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September 8, 2011

Pakistan: Mehr als 20 Tote bei Selbstmordattentat

Pakistan: Mehr als 20 Tote bei Selbstmordattentat

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Veröffentlicht: 21:33, 8. Sep. 2011 (CEST)
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Islamabad (Pakistan), 08.09.2011 – Am vergangenen Mittwoch griffen zwei Selbstmordattentäter in der pakistanischen Provinzhauptstadt Quetta, die im Grenzgebiet zu Afghanistan liegt, das Haus eines Grenztruppengenerals an. Bei dem Angriff wurden 24 Menschen getötet und mehr als 60 Weitere wurden verletzt. Unter den Verletzten soll sich auch der Brigadegeneral Farrukh Shehzad befinden. Dessen Ehefrau soll eine der Todesopfer des Anschlags sein, zu dem sich die Taliban bekennen.

Angaben zufolge sprengte sich einer der Angreifer in einem Auto vor dem Haus des Generals in die Luft und riss dabei ein Loch in die Schutzmauer des Anwesens. Der Zweite soll durch die Öffnung in das Gebäude gelangt sein. Zuerst habe er dort mehrere Handgranaten geworfen und dann einen Sprengsatz gezündet, den er an seinem Körper befestigt hatte.

Der Angriff sei eine Strafe für all jene, die mit den Ungläubigen paktieren, so der Sprecher der Bewegung Tehrik-i-Taliban Pakistan, Ehsanullah Ehsan. Damit bezieht er sich auf die Zusammenarbeit von pakistanischen Sicherheitskräften und US-Behörden, die zu Beginn der Woche zur Verhaftung des ranghohen Al-Qaida-Mitglieds Junis al-Mauretani führte. Farrukh Shehzad soll an seiner Festnahme beteiligt gewesen sein.

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May 5, 2011

Pakistanischer Geheimdienst: Osama bin Laden wurde nach Aussagen seiner Tochter lebend gefasst

Pakistanischer Geheimdienst: Osama bin Laden wurde nach Aussagen seiner Tochter lebend gefasst

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Veröffentlicht: 09:58, 5. Mai 2011 (CEST)
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Islamabad (Pakistan), 05.05.2011 – Weitere Informationen über den Verlauf der Tötung Osama bin Ladens in Abbottabad (Pakistan) am Montag durch eine US-Spezialeinheit – gestern von dem pakistanischen Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) in Umlauf gebracht – ziehen die US-Darstellung der Militäraktion in Zweifel.

Demnach wurde bin Ladens 12 Jahre alte Tochter, die sich im Gewahrsam der pakistanischen Regierung befindet, Zeugin der Tötung ihres Vaters. Bin Laden sei nach Aussagen der Tochter getötet worden, nachdem dieser zunächst lebend gefasst worden war. 17 oder 18 Menschen hätten sich zum Zeitpunkt der US-Militäraktion auf dem Gelände befunden, darunter eine Ehefrau, eine Tochter und zwischen acht und neun Kinder anderer Familien. Diese sollen aus Saudi-Arabien und dem Jemen stammen.

Der ISI-Offizielle gab zu, der pakistanische Geheimdienst sei beschämt über sein Versagen hinsichtlich seiner Rolle bei der Ergreifung bin Ladens. Die Anlage, in der bin Laden von US-Einheiten gestellt wurde, habe man aktuell nicht „auf dem Schirm“ gehabt. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass der pakistanische Geheimdienst die CIA schon 2009 auf das Gelände als möglichem Aufenthaltsort bin Ladens hingewiesen habe – neben vielen anderen möglichen Orten.

Die Regierung Pakistans hat inzwischen bestätigt, dass sie keinerlei Kenntnis der US-Militäraktion vom Montag gehabt habe. Die US-Hubschrauber hätten sich im Schutz des Geländes unterhalb des pakistanischen Radars bewegt.

Laut CNN wurden auf dem Gelände, auf dem bin Laden getötet wurde, eine Reihe elektronischer Speichermedien sichergestellt, darunter zehn Festplatten, fünf Computer und mehr als einhundert Disketten, DVDs und USB-Sticks. Diese würden zurzeit von den US-Geheimdiensten ausgewertet.

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May 2, 2011

Pakistan: Osama bin Laden ist tot

Pakistan: Osama bin Laden ist tot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Pakistan: Osama bin Laden ist tot

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Veröffentlicht: 23:10, 2. Mai 2011 (CEST)
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Osama

Abbottabad (Pakistan) / Washington D.C. (Vereinigten Staaten), 02.05.2011 – Al-Qaida-Führungsfigur Osama bin Laden wurde durch US-Sondereinheiten bei einer Kommandoaktion getötet. Dies gab US-Präsident Barack Obama in einer Rede an die Nation bekannt. In der Nacht zum heutigen Montag wurde die Aktion gestartet und erfolgreich beendet.

Kurz nach Mitternacht griffen 25 Mann der Navy-Seals die Bastion des Terroristen in Abbottabad, 60 Kilometer von Islamabad, mit zwei Hubschaubern an. Schon beim Anflug wurden sie von Wachen Osama bin Ladens beschossen. Zwei Explosionen waren zu hören, dann stand das von Mauern und Stacheldraht umgebene Gebäude in Flammen.

Das Versteck soll weder über einen Telefon- noch über einen Internetanschluss verfügt haben. Die Einwohner von Abbottabad waren ahnungslos, wussten nicht, wer sich unter ihnen niedergelassen hatte. 40 Minuten soll die gut vorbereitete Militäraktion gedauert haben. Laut US-Kongress wurde bin Laden mit einem Kopfschuss getötet. Vorher habe man ihm angeboten, sich zu ergeben. Bei der Aktion sollen drei weitere Männer und eine Frau getötet worden sein. Unter den Männern befand sich auch der mutmaßliche Sohn bin Ladens. Wegen eines technischen Defekts habe man einen Hubschrauber zurücklassen müssen, dieser sei zerstört worden. Die Spezialeinheit sei mit dem verbliebenen Hubschrauber ausgeflogen. Die Leiche Osamas habe man mitgenommen und im Meer beigesetzt. Eine DNA-Untersuchung laufe bereits.

Im August 2010 waren US-Agenten auf die Spur eines Boten gekommen, der Nachrichten an Osama bin Laden überbrachte. Seine Spur führte sie zu dem Gebäude, in dem Osama bin Laden Unterschlupf gefunden hatte. Anhand von Satellitenbildern war die CIA schließlich zu dem Auffassung gekommen, dass sich bin Laden hier aufhalten könnte. Die unmittelbare Vorbereitung des Zugriffs begann laut New York Times am 14. März.

Osama bin Laden gilt als geistiger Führer des Terrornetzwerks al-Qaida und soll für den Terroranschlag vom 11. September 2001 auf das World-Trade-Center und das Pentagon verantwortlich sein. Seitdem war bin Laden ständig auf der Flucht. Lediglich mit sporadischen Video- und Audiobotschaften wandte er sich an seine Anhänger weltweit. Seine letzte Botschaft stammt vom Oktober 2010. Obwohl bin Laden als meistgesuchter Terrorist der Welt galt, war er als Person mehr eine Art Identifikationsfigur und Leitbild für die Anwerbung weiterer Terroristen. Das operative Tagesgeschäft wurde von anderen geführt.

Das US-State Department, das Außenministerium der Vereinigten Staaten, rechnet nach der Tötung bin Ladens mit weiteren Terrorakten und anderen Formen des Protests in der Region, insbesondere in Afghanistan. Es warnt ausdrücklich vor antiamerikanischen Ausschreitungen. Pakistan war häufig Ziel von US-Drohnen-Angriffen. US-Politiker werfen der politischen Führung Pakistans schon seit längerem vor, zu wenig gegen den islamistischen Terrorismus zu unternehmen. US-Soldaten und CIA-Agenten operieren schon seit einigen Jahren auf pakistanischem Gebiet, um die dortigen Terrorlager zu bekämpfen. Die afghanischen Taliban organisieren ihren Kampf gegen die von den USA und westlichen Ländern unterstützte Regierung Afghanistans von pakistanischem Boden aus.

Ein Bericht der Neuen Züricher Zeitung wirft die Frage auf, wie es möglich war, dass Osama in einer 2005 erbauten Villa nahe der Hauptstadt wohnen konnte, ohne dass der pakistanische Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) Kenntnis davon erlangt. In Washington wird vermutet, dass die Terroristen nicht nur toleriert, sondern auch aktiv unterstützt werden. In der Vergangenheit waren Aktionen fehlgeschlagen, bei denen die pakistanische Seite mitwirken sollte. In Pakistan werden weitere Führer von al-Qaida vermutet. In der Bevölkerung gibt es Sympathien für das terroristische Netzwerk. In Pakistan ist die Meinung verbreitet, dass die Vereinigten Staaten den Anschlag vom 11. September selbst inszeniert haben, um Afghanistan angreifen zu können.

Reaktionen

Barack Obama: „Die Welt ist durch den Tod von Osama Bin Laden sicherer geworden und eine besserer Ort. Heute ist ein guter Tag für Amerika“.

Central Intelligence Agency (CIA) Chef Leon Panetta: „Die Terroristen werden so gut wie sicher versuchen, ihn zu rächen“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Generalsekretär der NATO Anders Fogh Rasmussen: „Wir werden weiter für Werte wie Frieden, Demokratie und Humanität einstehen, die Osama Bin Laden besiegen wollte.“

Der 43. Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush: „Diese bedeutsame Errungenschaft ist ein Sieg für Amerika, für Menschen in der ganzen Welt, die nach Frieden streben, und für all diejenigen, die am 11. September 2001 Angehörige und Freunde verloren haben.“

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD): „Zum einen ist es ganz eindeutig ein Verstoß gegen das geltende Völkerrecht, zum anderen kann die Aktion angesichts der Unruhen in der arabischen Welt zu Folgewirkungen führen, die man im Augenblick nicht wirklich übersehen kann“.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek: „Mit einer Mischung aus Erleichterung und Überraschung, dass Bin Laden überhaupt noch lebte, haben viele Muslime seinen Tod aufgenommen. Die Seebestattung ist intelligent gewählt worden, so kann aus seiner Grabstätte später keine extremistische Kultstätte entstehen.“

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