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May 24, 2016

Suizid-Tragödie bei Kanadas Ureinwohnern

Suizid-Tragödie bei Kanadas Ureinwohnern

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Veröffentlicht: 12:51, 24. Mai 2016 (CEST)
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Der Aufbau einer Infrastruktur für die Ureinwohner Kanadas – hier eine geplante Schule – kommt nur langsam voran

Ottawa (Kanada), 24.05.2016 – In Kanada sind 634 ethnische Gruppen als Ureinwohner registriert. Dazu gehören die Attawapiskat mit rund 2000 Einwohnern nördlich von Ottawa, sowie die Métis und die bekannten Inuits. Insgesamt haben die Ureinwohner etwa einen Anteil von vier Prozent an der Gesamtbevölkerung.

In der Zeit von September 2015 bis April 2016 machten 101 Menschen im Reservat von Attawapiskat Selbstmordversuche. Diese ungewöhnliche Häufung erregte internationales Aufsehen, weil sehr viele Jugendliche darunter waren. Attawapiskat ist nicht nur geographisch isoliert. Der kanadischen Regierung wird vorgeworfen, sie benachteilige die Ureinwohner. Der Jurist und Politiker Bob Rae aus Toronto schreibt dazu: „Ob für Bildung, Gesundheit, Wohnraum oder Kinderfürsorge: Die Ureinwohner erhalten immer weniger als nicht-indigene Gemeinden.“

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December 14, 2011

Kanada steigt aus dem Kyoto-Protokoll aus

Kanada steigt aus dem Kyoto-Protokoll aus

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Veröffentlicht: 14:39, 14. Dez. 2011 (CET)
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Tagebau der Syncrude Canada Ltd. zur Verarbeitung der Athabasca-Ölsande in Alberta

Ottawa (Kanada), 14.12.2011 – Die kanadische Regierung möchte keine Strafen zahlen, also verlässt Kanada das Kyoto-Protokoll, bevor die Strafzahlungen wegen zu hoher CO2-Emissionen 2012 wirksam werden können. Die durch den Ausstieg vermiedenen Strafzahlungen für die Überschreitung der Vorgaben hätten 13 Milliarden Dollar ausgemacht.

Der Ausstoß von CO2 hat in Kanada von 1990 bis 2012 nach den Angaben von Umweltschützern um 30 %, jedoch nach Regierungsangaben nur um 23 %, zugenommen. Im Kyoto-Protokoll war vereinbart worden, dass er in Kanada um 6 % zurückgehen sollte.

Gründe für die Steigerung des CO2 in Kanada sind neben dem Bevölkerungswachstum auch die wachsende Wirtschaft sowie die Förderung der Ölsande. Die Energiewirtschaft nutzt zudem nur wenig erneuerbare Energie, um den steigenden Bedarf zu decken.

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February 17, 2011

Hackerangriff auf kanadische Ministerien

Hackerangriff auf kanadische Ministerien

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Veröffentlicht: 19:51, 17. Feb. 2011 (CET)
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Ottawa (Kanada), 17.02.2011 – Wie der kanadische Fernsehsender CBC berichtet, gelang es Hackern im Januar, in die Computernetzwerke der kanadischen Regierung in Ottawa einzudringen. Zwei Ministerien, das Finanzministerium und das Ressort für Finanzverwaltung, wurden vorübergehend vom Netz genommen. Ziel des Hackerangriffs waren offenbar Passwörter der Regierung, die den Zugang zu den Finanzinformationen ermöglichen. Ein Sprecher der Finanzverwaltung bestätigte zwar den Angriff. Ob der Angriff jedoch von chinesischem Territorium ausgegangen ist, wie Medien berichtet hatten, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums in Peking, Ma Zhaoxu, erklärte: „Die Vorwürfe, die chinesische Regierung unterstütze das Hacken von Computern, sind grundlos.“

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  • Portal:Computer

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October 16, 2008

Konservative legen bei Parlamentswahl in Kanada zu

Konservative legen bei Parlamentswahl in Kanada zu

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Veröffentlicht: 10:02, 16. Okt. 2008 (CEST)
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Wn-wahl.png
Wn-wahl.png

Kanadische Unterhauswahlen 2008


Partei Ergebnis
Konservative Partei 143 (37,6 %) 
.
Liberale Partei 76 (26,2 %) 
.
Bloc Québécois 50 (10,0 %) 
.
Neue Demokratische Partei 37 (18,2 %) 
.
Unabhängige 2 (0,7 %) 
.
Grüne Partei 0 (6,8 %) 
.

(37,6%) =Anteil der Stimmen
vorläufiges Endergebnis
Quelle: cbc.ca

Ottawa (Kanada), 16.10.2008 – Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Kanada hat die Konservative Partei unter Stephen Harper zwar zulegen können, konnte jedoch ihrer bisherigen Minderheitsregierung nicht zu einer Mehrheit im Parlament verhelfen.

Bei der Wahl am Dienstag wurden 308 Sitze im Unterhaus nach dem Mehrheitswahlsystem vergeben. Laut vorläufigem Endergebnis gewann die Konservative Partei 143 Sitze (2006: 124), die Liberale Partei 76 (103), der Bloc Québécois 50 (51) und die Neue Demokratische Partei 37 (29). Zwei Sitze wurden an unabhängige Kandidaten vergeben. Die Grüne Partei, die bisher durch den Parteiwechsel eines Abgeordneten im Parlament vertreten war, konnte in keinem Wahlkreis eine Mehrheit erringen. Die Wahlbeteiligung lag mit 59,1 Prozent auf einem historischen Tiefstand.

Die Konservative Partei hatte im Wahlkampf eine moderate Fortführung ihrer Steuersenkungspolitik versprochen. Die Liberale Partei unter Stéphane Dion schlug eine Wende in der Umweltpolitik vor, die eine Steuer auf fossile Brennstoffe bei gleichzeitiger Senkung der Einkommensteuer beinhaltete.

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  • Portal:Kanada
  • Portal:Wahlen

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May 13, 2008

Zug in Kanada nach Tod einer Reisenden unter Quarantäne gestellt

Zug in Kanada nach Tod einer Reisenden unter Quarantäne gestellt

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Veröffentlicht: 23:18, 13. Mai 2008 (CEST)
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Ontario, Kanada

Ottawa (Kanada), 13.05.2008 – Nach dem Tod einer Reisenden in Kanada ist bei Foleyet in der Nähe der Stadt Timmins in Ontario am vergangenen Freitag, den 9. Mai 2008 ein Reisezug unter Quarantäne gestellt worden. Mehr als 240 Personen befanden sich an Bord des Zuges.

Eine etwa 60 Jahre alte Frau litt bereits bei Reiseantritt unter grippeähnlichen Symptomen. Die Angaben wurden jedoch noch nicht bestätigt. Einige weitere Insassen, die mit der Frau in einer Gruppe gereist waren, hatten ähnliche, allerdings „nicht gefährliche“ Symptome. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Einer von ihnen sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Erst nach Stunden gaben die Behörden Entwarnung. Sanitäter in Spezialanzügen hatten zuvor die Abteile untersucht.

Michael Gardam von der Universitätsklinik Toronto verteidigte die Behörden vor der Kritik, sie hätten überreagiert. Vor fünf Jahren waren in der Provinz Ontario 400 Fälle von SARS aufgetreten. 44 Menschen waren damals an der lebensgefährlichen Krankheit gestorben.

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March 12, 2008

Kanada gibt 275.000 Robben zur Jagd frei

Kanada gibt 275.000 Robben zur Jagd frei

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Veröffentlicht: 23:04, 12. Mär. 2008 (CET)
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Junge Sattelrobbe

Ottawa (Kanada), 12.03.2008 – Die kanadische Regierung hat kurz vor dem Beginn der diesjährigen Jagdsaison 275.000 Sattelrobben zur Jagd freigegeben. Fischereiminister Loyola Hearn sagte zur Begründung: „Die Robbenjagd ist eine wirtschaftliche Stütze für unzählige ländliche Gemeinden in den atlantischen Provinzen, Quèbec und dem Norden.“ Das Fischereiministerium teilte außerdem mit, die Robbenjagd werde durch die Anwendung neuer Regeln weniger brutal. Die neuen von Tierärzten empfohlenen Regeln sollen gewährleisten, dass die erlegten Tiere wirklich tot sind, bevor ihnen das Fell abgezogen wird. Dazu sollen die Pupillen der Tiere auf Reflexe geprüft werden.

Die kanadische Regierung gibt den Bestand an Sattelrobben in Kanada mit gegenwärtig 5,5 Millionen Tieren an. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Abschussquote damit um zwei Prozent an. Im Vorjahr durften bei der Robbenjagd 270.000 Tiere getötet werden, im Jahr 2006 lag die Quote bei 335.000 Tieren. Tierschützer kritisieren die Erhöhung der Abschussquote. Ralf Sonntag von der deutschen Sektion des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) nannte die Entscheidung verantwortungslos. Er wies darauf hin, dass 2007 im Sankt-Lorenz-Golf über 200.000 neugeborene Robben schon wegen des fehlenden Packeises starben, bevor die Jagd überhaupt begonnen hatte. Nach Angaben des IFAW waren von den 224.000 im Jahr 2007 getöteten Robben nahezu alle Jungtiere unter drei Monaten.

Die Jagdsaison in Kanada beginnt Ende März. Neben der Nachfrage nach Produkten aus Robbenfell steigt auch die Nachfrage nach Robbenöl, welches reich an Omega-3-Fetten ist.

In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits Einfuhrverbote für Produkte aus Robbenfell, auch in Deutschland gibt es bereits einen entsprechenden Plan.

Im Ostseeraum stehen die Robben bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Wegen des warmen Winters fehlt die zur Fortpflanzung der Robben wichtige Eisdecke. Im Ostseeraum wird der Bestand auf 7.000 bis 10.000 Tiere geschätzt.

Themenverwandte Artikel

  • Robbenjagd in Kanada geht in die zweite Etappe (05.04.2006)
  • Robbenjagd: Kanadische Regierung wehrt sich gegen angebliche „Mythen“ (06.04.2006)
  • Portal:Tiere

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April 27, 2007

Kanada wird Kyoto-Ziele verfehlen

Kanada wird Kyoto-Ziele verfehlen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kanada wird Kyoto-Ziele verfehlen

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Artikelstatus: Fertig 18:14, 27. Apr. 2007 (CEST)
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Ottawa / Toronto (Kanada), 27.04.2007 – Einen Tag, nachdem Kanadas Energieminister ein Glühlampen-Verbot als Maßnahme zum Klimaschutz angekündigt hat, stellte die kanadische Regierung am Donnerstag ihren langfristigen Plan zur Verminderung von Treibhausgas-Emissionen vor. Demnach wird Kanada seine Verpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll um mindestens acht Jahre verfehlen.

Ölsand-Abbau in Alberta

Die konservative Minderheitsregierung von Stephen Harper verweigerte sich Forderungen von Oppositionspolitikern und Umweltschützern, absolute Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen festzulegen. Stattdessen werden Begrenzungen eingeführt, die von der jeweiligen Produktionsmenge abhängen. Absolute Obergrenzen würden laut Harper die kanadische Ölindustrie und Arbeitsplätze gefährden. Hauptgrund für Kanadas steigende Treibhausgas-Emissionen ist die Expansion des energieintensiven Abbaus von Ölsanden in Alberta.

Damit nimmt Kanada faktisch Abstand vom Kyoto-Protokoll, dem es unter seiner liberalen Vorgängerregierung unter Jean Chrétien beigetreten war. Umweltminister John Baird erklärte, dass die für 2012 gesetzten Reduktionsziele erst 2020 bis 2025 erreicht werden könnten. Im Anschluss an die Vorstellung der Pläne in Toronto sagte er in einer Pressekonferenz: „Dies ist ein reeller Plan, ein Plan, den wir einhalten können.“ Und: „Ich bin nicht bereit, Versprechungen zu machen, die ich nicht erfüllen kann.“

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April 26, 2007

Kanada will Glühbirnen abschaffen

Kanada will Glühbirnen abschaffen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kanada will Glühbirnen abschaffen

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Artikelstatus: Fertig 16:34, 26. Apr. 2007 (CEST)
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Glühlampe

Ottawa (Kanada), 26.04.2007 – Die kanadische Regierung hat angekündigt, bis zum Jahr 2012 den Verkauf von Glühbirnen zu verbieten. Damit soll die Energieeffizienz gesteigert und der Ausstoß von Treibhausgasen vermindert werden.

Ähnliche Pläne waren zuvor von den kanadischen Provinzen Ontario und Nunavut angekündigt worden. Kanada folgt damit dem Beispiel Australiens, das im Februar angekündigt hat, den Verkauf von Glühbirnen bis 2010 zu verbieten.

Energieminister Gary Lunn, der der konservativen Minderheitsregierung von Stephen Harper angehört, sagte, dass durch den Einsatz effizienter Leuchtmittel, wie zum Beispiel Energiesparlampen, ein Einsparpotential von sechs Millionen Tonnen Kohlendioxid bestünde. Pro Haushalt würden außerdem die Energiekosten um 50 kanadische Dollar pro Jahr reduziert.

Kritiker wenden ein, dass die Maßnahme nur einen geringen Teil dazu beitragen kann, dass Kanada seiner Verpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll nachkommt. Darin hat sich Kanada verpflichtet, bis zum Jahr 2012 seine Emissionen von Treibhausgasen um sechs Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Zurzeit hat Kanada eine um 27 Prozent höhere Emissionsrate als 1990.

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March 1, 2007

Kanadisches Parlament lehnt Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze ab

Kanadisches Parlament lehnt Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze ab

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Artikelstatus: Fertig 16:50, 1. Mär. 2007 (CET)
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Das kanadische Parlament votiert gegen eine Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze

Ottawa (Kanada), 01.03.2007 – Das kanadische Parlament hat mit einer Mehrheit von 159 zu 124 Stimmen eine Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze abgelehnt. Die Gesetze wurden als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 erlassen und waren zunächst auf fünf Jahre befristet; danach bedurfte es einer erneuten Legitimation durch das House of Commons.

Zu den Maßnahmen, die die kanadischen Anti-Terror-Gesetze erlauben, gehören unter anderem die Möglichkeit, Verdächtige 72 Stunden ohne Anklage festzuhalten oder Internet- und Telefonkommunikation ohne richterlichen Beschluss abhören zu dürfen. Diese Maßnahmen wurden in den letzten fünf Jahren nicht angewandt.

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June 10, 2006

Kanada: 54. Bilderberg-Konferenz in Ottawa eröffnet

Kanada: 54. Bilderberg-Konferenz in Ottawa eröffnet

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Artikelstatus: Fertig 18:05, 10. Juni 2006 (CEST)
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Tagungsort der diesjährigen Bilderberg-Konferenz

Ottawa (Kanada), 10.06.2006 – Kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen treffen sich zwischen dem 8. und 11. Juni hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Militär und Wirtschaft zur diesjährigen 54. Bilderberg-Konferenz im kanadischen Ottawa, um aktuelle Themen der Weltpolitik hinter verschlossenen Türen zu besprechen.

Die etwa 120 Teilnehmer, die sich in der Nähe der kanadischen Hauptstadt in dem abseits liegenden Brookstreet Hotel des Milliardärs Terence H. Matthews von einer privaten Sicherheitsfirma abgeriegelt und streng bewacht zusammenfinden, haben dabei verschiedenste Themen auf ihrer Agenda. Die Details bleiben dabei der Öffentlichkeit verschlossen. Erst mit der Veröffentlichung der Teilnehmerliste und der behandelten Tagesordnungspunkte am Sonntagabend wird mehr Einblick in das Treffen gewährt, vermutlich werden dadurch aber auch Spekulationen über die Tagung angeheizt.

Neben Politikern, wie dem ehemaligen amerikanischen Außenminister Henry Kissinger, EU-Kommissionspräsident Jose Barroso, Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer und Weltbank-Chef Paul Wolfowitz, werden andere wichtige Personen aus der Wirtschaft, wie der Chef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, Otto Wolf von Amerongen, David Rockefeller und Jeroen van der Veer von der Royal Dutch/Shell Group wahrscheinlich wieder mit daran teilnehmen.

Ein wichtiger Punkt betrifft den Energiesektor in Zusammenhang mit dem Ölpreis und den aktuellen Problemen mit Venezuela, dem fünftgrößten Ölförderland weltweit. Der Präsident des lateinamerikanischen Landes, Hugo Chávez, hatte erst kürzlich Verträge mit privaten Firmen für 32 Ölfelder teilweise für nichtig erklärt und der staatlichen Gesellschaft Petróleos de Venezuela S.A. einen Mindestanteil von 60 Prozent eingeräumt. Weiterhin spricht er sich gegen eine weitere Ausdehnung der Freihandelszone NAFTA aus und möchte eine Steuer für Firmen einführen, die venezolanisches Öl fördern. Nach dem letzten Treffen schnellte plötzlich der Ölpreis von 40 Dollar je Barrel auf 70 Dollar in die Höhe.

Der Atomstreit mit dem Iran und eine eventuelle Invasion, die rein militärisch relativ unwahrscheinlich ist, aber auch der Irakkonflikt und Afghanistan dürften ebenfalls von Interesse sein.

Und wie in den vergangenen Jahren auch wird die Weltöffentlichkeit voraussichtlich nur wenig Notiz von dem Treffen nehmen, da im Moment die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland das beherrschende Thema in den Medien ist. Im letzten Jahr fand das Zusammenkommen vom 5. bis zum 8. Mai im oberbayerischen Rottach-Egern statt – parallel zu den Feierlichkeiten des 60. Jahrestages zum Ende des Zweiten Weltkrieges. So wurde das Treffen erst am 9. Mai 2005 im Münchner Merkur erwähnt.

Für Verschwörungstheoretiker ist die Konferenz ein willkommer Anlass, ihren Vermutungen nachzugehen. Einer ihrer prominenten Vertreter, der amerikanische Radiojournalist und Filmemacher Alex Jones, wurde am Mittwoch von den kanadischen Behörden am Flughafen von Ottawa erst mehrere Stunden festgehalten und musste später seinen Pass und seine gesamte Ausrüstung abgeben. Ein Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde wollte den Fall nicht weiter kommentieren.

Tatsächlich kann dieser Verantstaltung eine gewisse Bedeutung nicht abgestritten werden. Immerhin sagte Étienne Davignon, der Vorsitzende des Bilderberg-Zirkels und Vizepräsident der Europäischen Kommission, im letzten Jahr gegenüber der BBC: „Ich glaube nicht [,dass wir] eine globale Vereinigung [sind], die die Welt regiert. Ich denke nicht, dass eine solche Klasse existiert. […] Es sind Leute die Einfluss haben und daran interessiert sind, mit anderen Leuten zu sprechen, die [ebenfalls] Einfluss haben.“

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