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August 14, 2007

August 2007 – Weltraumtourismus in Wartestellung

Veröffentlicht: 22:58, 14. Aug. 2007 (CEST)
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Das erste private Raumfahrzeug SpaceShipOne

Das erste private Raumfahrzeug SpaceShipOne

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten) / Mojave (Vereinigte Staaten) / Las Vegas (Vereinige Staaten), 14.08.2007 – Immer neue Angebote bringt die noch junge Branche des Weltraumtourismus hervor. Dabei handelt es sich auch im August 2007 immer noch um einen Wirtschaftszweig, der noch in den Kinderschuhen steckt. Jüngste Beispiele sind zwei Meldungen aus den letzten Tagen: Superreiche können bei der Firma Space Adventures für 10,9 Millionen Euro einen Weltraumspaziergang buchen und eine Ingenieur namens Xavier Claramunt kündigt ein Weltraumhotel für das Jahr 2012 an. Was ist nun realistisch? Wie weit sind die Pläne der Anbieter gediehen? Und was hat sich als heiße Luft entpuppt? Es folgt ein kleiner Überblick.

Auf der Raumstation ISS findet bereits Weltraumtourismus statt. Während sich die NASA hier zurückhält, vermittelt die Firma Space Adventures schon seit Jahren Aufenthalte im All. Sie bedient sich dabei der russischen Sojus-Kapseln als Transportmittel. Bisher musste ein Tourist – es waren insgesamt fünf Menschen – 25 Million US-Dollar zahlen. Doch die Zeit der „Sonderangebote“ sind vorbei, nun muss ein Reisewilliger 30 bis 40 Millionen US-Dollar auf den Tisch blättern. Space Adventures hat als „Top-Angebot“ einen Flug um den Mond im Programm. Diese Mission soll 100 Millionen US-Dollar kosten (Wikinews berichtete).

Ebenfalls weit gediehen sind die Pläne der Firma Scaled Composites. Allerdings musste das Unternehmen am 26. Juli 2007 einen schweren Rückschlag hinnehmen. Am Weltraumbahnhof Mojave kam es zu einer schweren Explosion, die drei Menschen das Leben gekostet hat. Das Unglück geschah während eines Tests von Bauteilen für einen neuen Raketenmotor, der in dem privaten Weltraumschiff „SpaceShipTwo“ eingesetzt werden soll. Burt Rutan, der Chef von Scaled Composites, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Firma Virgin Galactic des britischen Milliardärs Richard Branson das „Spaceship Two“, das es Privatleuten ab dem Jahr 2010 ermöglichen soll, kurze Ausflüge ins Weltall zu unternehmen. Die ersten Testflüge sollten Ende des Jahres 2007 stattfinden. Inwieweit dieser Zeitplan eingehalten wird, ist noch nicht bekannt.

Richard Branson ist einer der größten Sponsoren für den Sektor der privaten Raumfahrt.

Richard Branson ist einer der größten Sponsoren für den Sektor der privaten Raumfahrt.

Während die Ankündigung von Xavier Claramunt rein theoretischer Natur ist, ist die Firma Bigelow Aerospace schon erheblich weiter. Die Firma entwickelt eine faltbare und aufblasbare Raumstation, von denen schon zwei Modelle in die Umlaufbahn befördert wurden. Der erste Start (Genesis I) erfolgte am 12. Juli 2006, dabei wurde der Testsatellit in eine Höhe von 550 Kilometer Höhe befördert. Am 28. Juni 2007 folgte dann das Modul Genesis II. Die weiteren Pläne sehen im Jahr 2010 den Flug eines Demonstrationsraumschiffes (ein verkleinertes Modell des Originals) mit Namen Pathfinder vor, 2012 soll sich dann die erste Wohnmodulstruktur im Weltraum befinden.

Eine Marktstudie des US-amerikanischen Consulting-Unternehmens Futron aus dem Jahr 2006 sagte für das Jahr 2021 14.000 Passagiere voraus, die in den Weltraum fliegen und dabei einen Umsatz von 700 Millionen US-Dollar bringen würden.

Themenverwandte Artikel

  • Für 100 Millionen US-Dollar um den Mond (28.07.2005)
  • Bigelows Traum vom Weltraumhotel (20.07.2006, auch Quelle)
  • Schwere Explosion am Weltraumbahnhof Mojave (28.07.2007, auch Quelle)
  • Modell des Innenraums vorgestellt – Erste Einblicke in das Raumschiff SpaceShipTwo (01.10.2006, auch Quelle)
  • Neue Studie für Weltraumtourismus sieht 14.000 Passagiere im Jahr 2021 (22.06.2006)
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July 28, 2007

Schwere Explosion am Weltraumbahnhof Mojave

Schwere Explosion am Weltraumbahnhof Mojave

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Veröffentlicht: 20:23, 28. Jul. 2007 (CEST)
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Mojave (Vereinigte Staaten), 28.07.2007 – Der Flughafen Mojave ist der Sitz mehrerer privater Raumfahrtgesellschaften in den Vereinigten Staaten. Vorgestern Nachmittag um 14.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr GMT) ist es dort zu einer schweren Explosion gekommen, die drei Menschen das Leben gekostet hat. Zwei Personen starben direkt bei der Explosion, eine weitere erlag gestern im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Während eines Tests von Bauteilen für einen neuen Raketenmotor, der in dem privaten Weltraumschiff „SpaceShipTwo“ eingesetzt werden soll, war Stickoxid durch eine Düse gespritzt worden. Die Chemikalie hatte Raumtemperatur und stand unter Druck, wie Burt Rutan, Chef der Firma Scaled Composites, mitteilte. Die genaue Ursache der Explosion sei aber nicht klar. Stickoxid, auch als Lachgas bekannt, wird normalerweise nicht als gefährlich angesehen. Rutans Unternehmen entwickelt in Zusammenarbeit mit der Firma Virgin Galactic des britischen Milliardärs Richard Branson das „Spaceship Two“, das es Privatleuten ab dem Jahr 2010 ermöglichen soll, kurze Ausflüge ins Weltall zu unternehmen. Das Modell wurde abgeschieden von der Öffentlichkeit in einer Flugzeughalle entwickelt. Auch hatte Burt Rutan den Zeitplan streng geheimgehalten, bis wann das Design stehen soll und wann das Raumschiff getestet werden und seinen Jungfernflug durchführen sollte. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern, sagte Rutan.

Burt Rutan war bereits an der Entwicklung des Spaceship One beteiligt. Dieses war 2004 das erste private Raumschiff im Weltall. Außerdem hat er an der Entwicklung des GlobalFlyer, eines Flugzeugs, das mit nur einer Tankfüllung die gesamte Erde umkreisen kann, mitgewirkt.

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November 4, 2006

Woomera wird zweite Operationsbasis für Weltraumtourismus-Unternehmen „Virgin Galactic“

Woomera wird zweite Operationsbasis für Weltraumtourismus-Unternehmen „Virgin Galactic“

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Artikelstatus: Fertig 17:34, 4. Nov. 2006 (CET)
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London (Großbritannien), 04.11.2006 – Die Firma Virgin Galactic, die ab dem Jahr 2009 mit einem Raumschiff Touristen in den suborbitalen Raum transportieren will, hat den „Spaceport“ in Woomera als zweite Basis nach dem „Spaceport America“ in New Mexico ausgewählt. Nach dem Unternehmen Rocketplane Kistler wird Virgin Galactic nun das zweite Unternehmen sein, das die Basis für Touristenflüge in den Weltraum nutzt. Will Whitehorn, der Präsident des Unternehmens, begründet diese Entscheidung damit, dass man so besser den asiatischen Markt erschließen könne.

Virgin Galactic plant, 30 Astronauten für ihr Weltraumprogramm im Jahr 2008 zu trainieren. Die Hälfte der Piloten komme von der NASA, die andere Hälfte aus der Virgin-Airline-Gruppe. Die Testflüge von Virgin Galactic werden Anfang 2008 in Kalifornien in der Mojave-Wüste stattfinden.

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October 1, 2006

Auch Starchaser will von Spaceport America starten

Auch Starchaser will von Spaceport America starten

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Artikelstatus: Fertig 14:07, 1. Okt. 2006 (CEST)
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Manchester (Vereinigtes Königreich) / Upham (Vereinigte Staaten), 01.10.2006 – Nach dem Start der ersten Rakete vom neuen Raumflughafen Spaceport America hat eine weitere Firma einen Start von dem Gelände in New Mexico angekündigt. Die britische Firma Starchaser Industries will ihre Rakete „Skybolt“ von dort aus starten. Als Termin wurde Ende des Jahres 2007 genannt. Ein erster bemannter Flug soll im Jahr 2009 erfolgen, dann würde an der Spitze der Rakete eine Kapsel installiert werden, die drei Passagiere mitnehmen kann.

Die Rakete wurde aber am Donnerstag an der Salford Universität in Manchester der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit sollen zuerst wissenschaftliche Nutzlasten in den Weltraum transportiert werden. Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt. Außerdem sollen 100 Millionen US-Dollar investiert werden.

Die wiederverwendbare Rakete – für ein mit flüssigem Treibstoff betriebenes Gefährt eine Besonderheit – kann eine Höhe von 130 Kilometern erreichen.

Steve Bennett, der Direktor von Starchaser Industries, sieht sich als Teil eines neuen Wettlaufs in den Weltraum, der nun zwischen privaten Anbietern ausgebrochen ist. Hauptmitbewerber sei die Firma Virgin Galactic, die mit SpaceShipTwo ab 2008/2009 in den Weltraum fliegen will.

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Modell des Innenraums vorgestellt – Erste Einblicke in das Raumschiff SpaceShipTwo

Modell des Innenraums vorgestellt – Erste Einblicke in das Raumschiff SpaceShipTwo

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Artikelstatus: Fertig 10:48, 1. Okt. 2006 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 01.10.2006 – Die Firma Virgin Galactic hat am Donnerstag, den 28. September auf einer Technologieshow in New York ein Modell des Innenraums des neuen Raumschiffs „SpaceShipTwo“ vorgestellt. Ende 2007 sollen die ersten Testflüge stattfinden, ab 2008 sollen mit dem Fluggerät die ersten Touristen in den Weltraum fliegen können. Der Innenraum ist so ausgelegt, dass Touristen einen fünfminütigen Flug in Schwerelosigkeit genießen können. Außerdem sind große Sichtfenster eingebaut.

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