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October 20, 2010

Nevada: Werbespots fordern Latinos auf, nicht zur Wahl zu gehen

Nevada: Werbespots fordern Latinos auf, nicht zur Wahl zu gehen

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Veröffentlicht: 23:56, 20. Okt. 2010 (CEST)
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Nevada

Las Vegas (USA), 20.10.2010 – Im südwestlichen US-Bundesstaat Nevada wurde kurz vor den Zwischenwahlen am 2. November 2010 auf den regionalen spanischsprachigen Fernsehsendern ein Wahlwerbespot ausgestrahlt, dem es nach Ansicht vieler Beobachter an jeglicher „political correctness“ fehlt: Die Latino-Minderheit wird darin dazu aufgefordert, sich von den Wahlen fernzuhalten. Nach massiven Protesten verzichten die Sender inzwischen auf die (wie kommerzielle Werbung bezahlten) Ausstrahlungen.

Hintergrund ist die Tatsache, dass die spanischsprachigen Amerikaner, hauptsächlich Nachfahren von Immigranten aus Mexiko, in der Regel die Demokratische Partei wählen, da diese eine deutlich immigrationsfreundlichere Programmatik vertritt als die Republikaner.

In den USA herrscht derzeit eine erbitterte Debatte über Verschärfungen der Einwanderungspolitik. In Arizona wurde ein Gesetz verabschiedet, das Polizisten verpflichtet, immer dann, wenn sie mit Bürgern in Kontakt geraten (zum Beispiel bei Verkehrskontrollen), deren Aufenthaltsstatus zu überprüfen, wenn es ihnen „angezeigt erscheint“; Kritiker bezeichnen dies als „racial profiling“, also eine Andersbehandlung aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes. Auch der einbürgerungsrechtliche Grundsatz des „ius soli“, nach dem jeder Mensch automatisch Staatsbürger der USA ist, wenn er auf US-Territorium geboren wurde, wird zunehmend von Konservativen infrage gestellt, obwohl er Verfassungsrang hat und mithin kaum geändert werden kann (Voraussetzung: Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern des Bundesparlaments und Zustimmung durch drei Viertel der Bundesstaaten).

Diese Debatte hat eine Verfestigung der Bindung der Latinos an die Demokraten zur Folge. Die Republikaner haben also ein Interesse an einer möglichst geringen Wahlbeteiligung dieser Bevölkerungsgruppe. In dem offiziell nicht von der Republikanischen Partei, sondern von Privatpersonen initiierten Wahlspot wird argumentiert, die Latinos würden deshalb am ehesten nach ihren Interessen handeln, wenn sie sich nicht an der Wahl beteiligen, weil sie damit einer grundsätzlichen Unzufriedenheit mit „Washington“ am besten Ausdruck verleihen könnten: Sie würden den Demokraten damit signalisieren, dass sie kein umsonst zu habendes Stimmvieh darstellen.

Am 2. November 2010 wird das Repräsentantenhaus komplett neu gewählt und der Senat zu einem Drittel. Die Republikaner hoffen, die derzeitige Mehrheit der Demokraten in beiden Kammern aufbrechen zu können.

Quellen

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January 20, 2008

Vorwahlen in Nevada und South Carolina mit Spannung erwartet

Vorwahlen in Nevada und South Carolina mit Spannung erwartet

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Veröffentlicht: 00:13, 20. Jan. 2008 (CET)
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Carson City / Columbia (Vereinigte Staaten), 20.01.2008 – In den Vereinigten Staaten stehen zwei weitere wichtige Entscheidungen für die Präsidentschaftswahl 2008 bevor: die Vorwahlen in den Bundesstaaten South Carolina und Nevada.

So sollten bereits gestern, ab 7:00 Uhr Ortszeit, die republikanischen Vorwahlen stattfinden, während dies bei den Demokraten erst in einer Woche der Fall sein wird. Dabei gibt es weder auf republikanischer noch auf demokratischer Seite einen klaren Favoriten. Der republikanische Kandidat John McCain setzt dabei große Hoffnungen auf die (ehemaligen) Millitärangehörigen, die McCain, der selber in der US-Navy aktiv war, bei seiner Abschlussveranstaltung auf dem Kriegsschiff USS Yorktown noch einmal besonders ansprach. Gute Chancen werden auch dem Kandidaten Mike Huckabee nachgesagt, der mit 26 Prozent bei letzten Umfragen vor den Vorwahlen nur ein Prozent vor McCain lag.

South Carolina gilt nicht nur als konservativer Staat, sondern sogar als konservativer „Musterstaat“. So wurde seit dem Jahr 1980 jeder Gewinner der republikanischen Vorwahlen in South Carolina auch Präsidentschaftskandidat seiner Partei.

Ein Unsicherheitsfaktor für die Republikaner dürfte das Wetter sein: So wurden in Teilen des Staates Regen und im Norden gar Schnee, der sich im Laufe des Tages verstärken sollte, beobachtet. Dies könnte eine nicht geringe Anzahl Wähler davon abgehalten haben, ihr Stimmrecht überhaupt zu nutzen.

Seitens der Demokraten richten sich die Blicke auf Nevada, wo gestern sowohl Vorwahlen der Demokraten als auch der Republikaner stattfinden sollten.

Hier hatte es vor den Wahlen einen Konflikt zwischen den demokratischen Kandidaten Clinton und Obama gegeben. Hintergrund des Streits war, dass in vielen Hotels in Las Vegas ebenfalls gewählt werden darf. Dagegen hatte sich jedoch Clinton bis zum Schluss gewehrt, da Beobachter erwarten, dass diese Wahlmöglichkeit von vielen Mitgliedern der Culinary Worker’s Union (etwa „Gewerkschaft der Beschäftigten in der Gastronomie“; diese hat mehr als 60.000 Mitglieder) genutzt werden dürfte. Diese Gewerkschaft wiederum unterstützt Obama. Trotz Clintons Protest ließ ein Gericht diese Wahlmöglichkeit schlussendlich zu. Dass dies wirklich ein entscheidender Nachteil für Hillary Clinton ist, wird vom Journalisten S. Rosenfeld von „alternet.org“ bezweifelt. So seien sich mehr als die Hälfte der Angestellten, mit denen er geredet hatte, sich nicht einmal sicher gewesen, ob sie überhaupt wählen wollen.

Überhaupt ist die demokratische Wahl in Nevada von Unsicherheiten geprägt. Dies einerseits, da es sehr viele unentschlossene Wähler gibt (ähnlich ist es auch in South Carolina), aber auch der Wahlbeteiligung wird eine wichtige Rolle zugemessen. Beim letzten Mal war diese äußerst niedrig, und viel dürfte davon abhängen, wie sie diesmal ausfällt. Somit lässt noch nicht einmal das recht eindeutig aussehende Umfrageergebnis von Reuters, C-Span und Zogby, dass 45 Prozent der Stimmen bei Clinton und nur 39 Prozent bei Obama sieht, einen klaren Rückschluss auf das Ergebnis zu.

In beiden Staaten sind die Wahlkämpfe derzeit von Wirtschaftsthemen geprägt, dies unter dem Eindruck einer möglicherweise drohenden Rezension und der US-Hypothekenkrise.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

Quellen

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September 18, 2007

Steve Fossett: Verschollen in der Wüste Nevadas

Filed under: Nevada,Steve Fossett,Vermischtes,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Steve Fossett: Verschollen in der Wüste Nevadas

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Veröffentlicht: 16:12, 18. Sep. 2007 (CEST)
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Steve Fossett

Nevada (Vereinigte Staaten), 18.09.2007 – Am 3. September brach der 63-jährige Steve Fossett in einem Kleinflugzeug auf, um aus der Luft in der Wüste Nevadas nach einer geeigneten Piste für spätere Rennwagentests zu suchen. Von diesem Flug kehrte er nicht zurück. Ein Flugplan, der Auskunft über sein Ziel hätte geben können, lag nicht vor.

Es wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet, an der sich zeitweise bis zu 45 Flugzeuge beteiligten, die in den vergangenen zwei Wochen 98 Prozent eines 52.000 Quadratkilometer großen, unwegsamen Gebietes absuchten. Jedoch ohne Erfolg: Der amerikanische Abenteurer und Multimillionär Fossett blieb verschwunden. Inzwischen schwindet die Hoffnung, ihn lebend aufzufinden, immer mehr, so dass die Suche nach Aussage von Chuck Allen, Sprecher der Polizei von Nevada, inzwischen weitgehend eingestellt wurde. Es seien lediglich noch einige Hubschrauber unterwegs und zwei Flugzeuge hielten sich noch in Bereitschaft.

Steve Fossett stellte in seinem Abenteurerleben mehrere hundert Weltrekorde auf und geriet schon bei zahlreichen seiner Unternehmen in Lebensgefahr. Unter anderem umrundete er als erster Mensch den Globus in einem Heißluftballon. Bei seiner letzten Erdumrundung legte er mit dem Flugzeug 42.000 Kilometer im Alleinflug ohne Zwischenstopp zurück.

Quellen

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