaften wollen. Mehrere hundert Soldaten und Polizisten riegeln das Botschaftsgeläde derzeit ab.

Vor dem Weltsicherheitsrat stellte Celso Amorim die Lage rund um die brasilianische Botschaft dar. Demzufolge wurden dort die Stromleitungen, die Wasserversorgung und die Telefonverbindungen gekappt. Auch das Mobilfunknetz werde gestört. Die Versorgung der Botschaft mit Nahrungsmitteln sei eingeschränkt, ebenso wie die Bewegungsfreiheit des Botschaftspersonals. Der Sicherheitsrat rief beide Parteien zur Ruhe auf und forderte von ihnen, eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sagte der Sicherheitsrat seine Unterstützung bei Vermittlungsbemühungen zu.

Auf einer Pressekonferenz erhob Zelaya schwere Anschuldigungen gegen die Militärs und Polizisten. Sie hätten die Botschaft mit Nervengas angegriffen. „Sie wollen keine Gespräche, sie setzen auf militärische Macht. Sie wollen uns einschüchtern, Angst machen und terrorisieren mit dem Ziel, ihr Verbrechen gegen das honduranische Volk zu vollenden“, sagte Zelaya in Richtung der De-facto-Regierung von Roberto Micheletti. Rund 60 Menschen in der Botschaft litten nun an Atembeschwerden oder spuckten Blut. Die honduranische Polizei behauptet, kein Gas gegen die Botschaft eingesetzt zu haben.

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September 21, 2009

Honduras: Gestürzter Präsident Manuel Zelaya offenbar wieder im Land

Honduras: Gestürzter Präsident Manuel Zelaya offenbar wieder im Land

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Veröffentlicht: 22:26, 21. Sep. 2009 (CEST)
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Tegucigalpa (Honduras), 21.09.2009 – Am 28. Juni 2009 hatten Militärs den honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya für abgesetzt erklärt und ihn zum Verlassen des Landes gezwungen. Nun ist es ihm nach eigenen Angaben gelungen, wieder nach Honduras zurückzukehren. Zelaya, der sich seit dem Putsch in Nicaragua aufhielt, sagte dies heute gegenüber dem honduranischen Fernsehsender „36“, ohne genauere Angaben über seine Einreise zu machen. Gleichzeitig erklärte der gestürzte Präsident, er sei gekommen, um sein Amt wieder zu übernehmen.

„Reuters“ zitiert einen nicht namentlich genannten „engen Mitarbeiter“ Zelayas. Dieser Quelle zufolge hält sich Zelaya in einem Gebäude der Vereinten Nationen in Tegucigalpa, der Hauptstadt des mittelamerikanischen Staates, auf. Ein UN-Sprecher dementierte diese Darstellung am Nachmittag jedoch. Die De-Facto-Regierung des vom Parlament nach dem Putsch eingesetzten Präsidenten Roberto Micheletti zeigte sich angesichts der Nachricht von der möglichen Rückkehr Zelayas skeptisch. Laut „Reuters“ geht sie davon aus, dass Manuel Zelaya nach wie vor in Nicaragua weilt. Die Übergangsregierung hat mehrmals verlauten lassen, der gestürzte Präsident werde verhaftet, sobald er Honduras betrete.

Hintergrund des Putsches durch konservative Kräfte war ein von Zelaya geplantes Referendum, das eine Verfassungsänderung hätte ermöglichen können. Die aus dem Putsch hervorgegangene Regierung ist international isoliert. Die Europäische Union, die US-Regierung und viele lateinamerikanische Regierungen haben den Putsch verurteilt.

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April 18, 2008

Auch Honduras wird von einer Hungerkrise heimgesucht

Auch Honduras wird von einer Hungerkrise heimgesucht

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Veröffentlicht: 20:35, 18. Apr. 2008 (CEST)
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Lage von Honduras

Tegucigalpa (Honduras), 18.04.2008 – Nachdem in den vergangenen Wochen von gewalttätigen Protesten gegen die Verteuerung von Lebensmitteln auf Haiti berichtet worden war, ist offenbar auch in Honduras eine Hungerrevolte ausgebrochen. Von zehntausenden demonstrierenden Menschen in den Städten Honduras’ ist die Rede.

In der Hauptstadt Tegucigalpa haben Arbeiter, Studenten, Lehrer und Bauern am Donnerstag Straßenblockaden errichtet. Sie fordern höhere Löhne und eine staatliche Kontrolle der Lebensmittelpreise sowie der Preise für Gas und Strom. Die Sicherheitskräfte setzten auch Tränengas gegen die Demonstranten ein. 1.000 Soldaten sollen die Polizeikräfte bei der Auflösung der Blockaden unterstützen. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen sollen, wie heute gemeldet wurde, sieben Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt worden sein. Mehrere Personen wurden verhaftet. Die Auseinandersetzungen dauerten auch heute noch an.

Die honduranische Regierung hat inzwischen einen Notplan zur Bekämpfung der Ernährungskrise angekündigt. Die Regierung will dafür umgerechnet etwa 67 Millionen Euro bereit stellen. Mit dem Geld sollen landwirtschaftliche Flächen in Honduras mit Mais und Bohnen bepflanzt werden. Die hohe Abhängigkeit von ausländischen Lebensmittellieferungen soll so abgeschwächt werden. Die Preise für Reis und Bohnen sind in Honduras seit Oktober 2007 um 20 Prozent gestiegen.

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December 23, 2005

IWF: Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Erde

IWF: Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Erde

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Artikelstatus: Fertig 00:48, 23. Dez. 2005 (CET)
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Washington, D. C. (Vereinigte Staaten), 23.12.2005 – Der Internationale Währungsfonds (IWF) gab gestern einen Schuldenerlass für 19 der 20 ärmsten Länder der Erde bekannt. Auf ihrem Gipfeltreffen in Gleneagles hatten die Regierungschefs der führenden Industrienationen und Russlands beschlossen, einen solchen Schuldenerlass herbeizuführen.

Der Beschluss, dem nun das Exekutivdirektorium des IWF zugestimmt hat, umfasst ein finanzielles Volumen von 3,3 Milliarden US-Dollar. Diesen Betrag schulden die ärmsten Länder dem IWF, der Weltbank sowie der Afrikanischen Entwicklungsbank. Durch den Schuldenerlass soll diesen Ländern der finanzielle Spielraum zur Entwicklung ihrer Wirtschaft gegeben werden. Der Beschluss steht im Zusammenhang mit den Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, die bis zum Jahre 2015 eine Halbierung der weltweiten Armut vorsehen.

In den Genuss des Schuldenerlasses, der am 1. Januar 2006 in Kraft tritt, gelangen zunächst die folgenden vorwiegend afrikanischen Länder: Benin, Burkina Faso, Äthiopien, Ghana, Madagaskar, Mali, Mosambik, Niger, Ruanda, Senegal, Tansania, Uganda und Sambia. Vier mittel- bzw. südamerikanische Länder gehören ebenfalls dazu: Bolivien, Guyana, Honduras, Nicaragua, außerdem die asiatischen Länder Kambodscha und Tadschikistan.

Bilaterale Schulden sind von diesem Schuldenerlass ausgenommen, ebenso wie Schulden bei anderen Banken und Organisationen neben dem IWF, der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank. Mauretanien, das zu den 20 ärmsten Ländern der Erde gehört, muss noch nachweisen, dass die durch den Schuldenerlass eingesparten Gelder tatsächlich für die Armutsbekämpfung eingesetzt werden. Es sei möglich, so Rodrigo Rato, Generaldirektor des IWF, dass weiteren Ländern die Schulden erlassen werden. Diese müssten jedoch noch weitere Fortschritte aufweisen.

Zu den Ländern, denen eventuell ebenfalls die Schulden erlassen werden, zählen Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Komoren, Malawi, Myanmar, Laos, Liberia, die Republik Kongo, Sao Tomé und Príncipe, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Togo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Dazu wurden aber noch keine Beschlüsse gefasst.

Die Hilfsorganisation Oxfam begrüßte die Entscheidung des IWF, fordert aber einen umfangreicheren Schuldenerlass. Weitere 60 Länder benötigten ebenfalls einen Schuldenerlass, um die Armut zu bekämpfen, sagte Max Lawson, ein Sprecher der Hilfsorganisation.

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