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February 20, 2005

Patientin an Tollwut gestorben

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Patientin an Tollwut gestorben

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Hannover (Deutschland), 20.02.2005 – Die Patientin der Medizinischen Hochschule Hannover, die sich bei einer Lungentransplantation mit Tollwut infiziert hat, ist gestorben, wie die Hochschule heute mitteilte. Der Gesundheitszustand anderer Tollwutpatienten, die infizierte Organe erhalten haben, ist weiterhin kritisch. Die betroffenen Patienten erhielten Organe einer im Dezember 2004 verstorbenen Frau. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hatte diese Frau keinerlei Symptome für Tollwut gezeigt.

Wie die DSO mitteilte, ist es der erste Fall in Deutschland, bei dem Organempfänger mit Tollwut infiziert werden. In den USA seien im vergangenen Jahr allerdings vier Patienten an Tollwut verstorben, die infizierte Organe eines Spenders erhalten haben.

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February 16, 2005

Tollwutübertragung bei Organtransplantation

Tollwutübertragung bei Organtransplantation

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Neu-Isenburg (Deutschland), 16.02.2005 – Mehrere Empfänger von Organen, die einer Spenderin an der Universitätsklinik Mainz entnommen wurden, sind schwer erkrankt. Wahrscheinlich war die Organspenderin mit Tollwut (Rabies) infiziert, Gewebeproben vom Hirn der Spenderin zeigen für Tollwut typische Veränderungen. Untersuchungsergebnisse, die diesen Verdacht endgültig bestätigen, werden für den morgigen Donnerstag erwartet, teilen die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und Sprecher der Krankenhäuser, an denen die Transplantationen stattgefunden haben, heute mit.

Die 26 Jahre alte Spenderin war im Dezember nach Drogenmissbrauch an Herzversagen verstorben, ihre Organe waren an sechs Empfänger transplantiert worden, drei von ihnen, denen in Hannover, Marburg und Hann. Münden Lunge, Niere bzw. Bauchspeicheldrüse übertragen worden waren, sind jetzt lebensbedrohlich an Tollwut erkrankt und befinden sich in einem kritischen Zustand. Alle Kontaktpersonen wurden vorsorglich geimpft.

Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik Mainz, Manfred Thelen, teilte mit, alle bei Organentnahmen in Deutschland vorgeschriebenen Tests seien durchgeführt worden. Weil es keinen Schnelltest auf Tollwut gibt und die Erkrankung in Mitteleuropa ausgesprochen selten geworden ist, sei die Spenderin nicht auf Tollwuterkrankung hin untersucht worden. Zum Zeitpunkt der Transplantation sei nicht bekannt gewesen, dass sich die Frau im Oktober letzten Jahres in Indien aufgehalten habe, wo an dieser Krankheit jährlich mehrere Tausend Menschen sterben. Es habe auch keinen weiteren Hinweis gegeben, der gegen die Organverpflanzungen gesprochen hätte. Ein Transplantationszwischenfall dieser Art sei in Deutschland bisher noch nicht vorgekommen.

Aufenthalte im Ausland, insbesondere in tropischen Ländern, können von Angehörigen eines Spenders erfragt werden, hier war dies anscheinend zu spät geschehen, Angehörige hatten offenbar erst Gelegenheit, von der Indienreise zu erzählen, nachdem der Verdacht einer Infektionsübertragung durch die Organe aufgekommen war.

Bei einem ähnlichen Fall in den USA, der im Juli vergangenen Jahres bekannt geworden war, waren laut dem CDC drei Transplantierte verstorben. Es wurde auch damals betont, dass so etwas zum ersten Mal vorgekommen sei. Als wahrscheinliche Ursache des Todes des Spenders wurde nachträglich Tollwut festgestellt, zum Zeitpunkt der Organentnahme in Texarkana, Texas war man noch von einem Hirnschlag ohne infektiöse Vorerkrankung ausgegangen.

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