Protest und Chaos bei der Eröffnung der O2 World

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Veröffentlicht: 17:42, 11. Sep. 2008 (CEST)
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Polizeieinsatz bei der Eröffnungsfeier

Berlin (Deutschland), 11.09.2008 – Bei der gestrigen Eröffnungsfeier der Veranstaltungshalle O2 World kam es zu zahlreichen Protestaktionen und unvorhergesehenen Zwischenfällen.

Eingeladen waren etwa tausend Gäste, darunter mehrere Prominente, die beim Eintreffen zum Teil mit Buh-Rufen von den Protestlern empfangen wurden. Etwa 300 Gäste mussten auf anderen Wegen zur Veranstaltung geleitet werden, da die Zufahrtsstraßen von Demonstrationen gegen die Halle versperrt waren. Trotz massiver Präsenz von Sicherheitskräften und Polizei gelang es mehreren Demonstranten die einem entsprechenden Aufruf der Hedonistischen Internationalen gefolgt waren, in Abendgarderobe auch in die Veranstaltungshalle vorzudringen und die Feierlichkeiten zu stören, weswegen die Gala erst nach einer Stunde Verspätung beginnen konnte.

Dem Demonstrationszug der bereits am Nachmittag am Kottbusser Tor in Kreuzberg startete durfte nicht wie geplant bis vor die Halle ziehen und musst seine Abschlusskundgebung auf dem etwa 300 Meter entfernten Rummelsburger Platz halten.

Das Fest vor dem Gebäude war von Rangeleien zwischen Protestlern und der Polizei geprägt nachdem die Bühne gestürmt und einige Personen festgenommen wurden. Zu dem angekündigten Feuerwerk waren am späteren Abend nur noch vereinzelte Besucher und Demonstranten anwesend.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit äußerte Unverständnis über die Proteste und zeigte sich dankbar für die Halle.

Bereits im Vorfeld hatte es mehrere Proteste gegen das als „monströs“ kritisierte Bauprojekt gegeben, an dem kritisiert wird, dass mit öffentlichen Geldern zu einer Verdrängung der Anwohner beigetragen werde. Auch gegen den Investor Philip F. Anschutz wurden kritische Stimmen laut. Ihm wird vorgeworfen fundamentalistische und homophobe Organisationen zu unterstützen.

Quellen