Simbabwe: Erzbischof ruft zu Revolte gegen Mugabe auf

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Simbabwe

Harare (Simbabwe), 28.03.2005 – Der katholische Erzbischof der Stadt Bulawayo, Pius Ncube hat in mehreren Zeitungsinterviews zu einem gewaltfreien Volksaufstand gegen den Präsidenten des Landes Robert Mugabe aufgerufen.

Am 31. März finden in Simbabwe Parlamentswahlen statt. Nichtregierungsorganisationen gehen davon aus, dass es nicht zu einer fairen und freien Wahl kommen kann. Mugabe regiert in Simbabwe seit der Unabhängigkeit des Landes 1980 autoritär. Menschenrechtsorganisationen und Oppositionspolitiker werfen Mugabe Menschenrechtsverletzungen, Zensur der Medien, sowie Einschüchterung politischer Gegner vor.

Pius Ncube ist ein bekannter Kritiker des Präsidenten und dessen Regierungspartei ZANU-PF. Pius Ncube geht davon aus, dass bereits im Vorfeld der Wahl, zugunsten der Regierung manipuliert wurde. Im Falle einer fairen Wahl könne die Regierungpartei keine Mehrheit im Parlament erreichen, weil ein großer Teil der Bevölkerung verbittert sei.

Daher fordert er seine Landleute zu einem Aufstand gegen den Präsidenten auf. In den Zeitungsinterviews distanziert sich der Erzbischof zugleich ausdrücklich von gewaltsamen Maßnahmen gegen die Regierung.

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Quellen