WikiNews de

April 21, 2012

Cornwall: Heidnische Religion wird in Unterricht aufgenommen

Cornwall: Heidnische Religion wird in Unterricht aufgenommen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 10:46, 21. Apr. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Neuheidnisches Ritual in Polen

Truro (Cornwall) (Vereinigtes Königreich), 21.04.2012 – Wie die britische Tageszeitung Daily Mail berichtete, hat der Rat der südwest-englischen Grafschaft Cornwall beschlossen, Unterricht über heidnische Religion an allen öffentlichen Schulen zuzulassen. Bisher war dies nur in Ausnahmefällen möglich, da sich eine Minderheit der Einwohner tatsächlich zum Heidentum bekennt.

Cornwall hat rund 540.000 Einwohner. Es gibt 40 weiterführende Schulen, die von Kindern im Alter von elf bis 18 Jahren besucht werden. Dreiviertel dieser Schulen sind staatlich. Im Alter von fünf Jahren sollen Kinder bereits etwas über die Vergangenheit lernen, z. B. über Stonehenge. Mit elf Jahren können sie das moderne Heidentum erforschen. Damit stünden Hexen und Druiden „gleichbereichtigt“ neben Jesus Christus, so die Meinung einiger Kommentatoren. Allerdings sollen sich laut den im vergangenen Jahr erarbeiteten Rahmenrichtlinien für den Unterricht rund 60 % des Religionsunterrichtes auch zukünftig mit dem Christentum befassen und nur 40 % mit anderen Religionen. Zu dem prozentualen Anteil der Einwohner, die sich dem Heidentum zugehörig fühlen, gibt es keine zuverlässigen Angaben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Portal:Religion

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 24, 2011

Bertelsmann Studie zur Bildung in Deutschland stuft Bremen als Schlusslicht ein

Bertelsmann Studie zur Bildung in Deutschland stuft Bremen als Schlusslicht ein

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:21, 24. Nov. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Gütersloh (Deutschland), 24.11.2011 – Die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh hat im Rahmen ihres Programms „Zukunft der Beschäftigung“ einen „Deutschen Lernatlas“ veröffentlicht. Es wurden statistische Vergleiche zwischen Bundesländern, Städten und Landkreisen dargestellt. Insgesamt wurden 412 Kreise und kreisfreie Städte untersucht. Im Ergebnis landete das kleinste Bundesland Bremen (und auch die Städte Bremen und Bremerhaven) auf dem letzten Platz. Der Mittelwert beim schulischen Lernen liegt in Deutschland laut dem Lernatlas von Bertelsmann bei 39,81 Punkten – das Land Bremen erreichte nur 18,62 Punkte. Aber auch in Bereichen wie der beruflichen Weiterbildung und der Arbeitsmarktsituation steht Bremen schlecht da. So beträgt die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit vor Beginn einer beruflichen Weiterbildung in der Stadt Bremen 291 Tage, im Durchschnitt sind es 154 Tage – also etwa nur halb so viel. Zu viel Unterricht werde von fachfremden Lehrkräften erteilt, 20 Prozent des Mathematikunterrichts in Gymnasien und 31 Prozent des Deutschunterrichts werden nicht von Fachlehrern gegeben, kritisiert die Bremer CDU und schiebt der bisherigen Bildungspolitik der rot-grünen Regierungskoalition, die seit 2007 im Amt ist, die Schuld zu.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 23, 2010

Freinet-Schule bei Bremen stellt sich vor

Freinet-Schule bei Bremen stellt sich vor

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:50, 23. Nov. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lilienthal (Deutschland), 23.11.2010 – Am Mittwoch, den 24.11.2010 um 19.00 Uhr stellt sich die Freie Schule Moorende im Rahmen eines Pädagogischen Informationsabends vor. Die Schule befindet sich auf einem Waldgrundstück in der Nähe von Bremen, liegt zwischen Lilienthal und dem Künstlerdorf Worpswede, gehört aber verwaltungsmäßig zu Lilienthal. Unter anderem wird der Film „Wir entscheiden was und wie und wann“ der Schule aus Bassum gezeigt, die ebenfalls nach den Grundsätzen von Freinet arbeitet. Die Freie Schule Moorende geht auf eine Elterninitiative zurück und nahm zum Schuljahrsbeginn im August 2010 den Schulbetrieb mit zwei Lehrern und 18 Kindern auf. Im Gegensatz zu Bremen stießen die Gründer in Niedersachsen auf das Wohlwollen der Behörden. Neue Schüler können auch zum Halbjahr 2010/2011 – also nach den Weihnachtsferien – aufgenommen werden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 12, 2010

DAK-Studie: Rauschtrinken breitet sich unter Jugendlichen in Deutschland immer stärker aus

DAK-Studie: Rauschtrinken breitet sich unter Jugendlichen in Deutschland immer stärker aus

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:13, 12. Okt. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lüneburg (Deutschland), 12.10.2010 – Das so genannte Rauschtrinken („Komasaufen“) unter Jugendlichen in Deutschland nimmt zu. Dabei gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der jeweiligen Schulform und der Neigung zum Rauschtrinken. Gymnasiasten sind besonders gefährdet. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Lüneburger Leuphana-Universität, die sie im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) durchgeführt hat.

42,6 Prozent der Schüler beteiligen sich demnach mindestens einmal monatlich an solchen Trinkgelagen, bei denen definitionsgemäß mindestens fünf Gläser Alkohol direkt hintereinander konsumiert werden. Jeder Dritte dieser Gruppe, also 14,6 Prozent aller Befragten, gibt sich sogar dreimal oder öfter im Monat diesem Rauschtrinken hin. Über 70 Prozent der regelmäßigen Rauschtrinker gaben an, auch außerhalb kollektiver Besäufnisse regelmäßig Alkohol zu konsumieren.

Im Durchschnitt fangen – der Studie zufolge – Jugendliche im Alter zwischen 15 und 16 Jahren (der genaue Wert beträgt 15,6) mit dem Alkoholtrinken an. Viele beginnen jedoch auch schon zwischen 12 und 13 Jahren damit, ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol zu sammeln. Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind dabei kaum festzustellen. 36,6 Prozent der Schüler trinken bereits regelmäßig Alkohol, also ein Getränk pro Woche. Der Alkoholkonsum steigt zwischen 13 und 15 Jahren stetig an, dabei ist der Anteil der Jungen etwas höher als der von Mädchen. Zwischen einem Alter von 16 und 18 Jahren trinken etwa 70 Prozent der Jugendlichen regelmäßig Alkohol. Mädchen trinken dabei eher „Mixgetränke“, bei denen eine Limonade mit Alkohol versetzt wird. Jungen haben eine Präferenz für Bier. 36,2 Prozent der Jungen trinken wöchentlich Bier, 29,3 Prozent von ihnen nehmen ein Mixgetränk zu sich.

Die Autoren der Studie stellten außerdem einen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem erlebten Leistungsdruck in der Schule und dem Alkoholkonsum fest. Etwa jeder dritte Gymnasiast gab an, regelmäßig Alkohol zu trinken im Vergleich zu jedem vierten Schüler auf anderen Schulformen der Mittelstufe. Auch der Anteil der Rauschtrinker liegt bei Gymnasiasten mit 36,7 Prozent höher als der entsprechende Anteil in den anderen Schulformen (32,9 Prozent). Schülerinnen und Schüler, die angaben, mit ihren schulischen Leistungen nicht zufrieden zu sein, griffen häufiger zur Flasche als andere. Ein ähnlicher Zusammenhang besteht auch zwischen Schulunlust und den Trinkgewohnheiten. Wo da jeweils Ursache und Wirkung liegen, ist noch unklar: Ob also der erhöhte Alkoholkonsum zu schulischen Problemen führt oder umgekehrt die schulischen Probleme zur Steigerung des Alkoholkonsums führen, bleibt zunächst offen.

Auch regionale Unterschiede wurden festgestellt. So liegt das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze der Alkoholkonsumstatistik bei Jugendlichen in Deutschland, sagte Rainer Siedelberg von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung in Schwerin gegenüber dem NDR. Einschränkend muss gesagt werden, dass nicht alle Bundesländer an der Studie teilnahmen. Die Erhebung fand an Schulen in Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen statt. Für die Untersuchung wurde eine Stichprobe von 4116 Schülerinnen und Schülern zwischen 10 und 18 Jahren aus 17 Schulen befragt. Die Erhebung fand zwischen Mai 2009 und Mai 2010 im Rahmen der Initiative der DAK „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ statt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 20, 2010

Primarschule in Hamburg durch Volksentscheid verhindert

Primarschule in Hamburg durch Volksentscheid verhindert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:51, 20. Jul. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Hamburg (Deutschland), 20.07.2010 – Am 18. Juli 2010 stimmten bei einem Volksentscheid 276.304 Hamburger für die Initiative „Wir wollen lernen“ und verhinderten damit einen zentralen Teil der von der schwarz-grünen Regierung geplanten Schulreform. Die Reform sah eine sechsjährige Primarschule statt der Grundschule vor.

Unabhängig von dem Volksentscheid soll es zukünftig statt vier weiterführenden Schulformen nur noch zwei geben, nämlich das Gymnasium und die Stadtteilschule. Auf welche davon die Schüler gehen, entscheiden die Eltern. Die Stadtteilschulen werden alle Abschlüsse bis zum Abitur nach 13 Jahren anbieten. Alle Fraktionen im Senat billigten die Reform.

Bürgermeister Ole von Beust (CDU) hat bereits vor der Auszählung des Volksentscheids seinen Rücktritt angekündigt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bildung
  • Portal:Hamburg

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 28, 2010

Neue Freinet-Schule in Worphausen bei Bremen

Neue Freinet-Schule in Worphausen bei Bremen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:15, 28. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Freinet-Pädagogik wird meist sofort mit Schuldruckerei in Verbindung gebracht, obwohl dies nur einen Teilaspekt darstellt und im Zeitalter des Computers vermehrt in den Hintergrund rückt.

Lilienthal (Deutschland), 28.04.2010 – Nach den „Freien Schulen“ bei Bassum (Prinzhöfte) und Verden entsteht jetzt auch nördlich von Bremen eine Schule, die sich auf die private Initiative von Eltern gründet. Nach einer zweijährigen Vorarbeit durch den in Worpswede gegründeten Verein soll zum Schuljahresbeginn im Sommer dieses Jahres mit dem Unterricht für die Klassen 1 bis 4 (Grundschule) begonnen werden. Mit einem Tag der offenen Tür will der Verein am Sonntag, den 2. Mai, zwischen 11 und 18 Uhr interessierten Eltern sich und die neue Schule vorstellen. Die Schule befindet sich in Worphausen, einem Ortsteil der niedersächsischen Gemeinde Lilienthal bei Bremen.

Im Unterschied zu den staatlichen und meisten privaten Schulen findet der Unterricht nicht jahrgangsweise und in Klassenverbänden statt, sondern in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen. Das Konzept beruht auf der Freinet-Pädagogik, die 1920 in Frankreich von dem Reformpädagogen Célestin Freinet begründet wurde und inzwischen weltweit praktiziert wird. Aufgrund der steigenden Anforderungen – insbesondere an die soziale Integration innerhalb einer technisierten Gesellschaft – haben die Freien Schulen einen hohen Stellenwert. Eltern schätzen besonders die individuelle Förderung ihrer Sprösslinge und die Unabhängigkeit von weltanschaulicher oder konfessioneller Ausrichtung. Bei PISA-Studien konnten Schulen mit reformpädagogischer Ausrichtung bereits einige Erfolge verzeichnen, so etwa die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, deren Unterrichtsorganisation sich an der Freinet-Pädagogik orientiert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bildung

Quellen

Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 7, 2010

Somalia: Islamistische Rebellen verbieten Unterricht in Englisch und Naturwissenschaften

Somalia: Islamistische Rebellen verbieten Unterricht in Englisch und Naturwissenschaften

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:16, 7. Mär. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Mogadischu (Somalia), 07.03.2010 – An drei Schulen der südsomalischen Stadt Afmadow hat die islamistische Rebellenarmee al-Shabaab den Unterricht in der englischen Sprache und im Fach Naturwissenschaften verboten. Wie der lokale Rundfunksender Radio Garowe laut n-tv berichtete, hatten sich die Schulen geweigert, ihre Schüler für die Miliz rekrutieren zu lassen.

Wie ein Lehrer erklärte, sei den Schulen mitgeteilt worden, Englisch sei eine Sprache für die Ungläubigen und ihre Anhänger. Der Stammesälteste von Afmadow sagte gegenüber Reuters, die Milizen hätten die englische Sprache als „Sprache der Spione“ bezeichnet. Stattdessen müsste der Lehrplan innerhalb eines Monats so umgestellt werden, dass Islamwissenschaften und Arabisch unterrichtet würden. Außerdem befahlen die Rebellen die Entlassung von 23 Lehrern, die keine arabische Ausbildung vorweisen konnten.

In Somalia tobt seit Jahren ein Bürgerkrieg. Die staatliche Infrastruktur ist weitgehend zusammengebrochen. Weite Teile des Landes werden von islamistischen Rebellengruppen kontrolliert. Die al-Shabaab-Miliz wird von den USA als Terrororganisation eingestuft, die eng mit dem Terrornetzwerk al-Qaida zusammenarbeitet. Die islamistische Miliz will die von der UNO unterstützte Regierung stürzen und stattdessen einen islamischen Staat schaffen, in dem das islamische Recht der Scharia gilt. In ihrem Machtbereich haben die islamistischen Milizen bereits Kinoveranstaltungen, das Tanzen auf Hochzeitsfeiern und Fußballspielen als unislamisch verboten.

Medien berichteten indessen von einem unmittelbar bevorstehenden Großangriff der Regierungsstreitkräfte mit Unterstützung der US-Armee auf Stellungen der Islamisten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Somalia
  • Portal:Scharia

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 6, 2010

Sexueller Missbrauch: Ehemalige Schüler erheben Vorwürfe gegen Odenwaldschule

Sexueller Missbrauch: Ehemalige Schüler erheben Vorwürfe gegen Odenwaldschule

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:25, 6. Mär. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Das Goethehaus, Schulgebäude der Odenwaldschule zum Zeitpunkt der Schulgründung 1910

Heppenheim (Bergstraße) (Deutschland), 06.03.2010 – Zwischen 1970 und 1985 ist es an der Odenwaldschule in Heppenheim (Hessen) offenbar zu Fällen von sexuellem Missbrauch von Schülern durch das Lehrpersonal der Schule gekommen. Das geht aus einer Stellungnahme der Schulleiterin Margarita Kaufmann hervor, die die Internatsschule seit 2007 leitet. Damals seien Minderjährige „Opfer sexueller Übergriffe nicht nur durch den damaligen Leiter der Odenwaldschule geworden“, heißt es in dem Schreiben an die Eltern der Schüler dieser integrierten Gesamtschule in freier Trägerschaft.

Die Vorfälle seien der jetzigen Schulleiterin dadurch zu Gehör gekommen, dass sie in den letzten Monaten Gespräche mit ehemaligen Schülern der Schule Gespräche geführt habe. Aus diesen Berichten ging hervor, dass die damals 13- bis 14-jährigen Schüler von den Lehrern durch Streicheln ihrer Genitalien geweckt worden waren. Die Schüler seien für „sexuelle Dienste“ eingeteilt worden und in Einzelfällen sogar Besuchern zum Missbrauch zur Verfügung gestellt worden. Opfer der Übergriffe seien mindestens 50 Schüler geworden, schreibt die Frankfurter Rundschau, möglicherweise auch bis zu 100 Schüler. Erste Anschuldigungen gegen den ehemaligen Schulleiter, der die Schule von 1971 bis 1985 führte, waren bereits vor etwa zehn Jahren laut geworden. Damals waren intensive Nachforschungen jedoch unterblieben. „Es war eine Unterlassung und ein grober Fehler, dass die Schule damals nicht nachgeforscht hat“, erklärte die gegenwärtige Schulleiterin Kaufmann dazu. Der damalige Schulleiter legte nach der damals (1998/99) bruchstückhaften Aufdeckung von Missbrauchsfällen alle schulischen Ämter nieder. Eine Strafanzeige wurde dann aber nicht weiterverfolgt, da die Straftaten inzwischen verjährt waren. Die Schule richtete damals einen „Ausschuss zum Schutz vor sexuellem Missbrauch“ ein und führte eine mehrjährige Supervision für Mitarbeiter durch.

Neben dem sexuellen Missbrauch soll es auch zur Anwendung von Gewalt gegen Schüler gekommen sein. Auch Alkohol- und Drogenmissbrauch wurde offenbar von Lehrkräften nicht nur geduldet, sondern anscheinend auch aktiv Beihilfe dazu geleistet.

Die Schule stand bisher in einem guten Ruf. So war sie 1963 von der UNESCO zur Projektschule für Reformpädagogik ernannt worden. Die Aufdeckung des Missbrauch-Skandals kommt für die Schule zu einem Zeitpunkt, zu dem das 100-jährige Bestehen der Odenwaldschule gefeiert werden soll. Die Feier soll im April stattfinden. Offenbar war die Leitung der Schule und ihr Vorstand bis zuletzt darum bemüht, die Aufklärung des Missbrauchskandals da „herauszuhalten“. So durfte ein Bericht des Frankfurter Psychologen Schwertl über die Missbrauchsfälle nicht in der Festbroschüre erscheinen.

Nach den ersten Gesprächen, die ehemalige Schüler mit Vertretern der Schule im Frühjahr 2009 geführt hatten, tat sich zunächst nicht viel. In einem Brief an die Schulleitung vom 19. Februar 2009 äußerten die ehemaligen Schüler: „Unsere Geduld ist erschöpft.“ Ein ehemaliger Lehrer äußerte ebenfalls Enttäuschung über die Art der Aufarbeitung der Vorkommnisse: „Der Schule ging es immer nur um ihren schönen Ruf. So ist es bis heute.“ Die Ehemaligen ließen jedoch nicht locker und setzten die Schule weiter unter Druck – bis hin zu einem Ultimatum, in der eine vollständige und offene Aufklärung der Vorkommnisse gefordert wurde. Am 1. März fand sich der Schulvorstand zu einer ersten Stellungnahme bereit, die eine Art Entschuldigung enthält: „Wir bitten auch um Verzeihung für die lange Zeit, die es gedauert hat, bis Ihre Verletzungen in der Schule wirklich wahrgenommen und anerkannt wurden.“ (zitiert laut FR)

Am Freitag, den 6. März gab die Schulleiterin der Odenwaldschule auf der Homepage der Schule eine Erklärung ab, in der es heißt: „Als Institution müssen wir begreifen, dass wir den Opfern nur durch eine aktive Aufarbeitung der Missbrauchsfälle an unserer Schule gerecht werden können.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Recht in Deutschland

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 18, 2010

Amoklauf an einer berufsbildenden Schule in Ludwigshafen

Veröffentlicht: 19:35, 18. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ludwigshafen am Rhein (Deutschland), 18.02.2010 – Gegen 10:00 Uhr griff heute ein 23-jähriger Ludwigshafener mehrere Lehrer an der Berufsbildenden Schule Technik II in Ludwigshafen an. Dabei verletzte er einen der Lehrer schwer, so dass dieser noch am Tatort verstarb. Ein weiterer Lehrer wurde nur leicht verletzt.

Der Täter führte ein Messer und eine Schreckschusspistole mit sich. Er begab sich als erstes in ein Gebäude, in dem die Malerausbildung stattfindet. Hier stach er den ersten Lehrer nieder. Dieser erlag wenig später der lebensgefährlichen Stichverletzung und konnte nicht wiederbelebt werden. Danach ging der mutmäßliche Täter in das Hauptgebäude, wo er Schüsse abgab und im dritten Stock einen Feuerwerkskörper zündete. Dieser löste vermutlich den Feueralarm aus.

Durch den Feueralarm alarmierte Polizisten wurden erst nach Eintreffen durch flüchtende Schüler über den Täter informiert. Sie handelten sofort und stellten ihn. Aus Sicherheitsgründen wurde die gesamte Schule nach weiteren Tätern durchsucht.

Der Verhaftete wird derzeit noch verhört. Auf einer Pressekonferenz gab die Staatsanwaltschaft an, dass der 23-Jährige ehemals Schüler an der Schule gewesen ist und dass das später verstorbene Opfer gezielt aufgesucht wurde, da dieser Lehrer ihm zu schlechte Noten gegeben habe.

Die Schüler wurden durch den Feueralarm evakuiert. Für Schüler und Lehrer ist eine Anlaufstelle an der Anne-Frank-Realschule eingerichtet worden. Die Schule selbst soll bis Montag nicht wieder ihren Betrieb aufnehmen, jedoch soll in der Schule eine Anlauf- und Beratungsstelle für die Schüler und Lehrer eingerichtet werden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • Polizei Ludwigshafen: „Pressekonferenz“ (18.02.2010; 15:00 Uhr)
  • n24.de: „Lehrer an Berufsschule getötet“ (18.02.2010)
  • swr.de: „Laut Polizei ‚Bedrohungslage‘ an Berufsschule“ (18.02.2010)
This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 18, 2009

Bremen: Lehrerin von ehemaligem Schüler auf offener Straße erstochen

Bremen: Lehrerin von ehemaligem Schüler auf offener Straße erstochen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:12, 18. Dez. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Bremen (Stadt) (Deutschland), 18.12.2009 – Am Freitagnachmittag starb in Bremen eine Lehrerin an den Folgen eines oder mehrerer Messerstiche, die ihr ein ehemaliger Schüler ihrer Schule versetzt hatte. Die 35-jährige Frau unterrichtete an einem Gymnasium in Osterholz-Scharmbeck, einer Umlandgemeinde von Bremen. Ob der Täter auch früher von der Lehrerin unterrichtet worden war, ist bislang unbekannt. Der 21-jährige Mann rief nach der Tat selbst die Polizei. Da er sich nach den tödlichen Stichen auf die Lehrerin auch selbst verletzt hatte, musste er ärztlich behandelt werden. Die Polizei ermittelt noch die Hintergründe der Tat. Der mutmaßliche Täter soll bereits mehrere Selbstmordversuche unternommen haben. Zum Tathergang ist bisher nur bekannt, dass der Mann der Lehrerin in ihrer Wohnstraße aufgelauert und sie beim Betreten der Straße dann niedergestochen hatte.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bremen (Stadt)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »