WikiNews de

January 31, 2008

Landgericht Köln: Lehrer dürfen im Internet benotet werden

Landgericht Köln: Lehrer dürfen im Internet benotet werden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 02:59, 31. Jan. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Köln (Deutschland), 31.01.2008 – Erneut hat ein Gericht die Benotung von Lehrern im Internet für rechtmäßig erklärt. Das Landgericht Köln teilte am Mittwoch in einer Erklärung der Presse gegenüber mit, dass es das Recht auf die freie Meinungsäußerung höher werte als das Persönlichkeitsrecht. In diesem Fall hatte eine Gymnasiallehrerin geklagt.

Allerdings ist die Entscheidung nicht endgültig. Die Anwälte der klagenden Lehrerin, aber auch Berufsverbände haben angekündigt, vor dem Bundesverfassungsgericht eine Grundsatzentscheidung zu erwirken.

Seit Monaten wird kontrovers über die Website „spickmich.de“ diskutiert. Dort wird es Schülern ermöglicht, ihre eigenen Lehrer zu bewerten. Zwar können die Seiten nur durch angemeldete Nutzer eingesehen werden, allerdings ist es mit ein wenig Fantasie jedem möglich, die Lehrerbeurteilungen zu lesen. Dies nehmen zahlreiche – meist schlecht bewertete – Lehrer zum Anlass, gegen diese Seite vorzugehen. Viele Lehrer fürchten um Ansehensverlust, aber sie sehen bei schlechten Benotungen auch Konsequenzen für ihre angestrebte Karriere.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 9, 2007

Deutschland: Aktionsrat für Bildung fordert Kindergartenpflicht und zweigleisiges Schulsystem

Deutschland: Aktionsrat für Bildung fordert Kindergartenpflicht und zweigleisiges Schulsystem

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:05, 9. Mär. 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

München (Deutschland), 09.03.2007 – Sieben namhafte Professoren haben das deutsche Bildungssystem geprüft und für mangelhaft befunden. In einem umfangreichen Gutachten macht der Aktionsrat für Bildung zahlreiche Vorschläge zu einer radikalen Neustrukturierung. „Von der Kinderkrippe bis zum Hochschulbereich“ benötige das Bildungssystem klare Zielvorgaben und Finanzierungskonzepte, sagte der deutsche PISA-Projektleiter und Mitglied des Aktionsrates Manfred Prenzel.

Was ist der richtige Bildungsweg für Deutschlands Kinder?

Der Aktionsrat, dem namhafte Bildungsforscher wie Manfred Prenzel, Dieter Lenzen (Präsident der FU Berlin), Wilfried Bos (Leiter der Grundschüler-Studie IGLU) und Detlef Müller-Böling vom Centrum für Hochschulentwicklung angehören, wurde 2005 auf Initiative Vereinigung der bayerischen Wirtschaft gegründet. In ihrem 180-seitigen Gutachten stellten die Experten jetzt ihre Empfehlungen für eine Umstrukturierung des Bildungssystems vor.

Sie empfehlen, das heute dreigliedrige Schulsystem aus Haupt- und Realschule sowie Gymnasium auf ein zweigliedriges System umzustellen, in dem es außer dem Gymnasium nur noch eine Sekundarschule geben soll. Außerdem müsse auch den Absolventen der neuen Sekundarschule ein einfacher Weg zum Abitur ermöglicht werden.

Die Lehrer, die heute meist noch Beamte sind, sollten nur befristete Anstellungsverträge, so genannte Lehrerlizenzen, erhalten und zur Weiterbildung verpflichtet werden. Die Lehrerausbildung müsse reformiert werden, da sie heute zu stark auf eine wissenschaftliche Laufbahn hin ausgerichtet sei. Die Universitäten sollten auch stärker für Nichtabiturienten geöffnet werden.

Die Mitglieder des Aktionsrates schlagen weiter vor, die Schulen in private Trägerschaft zu übergeben, wobei sie jedoch weiterhin staatlich finanziert werden sollen. Dadurch entstünde ihrer Ansicht nach mehr Wettbewerb. Einen solchen Wettbewerb sollte es nach Ansicht der Bildungsexperten auch unter den Lehrern geben; ihre Bezahlung solle nach dem Leistungsprinzip erfolgen.

Die Schulempfehlung, die von der Grundschule beim Übergang zur weiterführenden Schule – also entweder Sekundarschule oder Gymnasium – ausgesprochen wird, müsse fundierter begründet sein, und es müsse die Möglichkeit geben, Fehlentscheidungen rückgängig zu machen. Die Professoren halten die Benachteiligung der Kinder aus Migrantenfamilien und aus ärmeren Bevölkerungsschichten für ein großes Problem, zu dessen Lösung am besten die Ganztagsschule beitragen könne. Ganztagsschulen sollten daher flächendeckend angeboten werden. „Man muss befürchten, dass im derzeitigen System mehr als 20 Prozent der Kinder den Anschluss verlieren“, so Manfred Prenzel.

Die Erziehungswissenschaftler unterstützen die Pläne von Familienministerin Ursula von der Leyen zur Schaffung von mehr Betreuungsangeboten für Kleinkinder ab dem ersten Lebensjahr. Jedes Kind ab dem dritten Lebensjahr soll einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben. Ab dem vierten Lebensjahr soll der Besuch des Kindergartens nach Ansicht des Expertengremiums Pflicht sein. Erzieherinnen sollten nach Ansicht der Wissenschaftler eine akademische Ausbildung erhalten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnete in einer ersten Reaktion das Gutachten als „widersprüchlich und unausgegoren“. Vor allem die Forderungen nach Wettbewerb unter den Schulen und der Privatisierung sowie der Abschaffung des dreigleisigen Bildungssystem stießen auf Widerspruch. Marianne Demmer, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft, hält „die frühe Auslese der Kinder für das Kardinalproblem des deutschen Schulsystems“, das auch durch die Zweigleisigkeit nicht behoben werde, die allenfalls ein „Tippelschrittchen zu mehr Chancengleichheit“ sein könne. Auch der Deutsche Lehrerverband äußerte Kritik. Seiner Ansicht nach würde in der neuen Sekundarschule „ein Drittel der Schüler über- und ein weiteres Drittel unterfordert“. Es sei fragwürdig, wie über Lohndumping und Sozialabbau bei Lehrern mehr Gerechtigkeit erreicht werden solle.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bildung

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 11, 2005

Regensburg: Urteil gegen Klassenlehrerin erwartet

Regensburg: Urteil gegen Klassenlehrerin erwartet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 00:57, 15. Nov. 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Regensburg (Deutschland), 11.11.2005 – Heute wird das Urteil gegen eine Regensburger Klassenlehrerin erwartet. Es geht um den sexuellen Missbrauch an einem ihrer Schüler. Das Verfahren begann gestern vor dem Amtsgericht Regensburg.

Dem Gericht liegt ein Teilgeständnis der 31-jährigen Lehrerin vor. Darin hatte sie den sexuellen Missbrauch des 13-jährigen im Juni 2004 in ihrem Haus zugegeben. Allerdings bestreitet die ehemalige Hauptschullehrerin, Geschlechtsverkehr mit dem Jungen gehabt zu haben. Nach Angaben der Frau seien die sexuellen Kontakte nach einer Party von dem Minderjährigen ausgegangen. Staatsanwalt Wolfhart Meindl wirft der Frau hingegen vor, sie hätte den Jungen missbraucht. Meindl ließ keinen Zweifel offen, dass er den Aussagen des 13-Jährigen Glauben geschenkt hatte. Danach wäre es zum Geschlechtsverkehr gekommen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, während der Verteidiger der Lehrerin den Fall als „minder schwer“ einstufte. Dies begründet er unter anderem damit, dass hier eine Frau einen Jungen missbraucht habe. Seiner Ansicht nach sehe der Gesetzgeber bei einem solchen Rollenverhältnis weniger Unrecht verwirklicht, als wenn eine männliche Person eine Frau missbrauche. Er beantragte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten für seine Mandantin.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 1, 2005

Messer in der Kehle: Landwirt findet in Norddeich bei Aurich Leiche im Maisfeld

Messer in der Kehle: Landwirt findet in Norddeich bei Aurich Leiche im Maisfeld

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 1. Nov, 2005 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Norden (Deutschland), 01.11.2005 – Seit Ende August 2005 wurde eine 31-jährige Grundschullehrerin aus Bonn vermisst. Gestern gab eine Polizeisprecherin bekannt, dass sie gefunden wurde. Der Fundort ist ein Maisfeld in der Nähe des Norddeicher Flughafens. Die ersten Ermittlungen der Polizei deuten auf Selbstmord hin. Auch die bereits stattgefundene Obduktion hat dies bestätigt.

Die Frau hatte bereits früher des öfteren ihren Urlaub in der Norddeicher Gegend auf den ostfriesischen Inseln verbracht. Das letzte Lebenszeichen der Frau stammt vom Morgen des 26. August 2005. Damals hatte ihr Verlobter die Lehrerin zu ihrer Arbeitsstelle gebracht. An dem Tag hat sie ihren Dienst jedoch nicht angetreten. Als sie abends nicht heimkam, alarmierte der Verlobte die Polizei.

Nachdem die Suizidgefährdung der Lehrerin bekannt war, leitete die Polizei sofort eine umfangreiche Suchaktion ein. Auch Rundfunk und Fernsehen beteiligten sich an der Suche. Das ZDF stellte Sendezeit zur Verfügung, in der der Psychologe der Frau Angaben machen konnte. Die Leiche wurde vergangenen Sonntag gefunden. Sie befand sich bereits in einem weit fortgeschrittenen Verwesungsstadium. In ihrer Kehle steckte ein Messer.

An der sehr abgelegenen Fundstelle im Maisfeld in der Nähe des Flugplatzes verläuft kein Fußgängerweg, so dass niemand auf die Leiche aufmerksam wurde. Auch verhinderten die hohen Maispflanzen die Sicht auf die Leiche. Gefunden wurde sie dann zufällig, als ein Landwirt am Sonntag sein Maisfeld aberntete. Dabei stieß er auf die Leiche mit dem Messer. Er erklärte in einem Interview gegenüber NDR 1 Niedersachsen, es hätten sich persönliche Gegenstände bei der Leiche befunden. So seien Tabletten, eine Reisetasche, ein Krankheitspass und ein Personalausweis gefunden worden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Mais, Kraut und Rüben

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 5, 2005

Bayerische Schüler dürfen ab 2006 an Schulen nicht mehr rauchen

Bayerische Schüler dürfen ab 2006 an Schulen nicht mehr rauchen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 11:35, 14. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

München (Deutschland), 05.10.2005 – Ab dem Schuljahr 2006/2007 führt Bayern ein generelles Rauchverbot ein, das dann für alle staatlichen Schulen im Bundesland gilt. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, der vom bayerischen Kabinett beschlossen wurde. Das Rauchverbot gilt für alle Personen, die sich im Schulgebäude aufhalten: Lehrer, Schüler, Verwaltungsangestellte und Besucher.

Der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) erklärte nach der Sitzung gegenüber der Presse, diese Maßnahme sei ein klares Signal gegen die Sucht und für die Gesundheit der Kinder. Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU) äußerte: „Lehrer sein heißt Vorbild sein. Das gilt auch fürs Nichtrauchen.“

Über die Einführung ähnlicher Regelungen in staatlichen Behörden und Krankenhäusern wird nachgedacht.

Themenverwandte Artikel

  • Allen Carr, Bestsellerautor von Nichtraucherbüchern, hat Lungenkrebs (02.08.2006)
  • Norwegische Studie: Auch leichtes Rauchen kann tödlich sein (22.09.2005)
  • WHO: Keine Jobs mehr für Raucher (02.12.2005)
  • Nichtraucherschutz in Deutschland nicht auf EU-Standard (13.04.2006)
  • Rauchen auf dem Flughafen Brüssel seit Karsamstag verboten (19.04.2006)
  • Jugendschutz: 100.000 Zigarettenautomaten werden entfernt (07.05.2006)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 10, 2005

Chinesischer Lehrer wegen 32-facher Vergewaltigung hingerichtet

Chinesischer Lehrer wegen 32-facher Vergewaltigung hingerichtet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:00, 10. Sep. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Peking (China), 10.09.2005 – In China ist ein 22-jähriger Lehrer hingerichtet worden. Er hatte zuvor zugegeben, während seiner dreijährigen pädagogischen Laufbahn 32 Schülerinnen vergewaltigt zu haben. Daraufhin wurde er zur Todesstrafe verurteilt.

Bei den Opfern handelte es sich um Schülerinnen unter 14 Jahren, von denen er einige bis zu 20 mal missbraucht hatte. Angaben der chinesischen Tageszeitung „Huaxi Metropolitan Daily“ zufolge sagte er nach dem Urteil, er hoffe, dass die Opfer „schnell aus der Finsternis entkommen, in die ich sie gestürzt habe“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 26, 2005

Gedenken an das Schulmassaker in Erfurt

Gedenken an das Schulmassaker in Erfurt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Gedenken an das Schulmassaker in Erfurt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Gutenberg-Gymnasium im September 2005

Erfurt (Deutschland), 26.04.2005 – Heute vor drei Jahren fand das Schulmassaker am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt statt.

Im Jahr 2002 hatte der ehemalige Schüler Robert Steinhäuser innerhalb weniger Minuten 16 Menschen und anschließend sich selbst erschossen. Steinhäuser war damals 19 Jahre alt.

Nachdem das Jugendstilgebäude nach der Katastrophe komplett saniert wurde, hat heute ein stilles Gedenken stattgefunden. Schüler und Lehrer versammelten sich erstmals seit dem 26. April 2002 am Ort des Geschehens. Direktorin Christiane Alt und einige Schüler legten weiße und rote Rosen nieder und zündeten Kerzen an. Die Tat hatte damals weltweites Entsetzen ausgelöst.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 19, 2005

Aus Ministranten werden Schulrektoren

Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Saarbrücken (Deutschland), 19.01.2005 – Bei der zum Schuljahr 2005/2006 vorgesehenen Zusammenlegung zahlreicher Grundschulen im Saarland werden auch die Rektorenposten „aufnehmender“ Schulen neu besetzt. Weil so kurzfristig die Verfahren zur Stellenneubesetzung aber nicht abgeschlossen werden können, werden zahlreiche Schulen nach den Sommerferien 2005 neue kommissarische Leiter haben, die CDU-Kultusminister Jürgen Schreier bestimmt. Erfahrungsgemäß werden diese später auch als Sieger aus den Besetzungsverfahren hervorgehen.

Weil zwei Drittel der Grundschulen von der Umstrukturierung betroffen sind – sie werden entweder geschlossen oder nehmen Klassen auf – wird ein zügiger Ersatz der Schulleiter durch CDU-Parteigänger befürchtet, zügiger als er im Rhythmus normaler Stellenneubesetzungen stattgefunden hätte. Nach zwei Wahlsiegen der CDU im Saarland, deren führende Leute in Wahlkämpfen mit ihrem ministrantenhaften Image auffallen, eine Gelegenheit, die eigene Politik auch personell und langfristig an den Schulen zu positionieren. Unter anderem deshalb stoßen kurzfristige Planung und erheblicher Umfang der Umstrukturierung auf Widerstand. So wird es nach den Plänen zum Beispiel im Stadtverband Saarbrücken in den nicht zur Stadt Saarbrücken gehörenden Städten und Gemeinden statt 40 in Zukunft noch 23 Grundschulen geben, nur elf von ihnen werden unverändert fortbestehen, an der Hälfte aller künftigen Grundschulen sind demnach Rektorenposten zum August 2005 neu zu besetzen, mehr als zwei Drittel der bisherigen Rektorinnen und Rektoren verlieren ihre Posten.

Die Landesregierung stellt ihre Reform unter den Arbeitstitel „Grundschule der Zukunft“ und beruft sich auf notwendige Einsparungen und zukünftige demografische Entwicklungen sowie darauf, dass das saarländische Schulordnungsgesetz eine Schließung bei weniger als einer Klasse pro Klassenstufe vorsieht (§ 9 „Geordneter Schulbetrieb“). Die dort vom Gesetzgeber genannten Ausnahmen, „wichtige pädagogische, organisatorische oder siedlungsstrukturelle Gründe“, werden durchweg bei den Planungen nicht berücksichtigt. Darüberhinaus soll das Gesetz geändert werden, um die jetzige Reform zusätzlich zu legitimieren, indem Zweizügigkeit zur Regelvoraussetzung des geordneten Schulbetriebs bestimmt wird.

Eltern haben eine Initiative „Rettet die Grundschulen im Saarland“ gegründet und wenden sich vor allem gegen die Zerschlagung gewachsener und funktionierender Strukturen in Dörfern, Gemeinden und Stadtteilen. Eine Demonstration ist am 26. Januar 2005 in Saarbrücken geplant.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 7, 2005

Neusässer Schüler erwirkt Pressefreiheit für Bayerns Schülerzeitungen

Neusässer Schüler erwirkt Pressefreiheit für Bayerns Schülerzeitungen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Neusäß (Deutschland), 07.01.2005 – Der 17-jährige Schülerzeitungsredakteur Dominik Mai aus dem Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß hat mit einer Petition an den bayerischen Landtag erwirkt, dass Schülerzeitungen in Bayern zukünftig das Recht der Pressefreiheit genießen.

Bislang galt in Bayern die Pressefreiheit nicht für Schülerzeitungen. Nach bisheriger Gesetzeslage lag die Verantwortung für den Inhalt von Schülerzeitungen bei der Schulleitung, die deshalb ein Recht der Zensur besaß. Die Rektorin Christa Lacher des Neusässer Gymnasiums hatte von diesem Privileg reichlich Gebrauch gemacht und im Juli 2002 zum Missfallen der Redakteure vierzehn von etwa sechzig Seiten der Schülerzeitung “Spektrum” zensiert. Bereits seit dreißig Jahren fordern Bayerns Schülerzeitungsredakteure vergeblich gegen den Widerstand der CSU Pressefreiheit.

Nun gab der Bildungsausschuss des Landtages der Petition, die Dominik Mai gemeinsam mit der Jungen Presse Bayern eingereicht hatte, Recht. Die Gesetzesänderung soll im Frühjahr 2005 in Kraft treten.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.