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November 9, 2005

Suche nach flüchtigem Rumänen per Polizeihubschrauber

Suche nach flüchtigem Rumänen per Polizeihubschrauber

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Altdorf bei Nürnberg (Deutschland), 09.11.2005 – Ein 25-jähriger Rumäne entkam der Polizei bei einer Fahndung am Montagabend gegen 22:35 Uhr. Er war nach einer Verkehrskontrolle auf der A 3 Richtung Regensburg geflüchtet. Auch die Suche per Polizeihubschrauber brachte keinen Erfolg.

Die Polizei lotste das Fahrzeug mit vier Personen von der Autobahn ins Stadtgebiet von Altdorf. Bevor die Beamten zum Wagen herantreten konnten, flüchtete einer der vier Insassen. Im Wagen befand sich der Ausweis des Flüchtenden. Eine Kontrolle der Daten ergab, dass nach ihm gesucht wurde, da er abgeschoben werden sollte. Die anderen drei Personen im Wagen stammten ebenfalls aus Rumänien. Sie gaben an, Touristen zu sein. Den vierten Mann wollten sie soeben erst auf einer Autobahnraststätte kennengelernt und mitgenommen haben. Die drei konnten nach der Kontrolle weiterfahren.

Die Polizei nimmt nun an, dass sich der 25-Jährige per PKW auf der Flucht befindet, da in der gleichen Nacht in einem Nachbarort Altdorfs ein BMW gestohlen wurde. Eine Beschreibung des Mannes liegt vor. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.

Quellen

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May 22, 2005

Neuer Glanz für Schloss Grünsberg in Franken

Neuer Glanz für Schloss Grünsberg in Franken

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Altdorf bei Nürnberg (Deutschland), 22.05.2005 – Das malerisch in einer Seitenschlucht des Schwarzachtales gelegene Schloss Grünsberg bei Altdorf bei Nürnberg (Kreis Nürnberger Land) in Mittelfranken wird in den nächsten Jahren für insgesamt mehr als zwei Millionen Euro renoviert. Dies teilte Rotraut von Stromer-Baumbauer, die Administratorin der „Stromerschen Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung“, mit.

Für die Instandsetzung von Schloss Grünsberg hat der bayerische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Thomas Goppel, kürzlich insgesamt 660.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds der Denkmalpflege bewilligt. Für 2005 und 2006 sind jeweils ein Zuschuss in Höhe von 330.000 Euro genehmigt. Dieser Zuschuss wurde auf die beiden Jahre 2005 und 2006 aufgeteilt. Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.

Die staatlichen Zuwendungen dienen der Instandsetzung von Dächern, Mauerwerk, Fassaden und Fenstern sowie der statischen Sicherung der Burg. Fachlich betreut werden die Arbeiten vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie von Karin Windisch vom Architekturbüro Meggendorfer und Ochs in Neunkirchen am Brand.

Insgesamt wird die Sanierung über zwei Millionen Euro kosten, wobei die Stiftung mehr als die Hälfte davon finanzieren muss. Der kleinere Anteil setzt sich zusammen aus Geldern aus dem Entschädigungsfond, der Landesstiftung, der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, dem Landkreis Nürnberger Land und der Stadt Altdorf.

Schloss Grünsberg geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter im 12. Jahrhundert zurück, die vermutlich an der Stelle eines ehemaligen Wehrturms gegen den Ungarneinfall von 985 entstand. Nachdem die Burg im 16. Jahrhundert mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde, wechselten sich Nürnberger Patrizierfamilien als Besitzer ab.

Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 unter dem letzten Mitglied der Patrizierfamilie Paumgartner. Hierbei erhielt die Anlage auch ihre bedeutenden Stuckdecken.

Ab 1754 gehörte Schloss Grünsberg der Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach, einer der wichtigsten Familien von Nürnberg. Sie saß seit ihrer Einwanderung nach Nürnberg immer im „Inneren Rat“ der freien Reichsstadt.

Einige Mitglieder der Familie Stromer von Reichenbach fungierten als „oberste Losunger“ und Bürgermeister von Nürnberg. Ulman Stromer (1329-1407) verfasste das Püchl von mein geslecht und abentwr, das als frühestes Werk der Nürnberger Geschichtsschreibung und erste Autobiographie des Mittelalters betrachtet wird. Er gründete und betrieb die erste Papiermühle Deutschlands. Sein Halbbruder Peter Stromer erfand 1368 die Nadelwaldsaat.

Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952) war ein Pionier der Paläontologie, machte sich um die Erforschung fossiler Wirbeltiere verdient und wirkte als einer der bedeutendsten deutschen Dinosaurier-Forscher. Der Leitspruch der Familie Stromer von Reichenbach lautet: „dum spiro, spero“ – zu deutsch: „solange ich atme, hoffe ich“.

Im Jahre 2000 führte die Familie Stromer von Reichenbach das Gut und die Burg Grünsberg in eine gemeinnützige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts über. Die Stiftung will dieses überregional bedeutende Denkmal. Denkmal für die Nachwelt erhalten und so weit wie möglich der Öffentlichkeit zugänglich machen.

In Nachbarschaft von Schloss Grünsberg befinden sich die Sophienquelle, die größte gefasste barocke Quellanlage nördlich der Alpen, die ebenfalls von der „Stromerschen Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung“ erhalten werden muss, die Schlucht Teufelskirche in einem Wald, der 2004 in die FFH-Liste der EU als besonders schützenswert aufgenommen wurde und ein zukünftiger Naturlehrpfad, der voraussichtlich noch im Sommer 2005 eröffnet werden wird.

Außerdem gehört zur Gesamtanlage eine barocke Zehntscheune, anschließend an einen Renaissance-Barockgarten mit ursprünglich sieben Terrassen, der heute als Tierfriedhof Anubis betrieben wird. Schloss Grünsberg wird in Wort und Bild auf der Seite www.stromerstiftung.de im Internet vorgestellt.

In diesem Jahr finden zahlreiche Benefizveranstaltungen statt, deren Erlös den Renovierungsarbeiten zugute kommt. Da die “Stromersche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung” gemeinnützig ist, kann sie Spendenquittungen ausstellen, weshalb Spenden an sie steuermindernd wirken.

Quellen

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