Rassistische Äußerung von CDU-Landtagsabgeordnetem gegen Cem Özdemir

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Veröffentlicht: 23:14, 13. Okt. 2010 (CEST)
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Stuttgart (Deutschland), 13.10.2010 – Eine verbale Entgleisung von Seiten des baden-württembergischen CDU-Landtagsabgeordneten Reinhard Löffler sorgte jüngst für Aufsehen. Im Zuge der Auseinandersetzung um das umstrittene Großprojekt Stuttgart 21 hatte der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir Ministerpräsident Mappus vorgeworfen „Blut sehen [zu] wollen“. Kurze Zeit später hatte ersterer sich entschuldigt, wodurch die Sache zunächst erledigt zu sein schien.

Reinhard Löffler (55), seit 2006 Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag, wollte dies jedoch nicht auf sich beruhen lassen. Er warf daraufhin auf seiner Facebook-Seite dem Grünen-Vorsitzenden vor „in der Pose eines Westentaschen-Djangos“ angegriffen zu haben. Ebenso griff er dessen türkische Herkunft auf: „Könnte es sein, dass noch immer Gedankengut von Blutfehde aus der anatolischen Vergangenheit in ihm lebendig ist?“

In Özdemirs Partei reagiert man darauf mit Unverständnis. Werner Wölfle, Landtagsabgeordneter und Stadtrat der Grünen in Stuttgart spricht von einem „ausländerfeindlichen Angriff“ und warf dem CDU-Politiker vor, sich als „Rechtsausleger“ zu betätigen. Selbst die Stuttgarter Sport- und Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) distanzierte sich von Löfflers Entgleisung.

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Quellen